Meinestadt.de - Ottobrunn - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Bayern | ||
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | ||
| Landkreis: | München | ||
| Höhe: | 557 m ü. NN | ||
| Fläche: | 5,23 km² | ||
| Einwohner: | 19.836 (30. Dez. 2007) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 3793 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahl: | 85521 | ||
| Vorwahl: | 089 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | M | ||
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 84 136
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| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Rathausplatz 1 85521 Ottobrunn |
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| Webpräsenz: | |||
| Bürgermeister: | Thomas Loderer (CSU) | ||
| Lage der Gemeinde Ottobrunn im Landkreis München | |||
| Datei:Ottobrunnlkrm.svg | |||
Ottobrunn ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis München südöstlich der Stadt München.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde befindet sich im südöstlichen Umland von München, etwa zwölf Kilometer von dessen Stadtzentrum entfernt.
Ottobrunn liegt im Südteil der Münchner Schotterebene. Dort ist die Kiesschicht sehr dick und die oberste Grundwasserschicht sehr tief. Das Gemeindegebiet umfasst keine natürlichen Oberflächengewässer.
Die Gemeinde erstreckt sich über eine Fläche von 5,53 km² und ist mit ihren 19.748 Einwohnern die am dichtesten besiedelte Gemeinde im Landkreis München. Das Gemeindegebiet ist nahezu vollständig bebaut, so, dass sich die Gemeindeverwaltung nicht mehr in der Lage sieht, neue Baugebiete auszuweisen.[1]
Ottobrunn grenzt im Norden an die Gemeinde Neubiberg, im Osten an den Ortsteil Waldkolonie der Gemeinde Putzbrunn, im Südosten an den Ortsteil Riemerling der Gemeinde Hohenbrunn, im Südwesten an die Gemeinde Taufkirchen und im Westen an die Gemeinde Unterhaching.
Bis auf die westliche Gemeindegrenzen verläuft die Grenze Ottobrunns zu seinen Nachbargemeinden durch überwiegend dichte Siedlungen. So ist die Zugehörigkeit mancher Anwesen zu ihrer Gemeinde nicht immer klar erkennbar.
Die Gemeinde Ottobrunn liegt im Übergangsbereich zwischen dem feuchten atlantischen und dem trockenen Kontinentalklima. Weitere wesentliche wetterbestimmende Faktoren sind die Alpen als mitteleuropäische und die Donau als regionale Wetterscheide. Aufgrund dieser Konstellation ist das Wetter relativ wechselhaft. Der Föhn bringt das ganze Jahr hindurch aus südlicher Richtung unregelmäßig warme, trockene Luftströmungen nach Ottobrunn. Damit verbunden ist eine sehr gute Fernsicht – und insbesondere auch der berühmte bayerisch-blaue Himmel – so dass auch die Bayerischen Alpen sehr deutlich zu sehen sind.
Die erste Besiedelung erfolgte erst Anfang des 20. Jahrhunderts entlang der heutigen Rosenheimer Landstraße. Diese erlangte 1158 nach der Gründung Münchens durch den Welfen Heinrich XII. den Löwen, Herzog von Sachsen und Bayern größere Bedeutung als Handelsweg. Er ließ bei den Münchner Isarinseln, in etwa auf Höhe der heutigen Ludwigsbrücke, eine Brücke über die Isar errichten, um sich durch Zölle auf den durchlaufenden Salzhandel zu bereichern. Diese Brücke errang allerdings erst ihre Bedeutung, als Heinrich der Löwe die bislang existierende Isar-Brücke des Bischofs von Freising zwischen den heutigen Oberföhring (Stadtteil von München) und Unterföhring (eigenständige Gemeinde; damals einfach Feringa) zerstören ließ, und die Salzhändler die Münchner Brücke benutzen mussten, um die Isar zu überqueren. Damit war die Trasse der heutigen Rosenheimer Landstraße festgelegt und war fortan ein wichtiger Handelsweg von München über Rosenheim nach Innsbruck und Italien.
