Meinestadt.de - Olpe - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Arnsberg | ||||
| Kreis: | Olpe | ||||
| Höhe: | 307 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 85,6 km² | ||||
| Einwohner: | 25.581 (30. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 299 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahlen: | 57462, früher 5960 | ||||
| Vorwahlen: | 02761, daneben auch 02722, 02764 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | OE | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 9 66 024
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| Stadtgliederung: | 22 Ortsteile | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Franziskanerstraße 6 57462, früher 5960 Olpe |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Horst Müller (CDU) | ||||
| Lage der Stadt Olpe im Kreis Olpe | |||||
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Olpe ist eine Mittlere kreisangehörige Stadt des Kreises Olpe im Regierungsbezirk Arnsberg, Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Es ist Kreisstadt des Kreises Olpe.
Inhaltsverzeichnis |
Olpe liegt im Sauerland im Südteil des Naturparks Ebbegebirge. Es befindet sich zwischen dem Ebbegebirge im Norden, dem Rothaargebirge im Osten, dem Siegerland im Südosten und dem Bergischen Land im Westen.
Zum Olper Stadtgebiet gehören diese Gewässer: Direkt nördlich der Olper Kernstadt befindet sich der größte Stausee Südwestfalens, der Biggesee, der vom durch die Ortschaft verlaufenden, südlichen Lenne-Zufluss Bigge (größtes Fließgewässer der Stadt) durchflossen wird. In Olpe mündet die Olpe, die von Günse sowie unterirdisch von Felmicke und Kortemicke und Ahe gespeist wird, in die Bigge. Zu den übrigen Fließgewässern gehören: Brachtpe, mündet in den Biggesee, Bieke, wird vom Neger gespeist und mündet in den Biggesee, und Veischede (Veischedebach), mündet bei Grevenbrück in die Lenne.
Die höchsten Berge rund um Olpe sind (Höhe in Meter über NN): Engelsberg (589,2 m; nordöstlich von Neuenkleusheim), Rother Stein (582,2 m; nördlich von Rehringhausen), Feldberg (556,2 m; nordöstlich von Neger), Homert (536,7 m; östlich von Neger) und Rhonardberg (Hohe Rhonard; 525,6 m; östlich von Olpe). Die Kernstadt ist von diesen Bergen umgeben: Attenberg (445,8 m), Bratzkopf (370 m), Eichhardt, Finkenhagen (344,5 m), Gallenberg (353,7 m), Hatzenberg, Imberg (ca. 402 m), Kimickeberg (Kimicker Berg; 430,5 m), Kreuzberg (ca. 361 m), Lindenhardt (390,7 m), Rochusberg (441,9 m) und Schlamborn (458,7 m). Die tiefste Stelle in Olpe ist bei normalem Vollstau die Wasseroberfläche des Biggesees: 307,5 m ü. NN.
Nachbargemeinden von Olpe sind die Städte Attendorn (Norden) und Lennestadt (Nordosten), die Gemeinde Kirchhundem (Ost-Nordosten), die Stadt Kreuztal (Südosten; Kreis Siegen-Wittgenstein), die Gemeinde Wenden (Süden) und die Stadt Drolshagen (Westen).
Räumlich ist das Stadtgebiet gegliedert in diese Ortschaften:
Altenkleusheim, Apollmicke, Bruch, Dahl, Eichhagen, Fahlenscheid, Friedrichsthal, Griesemert, Grube Rhonard, Günsen, Hardt, Hanemicke, Hitzendumicke, Hof Siele, Hohl, Howald, Hüppcherhammer, Kessenhammer, Lütringhausen, Möllendick, Neger (Aufgeteilt in Unter-, Mittel- und Oberneger), Neuenkleusheim, Neuenwald, Oberveischede, Rehringhausen, Rhode, Rhonard, Ronnewinkel, Rosenthal, Rüblinghausen, Saßmicke, Siedenstein, Sondern, Stachelau, Stade, Tecklinghausen Thieringhausen und Waukemicke.
Das Stadtgebiet ist Bestandteil des Rheinischen Schiefergebirges. Das Gebiet um den Biggesee und die Kernstadt Olpe wird, nach der landschaftlichen Gliederung wie es das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung vorsieht, zum Mittelbiggebergland gezählt. Der östliche und südliche Teil des Stadtgebiets wird als Südsauerländer Rothaarvorhöhen bezeichnet.
