Freitag, 25.05.2012



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Ottersberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ottersberg
Ottersberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ottersberg hervorgehoben
53.19.1514Koordinaten: 53° 6′ N, 9° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Verden
Höhe: 14 m ü. NN
Fläche: 99,03 km²
Einwohner: 12.111 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 122 Einwohner je km²
Postleitzahl: 28870
Vorwahl: 04205
Kfz-Kennzeichen: VER
Gemeindeschlüssel: 03 3 61 008
Adresse der Gemeindeverwaltung: Grüne Straße 24
28870 Ottersberg
Webpräsenz:
Bürgermeister: Horst Hofmann (CDU)

Ottersberg ist ein Ort im Norden des Landkreises Verden, Niedersachsen, und Namensgeber für die Einheitsgemeinde Flecken Ottersberg.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Landschaft

Ottersberg und Fischerhude liegen in der Wümmeniederung, Quelkhorn und Otterstedt auf dem Geestrücken (Endmoränen) und Posthausen ist der Zusammenschluss der Straßendörfer von Ottersberg im kultivierten Moor. Es sind die Findorffstrukturen, die nach Jürgen Christian Findorff benannt sind, der vor ca. 250 Jahren die Besiedlung des Teufelsmoor geplant hat. Sie heißen unter anderem Allerdorf, Hinzendorf, Schanzendorf, Stellenfelde, Mitteldorf, Giersdorf.

Ortsteile

Seit der kommunalen Verwaltungs- und Gebietsreform im Jahre 1972 besteht die Einheitsgemeinde Flecken Ottersberg aus den Ortsteilen Ottersberg, Fischerhude, Quelkhorn, Otterstedt, Posthausen, Eckstever sowie Narthauen.

Nachbargemeinden

Ottersberg grenzt im Westen an Bremen, im Südwesten an Oyten, im Süden an Langwedel, im Osten an die Samtgemeinde Sottrum (Landkreis Rotenburg (Wümme), im Norden an die Samtgemeinde Tarmstedt (Landkreis Rotenburg (Wümme)) und im Norden an Grasberg und Lilienthal (Landkreis Osterholz).

Geschichte

Im Schwedisch-Brandenburgischen Krieg von 1675 bis 1676 wurde das schwedische Ottersberg in einem Feldzug durch mehrere Staaten des Heiligen Römischen Reiches und Dänemark erobert und blieb bis zum Kriegsende 1679 alliiertem Besitz. Im Zuge des Frieden von Saint-Germain im Jahre 1679 fiel Ottersberg wieder an Schweden. Im weiteren Verlauf gelangte Ottersberg an das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg, an das Königreich Westfalen, unter Napoleon Bonaparte an das Département Bouche du Weser des Französischen Kaiserreiches. Bis 1866 war Ottersberg Teil des Königreiches Hannover. Nach dessen Annexion durch Preußen befand es sich in der preußischen Provinz Hannover, aus der nach dem Zweiten Weltkrieg das Land Hannover und schließlich das Land Niedersachsen wurde.

Politik

Kommunale Selbstverwaltung

Der Gemeinderat besteht heute aus den 6 Fraktion (Kommunalwahl September 2006) - Sozialdemokratische Partei Deutschlands 8 Mitglieder Christlich Demokratische Union Deutschlands 11 Mitglieder. , Bündnis 90/Die Grünen 3 Mitglieder, Grüne Liste Ottersberg 2 Mitglieder, Freie Demokratische Partei 1 Mitglied, Freie Bürger Ottersberg 3 Mitglieder. Der hauptamtliche Bürgermeister wird direkt gewählt.

Die Ortsteile werden durch Ortsräte bzw. einem Ortsvorsteher vertreten.

Wappen

Das Wappen der Gemeinde zeigt einen aus dem Wasser empor steigenden Fischotter mit Fisch im Maul auf blauem Grund (Wümme). Der Fischotter ist nicht naturalistisch dargestellt, sondern mit einem heraldisch veränderten Fischotter mit Löwenkopf und Adlerkrallen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Der Ort liegt verkehrsgünstig an der A 1 zwischen Bremen und Hamburg. Die Eisenbahnlinie Bremen - Hamburg ging beim Bau südlich am Dorf vorbei. Nach dem II. Weltkrieg hat sich der Ortsteil Ottersberg/Bahnhof südlich der Bahnlinie entwickelt. Der Bahnhof heißt bei der Deutschen Bahn immer noch Ottersberg (Hannover), weil er im historischen Land Hannover liegt. Durch den Ort führt der Radfernweg Hamburg-Bremen.

Wirtschaft

Im Ortsteil Posthausen entwickelte sich mit dem Kaufhaus Dodenhof ein kleiner Familienbetrieb zu einem der größten Einkaufszentren Norddeutschlands.

Öffentliche Einrichtungen

Nächstgelegene Krankenhäuser sind die Aller-Weser-Klinik in Achim, die Krankenhäuser in Bremen und das Diakoniekrankenhaus Rotenburg (Wümme).

Bildungswesen

Ottersberg ist Sitz der Fachhochschule Ottersberg mit den Bachelor-Studiengängen Kunst im Sozialen.Kunsttherapie, Theater im Sozialen und Freie Bildende Kunst, der Waldorfschule "Freie Rudolf Steiner-Schule Ottersberg" und der Wümmeschule - Haupt- und Realschule - jetzt mit gymnasialer Sekundarstufe I im Aufbau als Gymnasium i.E. Ottersberg.

Grundschulen Fischerhude mit Außenstelle Otterstedt und Posthausen (die Grundschüler von Ottersberg/Bahnhof gehen nach Posthausen, Ottersberg (Stammort) nach Fischerhude).

Kultur

Direkt in Ottersberg befindet sich der schlossähnliche Amtshof, welcher früher eine Burg war. Hier sind auch Reste des Wall- und Burggrabens (Graft) erhalten. Umfassend restauriert beherbergt das Baudenkmal seit 1946 die Freie-Rudolf-Steiner-Schule.

In Fischerhude finden sich noch die Unterkünfte von Künstlern wie Otto Modersohn. Otto Modersohn wohnte in dem Haus von Frese Bodderweg/Wilhelmshauser Str. in Quelkhorn. Beerdigt ist er auf dem Friedhof in Quelkhorn.

Ebenfalls in Ottersberg wohnt und arbeitet der Künstler Martin Voßwinkel.

Persönlichkeiten

Töchter und Söhne des Ortes

  • Hermann Kunst (1907-1999), evangelischer Militärbischof, EKD-Bevollmächtigter bei der Bundesregierung
  • Minna Heineman geb. Hertz (1847-1927), Namensgeberin der Minna-James-Heineman-Stiftung

Literatur

  • Heidelore Kluge: Wir haben immer gut zusammengelebt! Die Juden in Ottersberg. Bremen 1994, 93 S. m. 13 Zeichnungen von Gundula Dangschat
  • Meike Boist, Ingrid Brandt u. Cornelia Wolf-Becker (Hrsg.): Erinnerungen an Mägde. Dokumentation einer Ausstellung. Ottersberg 2001, 63 S. m. zahlr. Abb.
  • Jürgen Bohmbach: Ottersberg. In: Herbert Obenaus (Hrsg. in Zusammenarbeit mit David Bankier und Daniel Fraenkel): Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen. Band 1 und 2 (1668 S.), Göttingen 2005, Seite 1238-1241; ISBN 3-89244-753-5
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