Auf dieser Straße reiste am 6. Dezember 1832 der Namensgeber Ottobrunns, Prinz Otto von Wittelsbach in sein neues Königreich Griechenland. Zuvor hatten sich die Signatarmächte des Krieges der Griechen gegen die Türkische Herrschaft, England, Frankreich und Russland, im Friedensvertrag von Adrianopel (1829) auf den zweiten Sohn Königs Ludwigs I. als neuen König von Griechenland geeinigt. Vor den Toren Münchens, etwa 12 Kilometern vom Münchner Marienplatz entfernt, nahm der erst 17-jährige Prinz Otto I. von seinem Vater Abschied und begab sich auf die Reise an die italienische Adria, erreichte von dort aus Nauplia mit dem Schiff und betrat erstmals sein neues Königreich. Nach 30-jähriger glückloser Regentschaft musste König Otto 1862 abdanken und kehrte mit seiner Frau Amalie von Oldenburg nach Bayern zurück, wo sie bis zu ihrem Tode in der ehemals fürstbischöflichen Residenz in Bamberg lebten. [2][3]
Im Jahre 1834 errichtete der Steinmetzmeister Anton Ripfel im damaligen Höhenkirchener Forst eine dorische Steinsäule um an den Abschied des Königs Otto von seinem Vater König Ludwig I. und dem bayerischen Volk zu erinnern. Diese Ottosäule ist heute das Wahrzeichen Ottobrunns und findet sich auch im Gemeindewappen wieder.[4]
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es an der Straße bereits zwei Gaststätten. So konnten Fuhrleute und Wanderer ab 1890 in den Gutshof Schwaige einkehren. 1902 kam das Waldschlösschen hinzu, welches als das älteste Gebäude in Ottobrunn erhalten geblieben ist. In der Folgezeit ließen sich immer mehr naturliebe und stadtmüde Münchner mit ihren Wochenendhäuschen im Grünen nieder. Auch Musiker und Künstler wie Ermanno Wolf-Ferrari zog es in die beschauliche Idylle.
Die Eisenbahnverbindung zwischen Giesing und Aying wurde schon 1904 in Betrieb genommen und 1912 bis zur Kreuzstraße verlängert, der Haltepunkt an der heutigen Ottostraße wurde aber erst 1922 unter dem Namen Waldlust eingerichtet. Eine Feuerwehr wurde am 14. Juni 1914 als etwa 25 Mann starke „Freiwillige Kolonistenfeuerwehr“ gegründet, da einige Monate zuvor die Kegelbahn am Waldschlößchen brannte. Sorgen bereitete damals die oft hölzerne und behelfsmäßige Bauweise der mitten im Wald gelegenen Häuser, die großen Entfernungen und die schlechten Wege. [5]
Erstes Kirchlein 1918. Gemäß der Aufzeichnung der Rede des Vorstandsmitgliedes Pankraz Ettl des Kirchenbauvereins zur Eröffnung des Kirchleins und einer weiteren Niederschrift wurde der Gutbaumeister Klas gebeten sich bei Herrn Reichsrat v. Fink dafür einzusetzen, dass ein bereits vorhandener kleiner Holzbau im Wirtsgarten der Schwaige (Rosenheimer Landstraße, jetzt Alte Landstraße) als Kirche genutzt werden darf. Reichsrat v. Fink stimmte zu. Mit Unterstützung von Katholiken, Protestanten, Sozialdemokraten und Zentrumsanhängern wurde der Holzbau als Kirche ausgestattet. Das Altarbild stammte von Kunstmaler Niedermeier und als besonderer Gönner wurde Kardinal Dr. Bettinger erwähnt. Die erste Messe wurde in diesem Kirchlein am ersten Adventsonntag 1918 durch Herrn Dekan Haubenthaler von Oberhaching zelebriert. Am ehemaligen Standort des ersten Kirchleins wurde am 1. Dezember 2002 ein Gedenkstein, in einer kleinen Feier, unter zahlreicher Beteiligung von Bürgern enthüllt. Herr Pfarrer Anton Zawadke erwähnte, dass ein lange von ihm gehegter Wunsch in Erfüllung ging. Das Kirchlein wurde bis zur Einweihung der Notkirche (Zur heiligen Familie) an der Friedenstraße im Jahre 1921 genutzt. Den Baugrund für diese Notkirche (eine Baracke) stifteten die „Bürgermeisterseheleute Beiser“ aus Unterhaching. Nach Demontage der Notkirche wurde 1936 die Kirche St. Otto gebaut und am 11. April 1937 durch Michael Kardinal Faulhaber eingeweiht.