Olpe befindet sich in einem ausgedehnten Hügelland. Im Norden von Olpe sind die Hänge steiler, die Täler enger (z. B. bei den Ortschaften Rhode, Neger), im Süden haben die Hügel weiche Kuppen und die Täler sind weiträumiger. Es gibt dort auch kleine Hochflächen.
Der Gesteinsuntergrund um die mittlere und obere Bigge bildet sich im wesentlichem aus geschieferten, teils kalkhaltigen Ton- und Schluffsteinen zudem gibt es Sandsteine mit quarzitischen Charakter.
Das Stadtgebiet Olpe hat eine Gesamtfläche von 86 km². Die maximale Ausdehnung umfasst in nord-südlicher wie west-östlicher Richtung jeweils etwa 11 km.
Durch die Hügellage und die häufigen Westwinde regnet es in Olpe oft. Die Wolken saugen sich über den Atlantischen Ozean mit Wasserdampf voll. Wenn diese dann gegen die Berghänge des Olper Hügellandes gedrängt werden, steigen sie höher und der Wasserdampf wird durch die Kälte zu größeren Tropfen, die dann als Regen herunter fallen. Der kälteste Monat ist der Januar, der wärmste Monat Juli. Die hohe Luftfeuchtigkeit führt in den Wintermonaten oft zu Nebel. Der Jahresniederschlag beträgt 1181mm und liegt damit im oberen Drittel der von den Messstellen des Deutschen Wetterdienstes erfassten Werte. Über 92% zeigen niedrigere Werte an. Der trockenste Monat ist der April; am meisten regnet es im Dezember. Im niederschlagreichsten Monat fällt ca. 1,8mal mehr Regen, als im trockensten Monat. Die jahreszeitlichen Niederschlagschwankungen liegen im oberen Drittel. In über 88% aller Orte schwankt der monatliche Niederschlag weniger.
Olpe soll seinen Namen von dem Mündungswinkel zwischen Olpe und Bigge haben. („Ol-apa“ = Bach im feuchten Wiesengrund)
Erste Bodenfunde aus dem Olper Raum lassen sich datieren (rund 900 n. Chr.): Scherben- und Schlacken (Eisengewinnung und -verarbeitung) in der Wüstung Kimickerberg, Münzfund in Dahl (nach 1005).
Die Bevölkerung der Stadt Olpe ist überwiegend katholisch.
| Religion | Anzahl | Prozent |
|---|---|---|
| Katholisch: | 17.834 | 67,99 % |
| Evangelisch: | 3.732 | 14,26 % |
| Sonstige Religion/Konfessionslose: | 4.644 | 17,75 % |
Stadtpatron: Hl. Martinus
Olpe gehört kirchlich gesehen zum Erzbistum Paderborn. Auf mittlerer Ebene wird Olpe durch das Dekanat Südsauerland verwaltet. Dieses wurde am 1. Juli 2006 aus den bisherigen Dekanaten Attendorn, Elspe und Olpe gebildet und ist flächengleich mit dem Kreis Olpe.
Auf unterster Ebene gibt es in Olpe zwei Pastoralverbünde:
Einmal jährlich Anfang Juli zum Fest Mariä Heimsuchung findet die Stadtwallfahrt von Olpe nach Werl statt, an der einige hundert Menschen teilnehmen. Ein Teil dieser Pilger bewältigt den Hinweg in drei Tagesetappen zu Fuß.
Außerdem gibt es zwei Klöster:
Zwar hat der Provinzial der Pallottiner erklärt, seine Kongregation werde mittelfristig in Olpe bleiben. Aus wirtschaftlichen Gründen hat der Orden das Gebäude aber an einen Investor verkauft, der dort 40 Altenwohn- und 100 vollstationäre Pflegeplätze einrichtet. Die Brüder und Pater wohnten während des laufenden Umbaus in angemieteten Wohnungen in der Stadt; sie kehrten nach erfolgtem Umbau als Mieter in das Pallottihaus zurück. Die geistliche Arbeit soll unverändert fortgeführt werden.
