Meinestadt.de - Olfen - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Münster | |
| Kreis: | Coesfeld | |
| Höhe: | 45-80 m ü. NN | |
| Fläche: | 52,43 km² | |
| Einwohner: | 12.287 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 234 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 59399 | |
| Vorwahlen: | 02595 und 02592 (Teile Vinnums) | |
| Kfz-Kennzeichen: | COE | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 5 58 036 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Kirchstr. 5 59399 Olfen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Josef Himmelmann (CDU) | |
| Lage der Stadt Olfen im Kreis Coesfeld | ||
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Olfen ist eine Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen im Kreis Coesfeld. Sie gehört zum Regierungsbezirk Münster.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt im westlichen Münsterland ca. 40 Kilometer südwestlich von Münster am Ostrand des Naturparks Hohe Mark. Während die Stever direkt an der Stadt vorbei fließt, verläuft die Neue Fahrt des Dortmund-Ems-Kanals etwa zwei Kilometer weiter östlich und die Lippe rund 5 Kilometer südlich. Die Lippe bildet zwischen Eversum und Ahsen (Teile der Stadt Datteln) auch die Stadt- und Kreisgrenze zwischen dem Kreis Coesfeld und dem Kreis Recklinghausen. Die Grenze zum Kreis Unna verläuft südöstlich entlang der Lippe und östlich hinter dem Dortmund-Ems-Kanal.
Die Nachbargemeinden Olfens, im Norden beginnend und im Uhrzeigersinn, sind Lüdinghausen, Selm, Waltrop, Datteln und Haltern am See.
Olfen ist offiziell nicht in mehrere Stadtteile oder -bezirke unterteilt. Neben der eigentlichen Stadt gibt es jedoch mit Vinnum, das zur früheren Gemeinde Kirchspiel Olfen gehörte, einen zweiten, räumlich deutlich getrennten Ortsteil.
Zur Stadt Olfen gehören mehrere Bauernschaften, wie: Eversum, Kökelsum, Benthof, Sülsen, Rechede und die zum Ortsteil Vinnum gehörende gleichnamige Bauernschaft.
Wolfhelm, Bischof von Münster, der vom Oberhof Ulfloa stammte und 889 seinen gesamten Olfener Besitz dem Kloster Werden schenkte, gab der Kleinstadt den Namen. Nach der Ansiedlung von Gewerbetreibenden und Handwerkern blühte Olfen mit der Ausweitung des Fernhandels auf der Rheinischen Straße (B 235) zunächst auf und entwickelte sich zu einer Stadt minderen Rechts, die um 1500 etwa 500 Einwohner hatte. In den folgenden Jahrhunderten hatten die Bürger Olfens aber in erster Linie mit den Folgen historischer Ereignisse zu kämpfen. Vor dem Hintergrund des sich im Münsterland auswirkenden Spanisch-Niederländischen Krieges entstand um 1600 eine Graben-Wall-Anlage, die die Bürger Olfens eigenmächtig und rechtswidrig errichteten, um sich vor Raub und Plünderei zu schützen.
Seuchen und Missernten, Steuerlasten und durchziehendes Kriegsvolk lähmten den weiteren Aufstieg der Stadt. Erst im 19. Jahrhundert durch tief greifende soziale und ökonomische Veränderungen, und mit der industriellen Revolution, erhielt auch Olfen neue Chancen.
Die Brandkatastrophe vom 31. August 1857, bei der ein Mensch ums Leben kam und 142 Häuser zerstört wurden, ist als "Der große Brand von Olfen" in die Olfener Geschichte eingegangen.
1975 wurde - im Zuge der Kommunalreform in Nordrhein-Westfalen - das Kirchspiel Olfen in die Stadt eingemeindet.