Die Siedlung wuchs heran und ein Name für diesen damaligen Ortsteil von Unterhaching musste gefunden werden. Elf Jahre wurde darum gerungen. Unterhaching bestand auf Neuhaching oder Waldhaching. Es waren Waldlust, Ottohain oder gar Neuhaching-Ottokolonie im Gespräch. Die Regierung von Oberbayern bestimmte aber 1921 den Namen Ottobrunn in Erinnerung an König Otto von Griechenland und der Endung „brunn“ in Analogie zu den historischen Namen der unmittelbar angrenzenden Gemeinden Putzbrunn und Hohenbrunn.
Der Bau des an die Gemeinde angrenzenden Flugplatzes begann 1933. Da sich das Flughafengelände nach 1945 durch Verlängerung der Startbahn über die Rosenheimer Landstraße nach Osten hinweg erstreckte, musste diese Straße in einem Bogen, dem heutigen Amalienweg, um den Flugplatz herumgeführt werden. Dieser Umweg wurde erst im Jahr 2002 wieder zurück gebaut. Der Straßenname Alte Landstraße zeugt heute noch davon.
Im Jahre 1934 wurde mit dem Bau der Reichsautobahn München – Salzburg begonnen. Die westlich von Ottobrunn verlaufende Trasse sah zwischen Ramersdorf und Hofoldinger Forst bis nach dem Zweiten Weltkrieg keine eigene Zu- und Abfahrtsmöglichkeit für Ottobrunnn vor. Erst nach der Ansiedlung bedeutender Industrieunternehmen wurde zunächst eine Behelfsein- und Ausfahrt im Gemeindebereich von Taufkirchen für die Bundesautobahn 8 errichtet und später als reguläre Anschlussstelle Taufkirchen-Ost / Brunnthal-Nord / Ottobrunn-Süd ausgebaut. Eine zusätzliche Anschlussstelle wurde 2002 auf Unterhachinger Flur als Unterhaching-Ost / Ottobrunn-Mitte / Neubiberg-Mitte dem Verkehr übergeben.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde im Jahr 1940 mit dem Bau der Luftfahrt-Forschungsanstalt-München (LFM) begonnen. Das Gelände lag strategisch günstig an der Autobahn und in der Nähe des Neubiberger Flughafens. Die LFM sollte neue Versuchsapparaturen für die Forschung beheimaten, unter anderem große Windkanäle mit für damalige Verhältnisse sehr exakten Messeinrichtungen. Die Projekt- und Grundlagenforschung hätte damit eine neue Qualität bekommen. Das Projekt wuchs ins Gigantische, zumal das Gelände groß genug war, um die Planungen auszuweiten.
