Meinestadt.de - Preetz/Holstein - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | ||||
| Kreis: | Plön | ||||
| Höhe: | 24 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 14,4 km² | ||||
| Einwohner: | 15.895 (30. Dez. 2007) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 1104 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 24211 | ||||
| Vorwahl: | 04342 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | PLÖ | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 57 062
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| Adresse der Stadtverwaltung: | Bahnhofstraße 24 24211 Preetz |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Wolfgang Schneider (parteilos) | ||||
| Lage der Stadt Preetz im Kreis Plön | |||||
| Datei:Preetz in PLOE.png | |||||
Preetz ist eine deutsche Kleinstadt südlich der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel im Landkreis Plön. Preetz ist auch als die Schusterstadt bekannt und mit seinen rund 15.800 Einwohnern die größte Stadt im Kreis Plön.
Inhaltsverzeichnis |
Kühren, Lehmkuhlen, Pohnsdorf, Postfeld, Rastorf, Schellhorn, Schwentinental, Wahlstorf
Der Postsee, nordwestlich von Preetz gelegen, wird von der Alten Schwentine durchflossen, der Kirchsee im Zentrum und der Lanker See südlich von der Schwentine. Der Kirchsee ist eigentlich nur eine breite Stelle der Schwentine. Die Schwentine fließt vom Lanker See durch den Kirchsee weiter in Richtung Kiel.
Schwentine und Mühlenau (oder Postau oder Alte Schwentine). Die Mühlenau mündet auf Höhe des Harderparks in die Schwentine.
Die Naturschutzgebiete "Halbinseln und Buchten im Lanker See", "Kührener Teich und Umgebung" liegen südlich, das Naturschutzgebiet "Altarm der Schwentine" nördlich von Preetz.
"Schwentinetal im Kreis Plön im Verlauf vom Stadtgebiet Preetz bis an die Stadtgrenze von Kiel" mit dem Rosensee, dem Weiher Unterprobstenteich und dem Altenarm der Schwentine.
Von der vorgeschichtlichen Besiedlung der Region zeugen die nördlich von Preetz gelegenen Grabhügel bei Preetz.
1185 wird der Ort Poretz erstmals von Ecbrecht Procensis in den Versus de Vicelino erwähnt. Der Name der Stadt entwickelte sich ab 1216 aus dem Wendischen von po rece (am Fluss) über Poretzie (1221) und Pretze (1442) zu dem heutigen Preetz.
Bereits zu der Zeit der Wenden war hier eine Furt über die Schwentine und Verbindung zwischen Wagrien und Holstein.
1210 entstand eine erste Kirche und 1211 gründete Graf Albrecht von Orlamünde ein Benediktinerinnenkloster Kloster Preetz und sorgte damit für den entscheidenden Impuls für die Entwicklung des Ortes im Mittelalter 1226 erneuerte Adolf IV. von Schauenburg und Holstein die Stiftung des Klosters und schenkte es den Nonnen. 1268 entstand die Klosterkirche. Bis 1867 stellte das Kloster die höchste Verwaltungsinstanz dar und übte die Rechtsprechung aus.
Der Flecken Preetz entwickelte sich mehr und mehr zu einem ländlichen Zentrum des Handwerks mit dem Schwerpunkt Schuhherstellung. Um 1850 waren in der Stadt rund 160 selbständige Schuhmachermeister tätig.
1852 erhielt Preetz die erste Straßenbeleuchtung. Nach dem Bau des Bahnhofs 1864 wurde 1871 das Rathaus gebaut, vor dem noch heute die 1871 gepflanzte Eiche steht.
Am 17. Mai 1870 schließlich bekommt Preetz eingeschränkte Stadtrechte, 1901 dann die vollen Stadtrechte.