Es gibt seit 1844 eine evangelische Kirchengemeinde. Ihr gehört die älteste Olper Kirche, die 1898 aus rotem Backstein erbaut worden ist.
Ev. Freikirchliche Gemeinde, Jehovas Zeugen, Neuapostolische Kirche, Islamische Gemeinde, Griechisch-Orthodoxe Kirche
In Folge der kommunalen Neugliederung vom 1. Juli 1969 gehören heute neben der „alten Stadt“ (Stadt Olpe, Amt Olpe) auch die früheren selbstständigen Gemeinden Kleusheim, Olpe-Land und Rhode sowie Teile der alten Gemeinden Helden (Oberveischede, Tecklinghausen, Neuenwald), Rahrbach (Fahlenscheid) und Kirchveischede (Apollmicke) zum neuen Stadtgebiet. Die Stadtfläche vergrößerte sich damit von 12,78 auf 85,65 km², die Einwohnerzahl stieg von 14.184 auf 21.705.
(jeweils zum 31. Dezember)
| Jahr | Einwohner (vor Gebietsreform) |
|---|---|
| 1781 | 1.354 |
| 1890 | 3.088 |
| 1910 | 5.334 |
| 1939 | 7.561 |
| 1950 | 10.280 |
| 1969 | 14.148 |
| Jahr | Einwohner (nach Gebietsreform) |
|---|---|
| 1970 | 21.164 |
| 1980 | 22.351 |
| 1990 | 24.708 |
| 2000 | 25.660 |
| 2005 | 26.440 |
| 2007 | 25.954 |
| Partei/Wählergemeinschaft | Stimmen | Sitze |
|---|---|---|
| CDU | 49,9% | 19 |
| UCW e. V. | 29,4% | 11 |
| SPD | 15,1% | 6 |
| Grüne | 5,6% | 2 |
Das Jugendparlament gibt es seit Ende 2005. Das Jugendparlament ist eine Interessenvertretung von Jugendlichen für Jugendliche mit dem Ziel, Anregungen zur Verbesserung der Situation der Olper Kinder und Jugendlichen zu erarbeiten und Maßnahmen vorzuschlagen, damit Rat und Verwaltung der Stadt Olpe stärker auf die Wünsche von Kindern und Jugendlichen eingehen können.
Das Jugendparlament besteht zurzeit aus 25 Mitgliedern. Sie werden jeweils für die Dauer von zwei Jahren in den weiterführenden Schulen gewählt. Jede Schule erhält pro angefangener 150 Schüler ein Mandat, mindestens jedoch zwei Mandate. Alle, somit auch Schüler aus den Nachbarkommunen, dürfen in den Klassen 5 bis 10 an den Olper Schulen wählen. Allerdings sind nur Schüler mit Wohnsitz in Olpe wählbar.
Das Jugendparlament tagt, in der Regel öffentlich, mindestens vier Mal im Jahr. Auf Wunsch können Arbeitskreisein in den Sitzungen zu unterschiedlichen Projekten gebildet werden. In diesen dürfen auch nicht gewählte Mitglieder Kinder und Jugendliche mitarbeiten.
Von 1946 bis 1997 hieß das Amt des Verwaltungschefs in Olpe Stadtdirektor. Die Bürgermeister waren ehrenamtlich und hatten repräsentative Aufgaben sowie den Vorsitz der Stadtverordnetenversammlung.
