Meinestadt.de - Pockau - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Chemnitz | |
| Landkreis: | Erzgebirgskreis | |
| Höhe: | 428 m ü. NN | |
| Fläche: | 36,05 km² | |
| Einwohner: | 4103 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 114 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 09509 | |
| Vorwahl: | 037367 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ERZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 5 21 490 | |
| Gemeindegliederung: | 4 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Rathausstraße 10 09509 Pockau |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Heiko Friedemann | |
| Lage der Gemeinde Pockau im Erzgebirgskreis | ||
| Datei:Pockau in ERZ.png | ||
Pockau ist eine Gemeinde im Erzgebirgskreis in Sachsen und staatlich anerkannter Erholungsort. Die Gemeinde liegt an der Silberstraße.
Inhaltsverzeichnis |
Die ursprünglich als Waldhufendorf entstandene Gemeinde Pockau liegt im Tal der Flöha am Zusammenfluss mit der Schwarzen Pockau. Nördlich davon liegen die Ortsteile und ehemaligen Waldhufendörfer Görsdorf und Forchheim, letzterer im Tal der Haselbach. Östlich von Pockau liegt der Ortsteil Wernsdorf sowie im Flöhatal die Siedlung Nennigmühle. Westlich an der B 101 liegt die Siedlung Marterbüschel. Höchster Punkt der Gemeinde ist der Brandhübel mit 610 m, niedrigster das Flöhatal mit rund 400 m. Nordöstlich der Stadt befindet sich die Saidenbachtalsperre.
Ortsteile: Forchheim, Görsdorf, Nennigmühle und Wernsdorf
Der Fluss Pockau wird 1292 in einer Urkunde des Klosters Hersfeld erstmals urkundlich erwähnt. Die erstmalige Erwähnung des Ortes erfolgt erstmals 1365 als „Packaw“. Mit der Reformation kommt 1539 Pockau zur Parochie Lengefeld. Ab 1560 werden auf der Flöha und der Pockau Flöße eingerichtet und auf den Flöhawiesen werden Holzkohlemeiler errichtet. Eine erste Schule wird 1671 eingerichtet. 1783 wird die obere Ölmühle, heute technisches Denkmal, errichtet. In den Jahren 1826 bis 1830 wird die Straße von Annaberg nach Freiberg ausgebaut. Am 25. Mai 1875 wird die Flöhatalbahn in Betrieb genommen. Ein neues Schulhaus wird 1877 errichtet. Die Freiwillige Feuerwehr wird 1895 gegründet. Während des Ersten Weltkrieges entsteht durch den Holzfabrikanten Hermann Lorenz die Gemeinschaft in Christo Jesu. Die Straße nach Olbernhau wird 1919 bis 1925 gebaut. 1925 erfolgt die Einweihung des Rathauses. Görsdorf wird 1934 eingemeindet.
Pockau gehörte seit der Ortsgründung nach 1150 zur Pfarrkirche Lengefeld, besaß aber in der katholischen Zeit vor 1540 eine eigene Kapelle und damit das Filialrecht. Erstmalig wurde 1729 ein Antrag auf eine eigene Kirche gestellt und 1734 wiederholt. Die Anträge wurden immer wieder abgelehnt. 1884 Antrag auf Trennung von Lengefeld. Am 28. April 1885 Grundsteinlegung und am 30. November 1885 die Kirchweihe.
Baumeister Neubert aus Olbernhau erbaute die Kirche mit großer Beteiligung der Pockauer Bevölkerung in neogotischem Stil.
Forchheim wird 1299 erstmals urkundlich als „Wrcheim“ erwähnt. Bei der Reformation 1539 bleibt Forchheim eigenständige Parochie. 1558 wird das Herrenhaus des „niederen Rittergutes“ (Schloss) mit Renaissanceportal errichtet. Die Grundherren von Berbisdorf lassen sich 1559 in Forchheim nieder. 1576 erfolgt die Teilung des Ortes (Berbisdorfer Erbteilung) zwischen den Brüdern Christoph (Nord-) und Haubold von Berbisdorf (Südseite des Dorfbaches). 1719 wird durch George Bähr mit dem Bau der Forchheimer Kirche begonnen, die 1726 eingeweiht wird. In der Kirche befindet sich eine Silbermann-Orgel. 1818 werden Nieder- und Oberforchheim versteigert. Ein zweites Schulgebäude wird 1842 errichtet. 1844 werden die Häuser von Neusorge und Drachenwald Forchheim zugeordnet. 1865 wird eine Turnerfeuerwehr errichtet. Ein Schulneubau für den ganzen Ort wird 1889 errichtet. Die Freiwillige Feuerwehr wird 1897 gegründet. 1913 wird eine elektrische Straßenbeleuchtung errichtet. Die Rittergutsbezirke werden 1924 der Gemeinde zugeordnet. In den Jahren 1929 bis 1933 erfolgt der Bau der Saidenbachtalsperre. Dadurch müssen einige Gebäude abgebrochen werden. In den 1970er Jahren wird die Vorsperre Forchheim gebaut.