Um den Personalmangel beim Bau der LFM abzudecken, wurde ein Außenlager des KZ-Dachau eingerichtet. Das Gelände lag im westlichen Ortsteil der heutigen Gemeinde zwischen der Zaunkönig-, Drossel- und Grasmückenstraße. Zwischen 350 bis 600 Gefangene mussten unter unmenschlichen Bedingungen beim Aufbau der LFM helfen. Die LFM wurde jedoch nie fertig gestellt.[6]
Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges steigerte sich der Zuzug nach Ottobrunn erheblich. Wer dort ein Block- oder Sommerhaus besaß, versuchte von der Großstadt wegzukommen. Noch stärker wurde der Druck auf die Siedlung nach den ersten Luftangriffen auf München in den Jahren 1941 und 1942. Die Wehrmacht stellte damals Baracken als Ausweichlager auf.
In der Nachkriegszeit stieg die Einwohnerzahl durch den Zuzug von Flüchtlingen und Umsiedlern rasch an. Zum Leidwesen der Siedler war Ottobrunn bis Mitte der 50er Jahre noch immer ein Teil von Unterhaching. Sie fühlten sich von ihrer Muttergemeinde benachteiligt und glaubten, dass die Wünsche ihrer damals noch steuerschwachen Gemeinde nicht rasch genug erfüllt würden. Zudem lagen Ottobrunn und Unterhaching über zwei Kilometer voneinander entfernt und wurden zudem durch Autobahn und Flugplatz voneinander getrennt. Am 1. April 1955 war es dann soweit: Ottobrunn wurde selbständig. Zuvor hatte der Ortsteil Ottobrunn mit 5816 Einwohnern die übrige Gemeinde mit 4970 Einwohnern zahlenmäßig überholt und besaß mit neun zu sieben Vertretern die Mehrheit im Gemeinderat. Als Rathaus diente bis 1983 die ehemalige Villa von Ermanno Wolf-Ferrari.
Auf das Gelände der ehemaligen LFM verlagerte 1958 der Luftfahrtpionier Ludwig Bölkow sein Stuttgarter Unternehmen Bölkow Entwicklungen KG. In den Gebäuden des Triebwerksforschungsinstituts führte er die in Stuttgart begonnenen Raketenversuche fort. In den folgenden Jahren wurde das Gelände in Zusammenarbeit mit Messerschmitt, Junkers und Heinkel im Entwicklungsring Süd zu einem bedeutenden Standort der Luftfahrtindustrie ausgebaut. Die Unternehmenbezeichnung wechselte in den Folgejahren häufig: Bölkow GmbH (ab 1965), Messerschmitt-Bölkow-Blohm (ab 1969), DASA (ab 1989) und schließlich EADS (seit 2000). Das Firmengelände gehört zwar weitgehend schon zur Gemarkung Taufkirchen, jedoch wurde der Unternehmensstandort stets mit Ottobrunn bezeichnet. Dies machte den Ortsnamen weltweit bekannt.
Vor allem unter dem ersten Bürgermeister Anton Wild, der 1956 gewählt wurde, änderte sich das Bild Ottobrunns dramatisch. Die junge Gemeinde wuchs rasant und es entstanden Neubausiedlungen, Gewerbegebiete und Hochhäuser. Vor diesem Hintergrund wurde 1962 die Bürgervereinigung Ottobrunn e.V. (BVO) ins Leben gerufen, eine Bürgerinitiative, die sich bis heute für den Erhalt des noch verbliebenen Gartenstadtcharakters einsetzt. Als Wild immer mehr Rückhalt verlor, trat er kurz darauf zurück.[7]
Die weltweit erste Personen tragende Magnetschwebebahn wurde 1971 auf dem Werksgelände von Messerschmitt-Bölkow-Blohm erprobt. Die 660 Meter lange Teststrecke zog sich am Westrand des Geländes parallel zur Ludwig-Bölkow-Allee. Das sogenannte Prinzipfahrzeug kann heute im Eisenbahnmuseum Lokwelt Freilassing besichtigt werden.[8]
Da Ottobrunn bis in die 1980er Jahre noch keinen gewachsenen Ortsmittelpunkt hatte, wurde dieser von Grund auf geplant und in einem großzügigen Areal realisiert. In kurzer Folge entstanden ein neues Rathaus (1983), eine Fußgängerzone mit Ladenzeilen (1984) und das Kultur- und Veranstaltungszentrum Wolf-Ferrari-Haus (1986).
