Freitag, 25.05.2012



Lexikon Suche


Rattelsdorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wikipedia:Hauptseite
Dieser Artikel befasst sich mit der oberfränkischen Marktgemeinde Rattelsdorf.
Die gleichnamige Gemeinde Rattelsdorf im Saale-Holzland-Kreis findet man unter Rattelsdorf (Thüringen).


Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Rattelsdorf
Rattelsdorf
Deutschlandkarte, Position von Rattelsdorf hervorgehoben
50.01555555555610.886944444444259Koordinaten: 50° 1′ N, 10° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Höhe: 259 m ü. NN
Fläche: 39,58 km²
Einwohner: 4531 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 114 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96179
Vorwahl: 09547
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 174
Marktgliederung: 13 Ortsteile
Adresse der Marktverwaltung: Grabenstrasse 26
96179 Rattelsdorf
Webpräsenz:
Bürgermeister: Bruno Kellner (VU)
Lage von Rattelsdorf im Landkreis Bamberg
Datei:Rattesldorf im Landkreis Bamberg.png

Rattelsdorf ist ein Markt im oberfränkischen Landkreis Bamberg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Rattelsdorf liegt in der Region Oberfranken-West. Es besteht aus 13 kleineren Ortschaften, die allesamt im näheren Umfeld liegen, wobei Ebing die zweitgrößte Ortschaft ist. Nachfolgend eine Auflistung aller Ortschaften mit ihren Einwohnerzahlen:

Stand: Mai 2005

Es existieren folgende Gemarkungen: Busendorf, Ebing, Höfen b.Rattelsdorf, Medlitz, Mürsbach, Rattelsdorf, Daschendorfer Forst. Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Itzgrund, Ebensfeld, Zapfendorf, Breitengüßbach, Baunach, Reckendorf, Rentweinsdorf, Untermerzbach

Geschichte

Bis zur Säkularisation 1803 besaß das Benediktinerkloster Michelsberg die Ortsherrschaft in Rattelsdorf. Michelsberg war ein dem Hochstift Bamberg inkorporiertes Kloster. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Bis 1972 gehörte Rattelsdorf zum Landkreis Staffelstein. Der Ortsteil Höfen, mit Höfenneusig und Freudeneck, sowie Mürsbach, mit Zaugendorf und Helfenroth gehörten jedoch bis 1972 zum Landkreis Ebern und damit zu Unterfranken.

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 3413, 1987 dann 3987 und im Jahr 2000 4566 Einwohner gezählt. Im Mai 2005 zählte der Markt Rattelsdorf 4618 Einwohner.

Infrastruktur

Der gesamte Markt Rattelsdorf hat vier Brauereien: die Schwanenbräu in Ebing, die Brauerei Endres in Höfen, die Sonnenbräu in Mürsbach und die Brauerei Fischer in Freudeneck (die kleinste Ortschaft im Landkreis Bamberg, die eine Brauerei hat). In allen vier Gaststätten der Brauereien kann man in einer Wirtsstube fränkische Bier- und Brotzeitspezialitäten genießen.

Außerdem bestand im Gemeindeteil Medlitz bis 1986 die Brauerei Schwarzer Adler und im Gemeindeteil Mürsbach bis 2002 die Brauerei Feiler.

Politik

Bürgermeister ist seit 2005 Bruno Kellner (Vereinigtes Umland) aus Freudeneck. Sein Vorgänger war seit 1990 Gerhard Jäger, der sich 2002 mit 63,54 % der Stimmen gegen seinen Gegenkandidaten Tscherner (Ebinger Liste) durchsetzte.

Gemeinderatswahl 2008

Der Marktgemeinderat besteht aus 16 Mitgliedern, die sich wie folgt aufteilen:

  • Ebinger Liste 4 Sitze
  • CSU 4 Sitze
  • SPD 3 Sitze
  • Christliche-Wähler-Union Rattelsdorf 2 Sitze
  • Vereinigtes Umland 3 Sitze

Die Christlich-Bürgerliche-Wählergruppe trat zur Wahl nicht mehr an.

Im April 2009 trat Siegbert Tscherner aus der Ebinger Liste aus und ist absofort fraktionsloser Gemeinderat.

Gemeinderatswahl 2002

Der Marktgemeinderat besteht aus 16 Mitgliedern, die sich wie folgt aufteilen:

  • Ebinger Liste 4 Sitze
  • CSU 4 Sitze
  • SPD 3 Sitze
  • Christliche-Wähler-Union 2 Sitze
  • Vereinigtes Umland 2 Sitze
  • Christlich-Bürgerliche-Wählergruppe 1 Sitz

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.642.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 195.000 Euro.

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: In Silber auf grünem Boden eine rote Kirche mit Dachreiter und blauen Dächern, davor stehend ein grüner Nadelbaum; aus dem rechten Schildrand hervorbrechend ein schwarz bekleideter Arm, der ein schwarzes Kreuz hält.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 318 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1673. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe sieben Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 108 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1729 Hektar, davon waren 1294 Hektar Ackerfläche und 434 Hektar Dauergrünfläche.

Freiwillige Feuerwehren

  • FF Busendorf
  • FF Ebing
  • FF Hilkersdorf
  • FF Höfen
  • FF Medlitz
  • FF Mürsbach
  • FF Rattelsdorf
  • FF Zaugendorf

Verkehr

Durch das Gemeindegebiet führt die Bundesstraße 4. Rattelsdorf hatte zwischen dem 1. Oktober 1913 und dem 28. September 1975 einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Breitengüßbach–Dietersdorf. Vorübergehend war auch der Bau eines Verkehrslandeplatzes nördlich von Rattelsdorf auf Landkreisebene im Gespräch. Entsprechende Pläne wurden aber nach Bürgerprotesten inzwischen fallen gelassen.

Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 175 Kindergartenplätze mit 153 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 17 Lehrern und 367 Schülern

Söhne und Töchter der Gemeinde

Weblinks

Commons Commons: Rattelsdorf – Bilder, Videos und Audiodateien
en:Rattelsdorf

eo:Rattelsdorf it:Rattelsdorf ja:ラッテルスドルフ (オーバーフランケン) nl:Rattelsdorf (Beieren) pl:Rattelsdorf pt:Rattelsdorf ro:Rattelsdorf ru:Раттельсдорф vo:Rattelsdorf (Bayern)