Meinestadt.de - Oschatz - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Leipzig | |
| Landkreis: | Nordsachsen | |
| Höhe: | 120 m ü. NN | |
| Fläche: | 55,31 km² | |
| Einwohner: | 15.745 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 285 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 04758 | |
| Vorwahl: | 03435 | |
| Kfz-Kennzeichen: | TDO (auslaufend: OZ; TO) | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 7 30 230 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Neumarkt 1 04758 Oschatz |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Andreas Kretschmar (parteilos) | |
| Lage der Stadt Oschatz im Landkreis Nordsachsen | ||
| Datei:Oschatz in TDO.png | ||
Die Große Kreisstadt Oschatz [ˈoːʃats] ist eine sächsische Stadt, nennt sich „die Stadt im Herzen von Sachsen“ und liegt etwa 55 km östlich von Leipzig an der Bahnlinie zwischen Leipzig und Dresden. Im Jahr 2006 fand hier die 4. Sächsische Landesgartenschau statt.
Inhaltsverzeichnis |
Durch Oschatz fließt die Döllnitz, ein Flüsschen, das etwa 15 km weiter östlich in Riesa in die Elbe mündet. Waldreiche Umgebung (Wermsdorfer Forst mit Collm, Dahlener Heide)
Die durchschnittliche Lufttemperatur in Oschatz beträgt 8,6 °C, der jährliche Niederschlag 572 Millimeter.
Besiedelt seit der Jungsteinzeit. Von der einstigen sorbischen und frühdeutschen Burgwardanlage in Altoschatz ging der Ortsname Oscec (= Ozzec = Verhau) aus.
„Oschatz, Oschitz, Ossatz, lat. Oschatium, Ositium, eine Stadt und Amt im Marggrafthum und Krayse Meissen, zwischen Meissen und Wurzen, an der Dölnitz oder Döltzsch, so bey Strehlen in die Elbe kommt. Der Name ist slavisch, und soll so viel, als Ost= oder Morgen=Licht bedeuten. So wird auch in einigen alten monumentis gefunden, als ob es etwan 1048 von dem Kayser Heinrichen III unter dem Namen Ostzech, nebst Leißnig und Strehla dem Stifft Zeitz einverleibet worden, und im Pago Dalemenca gelegen sey; wie denn nicht weit von Oschatz das alte Städtlein Dalen oder Dahlen liegt, dessen Name eine Reliquie des gedachten Pagi zu seyn scheinet. Der Landgraff Friedrich mit dem Bisse von Thüringen und Marggraff zu Meissen, hat dieses Oschatz in besonderen Ehren gehalten, und gleichsam seinen Schatz zu nennen pflegen; wie er denn ein Franciscanerkloster allda gestifftet, ein Archidiaconat des Stifts Meissen, nebst 6 Canonicis dahin verleget, und auf einem Schlosse vor der Stadt (davon noch Merckmahle übrig, öffters sein Vergnügen gehabt haben soll. Herzog George von Sachsen hat vorgehabt, ein Collegiat=Stifft hieher zu legen, hat auch zu Erbauung der Kirchen, Rathhauses und anderer Gebäude viel beygetragen. Sonst sollen die Hußiten übel daselbst gehauset haben. Im Jahre 1616 ist die Stadt fast gar abgebrannt, und ob sie sich zwar wieder in etwas erholet, ward sie doch 1632 von den Kayserlichen, und 1637 von den Schwedischen ausgeplündert, und das letzte mal zugleich abgebrannt. Die Stadt ist Schrifftsäßig, und hat der Rath die Gerichte daselbst Pachtweise.”[3]
Der Sage nach suchte der Kaiser nach einem Namen für die Stadt an der Döllnitz und fragte seine Frau: „Wie soll ich diese Stadt nur nennen?“. Darauf soll seine Frau geantwortet haben: „Oh Schatz...“.