Seit Anfang der 1990 Jahre ist Ottobrunn im Bereich Klimaschutz sehr aktiv. So wurde die Gemeinde für diese Bemühungen 2005 mit dem 2. Platz im bundesweiten Wettbewerb "Energiesparkommune" bei den Gemeinden unter 20.000 Einwohnern ausgezeichnet. Bei dem Wettbewerb "Bundeshauptstadt im Klimaschutz" konnte Ottobrunn 2006, ebenfalls in der Kategorie der Kommunen unter 20.000 Einw., den 3. Platz erzielen. 2009 konnte im Wettbewerb "Klimaschutzkommune 2009" bundesweit der 4. Platz erreicht werden, bayernweit sogar Platz 1.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1922 | 517 |
| 1960 | 8.619 |
| 1970 | 13.840 |
| 1980 | 19.894 |
| 1990 | 18.933 |
| 2000 | 19.002 |
| 2006 | 19.748 |
| 2007 | 19.836 |
(Ab 1960 in 10-Jahresschritten; Stand jeweils zum 31. Dezember)[9][10]
Dem Gemeinderat gehören neben dem Bürgermeister als Vorsitzenden 24 Mitglieder an.
(Legislaturperiode: 2008-2014)
Erster Bürgermeister von Ottobrunn ist seit dem 21. März 2007 Thomas Loderer (CSU). Loderer hatte sich in einer Stichwahl am 18. März 2007 gegen Karl Heinz Eisfeld (SPD) mit 56,4% der Stimmen durchgesetzt.
| Amtszeit | Bürgermeister | Partei |
|---|---|---|
| 1955-1962 | Anton Wild | PWG |
| 1962-1977 | Ferdinand Leiß | CSU |
| 1977-1989 | Dr. Horst Stähler-May | CSU |
| 1989-2007 | Prof. Dr. Sabine Kudera | SPD |
| seit 2007 | Thomas Loderer | CSU |
Ottobrunn unterhält Partnerschaften zur Südtiroler Gemeinde Margreid an der Weinstraße (seit 1972), zur griechischen Gemeinde Nauplia (seit 1978) und zur französischen Gemeinde Mandelieu-La Napoule (seit 2000). Belebt werden die Partnerschaften durch gegenseitige Besuche von Delegationen der Gemeinden aber auch der Vereine und vieler Privatpersonen sowie regelmäßig wiederkehrende gemeinsame Weinfeste. Ferner werden auch vom Freundeskreis der Partnergemeinden Ottobrunns gegenseitige Besuche organisiert. Ein reger Schüleraustausch des Gymnasiums mit Nauplia bietet schon den Jugendlichen die Möglichkeit persönliche Kontakte zu knüpfen.[11]
Das Wolf-Ferrari-Haus ist das Kultur- und Veranstaltungszentrum der Gemeinde Ottobrunn. Es beherbergt neben zwei Sälen für Veranstaltungen u. a. das Filmstudio, die Ottobrunner Gemeindebibliothek, Räume der Volkshochschule, zwei Restaurants, einen Schießstand und eine Discothek.
