Meinestadt.de - Ober-Flörsheim - 25.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | ||
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | ||
| Landkreis: | Alzey-Worms | ||
| Verbandsgemeinde: | Alzey-Land | ||
| Höhe: | 244 m ü. NN | ||
| Fläche: | 10,24 km² | ||
| Einwohner: | 1235 (30. Dez. 2007) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 121 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahl: | 55234 | ||
| Vorwahl: | 06735 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | AZ | ||
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 31 052
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| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Walterplatz 1 55234 Ober-Flörsheim |
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| Webpräsenz: | |||
| Bürgermeister: | Adolf Gardt (FWG Gardt) | ||
Ober-Flörsheim ist eine Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Alzey-Land im Landkreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz.
Inhaltsverzeichnis |
Ober-Flörsheim liegt auf einem Hochplateau im rheinhessischen Weinanbaugebiet.
Erstmals erwähnt wurde Flarlesheim superiori im Jahre 776 in einem Schenkungsverzeichnis des Kloster Lorsch. Von 1237 bis in das ausgehende 18. Jahrhundert betrieb der Deutsche Orden eine Kommende im Dorf. Seit 1506 gehörte Ober-Flörsheim zur Kurpfalz und unterstand dem Oberamt Alzey. Im Dreißigjährigen Krieg verwüsteten schwedische Truppen die Kommende und das Dorf. 1689 zog die Pfalzverwüstung durch französische Truppen unter König Ludwig XIV. den Ort erneut in schwere Mitleidenschaft.
Während der Kriege nach der Französischen Revolution kam es am 30. März 1793 zu einer Schlacht bei Ober-Flörsheim, in der die Preußen die Franzosen schlugen. Dieser Sieg konnte den endgültigen Erfolg der Franzosen nicht verhindern, so dass Ober-Flörsheim mit den übrigen linksrheinischen Gebieten 1797 annektiert und Teil des Departement Mont Tonnerre (Donnersberg) wurde.
Nach der Niederschlagung des französischen Kaiserreichs wurde Ober-Flörsheim 1816 Teil der neu gegründeten Provinz Rheinhessen im Großherzogtum Hessen-Darmstadt.
Am 20. März 1945 besetzten amerikanische Truppen das Dorf, das jedoch im Sommer 1945 der französischen Besatzungszone zugeschlagen wurde und bei der Länderneubildung zum neuen Bundesland Rheinland-Pfalz kam. Seit 1972 gehört es zur Verbandsgemeinde Alzey-Land.
Im 16. Jahrhundert reformiert, wurde 1698 der katholische Gottesdienst wieder eingeführt. Die Reformierten erlangten 1705 mit der Pfälzer Kirchenteilung erneut die Herrschaft über die Pfarrkirche. Langfristig bestanden beide Konfessionen nebeneinander. 1747 konnte das lutherische Bekenntnis als dritte Konfession eine Kirche im Ort erbauen. 1876 wurde die Freiprotestantische Gemeinde, eine Abspaltung der Evangelischen, gegründet.
Heimatmuseum im Bürgerhaus (ehemaliges Herrenhaus in der Kommenturei), Leiter Werner Pfister, Öffnungszeiten nach Vereinbarung. 2002 wurde der Heimat- und Kulturverein Ober-Flörsheim gegründet, der zwischenzeitlich rund 80 Mitglieder zählt.
Neben dem Männergesangsverein Sängerkranz von 1855, der auch einen Frauenchor hat, gibt es auch den Katholischen Kirchenmusikverein von 1912 und einen evangelischen Kirchenchor.
Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul, erbaut 1776/1777 anstelle der alten Pfarrkirche, die nach der Pfälzischen Kirchenteilung 1705 den Reformierten zugesprochen wurde. Der Deutsche Orden, der das Patronat für die katholische Gemeinde innehatte, widersetzte sich jedoch dem Beschluss und wahrte in langem Rechtsstreit das Eigentumsrecht für die Katholiken. Infolge der Streitigkeiten zerfiel jedoch die alte Kirche, so dass der im Renaissancestil gehaltene Neubau notwendig wurde. Der Glockenturm wurde erst 1930 angebaut.
Die TSG 1863 Ober-Flörsheim bietet unter Anderem die Sportarten Turnen, Paartanz, Taekwondo, Tennis und Fußball an.
768-1968: 1200 Jahre Ober-Flörsheim. Festschrift, herausgegeben von der Gemeinde Ober-Flörsheim. o.O. 1968. Reif, Friedrich: Geschichte des ehemaligen Marktfleckens, jetzigen Dorfes Ober-Flörsheim. Mainz 1901. Schmahl, Helmut: Das Ober-Flörsheimer Kriegerdenkmal und sein Stifter Sebastian Walter. Kirchheimbolanden 2001. Widder, Johann Goswin: Geographisch-historische Beschreibung der Kurpfalz, Bd. 3, Frankfurt am Main 1787
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