Bei den Kommunalwahlen im September 2004 konnten folgende Parteien in den Stadtrat einziehen (in den Klammern der Vergleich zu 1999):
In der Liste[1] werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 2,95 % der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben:
| Jahr | CDU | SPD | FDP | Grüne | UWG |
|---|---|---|---|---|---|
| 1975 | 73,2 | 26,8 | |||
| 1979 | 64,6 | 31,2 | 4,2 | ||
| 1984 | 59,5 | 26,8 | 4,0 | 9,7 | |
| 1989 | 60,4 | 30,4 | 9,1 | ||
| 1994 | 57,1 | 34,3 | 8,6 | ||
| 1999 | 64,4 | 15,8 | 5,9 | 3,8 | 10,1 |
| 2004 | 59,8 | 17,7 | 9,5 | 13,0 |
Im September 2004 wurde der amtierende Bürgermeister Josef Himmelmann (CDU) in den Wahlen mit 73,6 % (73,2 %) gegenüber Karl-Heinz Lueg (SPD) mit 26,4 % (13,2 %) bestätigt.
Offiziell unterhält Olfen keine Städtepartnerschaften, stattdessen gab es von 1967 bis 2002 eine Partnerschaft mit der in Dülmen stationierten Stabsbatterie des Artillerieregiments 7.
Außerdem verbindet Olfen mit dem französischen Dorf Velesmes eine Freundschaft, welche sich aus der Historie begründet: 1944 verhinderte der aus Olfen stammende Pfarrer Heinrich Niewind die Zerstörung des Dorfes durch die Feldgendarmerie der Wehrmacht.
Das Wappen wurde am 6. November 1967 genehmigt. Es wurde nach der Gebietsreform vom Rat der aus den früheren Gemeinden Stadt und Kirchspiel Olfen gebildeten neuen Stadt Olfen am 23. Mai 1975 neu angenommen.
Blasonierung: „In Gold ein roter Balken, darüber ein großes rotes "W"; darunter ein großes rotes "O".“
Die Beizeichen stehen für "Wigbold Olfen". Das Petschaft von 1702 zeigte den Stiftsschild in barocker Form mit dem heiligen Vitus als Schildhalter, barocken Zutaten (Palmwedel) und den Bauzeichen W - O.
Olfens Stadtwerdung geht auf das Jahr 1589 zurück, in eine Zeit, in der durch Privilegien Dörfer zur "Freiheit" oder zum "Wigbold" erhoben wurden, die sich durch einzelne Sonderrechte vom flachen Land unterschieden. Olfen erhielt 1600 das Stadtgericht. Eine Siegelbeschriftung mit den Buchstaben W - O ist bis in das Jahr 1606 nachgewiesen. Das Wappen wurde in seiner Urfassung gold-rot-gold vom Hochstift Münster übernommen, das es wiederum aufgrund von Grundbesitzübertragungen von der ehemaligen Grafschaft Draingau übernommen hatte. Grafen des Draingaues waren nach den Sachsenkriegen Karls des Großen die Grafen von Cappenberg.
Neben dem SuS Olfen (SuS = Sport und Spiel), der mit vielen Untergruppen in zahlreichen Sportarten mehrere Freizeitmöglichkeiten bietet, wird auch Wert auf Kunst und Kultur, auf gemütliches Beisammensein in zahlreichen Kegelvereinen, auf Tradition im 175 Jahre alten Karnevalsverein, dem "KITT" von 1834 e.V., der regelmäßig am Nelkendienstag einen großen Karnevalsumzug veranstaltet, außerdem im Schützenverein, gegründet 1682, der viele Aktivitäten in Olfen ausrichtet, und im Spielmannszug Olfen und soziales Engagement im Verein Bosco Sevana gelegt. Im Ortsteil Vinnum ist der Sportverein „Westfalia Vinnum“ sehr aktiv. Außerdem gibt es noch den sehr erfolgreichen Zucht-, Reit- und Fahrverein „Lützow“ Selm-Bork-Olfen, der in Vinnum seine beeindruckend schöne und große Anlage hat. Seit dem Jahr 2000 gibt es in Vinnum auch einen Karnevalsverein. Das VKK (Vinnumer Karneval Komitee) veranstaltet jedes Jahr am Karnevalssamstag eine große Prunksitzung mit bis zu 400 Gästen.
Literatur zur Olfener Geschichte:
Ascheberg | Billerbeck | Coesfeld | Dülmen | Havixbeck | Lüdinghausen | Nordkirchen | Nottuln | Olfen | Rosendahl | Senden
eo:Olfen it:Olfen nl:Olfen pt:Olfen ro:Olfen ru:Ольфен vo:Olfen