Im Rathaus von Ottobrunn befindet sich das König-Otto-von-Griechenland-Museum. Der Schwerpunkt des Museums ist weniger die Gemeindegeschichte, sondern das Wirken Otto I. in Griechenland. Die Sammlung umfasst mehr als 200 Objekte zu den Themenbereichen des Philhellenismus, des griechischen Freiheitskampfes, der Entwicklung des befreiten Griechenland unter Otto I., Ansichten der Hauptstädte Nauplia und Athen sowie sehr schöne Kunst- und Gebrauchsgegenstände vom Hof Ottos I. z.B. Silber und Porzellan von der Königlichen Tafel in Athen sowie Uhren und Schmuck aus Ottos persönlichem Besitz. Besonders hervorzuheben ist die Bildergalerie des Museums mit Ölbildern und Aquarellen unter anderem von Heß, Heideck und Perlberg sowie repräsentative Graphik unter anderem von Schinkel und Rottmann.[12]
Ebenfalls im Rathausgebäude betreibt der Kunstverein Ottobrunn e.V. eine Galerie unter dem Namen Treffpunkt Kunst. In drei Räumen, die sich über zwei Etagen erstrecken, wird alle drei Wochen eine neue Ausstellung eröffnet. Es werden die unterschiedlichsten Arbeiten in Thema und Technik von Künstlern gezeigt, die entweder die Räume selbst gemietet haben oder vom Kunstverein eingeladen wurden. Daran angeschlossen gibt es den Skulpturengarten, der sich auf dem sogenannten Denkmalsplatz an der südlichen Seite des Rathauses befindet.[13]
Der Kulturkreis Ottobrunn e.V. betreibt die Rosmarie-Theobald-Musikschule und eine Ballettschule. Deren Bildungsangebot richtet sich an alle musikalisch interessierten Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die zahlreichen Konzerte und Vorstellungen werden meist im Konzertraum der Schule an der Albert-Schweitzer-Straße sowie im Festsaal des Wolf-Ferrari-Hauses aufgeführt.[14][15]
Der 1985 aus Chorgemeinschaft Neubiberg hervorgegangene Ars Musica Chor blickt bereits auf eine umfangreiche Chortätigkeit zurück. Das Repertoire des Chores reicht von der Musik des 16. Jahrhundert über die Romantik bis zur Moderne, von großen Oratorien und Passionen über Gospels und Spirituales bis hin zu Carl Orffs Carmina Burana. Der Verein besteht aus etwa 60 Mitgliedern aller Altersgruppierungen.[16]
Es gibt zwei Kinos in der Gemeinde: Das Kino Ottobrunn in der Ottostraße mit zwei Sälen (Smoky: 188 Sitzplätze & Movie: 76 Sitzplätze) und das Filmstudio im Wolf-Ferrari-Haus mit einem Saal und 80 Sitzplätzen.
Zentrum der sportichen Aktivitäten in Ottobrunn ist der Sportpark am Haidgraben. Dort gibt es das Phönix-Bad, ein Hallen- und Freibad mit Saunabereich, ein Fußballstadion, die Ferdinand-Leiß-Halle (früher Mehrzweckhalle genannt) und ein unüberdachtes Eisstadion, welches vom Sportverein ERSC Ottobrunn betrieben wird[17].
Der TSV Ottobrunn ist ein gemeinnütziger Sportverein mit den neun Abteilungen Basketball, Fechten, Fußball, Handball, Karate, Leichtathletik, Ski- und Bergsport, Tischtennis und Turnen. Er bietet primär Breitensport für Angehörige aller Altersgruppen an und hat über 2.900 Mitglieder.[18]
Der Skibob Club Ottobrunn (SBCO) ist einer der ältesten Skibob-Clubs in Deutschland und kann auf viele Erfolge in Europa- und Weltmeisterschaften verweisen.[19]
Der TanzSportClub (TSC) Ottobrunn ist mit über 500 Mitgliedern einer der größten Tanzsportvereine in der Umgebung. Neben fünf Freizeitgruppen und einer Mütter-Gruppe trainieren hier vier Turniergruppen für die jährlichen Turniere, bei denen der TSC mehrfach den Bayerischen-, Deutschen- und Europameistertitel erringen konnte.[20]
Am Ranhazweg Ecke Drosselstraße gibt es einen Minigolfplatz. Die Tennisplätze des TSV Neubiberg-Ottobrunn liegen an der Jahnstraße Ecke Friedenstraße. Weitere Tennisplätze gibt es neben dem Sportpark am Haidgraben. An der Einsteinstraße befindet sich neben dem Jugendzentrum eine Skate-Anlage. Der Funpark mit verschiedenen Skate- und BMX-Einrichtungen auf der Startbahn des ehemaligen Flugplatzes Neubiberg wird von den Gemeinden Ottobrunn und Neubiberg gemeinsam betrieben.