| Bürgermeister (seit 1800) | Amtszeit | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Johannes Möllendik | 1802, 1804, 1806 | 1. Bürgermeister |
| Dr. Johann Edmund Funcke | 1802 | 2. Bürgermeister |
| Dr. Johann Edmund Funcke | 1803 | 1. Bürgermeister |
| Franz Josef Zeppenfeld | 1804, 1806, 1811 | 2. Bürgermeister |
| Jodocus Edmund Weber | 1811–1823 | Stadtschultheiß |
| Schute | 1824 | |
| Gottfried Anton Gerlach | 1825 | |
| Johann Adam Halbfas | 1825–1850 | Amtmann |
| 1851–1861 | Bürgermeister | |
| Ernst Hermann Halbfas | 1861–1879 | |
| Louis Wilhelm Liese | 1880–1891 | |
| Ewald Röper | 1891–1896 | |
| F. Josef Caspar Hundt | 1896 | in Vertretung (Beigeordneter) |
| Franz Karl Dütz-Josun | 1897–1901 | |
| Heinrich Sommerhoff | 1901–1933 | |
| Theodor Schulte | 1933–1943 | |
| Josef Wurm | 1943–1945 | |
| Dr. Heinrich Otto Spies | April 1945 | |
| Josef Schrage (CDU) | 1945–1946 | hauptamtlich |
| Dr. Adolf Bieker | 1946 | |
| Franz Adam | 1946–1947 | |
| Franz Stork (CDU) | 1948–1952 | |
| Ignatz Müller (CDU) | 1952–1964 | |
| Alfred Enders (CDU) | 1964–1979 | |
| Wilma Ohly (CDU) | 1979–1997 | |
| Horst Müller (CDU) | seit 1997 | hauptamtlich |
| Stadt- und Amtsdirektoren (1946–1996) | Amtszeit |
|---|---|
| Josef Klein | 1946–1949 |
| Paul Habbel | 1949–1968 |
| Dr. Ernst Elbers | 1968–1988 |
| Karl- Josef Leyendecker | 1989–1996 |
Das Wappen zeigt eine Episode aus dem Leben des Hl. Martin, als er einem Bettler die Hälfte seines Mantels spendet. Schon im Jahr 1360 zierte diese Szene das älteste Siegel der Stadt. Im Jahr 1911 kam als Zeichen der langen Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Köln (1180–1802) in der rechten oberen Ecke das Kreuz der Kölner Kurfürst-Erzbischöfe hinzu.
Seit dem 28. Juli 2001 besteht eine Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Gif-sur-Yvette. Das Städtische Gymnasium in Olpe führt seit Jahren einen regelmäßigen Schüleraustausch mit einem Collège in Gif-sur-Yvette durch.
Kultur spielt eine wichtige Rolle in der Kreisstadt. Regelmäßige Veranstaltungen des städtischen Kulturamtes sowie von Vereinen aus den unterschiedlichsten Sparten prägen das Bild der Kulturarbeit in Olpe. Konzerte aller Art, Theaterstücke, Musicals, Kleinkunst-Acts, Ausstellungen und andere Veranstaltungen werden regelmäßig in den Programmreihen angeboten. Folgende Aufführungsorte gibt es:
Seit 1997 versucht der Förderverein Stadtmuseum Olpe, ein Heimatmuseum zu errichten. Aufgrund der schwierigen Finanzlage der Stadt Olpe wurde der Plan jedoch bislang aufgeschoben. Ziel des Vereins und auch ein gültiger Ratsbeschluss ist es dennoch, zum 700-jährigen Stadtjubiläum (im Jahre 2011) ein Museum errichtet zu haben.
In der Denkmalliste der Stadt Olpe sind 73 Baudenkmäler verzeichnet, darunter Kirchen, Pfarrhäuser und Kapellen, aber auch Wohnhäuser oder Denkmäler. Nicht alle hier aufgeführten Bauwerke sind denkmalgeschützt, aber sie haben eine für Olpe wichtige Funktion:
Im Stadtgebiet von Olpe gibt es viele verschiedene Sportstätten, z. B. elf Turnhallen, neun Tennisplätze und zehn Fußball- und Sportplätze.
Das Brauchtum in Stadt und Land fußt auf Gebräuchen, die oft schon viele Hundert Jahre alt sind. Ihren Ursprung haben sie vielfach in der kirchlichen Tradition.
Der Reichtum an Wald, Erz und Wasser waren Grundlagen für das Entstehen von Eisenhütten- und Hammerwerken, Pfannenschmieden und Lohgerbereien. Daneben begünstigte auch die Lage zwischen dem Siegerland einerseits und dem märkischen Sauerland andererseits die wirtschaftliche Entwicklung. Spätestens im 18. Jahrhundert war Olpe und seine nähere Umgebung eines der wirtschaftlichen Zentren des Herzogtums Westfalen.
Mittelständische und überregional tätige Betriebe verschiedener Branchen sind die Stützpfeiler des wirtschaftlichen Geschehens der Kreisstadt. Hierzu gehören Metallgießereien, Rohrziehereien, Gesenkschmieden, Armaturen<b />fabriken, Maschinenfabriken sowie Betriebe für elektronische Erzeugnisse. Außerdem gibt es zahlreiche Betriebe und Firmen des Handwerks-, Handels- und Dienstleistungsgewerbes. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus.
