Meinestadt.de - Oppach - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Dresden | |
| Landkreis: | Görlitz | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Oppach-Beiersdorf | |
| Höhe: | 321 m ü. NN | |
| Fläche: | 8,01 km² | |
| Einwohner: | 2986 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 373 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 02736 | |
| Vorwahl: | 035872 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GR | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 6 26 410 | |
| Gemeindegliederung: | 5 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | August-Bebel-Straße 32 02736 Oppach |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Stefan Hornig | |
| Lage der Gemeinde Oppach im Landkreis Görlitz | ||
| Datei:Oppach in GR.png | ||
Oppach ist eine sächsische Gemeinde im Landkreis Görlitz und liegt an den Bundesstraßen B 96 und B 98 direkt an der Grenze zu Nordböhmen (Tschechien). Mit dem Nachbarort Beiersdorf bildet Oppach eine Verwaltungsgemeinschaft.
Inhaltsverzeichnis |
Im Osten an der Gemeindegrenze zu Neusalza-Spremberg, im Norden durch das Flößchen (Flössel) begrenzt, befindet sich ein Waldstück genannt "Großer Wald".
Ortsteile sind Oppach, Fuchs, Eichen, Picka und Lindenberg. Inoffiziell gibt es noch ein paar mehr Ortsteile, z. B. Hatsche, Hinterecke und Oberdorf.
Oppach, als Waldhufendorf angelegt, wurde im Jahr 1336 erstmals urkundlich erwähnt. Die Entstehung des Ortsnamens geht nach einer Variante wohl auf den Namen des Beiersdorfer Wassers zurück: "Oberhalb des Baches" – "Oberbach" – "Obbach" - "Oppach.“ Oppach und das Nachbardorf Taubenheim waren die ersten Landgemeinden in der Oberlausitz, die sich bereits um 1524 der Reformation anschlossen. Ende des 17. Jahrhunderts fanden, vertrieben durch die Gegenreformation in Böhmen, protestantische Glaubensflüchtlinge aus Fugau und Schirgiswalde in Oppach eine neue Heimat. Durch sie entstanden die Ortsteile Fuchs und Eichen. Mit den Exulanten hielt die gewerbliche Hausweberei in Oppach Einzug, aus der später die ersten Textilfabriken hervorgingen. Am 1. April 2006 wurde die alte Fugauer Straße durch einen touristischen Grenzübergang zwischen Oppach und Schluckenau wiedereröffnet.
| Jahr | Einwohner[2] |
| 1777 | siehe Ortsteile |
| 1834 | 1914 |
| 1871 | 2633 |
| 1890 | 2766 |
| 1910 | 2952 |
| 1925 | 2977 |
| 1939 | 3250 |
| 1946 | 3987 |
| 1950 | 4276 |
| 1964 | 3938 |
| 1990 | 3256 |
| 2000 | 3203 |
| 2007 | 2986 |
Seit dem Jahr 2000 gibt es ein lockeres Bündnis aus Orten beidseits der Grenze, genannt "Fünfgemeinde", deren Mitglieder Neusalza-Spremberg, Sohland an der Spree und Oppach auf deutscher Seite sowie Jiříkov (Georgswalde) und Šluknov (Schluckenau) auf tschechischer Seite sind.
Seit dem 1. April 1995 führt die Gemeinde Oppach das aktuelle Wappen. Das in Schildform ausgebildete Wappen wird von einem grünen Rand eingefasst, welcher auf das den Ort umgebende Landschaftsschutzgebiet "Oberlausitzer Bergland" hinweist. Das Grün der drei Blätter sowie der weiße Untergrund der oberen Schildhälfte nehmen die Farben des Freistaates Sachsen auf. Das Blau des gewellten Bandes und das Gelb des Untergrundes der unteren Schildhälfte spiegeln gleichfalls die Farben der Oberlausitz wider. Das gewellte Band symbolisiert das Beiersdorfer Wasser, welches ab dem Busbahnhof "Alter Graben" heißt. Es teilt den Ort - so wie das Band das Ortswappen. Die drei Blätter symbolisieren drei der Ortsteile um Oppach: der Ortsteil Lindenberg durch das Lindenblatt, der durch evangelische Exulanten aus Schirgiswalde gegründete Ortsteil Eichen (im "Eichengrund") durch das Eichenblatt und der durch böhmische Exulanten aus Fugau gegründete Ortsteil Fuchs (die "Fug'schen") durch ein Birkenblatt, welches wohl auf das Adelsgeschlecht Berka von der Duba verweisen soll. Die Gleichfarbigkeit der Blätter soll die Zusammengehörigkeit der Ortsteile im Ort Oppach ausdrücken und deren grafische Anordnung verweist auf die geografische Lage der Ortsteile in Bezug auf das Dorfzentrum: Lindenberg im Nordwesten, Eichen im Nordosten und Fuchs im Süden.
Das Stadiongelände am Lindenberg umfasst zwei Tennisplätze (Rotstein) und zwei große Fußballfelder (einen Rasenplatz und einen Grünsteinplatz), die vom Tennisclub Oppach (TC Oppach e.V.) und vom Fußballspielverein Oppach (FSV Oppach e.V.) bewirtschaftet werden. Gleich neben der Sportanlage befindet sich das Oppacher Freibad, mit einem Beach-Volleyballplatz. Des Weiteren gibt es in der Oberlausitzer Gemeinde einen Skihang, der im Winter vom Ski-Club Oppach (SC Oppach e.V.) betrieben wird. Im Oppacher Kretscham und im Haus des Gastes (Schützenhaus) gibt es jeweils eine Kegelbahn.
Die 1991 gegründete Oppacher Mineralquellen GmbH & Co. KG blickt auf eine bis 1886 reichende Geschichte als Destillation und Obstkelterei zurück. Für alkoholfreie Getränke wird das aus sechs eigenen Tiefbrunnen gewonnene natürliche Mineralwasser erst seit 1953 genutzt. Eines der typischen Produkte aus den Zeiten der DDR, die Orangen-Perle, wird bis heute produziert. Im Jahr 2000 wurde der Betrieb von der Actris AG übernommen.
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