Freitag, 25.05.2012



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Pegnitz (Stadt)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Pegnitz
Pegnitz (Stadt)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Pegnitz hervorgehoben
49.75638888888911.545422Koordinaten: 49° 45′ N, 11° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bayreuth
Höhe: 422 m ü. NN
Fläche: 100,03 km²
Einwohner: 13.885 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 139 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91257
Vorwahl: 09241
Kfz-Kennzeichen: BT (alt: PEG)
Gemeindeschlüssel: 09 4 72 175
Stadtgliederung: 36 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Hauptstraße 37
91257 Pegnitz
Webpräsenz:
Bürgermeister: Manfred Thümmler (CSU)
Lage der Stadt Pegnitz im Landkreis Bayreuth
Datei:Pegnitz im Landkreis Bayreuth.png

Pegnitz (Fränkisch: Bengatz) ist eine Stadt im oberfränkischen Landkreis Bayreuth. Sie liegt in der Fränkischen Schweiz am gleichnamigen Fluss. Die Stadt Bayreuth liegt etwa 27 Kilometer nördlich.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Pegnitz liegt in der Region Oberfranken-Ost.

Es existieren folgende Gemarkungen: Bronn, Buchau, Büchenbach, Elbersberg, Hainbronn, Körbeldorf, Leups, Pegnitz, Penzenreuth, Trockau, Troschenreuth, Veldensteinerforst, Zips, Plankenfels.

Stadtgliederung

Die Ortsteile von Pegnitz sind

  • Bodendorf
  • Bronn
  • Buchau
  • Büchenbach
  • Hainbronn
  • Hammerbühl
  • Hedelmühle
  • Heroldsreuth
  • Herrenmühle
  • Horlach
  • Hufeisen
  • Kaltenthal
  • Kleinkrausmühle
  • Körbeldorf
  • Kosbrunn
  • Kotzenhammer
  • Langenreuth
  • Leups
  • Lobensteig
  • Lüglas
  • Melbach
  • Nemschenreuth
  • Neudorf
  • Neuhof
  • Penzenreuth
  • Pertenhof
  • Reisach
  • Stein
  • Stemmenreuth
  • Trockau
  • Troschenreuth
  • Vestenmühle
  • Weidelwangermühle
  • Weidmannshöhe
  • Willenberg
  • Willenreuth
  • Zips

Geschichte

Datei:Pegnitz.JPG
Marktplatz von Pegnitz

Pegnitz entstand aus zwei Siedlungen. Die eine wurde als Begenz in der Stiftungsurkunde des Klosters Michelfeld vom 6. Mai 1119 erstmals urkundlich erwähnt. Ab 1293 ist die Form Begniz überliefert und ab 1329 dann der heutige Name. 1347–1355 gründeten die Landgrafen von Leuchtenberg im Schutz einer Burg dann die Planstadt Pegnitz neu. 1355 erhielt diese von Kaiser Karl IV. die Stadtrechte verliehen. Mit der anderen Siedlung, der Altstadt, wuchs sie erst vor ca. 100 Jahren zusammen.

1357–1402 gehörte die Stadt Pegnitz zum Königreich Böhmen, woran heute noch der Name der Burg Böheimstein [1] erinnert. Von Wenzel, dem Sohn Kaiser Karl IV., 1402 an Johann III., den hohenzollernschen Burggrafen von Nürnberg, verpfändet, blieb Pegnitz über die Jahrhunderte hinweg in hohenzollernschem Besitz, da die böhmische Krone das Pfand nicht einlösen konnte.

Das ehemalige Obervogtamt des 1792 preußisch gewordenen Fürstentums Bayreuth fiel mit diesem im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich. Mit dem Fürstentum Bayreuth wurde es zunächst unter französische Militärverwaltung gestellt und 1810 gegen eine finanzielle Entschädigung dem Königreich Bayern übergeben.

