Freitag, 25.05.2012



Lexikon Suche


Partenstein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wikipedia:Hauptseite
Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Partenstein in Bayern. Für das gleichnamige historische Amt, siehe: Amt Partenstein. Für das gleichnamige Kraftwerk in Österreich, siehe: Speicherkraftwerk Partenstein
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Partenstein
Partenstein
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Partenstein hervorgehoben
50.059.5166666666667194Koordinaten: 50° 3′ N, 9° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Partenstein
Höhe: 194 m ü. NN
Fläche: 10,47 km²
Einwohner: 2861 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 273 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97846
Vorwahl: 09355
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 170
Adresse der Gemeindeverwaltung: Gemeinde Partenstein
Hauptstr. 24
97846 Partenstein
Webpräsenz:
Bürgermeister: Stephan Amend (Freie Wähler)

Partenstein ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Partenstein. Durch den Ort führt die Bundesstraße 276.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Partenstein liegt in der Region Main Spessart mitten im Spessart am linken Ufer der Lohr, etwa sieben Kilometer nordwestlich der Stadt Lohr am Main.

Es existieren folgende Gemarkungen: Partenstein, Partensteiner Forst.

Geschichte

Die um 1180 erbaute Burg Bartenstein der Grafen von Rieneck war Auslöser für die Entstehung des Dorfes Partenstein. Von den Rieneckern wurde Partenstein 1277 zur Hälfte an die Herren von Hanau vererbt. Die andere Hälfte gehörte zum Erzbistum Mainz. Beide Hälften wurden zusammen als Kondominium regiert. 1684 erfolgte ein Gebietstausch zwischen der Grafschaft Hanau und dem Erzbistum: Der Hanauer Anteil am Amt Partenstein wurde gegen die hanauische Hälfte des ebenfalls mit Mainz gemeinschaftlichen Amtes Bieber an das Erzbistum abgetreten. Bereits 1626 war die Burg im Dreißigjährigen Krieg zerstört worden.

Das ehemalige Amt des Erzstifts Mainz wurde 1803 zugunsten des Fürstentums Aschaffenburg säkularisiert und fiel mit diesem 1814 (damals ein Departement des Großherzogtums Frankfurt) an Bayern.

Mitte des 19. Jahrhunderts setzte mit dem Bau der Ludwigs-West-Bahn, die 1854 im Spessart ihren Betrieb aufnahm, die Industrialisierung ein. Hervorragender Zweig des Bergbaus war die Gewinnung von Schwerspat, die erst 1948 eingestellt wurde.

Die Geschichte des Ortes wird dargestellt in dem „Europäischen Kulturweg Partenstein“.

Religionen

Aufgrund des Einflusses der zunächst lutherischen, später reformierten Grafschaft Hanau ist Partenstein bis heute einer der wenigen vorwiegend protestantischen Gemeinden im bayerischen Spessart.

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 2.516, 1987 2.683 und im Jahr 2000 2.881 Einwohner gezählt.

Politik

  • 1. Bürgermeister: Stephan Amend, Freie Wähler
  • 2. Bürgermeister: Günter Amend, CSU
  • 3. Bürgermeister: Heiko Steigerwald, SPD
  • Weitere Mitglieder des Gemeinderats:
  • Arno Bernard, Dominik Brühl, Siegmar Eyrich, Annika Neuf, Konrad Schreier (Freie Wähler)
  • Klaus Breitenbach, Johann Seewald, Ute Schawerna-Pedrosa (CSU)
  • Berthold Gillner, Erich Imhof, Dirk Mehrlich, Heinz Mehrlich (SPD)

Sehenswürdigkeiten

  • evangelische Pfarrkirche, erbaut 1830/31
  • katholische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer, erbaut 1836
  • Ruine der Burg der Grafen von Rieneck, zerstört 1633, nur noch der Turm erhalten / Ausgrabungen durch das Archäologische Spessartprojekt laufen.
  • Das neu gestaltete Kriegerdenkmal sowie der ebenfalls neu gestaltete Brunnengarten

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 167 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 90 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1090. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 12 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 4 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 12 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 81 ha, davon waren 3 ha Ackerfläche und 79 ha Dauergrünfläche.

Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 100 Kindergartenplätze mit 90 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 8 Lehrern und 153 Schülern

Vereine

Zur Zeit gibt es 50 Vereine in Partenstein.

Gemeindepartnerschaft

Partnergemeinde Thise in Frankreich

Literatur

  • Dommerich, Urkundliche Geschichte der allmählichen Vergrößerung der Grafschaft Hanau von der Mitte des 13. Jahrhunderts bis zum Aussterben des Hauses 1736, in: Mitt. d. Hanauer BezV 1/2 (1860), S. 114f, 128, 195.
  • Engelhard, Regenerus, Erdbeschreibung der Hessischen Lande Casselischen Antheiles mit Anmerkungen aus der Geschichte und aus Urkunden erläutert, Teil 2, Cassel 1778, ND 2004, S. 791
  • Haase, Franziska, Ulrich I., Herr von Hanau 1281-1306, masch. Diss. Münster 1924, S. 11, 19.
  • Archäologisches Spessartprojekt e.V.: Partenstein. Schwerspat und Eisenbahn. Führungsblatt zum Europäischen Kulturweg Partenstein. o.J.

Siehe auch

Weblinks

Commons Commons: Partenstein – Bilder, Videos und Audiodateien
da:Partenstein

en:Partenstein eo:Partenstein it:Partenstein nl:Partenstein pl:Partenstein ro:Partenstein ru:Партенштайн (Бавария) vo:Partenstein