Meinestadt.de - Nordwalde - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Münster | ||||
| Kreis: | Steinfurt | ||||
| Höhe: | 55 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 51 km² | ||||
| Einwohner: | 9522 (30. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 187 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 48356 | ||||
| Vorwahl: | 02573 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | ST | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 5 66 064
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| Gemeindegliederung: | 6 Ortsteile | ||||
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Bahnhofstr. 2 48356 Nordwalde |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Dietmar Brockmeyer (parteilos) | ||||
| Lage der Gemeinde Nordwalde im Kreis Steinfurt | |||||
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Nordwalde ist eine Gemeinde im Bundesland Nordrhein-Westfalen nordwestlich von Münster im Kreis Steinfurt.
Inhaltsverzeichnis |
Nordwalde liegt im Münsterland, rund 15 Kilometer nordwestlich von Münster und ungefähr zwölf südöstlich der Kreisstadt Steinfurt. Die Entfernung zur niederländischen Grenze beträgt etwa 30 Kilometer.
Im Osten grenzt die Gemeinde Nordwalde an die Stadt Greven, im Nordosten wird sie von der Stadt Emsdetten begrenzt. Im Süden verläuft die Gemeindegrenze nach Altenberge, im Nordwesten zur Kreisstadt Steinfurt.
- Stand: 27. Oktober 2006 -
Einwohnerzahl: 9.896
Altersstruktur:
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Konfessionszugehörigkeit:
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Bauernschaft/Bezirk:
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Ein Kuriosum in der Nordwalder Gemeindegeschichte stellte die Siedlung Reckenfeld dar. Bei der Errichtung des mehrere Hektar umfassenden Munitionslagers auf dem ehemaligen Kirchspiel „Reckenveld“ im Jahr 1916 hatte die preußische Militärverwaltung bestehende Grenzen der Gemeinde Nordwalde und der Stadt Greven außer Acht gelassen, so dass sich ein nordwestlicher Teil auf Nordwalder Gebiet erstreckte (sogenannter „Ortsteil B“, abgeleitet vom Block B des Munitionsdepots). Die dortigen Einwohner waren mit dieser Situation höchst unzufrieden, da sie als Nordwalder Bürger in einer Art Enklave lebten und keinen Einfluss auf sie betreffende Entscheidungen der Stadt Greven hatten (so waren ihre Kinder lediglich Gastschulkinder in den auf Grevener Gebiet liegenden Schulen). Die Gemeindeverwaltung Nordwalde hielt in diesem Grenzgebiet wöchentlich einen Sprechtag für Norwalder Bürger ab, die schließlich – insbesondere mit einer Unterschriftenaktion – die Eingemeindung nach Greven erreichten. Sie erfolge am 1. Januar 1964.
Für die umliegende Landschaft prägend sind die Wallgräben des in den Jahren 1724/25 gebauten Max-Clemens-Kanals, der am westlichen Rand von Reckenfeld entlang verlief. Spaziergänger und Radfahrer auf ihrem Ausflug von Westerode zur Gaststätte „Linteln’s Kotten“ können von hier aus auf die äußeren westlichen Randbezirke von Reckenfeld blicken.
Bei den Kommunalwahlen am 5. September 2004 erreichte die CDU 52,2 %, die SPD 21,1 %, die UWG 12,8 %, die Grünen 7,6 % und die FDP 6,4 %, so dass sich folgende Sitzverteilung im Gemeinderat ergibt:
Der Bürgermeister Dietmar Brockmeyer (parteilos) wurde gleichzeitig im Amt bestätigt, er erhielt ohne Gegenkandidaten 82 % der Stimmen.
Diese Symbole sind dem Wappen des ehemaligen Schulzenhofes Bisping entlehnt, der neben dem Pröbstinghof als eine historische Keimzelle der heutigen Gemeinde Nordwalde gilt. Das Richtschwert sowie die drei Hainbuchen (Gerichtsbäume) symbolisieren die damalige Hofgerichtsgewalt des Nordwalder Schulzen (vgl. hierzu den Artikel über die Femeiche im münsterländischen Ort Erle).
Nordwalde ist über die Bundesstraße 54 an das überregionale Straßennetz und das 25 km südlich entfernte Oberzentrum Münster angeschlossen. Zudem führen Kreis- und Landstraßen in alle Nachbargemeinden. Die „Euregio-Bahn“ (Deutsche Bahn AG) auf der Linie Münster–Gronau–Enschede hält tagsüber stündlich, in den Berufsverkehrszeiten halbstündlich am Bahnhof Nordwalde.