Die Stadtvertretung besteht aus 30 Stadtvertreterinnen und Stadtvertretern, die sich nach dem Ergebnis der Gemeindewahl vom 25. Mai 2008 wie folgt zusammensetzt:
Blasonierung: „Durch einen goldenen Wellenbalken geteilt von Blau und Rot. Oben ein silberner Fisch, unten das silberne holsteinische Nesselblatt.“[1]
Der im oberen Teil des Wappen befindliche Fisch soll die frühere hauptsächliche Ernährungsgrundlage der Bewohner dieses Gebietes darstellen. Dazu wurde der wehrhafte Barsch gewählt, da er die Verteidigungsbereitschaft der Einwohner bekunden soll. Bei dem in früheren Zeiten wahrscheinlich höheren Wasserspiegel, der die Seen und Flüsse in und um die Stadt Preetz vergrößerte und den Ort mit Sümpfen umgab, dürfte Preetz die Rolle einer Fluchtburg gespielt haben.
Das blaue Feld steht stellvertretend für das die Stadt Preetz umgebende Wasser.
Das Mittelfeld deutet auf die in der Gegend einzige und wichtige Furt in Preetz durch die Schwentine. Die Furt sowie die Eignung als Fluchtburg haben dem Ort die frühere Bedeutung gegeben und ließen ihn geeignet erscheinen, im Jahre 1226 das „Marienfelder Kloster“ an diesen Platz zu verlegen.
Das Erste Circus-Museum in Deutschland eröffnete am 15. Oktober 1974 und zeigt auf einer Fläche von 316 m² eine Sammlung von Bildern, Plakaten, Kostümen, Requisiten und Circus-Modellen. 1990 wurde der Verein der Freunde und Förderer des Circus-Museums Preetz gegründet.
Die Sammlung des im Januar 1993 eröffneten Heimatmuseums Preetz umfasst die drei Schwerpunkte regionale Archäologie, Stadtgeschichte und örtliches Handwerk.
Das Preetzer Holzschuhmuseum eröffnete am 18. Mai 2008. In der renovierten Werkstatt eines Holzschuhmachers wird der Herstellungsprozess sowie die Historie der Preetzer Holzschuhe präsentiert.
Bis zum 14. Juni 2004 verlief die Bundesstraße 76 in Nord-Süd-Richtung durch Preetz, heute verläuft die Straße östlich der Stadt. Ausgehend von der alten Bundesstraße 76 an der Schwentine-Brücke verläuft die Landstraße 211, die weiter östlich an die Bundesstraße 202 (Rastorfer Kreuz) anschließt.
Von der Landstraße 211 gelangt man heute zwischen der Stadt und dem Gewerbegebiet Preetz-Wakendorf auf die Bundesstraße 76. Südlich von Preetz ist die alte Trasse der Bundesstraße 76 im Bereich des Sophienhofer Kreuzes ebenfalls an dieselbe angeschlossen.
Hauptartikel: Bahnstrecke Kiel–Lübeck
Im Jahre 1866 wurde die Bahnstrecke Kiel–Ascheberg eröffnet. Preetz erhielt so einen Bahnhof für Personen- und Güterverkehr. Letzterer wurde 1990 eingestellt. 1910 wurde die Kleinbahn Kirchbarkau–Preetz–Lütjenburg in Betrieb genommen (Personen- und Güterverkehr). Schon 1931 wurde der Personenverkehr nach Kirchbarkau wieder aufgegeben. 1938 endete dann auch der Personenverkehr nach Lütjenburg, gleichzeitig auch der gesamte Güterverkehr. Die Kleinbahn wurde abgebaut.
Die FRANK Druck GmbH & Co. KG wurde 1957 in Preetz als Buchdruckerei gegründet und ist heute eine der größten Druckereien Norddeutschlands. Frank-Druck gehört zur Evers-Frank-Gruppe aus Meldorf.
Die schulische Bildung steht teilweise unter der Trägerschaft des Schulverbands Preetz Stadt und Land. Somit stehen auch einige Einrichtungen des Umlandes zur Verfügung.
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