Bedeutende Unternehmen in Olpe sind:
Der Bahnhof Olpe liegt an der eingleisigen Biggetalbahn (KBS 442), auf der stündlich im Schienenpersonennahverkehr der Biggesee-Express (RB 92) nach Finnentrop mit Anschluss an den Ruhr-Sieg-Express (RE 16) verkehrt. In der Ortschaft Sondern befindet sich ein Seebahnhof, der einen direkten Umstieg von der Bahn auf Passagierschiff ermöglicht. Dies ist der einzige Seebahnhof in Nordrhein-Westfalen.
Sie wurde von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn gebaut und am 1. November 1875 von Finnentrop nach Olpe in Betrieb genommen. Ursprünglich verlief sie über Gerlingen und Rothemühle (beide zugehörig zur Gemeinde Wenden) nach Freudenberg (Westf.), wo sie in die Asdorftalbahn über Niederfischbach nach Kirchen (Sieg) mit Anschluss an die Siegstrecke (KBS 460) überging. Eine weitere Strecke verlief von Olpe über Drolshagen und Bergneustadt nach Dieringhausen Aggertalbahn (KBS 459).
Im Straßenpersonennahverkehr verkehren zahlreiche Buslinien, die Olpe auch mit seinen Nachbargemeinden und -städten verbinden. Betreiber sind die VWS mit Sitz in Siegen, eine Tochter der Stadtwerke Bonn, und die BRS (Busverkehr Rhein-Sieg GmbH). Außerdem fahren Linien der Busgesellschaft „Regionalverkehr Köln“ bis nach Olpe.
Schienen- und Straßenpersonennahverkehr sind in der Verkehrsgemeinschaft Westfalen Süd (VGWS) zusammengefasst.
Es gibt drei Verkehrsachsen in der Stadt Olpe. Die Bruchstraße führt den Nord-Süd Verkehr zu den Autobahnauffahrten. Die Westfälische Straße verlässt die historische Altstadt in Richtung Nordosten, während die für den Schwerlastverkehr gesperrte Martinstraße aus dem Stadtzentrum nach Osten führt. Die Innenstadt verfügt über vier kostenlose Parkhäuser.
An fast allen innerstädtischen Knotenpunkten wurden Kreisverkehrsplätze installiert. Als nördliche Stadtumgehung fungiert die Bundesstraße 55, die sich bei Rhode mit der Bundesstraße 54 bündelt, welche die Stadt östlich umfährt. Im Süden und Westen umschließen die Bundesautobahnen A 4 und A 45 das Stadtgebiet. Somit kann der Schwerlastverkehr die Stadt allseitig umgehen.
Die Stadt Olpe wird von zwei Bundesautobahnen erschlossen:
sowie den Bundesstraßen B 54 Münster–Lünen–Dortmund–Hagen–Olpe–Siegen–Limburg–Wiesbaden, B 55 Olpe-Lennestadt-Meschede.
Schiffstouren kann man auf dem Biggesee unternehmen. Dort verkehren von April bis Ende Oktober zwei Schiffe der Personenschifffahrt Biggesee. Eine Rundfahrt dauert etwa zwei Stunden. Es gibt fünf Zusteigemöglichkeiten. Noch vor wenigen Jahren bildeten vier Schiffe die „Weiße Flotte“ der Biggesee-Schifffahrt: Außer den immer noch vorhandenen MS „Westfalen“ und „Bigge“ fuhr ein weiteres Personenschiff auf dem Hauptsee. Auf dem Vorstaubecken Olpe, auch als „Obersee“ bezeichnet, war ein Grachtenboot mit dem Namen „Olpe“ unterwegs. Die niedrige Bauweise war nötig, damit das Schiff unter einer niedrigen Eisenbahnbrücke fahren konnte.
Rund um den Biggesee und die Listertalsperre gibt es ein geschlossenes Radwegenetz. Dieses führt bis zum Biggedamm in Attendorn. Weiterhin ist Olpe an das Radverkehrsnetz NRW angeschlossen.