Politik

Auf Grund des Ergebnisses der Kommunalwahl vom 2. März 2008 verteilen sich die 24 Sitze des Stadtrats wie folgt:

  • CSU 9
  • FWG 6
  • SPD 5
  • Bündnis 90/Die Grünen 2
  • Junge Liste 2

Wirtschaft und Infrastruktur

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 41, im produzierenden Gewerbe 2658 und im Bereich Handel und Verkehr 657 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 1386 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 4969. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, u. a. ein Werk der KSB Aktiengesellschaft und die Firma Baier und Köppel (BEKA), im Bauhauptgewerbe neun Betriebe.

Bis zum 31. Dezember 1967 war Pegnitz Bergbaustadt. In der Grube Kleiner Johannes wurde Eisenerz gefördert, das mit der Bahn täglich zum Stahlwerk der Voestalpine in Linz transportiert wurde. Der Bahnhof von Pegnitz bietet meist stündliche Regionalexpress-Verbindungen in Richtung Nürnberg, Bayreuth, Marktredwirtz und Dresden.

Öffentliche Einrichtungen

Bildungseinrichtungen

  • Grundschule
  • Christian-Sammet-Hauptschule
  • Realschule
  • Gymnasium mit Schülerheim (UNESCO-Projektschule)
  • Dr-Dittrich-Förderschule
  • Bayerische Landesjustizschule
  • Staatliche Hotelfachschule
  • Staatliche Berufsschule
  • Berufsfachschule für Eurohotelmanagement
  • Volkshochschule Pegnitz
  • Fünf Kindergärten
  • Zwei Kinderkrippen

Freizeit- und Sportanlagen

  • Konrad-Löhr-Freizeitzentrum (beheiztes Freibad)
  • Hans-Scheuerlein-Schwimmhalle (Hallenbad)
  • Nicht überdachtes Kunsteisstadion, in dem die EV Pegnitz Ice Dogs spielen.
  • Minigolfanlagen
  • FunArena (nicht mehr genutzt)
  • Stadtbücherei Pegnitz
  • Landwirtschaftlicher Lehrpfad
  • Wald- und Imkerpfad
  • Wasserwirtschaftlicher Lehrpfad

Sportvereine

  • FC Pegnitz (Fußball [A-Jugend, B-Jugend, C-Jugend, D-Jugend, E-Jugend, F-Jugend, G-Jugend, Frauenfußball], Tennis, Leichtathletik)
  • EV Pegnitz Ice Dogs (Eishockey)
  • ASV Pegnitz (Kegeln, Fußball, Handball, Minigolf, Badminton, Judo)
  • Glückauf Pegnitz (Faschingsgarde,Tischtennis)
  • MTV Pegnitz (Turnen, Trampolin, Volleyball)
  • Königlich privilegierte Schützengesellschaft Pegnitz (Sportschießen: Luftpistole, Luftgewehr, Kleinkaliberpistole, Kleinkalibergewehr, Großkaliberpistole, Großkalibergewehr, Vorderladerwaffen, Bogen)
  • RADioAKTIV RACING e. V. (Mountainbike, Rennrad)
  • MFC-Pegnitz (Modellflugverein)
  • BSV Pegnitz 07 e. V. (Billard)
  • SVP Pegnitz (Segelverein)
  • Pegnitz Dragons (Thaiboxen)
  • SV Bronn (Fußball, Tennis, Volleyball)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

  • Theater Schall & Rauch
Pegnitz, links im Bild St. Bartholomäus, im Hintergrund der Schlossberg

Bauwerke

Denkmal eines Schweinehirten
  • Mittelalterliches Rathaus von 1347
  • Zaussenmühle von 1450 mit der Pegnitzquelle
  • Schlossberg mit Aussichtsturm von 1923
  • Wasserberg mit Karstwunder
  • Stadtpfarrkirche St. Bartholomäus (erbaut 1900)
  • Industriedenkmal Bergwerksstollen: Erwein II
  • Herz-Jesu-Kirche, moderne Kirche des Architekten Peter Leonhardt
Der Aussichtsturm von 1923

