Freitag, 25.05.2012



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Osterburg (Altmark)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Osterburg (Altmark)
Osterburg (Altmark)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Osterburg (Altmark) hervorgehoben
52.78333333333311.76666666666726Koordinaten: 52° 47′ N, 11° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Stendal
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Osterburg
Höhe: 26 m ü. NN
Fläche: 39,97 km²
Einwohner: 6860 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 172 Einwohner je km²
Postleitzahl: 39606
Vorwahl: 03937
Kfz-Kennzeichen: SDL
Gemeindeschlüssel: 15 0 90 415
Stadtgliederung: Kernstadt und 3 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Ernst-Thälmann-Str. 10
39606 Osterburg (Altmark)
Webpräsenz:
Bürgermeister: Hartmuth Raden (CDU)
Lage der Stadt Osterburg (Altmark) im Landkreis Stendal
Datei:Osterburg (Altmark) in SDL.png

Die Hansestadt Osterburg (Altmark) ist eine kreisangehörige Stadt in der Altmark im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Osterburg, der weitere elf Gemeinden angehören.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Stadt Osterburg liegt 22 Kilometer nördlich von Stendal am Zusammenfluss der Biese und Uchte zum Aland.

Stadtgliederung

Ortsteile:

Geschichte

Blick auf die Nikolaikirche
Osterburg Fachwerkhäuser an der Nikolaikirche
Datei:Fachwerkhäuser gegenüber der Nikolaikirche Osterburg.jpg
Fachwerkhäuser gegenüber der Nikolaikirche

Die erste urkundliche Erwähnung Osterburgs stammt aus dem Jahre 1157 durch Albrecht den Bären. Im Jahre 1188 erfolgte die Weihe der Nicolaikirche. 1208 besaß Osterburg Stadtrechte. Im 13. Jahrhundert gelangte die Stadt in den Besitz der Markgrafen von Brandenburg. In der Zeit von 1436 bis 1478 gehörte Osterburg der Hanse an.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt mehrfach geplündert und im Jahre 1644 verwüstet.

1761 brannten zwei Drittel der Stadt nieder.

Osterburg wurde im Jahre 1816 zur Kreisstadt. 1849 erfolgte der Anschluss an die Eisenbahn von Magdeburg nach Hamburg, etwa zur gleichen Zeit wurde Osterburg durch Chausseen mit Stendal, Wittenberge und Bismark (Altmark) verbunden.

In der Stadt entstanden Betriebe der verarbeitenden Industrie für die Produkte der altmärkischen Landwirtschaft. Aber auch Blechwaren wurden hier produziert. Während der Zeit der Deutschen Demokratischen Republik waren jeweils eine Zweigstelle der "Rathenower Optischen Werke" und der Schuhfabrik "Roter Stern" Burg ansässig, die vor allem vielen hunderten Frauen Arbeit gaben. Mit dem Ende der DDR war das Schicksal dieser Betriebe besiegelt. 1929 begründete August Huchel den Ruf Osterburgs als Spargelstadt, als er die Deutsche Spargelhochzuchtgesellschaft gründete.

Vom 1. bis 3. Juni 2007 feierte die Stadt Osterburg ihr 850-jähriges Bestehen und den 11. Sachsen-Anhalt-Tag.

Seit dem 1. Juni 2008 führt die Stadt den Namen Hansestadt Osterburg (Altmark).[1]

Einwohnerentwicklung

  • 1579: 1.500 Einwohner
  • 1816: 1.691
  • 1840: 2.238
  • 1871: 3.518
  • 1895: 4.500
  • 1987: 8.400
  • 2004: 7.196
  • 2005: 7.150
  • 2006: 6.964
  • 2007: 6.797 (davon Dobbrun 125, Krumke 164 und Zedau 100 Einwohner)

Gedenkstätten

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat Osterburg besteht aus 19 Stadträten und dem Bürgermeister (insgesamt 20 Sitze)[2].

  • Die Linke 7 Sitze
  • CDU 6 Sitze
  • SPD 2 Sitze
  • FDP 2 Sitze
  • NF 2 Sitze
  • Osterburger Bürgergemeinschaft 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 13. Juni 2004)

Wappen

Blasonierung: „In Silber eine schräg ansteigende schwarzgefugte rote Zinnenmauer; das offene Tor mit hochgezogenem goldenen Fallgatter; hinter der Mauer zwei niedere innere und zwei höhere äußere Türme mit blauen goldbeknauften Kuppeldächern; zwischen den Türmen schwebend ein goldbewehrter roter Adler.“

Fachwerkhäuser in der Altstadt

Osterburg (Altmark) führt die Farben Rot und Weiß.

Das Wappen entstand wahrscheinlich aus einem Hauptsiegel aus dem 13. Jahrhundert, sowie aus Siegeln des 14. Jahrhunderts, auf denen der Adler der askanischen Markgrafen über der viermal getürmten Stadtmauer mit geöffnetem Tor schwebt oder auf den inneren, niedrigeren Türmen steht. Der ursprünglich rote, brandenburgische Adler wurde 1887 zeitweilig in einen schwarzen, preußischen umgewandelt.

Flagge

Die Flagge der Stadt Osterburg (Altmark) ist rot/weiß (1:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Stadtwappen belegt.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Historischer Brunnen an der Nikolaikirche

Sport

In Osterburg befindet sich die Landessportschule Sachsen-Anhalt. Die Stadt war zudem Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 der Menschen mit geistiger Behinderung.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehrsanbindung

Bahnhof Osterburg 2006

Durch Osterburg führte die Bundesstraße 189 von Stendal nach Wittenberge, die aber nun als Ortsumgehung westlich von Osterburg verläuft.

Vom Bahnhof Osterburg verkehren stündlich Regionalbahnen in Richtung Stendal - Magdeburg - (Schönebeck-Salzelmen) und Wittenberge.

Bildung

Die Grundschule ist die größte in der Umgebung von Osterburg (Verwaltungsgemeinschaften Osterburg sowie Arneburg-Goldbeck). Außerdem gibt es eine Sekundarschule "Karl Marx", das Markgraf-Albrecht-Gymnasium, welches ca. 1000 Schüler unterrichtet, und die Förderschule für Lernbehinderte "Anne Frank".

Markgraf-Albrecht-Gymnasium

Das Markgraf-Albrecht-Gymnasium (MAG) ist nach dem Markgrafen Albrecht der Bär benannt. Das Gymnasium ist durch sein Engagement im kulturellen (Comenius-Projekt) und im sportlichen Bereich (Tischtennis, Volleyball und Handball), sowie durch seine Geschichts-AG, die auf mehreren bundesweiten Veranstaltungen großes Lob erfuhr, bekannt. Es ist eine öffentliche Schule des gymnasialen Bildungsweges in Sachsen-Anhalt.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen

  • Christoph Entzelt (1517-1583); evangelischer Theologe und Historiker, der langjährig als Pastor in Osterburg wirkte
  • Paul Lipke (1870-1955); Schachmeister und Rechtsanwalt
  • Regina Jeske (* 1944); Schauspielerin, wuchs in Osterburg auf

Literatur

  • Osterburg im 20. Jahrhundert. Beiträge zur Stadtgeschichte, hg. vom Heimatverein Osterburg e.V., Halle 2006, ISBN 978-3-89812-310-5

Weblinks

Einzelnachweise

  1. www.osterburg.de aufgerufen am 05.06.2008
  2. http://www.osterburg.de/inhalt/obg/rat.html
da:Osterburg (Altmark)

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