Freitag, 25.05.2012



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Ostritz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Ostritz
Ostritz
Deutschlandkarte, Position der Stadt Ostritz hervorgehoben
51.01472222222214.932222222222207Koordinaten: 51° 1′ N, 14° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Dresden
Landkreis: Görlitz
Höhe: 207 m ü. NN
Fläche: 23,37 km²
Einwohner: 2765 (30. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 118 Einwohner je km²
Postleitzahl: 02899
Vorwahl: 035823
Kfz-Kennzeichen: GR
Gemeindeschlüssel: 14 6 26 420
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 1
02899 Ostritz
Webpräsenz:
Bürgermeister: Marion Prange (Parteilos)
Lage der Stadt Ostritz im Landkreis Görlitz
Datei:Ostritz in GR.png

Ostritz (sorbisch Wostrowc) ist eine sächsische Landstadt im Landkreis Görlitz in der Oberlausitz. Ostritz liegt im Südosten Sachsens am westlichen Neißeufer, direkt an der Grenze zur polnischen Stadt- und Landgemeinde Bogatynia.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Das Stadtgebiet erstreckt sich entlang des Westufers der Lausitzer Neiße im Naturraum Östliche Oberlausitz. Von Norden nach Süden folgen aufeinander: Leuba, die eigentliche Stadt Ostritz (das Gebiet der mittelalterlichen deutschen Stadtgründung), Altstadt (Ostrusna, das ehemalige sorbische Dorf) und ganz im Süden das Kloster St. Marienthal mit seiner vorgelagerten Siedlung).

Eingemeindungen

Die Gemeinde Leuba wurde zum 1. Januar 1994 in die Stadt Ostritz eingegliedert.[2]

Politik

Gemeinderat

Im Stadtrat sind seit den Kommunalwahlen von 2004 drei Gruppierungen vertreten:

  • CDU 8 Sitze
  • Bürgerinitiative Ostritz (BIO) 4 Sitze
  • Bürgerinitiative Siedlung 2 Sitze (1 Sitz unbesetzt)

(Stand: Kommunalwahl am 13. Juni 2004)

Bürgermeister

Marion Prange ist seit dem 1. August 2008 Bürgermeisterin, sie setzte sich mit 80,46 % gegen einen Mitbewerber durch. Ihr Vorgänger, Friedrich Tschirner, trat bei der Wahl im Juni 2008 nicht mehr an.

Wappen

Ostritzer Stadtwappen

Das Stadtwappen von Ostritz zeigt eine Äbtissin mit Stab unter einem turmgekrönten Torbogen. Es erinnert daran, dass die Nonnen des Klosters St. Marienthal am 9. Dezember 1368 unter Leitung der Äbtissin Agnes von Grißlau sich vor der im Bau befindlichen Stadtmauer postierten, um so deren Zerstörung durch die rivalisierende Sechsstadt Zittau zu verhindern.

Dieses Vorhaben konnte zwar nicht verhindert werden, jedoch wurden die Beziehungen zwischen Stadt und Kloster gefestigt, was das Wappen seitdem nach außen hin symbolisiert.

Städtepartnerschaften

Am 3. Oktober 1990 schlossen Ostritz und die westphälische Stadt Schloß Holte-Stukenbrock einen Partnerschaftsvertrag, der 2008 aufgelöst wurde.

Im Jahr 2003 bekundete die nahegelegene polnische Stadt Bogatynia den Wunsch einer Partnerschaft. Bislang kam es zu keinem Partnerschaftsvertragsschluss, jedoch wurde die Zusammenarbeit zwischen beiden Städten intensiviert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Provisorische Grenzbrücke mit halber Breite über die Neiße. Blick von Polen auf Ostritz in Sachsen

Ostritz liegt an der Bundesstraße 99 zwischen Görlitz und Zittau. Außerdem gibt es noch eine wichtige Straßenverbindung in nordwestlicher Richtung über Bernstadt a. d. Eigen nach Löbau und zur A 4 Richtung Dresden.

Die Stadt liegt an der Neißetalbahn, die Zittau mit Görlitz verbindet. Durch die Grenzziehung von 1945 lag der östlich der Neiße befindliche Ostritzer Bahnhof nunmehr in Krzewina Zgorzelecka (Grunau) im unter polnische Verwaltung gestellten Gebiet. Die 1945 gesprengte Brücke wurde wiederaufgebaut, jedoch nur mit halber Breite der Widerlager. Erst 1948 wurde zwischen den verantwortlichen Stellen in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone in Deutschland und Polen ein erleichterter Durchgangsverkehr vereinbart. Danach konnten Reisende die Behelfs-Grenzbrücke wieder benutzen, aber ausschließlich zum Erreichen des Bahnhofsgebäudes. Dies wurde vom polnischen Militär streng überwacht, sodass ein Abweichen vom vorgeschriebenen Weg oder den Bahnsteigen unmöglich war. Seit 1990 dient die Neißebrücke auch als offizieller Grenzübergang Ostritz–Krzewina Zgorzelecka zur Benutzung für Fußgänger und Radfahrer. Mit dem Beitritt Polens zur Europäische Union entfielen 2004 die Zollformalitäten, während Passkontrollen noch bis zum Beitritt Polens zum Schengener Abkommen im Dezember 2007 durchgeführt wurden.

Ostritz hat mit seiner polnischen Nachbarstadt eine Absichtserklärung unterzeichnet, die Behelfs-Neißebrücke an der Bahnhofstraße durch eine neue zu ersetzen, die mindestens die ursprüngliche Breite des bestehenden Widerlagers ausnutzt. Damit könnten wieder PKW die Neiße überqueren. Ferner wurde beschlossen, die Klosterbrücke im Ortsteil St. Marienthal wieder aufzubauen. Trotz Schengen-Beitritts Polens und Entfall der Formalitäten auf Regierungsebene wurden beide Vorhaben mangels finanzieller Mittel noch nicht realisiert.

Sonstiges

Ostritz ist bekannt als energieökologische Modellstadt Ostritz-St. Marienthal, die sich der Nutzung von regenerativen Energiequellen verschrieben hat.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise


Weblinks

Commons Commons: Ostritz – Bilder, Videos und Audiodateien
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