Denkmäler

Der gesamte erhaltene innere Stadtkern steht als Ensemble unter Denkmalschutz.[2] Seit 1982 gibt es am verbreiterten Ende der Hauptstraße, dem ehemaligen Schweinemarkt das Denkmal eines Schweinehirten.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Pegnitz ist für seinen Weihnachtsmarkt und vor allem wegen der Starkbierzeit Flinderer bekannt. Hier wird ausschließlich für die Zeit von April bis Anfang Juli ein Starkbier gebraut, das im wöchentlichen Wechsel in verschiedenen Gaststätten ausgeschenkt wird. Dazu gehört dann eine urige fränkische Küche.
  • Darüber hinaus stellt das jährlich stattfindende Gregorifest eine Besonderheit dar. In erster Linie wird das Programm durch die Pegnitzer Schülerinnen und Schüler ausgestaltet.
  • Ein kulturelles Highlight sind die schon seit über 30 Jahren stattfindenden Pegnitzer Sommerkonzerte. Diese Kultureinrichtung bietet von Solokonzerten über Kammermusik in unterschiedlicher Besetzung, Serenaden bis zu Chor- und Orchesterkonzerten ein Angebot für viele Geschmacksrichtungen und findet jedes Jahr von Juli bis August in den alten Kirchen und anderen historischen Orten statt.
  • Seit 1994 wird das Pegnitzer Kulturleben zudem mit der Veranstaltung Waldstock Umsonst und draußen bereichert. Das alternative Open-Air-Musikfestival lockt jährlich im Hochsommer bis zu 4000 Besucher sowie zahlreiche nationale und internationale Newcomer-Bands auf die Festwiese des Schlossberges.
  • In Pegnitz gibt es auch jährliche Konzerte der drei Kapellen: Jugendbergmannskapelle Pegnitz, Bengatzer Buam und der KSB-Werkskapelle

Persönlichkeiten

Kulinarische Spezialitäten

  • Flinderer (Starkbier)
  • Pegnitzer Bierbratwurst

Literatur

  • Heinrich Bauer: Geschichte der Stadt Pegnitz und des Pegnitzer Bezirks, Pegnitz 1909, 21938
  • Layritz, Friedrich Wilhelm Anton; Steinruck, Ernst Michael (Übs.): Geschichte der Stadt Pegnitz und auch ihres Landstrichs, Creußen 2000, 213S, ISBN 3-00-007528-3 (Aus dem Lat. übs. von Ernst Michael Steinruck. Originaltitel Pegnesiae urbis eiusque tractus historia)
  • Peter Spätling: Pegnitz - 1119 erstmals erwähnt, 650 Jahre Stadt, Bayreuth 2006 (Regierung von Oberfranken), Heimatbeilage zum Oberfränkischen Schulanzeiger, 329
  • Peter Spätling: Pegnitz in alten Ansichten; Zaltbommel, Niederlande 1985-2001 (3 Bde.)
  • Gerhard Philipp Wolf, Walter Tausendpfund: Pegnitz - Veldensteiner Forst - geschichtliche Streifzüge, Erlangen 1986, 552S; ISBN 3-7896-0072-5
  • Gerhard Philipp Wolf: Tausendpfund, Walter: Pegnitz Bilder einer Stadt im Wandel Hersbruck 1980, 103 S.; ISBN 3-9800386-2-9

Einzelnachweise

  1. Dr. Hans Vollet und Kathrin Heckel: Die Ruinenzeichnungen des Plassenburgkartographen Johann Christoph Stierlein. 1987.
  2. Petzet, Michael; Denkmäler in Bayern: Unterreihe Regierungsbezirke / Ensembles; München 1985-91 (Lipp)

Weblinks

Commons Commons: Pegnitz (Upper Franconia) – Bilder, Videos und Audiodateien
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