Meinestadt.de - Ralbitz-Rosenthal - 25.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Dresden | |
| Landkreis: | Bautzen | |
| Verwaltungsverband: | Am Klosterwasser | |
| Höhe: | 143 m ü. NN | |
| Fläche: | 31,69 km² | |
| Einwohner: | 1782 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 56 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 01920 | |
| Vorwahl: | 035796 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 6 25 500 | |
| Gemeindegliederung: | 10 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Am Marienbrunnen 8 01920 Ralbitz-Rosenthal |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hubertus Rietscher (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Ralbitz-Rosenthal im Landkreis Bautzen | ||
| Datei:Ralbitz-Rosenthal in BZ.png | ||
Ralbitz-Rosenthal, sorbisch Ralbicy-Róžant, ist eine sächsische Gemeinde im Landkreis Bautzen in der Oberlausitz. Sie wurde 1994 aus den Gemeinden Ralbitz und Rosenthal gebildet und liegt etwa 10 km östlich der Stadt Kamenz am Klosterwasser. Im Jahre 2001 waren 84,34 % der Gemeindebevölkerung des Sorbischen mächtig[2]. Die Gemeinde zählt zum Kernsiedlungsgebiet des westslawischen Volkes.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde befindet sich zwischen den Städten Kamenz und Hoyerswerda entlang des Klosterwassers im sogenannten „Niederland“ (Delany). Etwa ein Drittel der Gemeindefläche ist von Wäldern bedeckt.
Zu den Ortsteilen gehören (Einwohnerzahlen Stand 2005)[3]:
Das Naturschutzgebiet Lasker Auenwald (Łaskowsky lěs) am Klosterwasser ist als letzter Rest der ursprünglichen Auenvegetation geschützt und sehenswert.
Im Ortsteil Rosenthal befindet sich eine Marien-Wallfahrtsstätte, die bis 2007 von Zisterziensern betreut wurde. Hier gibt es eine Quelle, deren Wasser heilende Kräfte für die Augen nachgesagt wird. Auf der Wallfahrtswiese finden jährlich mehrere Wallfahrten statt, unter anderem die des Bistums Dresden-Meißen. Ebenso hat die bundesweite Studentenwallfahrt der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Hochschulgemeinden Rosenthal als Ziel.
Das Gnadenbild ist eine Lindenholzstatue, um 1480 entstanden. Maria ist mit Kind dargestellt, eine Besonderheit dabei ist die Birne, die das Jesuskind in der Hand hält. Die ersten Wallfahrten sind in den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts nachweislich; nach der Kirchenspaltung trug der Wallfahrtsort zum Erhalt des katholischen Glaubens in der Umgebung wesentlich bei. Eine rasche Entwicklung erlebte Rosenthal seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Pilger aus der Ober- und Niederlausitz, Sachsen, Böhmen und auch einige Lutheraner suchten Hilfe bei Unserer Lieben Frau von Rosenthal. Nicht nur die Augen sollten durch die Fürsprache der Rosenthaler Madonna geheilt werden, sondern auch Unfruchtbarkeit. Pater Xaverius Jacobus Ticinus SJ, ein Jesuit sorbischer Herkunft, schrieb die Geschichte des Gnadenorts. Um die geistliche Betreuung des Orts entflammte ein Konflikt zwischen dem Zisterzienserinnenkloster Marienstern und dem Domstift Bautzen, es wurde in den 1730er Jahren für die Zisterzienserinnen entschieden. Dann wurde die Wallfahrt vor allem durch die Zisterzienser aus Ossegg und Neuzelle betreut. Der Wallfahrtsort wird heute von den katholischen Sorben rege besucht.
Die Gemeinde Ralbitz-Rosenthal verfügt über eine sorbische Grund- und Mittelschule. Letztere ist eine von vier verbleibenden sorbischen Mittelschulen in Sachsen.
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