Die Große Kreisstadt Oschatz führt laut Hauptsatzung vom 1. Januar 2002 ein Wappen, eine Flagge und ein Dienstsiegel. (1) Das Wappen zeigt auf gelbem Grund einen stehend schwarzen Löwen und 3 rote Sterne. (2) Als Flagge führt die Große Kreisstadt Oschatz die Farben Schwarz/Gelb in Längsbahnen. Es kann auf dieser Flagge auch das Wappen angebracht sein. (3) Ihr Siegel trägt Namen und Wappen der Stadt. Unter dieser Satzung gedruckt, beurkundet es seine Form.
Wander- und Radwege führen durch den Oschatzer Stadtwald, am Wüsten Schloss Osterland (1211/1212) vorbei zum Collmberg (312 m) und Wermsdorfer Wald. Auch eine Fahrt in die nahegelegene (8 km) Dahlener Heide ist erholsam.
Der „Academixer“ Jürgen Hart hat einmal die Frage, wo das reinste Sächsisch gesprochen wird, mit „Oschatz“ beantwortet, „weil sich hier die Einflüsse von Leipzig und Dresden mischen“.
| Datum der Verleihung | Name | Geburtsjahr | Sterbejahr | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| 26. Februar 1839 | Heinrich Karl Eichstädt | 1771 | 1848 | Altphilologe, Geheimer Hofrat in Jena |
| 23. Dezember 1845 | Carl Gottfried Grohmann | 1784 | 1853 | Hofsekretär und Kammerzahlmeister aus Dresden |
| 04. Januar 1875 | Ernst Wilhelm Stübel | 1806 | 1889 | Bürgermeister von 1853 – 1874 in Oschatz |
| 02. Oktober 1876 | Gottlob Wilhelm Moritz Kopp | 1815 | 1880 | Stadtverordnetenvorsteher, Bankier, Sparkassen-Kassierer in Oschatz |
| 27. April 1882 | Dr. med. Franz Gustav Hase | 1802 | 1885 | praktischer Arzt in Oschatz |
| 06. Juli 1888 | Friedrich Wilhelm Lehmann | 1814 | 1892 | erster besoldeter Stadtrat von 1869-1892 in Oschatz |
| 19. November 1888 | Gottlieb Ehrenfried Nitzsche | 1813 | 1889 | zweiter besoldeter Stadtrat von 1869-1889 in Oschatz |
| 31. Dezember 1891 | Robert Carl Gadegast | 1828 | 1907 | Ökonomie- und Stadtrat, Rittergutsbesitzer |
| 01. Oktober 1893 | Dr. med. Ernst Moritz Siegert | 1820 | 1896 | Königlicher Stadtbezirksarzt in Oschatz |
| 20. November 1893 | Dr. med. h.c. Friedrich Wilhelm Bernhardt | 1814 | 1900 | Assistenz- und Stadtwundarzt |
| 01. April 1895 | Fürst Otto von Bismarck-Schönhausen | 1815 | 1898 | Reichskanzler |
| 20. Juli 1895 | Ernst Adolf Schmorl | 1818 | 1907 | Königlich Sächsischer Notar und Rechtsanwalt, Stadtrat |
| 01. März 1909 | Carl Gottfried Kutzsche | 1845 | 1925 | erster besoldeter Stadtrat 1892-1914 und stellv. Bürgermeister |
| 29. Juni 1914 | Ernst Robert Härtwig | 1846 | 1931 | Bürgermeister 1879-1914 |
| 30. Dezember 1921 | Hans Julias Schmorl | 1859 | 1940 | Justizrat, Königlich Sächsischer Notar, Rechtsanwalt in Oschatz |
| 01. Oktober 1932 | Theodor Georg Schulze | 1867 | 1943 | erster besoldeter Stadtrat und Bürgermeister von 1923-1932 |
| 27. Oktober 1995 | Gertrud Käthe Lydia Ludwig | 1905 | 2001 | Initiatorin einer Demonstration von Oschatzern am 25.April 1945 zur kampflosen Übergabe der Stadt an die Alliierten |
| 03. Oktober 2000 | Andreas Hans Berthold Zehme | 1938 | Pfarrer i.R. (BVK) |
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