Durch Olpe führt der 1080 Kilometer lange Wanderweg der Deutschen Einheit. Außerdem gibt es viele kleine gut markierte Rundwanderwege.
Als Tageszeitung erscheinen in Olpe die Lokalausgaben der
Jede dieser Zeitungen hat eine eigene Lokalredaktion bzw. eine Geschäftsstelle in Olpe. Mittlerweile erscheinen alle drei Zeitungen morgens, die Siegener Zeitung erschien bis zum Jahr 2000 als Nachmittagszeitung. Die Siegener Zeitung ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Siegen, WP und WR gehören zur Zeitungsgruppe WAZ.
Außerdem erscheint mittwochs und sonntags das kostenlose Anzeigenblatt Sauerlandkurier mit Informationen aus dem gesamten Sauerland. Weitere Anzeigenblätter sind der Sonntags-Anzeiger und der Sauerländer Wochenanzeiger (Erscheinungstage: Mittwoch und Sonntag) die jeweils von der Siegerländer Wochen-Anzeiger GmbH & Co. KG, einer Tochterfirma der Siegener Zeitung, produziert werden. Zu besonderen Anlässen, etwa dem Schützenfest, erscheint in unregelmäßiger Reihenfolge noch die „Sauerländer Börse“, ein DIN-A-4-formatiges Anzeigenblatt in Hochglanz. Bis etwa zum Jahr 2000 erschien mittwochs der „Stadtanzeiger“, ein von einer Tochterfirma der WAZ-Gruppe herausgegebenes Anzeigenblatt. Bis etwa 1980 (?) war Olpe auch Verlagsort des „Sauerländischen Volksblatts“.
Der Kreis Olpe verfügt nicht über einen eigenen Lokalsender bzw. Lokalradio. Aktuelle Nachrichten über Olpe kann man nur über das Radioprogramm des WDR 2 aus dem Regionalstudio Siegen empfangen, das immer zur halben Stunde Nachrichten aus Südwestfalen sendet. Mit einer Entscheidung vom 28. April 2006 ist jedoch der Kreis Olpe durch die LfM, die zuständige Aufsichtsbehörde für den Rundfunk in NRW, als mögliches Verbreitungsgebiet für Lokalfunk ausgewiesen worden. Eine Veranstaltergemeinschaft existiert seit vielen Jahren.
Olpe gehört zum Redaktionsgebiet des Studios Siegen des WDR Fernsehens. Die Lokalzeit Südwestfalen berichtet über die Region.
Seit dem 1. August 2007 ist aus den ehemaligen Forstämtern Attendorn (teilweise) und Olpe das Regionalforstamt Kurkölnisches Sauerland entstanden. Erste urkundliche Erwähnungen eines Forstamtes in Olpe stammen aus dem Jahre 1810
In einer ehemaligen Schule wurde am 31. August 1982 die Außenstelle Olpe (damals: Westfälisches Museum für Bodendenkmalpflege) offiziell eröffnet. Aufgabenschwerpunkt ist die Denkmalpflege im Regierungsbezirk Arnsberg. Diese werden durch die Tätigkeitsfelder Anträge auf Unterschutzstellung von Denkmälern, Beteiligung an Verfahren als Träger öffentlicher Belange, Untersuchungen im Gelände, Öffentlichkeitsarbeit und die „Kleine Denkmalpflege“ (Austausch mit interessierten Personen oder Gruppen) realisiert.
Das Hospital wurde 1856 in Trägerschaft der Kirchengemeinde St. Martinus Olpe gegründet und zunächst von zwei Vincentinerinnen geleitet. Im Jahr werden dort knapp 11.000 Patienten überwiegend aus Olpe, Wenden und Drolshagen behandelt. Etwa 800 Voll- und Teilzeitkräfte betreuen 385 Betten. Zum Krankenhaus gehören eine chirurgische Klinik, eine medizinische Klinik, eine Frauenklinik, eine Abteilung Anästhesie und Intensivpflege mit Schwerpunkt Schmerztherapie, eine diagnostische Radiologie sowie eine Psychiatrie. Schwestern der Kongregation der Olper Franziskanerinnen übernahmen 1900 die Krankenhausleitung. Seit 1997 wird das St.-Martinus-Hospital als gemeinnützige GmbH geführt, die im Jahr 2000 mit dem katholischen St.-Josef-Hospital in Lennestadt-Altenhundem zur „Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen gGmbH“ fusionierte. Der Gesellschaft angegliedert sind unter anderem eine Krankenpflegeschule und ein Fachseminar für Altenpflege sowie ein ambulantes Dialyse<b />zentrum. Franziskanerinnen arbeiten inzwischen nicht mehr im St.-Martinus-Hospital, das dort befindliche Konvent wurde zum Jahresende 2005 aufgelöst.