Ottobrunn grenzt direkt an den Landschaftspark Hachinger Tal an. Er entstand aus dem ehemaligen Flugplatz Neubiberg und wird schrittweise unter der Regie Unterhachings zu einem Park mit Freizeiteinrichtungen und Erholungsmöglichkeiten umgewandelt. Aber auch Flächen zum Schutz der Natur sollen erhalten und geschaffen werden. So wurden auf den wenigen Flächen des ehemaligen Flughafens, die zu Ottobrunn gehören, in den vergangenen Jahren viele Bäume angepflanzt. [1]
Ottobrunn ist über die Anschlussstellen Taufkirchen-Ost und Unterhaching Ost der A8 und über die Anschlussstelle Ottobrunn der A99 an den Straßen-Fernverkehr angeschlossen.
Ottobrunn liegt an der 1904 eröffneten Lokalbahn von München-Giesing nach Aying. Der nächste Bahnhof befand sich in Neubiberg. Erst 1922 wurde an der Ottostraße ein Haltepunkt eröffnet. 1963 wird der Bahnhof Ottobrunn neugebaut.[4] Seit 1972 ist Ottobrunn durch die S-Bahn an den Münchner Nahverkehr angebunden. Der Bahnhof Ottobrunn ist die äußerste S-Bahn-Haltestelle der Tarifzone Innenraum und wird von der Linie S6 täglich im 20-Minuten-Takt angefahren.
Verschiedene Buslinien des MVV dienen dem lokalen Nahverkehr und verbinden Ottobrunn mit den Nachbarorten und München:
In einer Machbarkeitsstudie für die Stadt-Umland-Bahn München wurde die Option einer entsprechenden Bahnstrecke von Neuperlach Süd über die Rosenheimer Landstraße durch Ottobrunn und weiter nach Taufkirchen untersucht.[5] Eine Realisierung erscheint jedoch ungewiss.
In Ottobrunn gibt es drei Grundschulen (Volksschule Ottobrunn an der Friedenstraße, Volksschule Ottobrunn an der Lenbachallee, Volksschule Ottobrunn an der Albert-Schweitzer-Straße), das Gymnasium Ottobrunn, die VHS Neubiberg-Ottobrunn und die Rosmarie-Theobald-Musikschule.
Der Kreisjugendring betreibt das Jugendzentrum Einstein an der Einsteinstraße.
Den Pfadfinderstamm DPSG Ottobrunn gibt es schon seit 1971, zuerst in den Pfarrräumen von Sankt Magdalena, seit 1986 dann im eigenen Haus in der Ottostraße. Im Januar 2008 sind die Pfadfinder in ein ehemaliges Wachgebäude der EADS in der Nähe des Haidgrabens umgezogen, da das Haus in der Ottostraße für die Erweiterung der benachbarten Feuerwache abgerissen wurde. Derzeit hat er ca. 90 aktive Mitglieder, die sich wöchentlich zu Gruppenstunden und Aktionen treffen.[6]
Aschheim | Aying | Baierbrunn | Brunnthal | Feldkirchen | Garching b.München | Gräfelfing | Grasbrunn | Grünwald | Haar | Hohenbrunn | Höhenkirchen-Siegertsbrunn | Ismaning | Kirchheim b.München | Neubiberg | Neuried | Oberhaching | Oberschleißheim | Ottobrunn | Planegg | Pullach i.Isartal | Putzbrunn | Sauerlach | Schäftlarn | Straßlach-Dingharting | Taufkirchen | Unterföhring | Unterhaching | Unterschleißheim
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