Der Ort wird 1434 erstmals als „Gerstorff“ urkundlich erwähnt. Der Ort gehört zur Herrschaft Lauterstein. Mit der Reformation 1539 kommt Görsdorf zur Parochie Forchheim. Auf den Flöhawiesen werden ab 1560 Holzkohlemeiler errichtet. Ein erstes Schulgebäude wird 1695 errichtet. 1836 wird die steinerne Brücke über die Flöha errichtet. Ein neues Schulgebäude wird 1860 errichtet, welches bereits 1897 durch ein weiteres Gebäude abgelöst wird. Die Freiwillige Feuerwehr wird 1909 gegründet. 1914 erfolgt der Anschluss ans Elektrizitätsnetz. Am 1. April 1934 wird nach Pockau eingemeindet.
1434 wird der Ort erstmals als „Wernsdtorff“ urkundlich erwähnt. Durch die Pest sterben 1475 über die Hälfte der Einwohner. Mit der Reformation 1539 kommt Wernsdorf zur Parochie Forchheim. 1559 kommt Wernsdorf nach dem Kauf der Herrschaft Lauterstein zum Rittergut Forchheim. 1752 erhält der Ort seine eigene Schule, die 1836 durch einen Neubau abgelöst wird. 1858 wird Nennigmühle eingegliedert. Durch die Bahnstation in Nennigmühle erhält Wernsdorf 1877 Bahnanschluss. 1878/1879 wird ein größeres Schulgebäude errichtet. Durch Wilhelm von Herder auf Rauenstein wird im Flöhatal eine Papierfabrik sowie zwischen Nennigmühle und Blumenau die Holzschleiferei „Kamerun“. Fabrik und Holzschleiferei werden 1906 an die Firma Günther & Richter verkauft. Die Freiwillige Feuerwehr wird 1912 gegründet. 1917 wird im Freigut Nennigmühle eine christliche Erziehungsanstalt eingerichtet, die 1930 zur einer Jugendherberge des CVJM umgewandelt wird. Wasserleitung und eine Abwasserkanalisation werden 1928 erbaut. Während des Zweiten Weltkrieges zwischen 1943 und 1945 bestand in Nennigmühle ein Lazarett für sowjetische Kriegsgefangene, in dem die nicht mehr arbeitsfähigen Zwangsarbeiter aus den Zwickauer Steinkohleschächten ihrem Sterben überlassen wurden. Ein Obelisk mit Namenstafeln erinnert an 96 Opfer von Zwangsarbeit.
Blasonierung: In Silber mit schwarzem Schildbord auf dreimal in Blau und Silber geteiltem Wellenschildfuß oberer Teil eines schwarzen Mühlrades sowie sich überschneidend grüner Nadelbaum mit schwarzem Stamm und grüner Laubbaum mit schwarzem Stamm; darüber durchgehendes, oben anstoßendes schwarzes Fachwerkmuster.
Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres mit Gebietsstand Januar 2007:
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1982 bis 1988
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1989 bis 1995
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1996 bis 2002
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2003 bis 2007
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Amtsberg | Annaberg-Buchholz | Aue | Auerbach | Bad Schlema | Bärenstein | Bernsbach | Bockau | Börnichen/Erzgeb. | Borstendorf | Breitenbrunn/Erzgeb. | Burkhardtsdorf | Crottendorf | Deutschneudorf | Drebach | Ehrenfriedersdorf | Eibenstock | Elterlein | Erlbach-Kirchberg | Gelenau/Erzgeb. | Geyer | Gornau/Erzgeb. | Gornsdorf | Großolbersdorf | Großrückerswalde | Grünhain-Beierfeld | Grünhainichen | Heidersdorf | Hohndorf | Hormersdorf | Jahnsdorf/Erzgeb. | Johanngeorgenstadt | Jöhstadt | Königswalde | Lauter/Sa. | Lengefeld | Lößnitz | Lugau/Erzgeb. | Marienberg | Mildenau | Neukirchen/Erzgeb. | Niederdorf | Niederwürschnitz | Oberwiesenthal | Oelsnitz/Erzgeb. | Olbernhau | Pfaffroda | Pobershau | Pockau | Raschau-Markersbach | Scheibenberg | Schlettau | Schneeberg | Schönheide | Schwarzenberg/Erzgeb. | Sehmatal | Seiffen/Erzgeb. | Sosa | Stollberg/Erzgeb. | Stützengrün | Tannenberg | Thalheim/Erzgeb. | Thermalbad Wiesenbad | Thum | Venusberg | Wolkenstein | Zöblitz | Zschopau | Zschorlau | Zwönitz
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