Das Kinderhospiz (Eröffnung: 1998) und das Jugendhospiz (Eröffnung: 2009) waren jeweils die ersten ihrer Art in Deutschland. Das Kinderhospiz hat es sich zur Aufgabe gemacht ein zweites Zuhause für die ganze Familie zu sein. Die Familie wird zum Teil über Jahre hinweg bis zum Tod des Kindes begleitet. Im Jugendhospiz finden Jugendliche und junge Erwachsene ihren Platz. Leben und Lachen wie auch Sterben und Trauern können hier stattfinden. Jedes Jahr sind mehrere Aufenthalte von insgesamt bis zu vier Wochen möglich. Träger ist eine Gesellschaft der Armen Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung. Die Finanzierung erfolgt zu einem Drittel über Kostenträger wie die Pflegeversicherung und zu zwei Dritteln durch Spendengelder und Selbstbeteiligung der Familien. [1]
Olpe ist regional bedeutsamer Schulstandort. Es gibt hier viele verschiedene Bildungseinrichtungen.
| Grundschulen | Weiterführende Schulen |
|---|---|
| Katholische Bekenntnisgrundschule Hohenstein | Hauptschule: Hakemickeschule Städt. Gemeinschaftshauptschule |
| Gemeinschaftsgrundschule Dahl | Realschule: Realschule Olpe-Drolshagen |
| Katholische Bekenntnisgrundschule Auf dem Gallenberg | Gymnasien: St.-Franziskus-Gymnasium; Städtisches Gymnasium Olpe |
| Katholische Bekenntnisgrundschule Düringerschule | Fachschulen |
| Gemeinschaftsgrundschule Hakemicke | Bäckerfachschule |
| Katholische Franz-Hitze-Bekenntnisgrundschule Rhode | Berufskolleg des Kreises Olpe |
| Förderschulen | Fortbildungsakademien für Gesundheitshilfe |
| Pestalozzischule, Förderschule Lernen des Kreises Olpe | Krankenpflegeschulen |
| Max-von-der-Grün-Schule, LWL-Förderschule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung | Sonstige Bildungseinrichtungen |
| Michael-Ende-Schule, LWL-Förderschule, Förderschwerpunkt Sprache | Rettungsfachschule des DRK |
| LWL-Förderschule, Förderschwerpunkt Sehen | Musikschule |
| LWL-Förderschule,. Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation | Volkshochschule |
Bäckerfachschule = Von überregionaler Bedeutung ist die Erste Deutsche Bäckerfachschule. Gegründet 1926 in Bochum, übersiedelte sie 1947 nach Olpe auf den Imberg. Dort werden sämtliche Bildungsangebote für Inhaber und Mitarbeiter von Bäckereien in Produktion und Verkauf angeboten. Insbesondere durch die mehrmonatigen Meistervorbereitungslehrgänge hat die Schule die Stadt Olpe bundesweit und darüber hinaus bekannt gemacht.
Altenkleusheim | Apollmicke | Bruch | Dahl | Eichhagen | Fahlenscheid | Friedrichsthal | Griesemert | Grube Rhonard | Günsen | Hardt | Hanemicke | Hitzedumicke | Hohl | Howald | Hüppchenhammer | Kessenhammer | Lütringhausen | Mittelneger | Möllendick | Neuenkleusheim | Neuenwald | Oberneger | Oberveischede | Rehringhausen | Rhode | Rhonard | Ronnewinkel | Rosenthal | Rüblinghausen | Saßmicke | Siedenstein | Siele | Sondern | Stachelau | Stade | Tecklinghausen | Thieringhausen | Unterneger | Waukemicke
Attendorn | Drolshagen | Finnentrop | Kirchhundem | Lennestadt | Olpe | Wenden
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