Neben der Bahn wird der öffentliche Personennahverkehr von der Verkehrsgemeinschaft Münsterland betrieben, zu der das in Nordwalde ansässige Busunternehmen Schäpers gehört. Die Busse der Buslinie R73 fahren im Stundentakt von Nordwalde über Altenberge nach Münster bzw. nach Steinfurt. Zudem verkehren regelmäßige Busse der nach Greven und Emsdetten. Nachts wird Nordwalde mit der Nachtbuslinie N5 bedient, die einen ähnlichen Streckenverlauf wie die R73 aufweist.
Der Flughafen Münster/Osnabrück auf dem Stadtgebiet Greven ist lediglich 15 km entfernt. Ebenso befindet sich in ähnlicher Entfernung eine Anschlussstelle an die BAB 1 (Hansalinie).
Nordwalde ist ein traditionell landwirtschaftlich geprägter Ort. Daneben entwickelte sich die Textilindustrie mit einer Weberei und einer Spinnerei stark und brachte reichlich Arbeit und Wohlstand. Seit derem Niedergang setzt Nordwalde auf die Ansiedlung mittelständischer Unternehmen, die von der günstigen Verkehrslage profitieren.
Größter Arbeitgeber sind heute die Hengst-Filterwerke.
Im Auftrag der Bundestagsverwaltung stellte die in Nordwalde ansässige Firma Trendelkamp drei verschiedene Versionen des Bundesadlers als Reliefskulpturen für die Plenarsäle im damals neuen Bundestagsgebäude in Bonn sowie im Berliner Reichstagsgebäude her.
Die katholische Kirche unterhält den Wemhoff- und den Wiesengrundkindergarten. Daneben existieren jeweils ein Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt und des DRK in Nordwalde.
In Nordwalde gibt es mit der Gangolf- und der Wichernschule zwei katholische Grundschulen, die zwei- bzw. dreizügig geführt werden. Außerdem verfügt Nordwalde über eine Kardinal-von-Galen-Gesamtschule, die aus der gleichnamigen Hauptschule hervorging. Im Jahr 1999 schloss sie ihre Aufbauphase ab und vergab zum ersten Mal Abiturzeugnisse. Die nächstgelegene Universität befindet sich in Münster.
Die Gemeinde Nordwalde ist Mitglied des kommunalen Zweckverbands „Volkshochschule Zweckverband Steinfurt“ und der „Musikschule Steinfurt, Altenberge, Horstmar, Laer, Nordwalde“.
In Nordwalde widmen sich verschiedene Vereine und Gruppen der Kultur und der Musik.
So entstand der „Mach was!“-Verein aus einem Kinderchor, der verschiedene Musicals aufführte. Weitere Gruppen sind:
Die kirchenmusikalischen Aktivitäten in Nordwalde werden durch den „Förderkreis Kirchenmusik Nordwalde“ koordiniert. Hierzu gehört – neben dem traditionellen Adventskonzert der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde – insbesondere die jährlich stattfindende „Internationale Nordwalder Orgelwoche“.
Eine große aktive Gruppe der DPSG (Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg) ist im Ort ansässig.
Der Pröbstinghof, ein alter sächsischer Haupthof, wurde erstmals im Jahr 1265 urkundlich erwähnt. „Pröbstinghof“ bedeutet Hof des Propstes, d. h. des Dompropstes zu Münster, dem der Hof seit der Güterteilung zwischen dem Bischof von Münster und dem Domkapitel gehörte. Der Propst ließ von diesem Hof aus bei den Nordwalder Bürgern das sogenannte Wortgeld im Auftrag des Bischofs eintreiben. Heute ist vom Pröbstinghof nur noch der mittelalterliche Spieker (Speicher) erhalten, der heute von den Franziskanerinnen von Münster Mauritz mit genutzt wird.
Im Unterschied zum Pröbstinghof war der Bispinghof dem Bischof von Münster (trotz Güterteilung zwischen Bischof und Domkapitel) unmittelbar unterstellt. Der Schulze des Bispinghofs hatte eine Art weltliche Statthalterfunktion für den Bischof von Münster inne. Die vom Bischof abgeleitete Amts- und Rechtsgewalt des Schulzen erstreckte sich über die Grenzen des Bispinghofes hinaus auf weitere Höfe in der Nordwalder Kirchbauerschaft (vgl. Kirchspiel) und umfasste zum einen die Hofgerichtsbarkeit, im Rahmen derer er als Bauernrichter Rechtsfälle in der Kirchbauerschaft entschied. Diese Gerichtsgewalt spiegelt sich in Form der drei Hainbuchen (Gerichtsbäume) nebst Richtschwert im heutigen Gemeindewappen von Nordwalde wider, dessen Heraldik an das Wappen des Nordwalder Schulzen angelehnt ist. Zum anderen oblag dem Schulzen die bischöfliche Verwaltung sowie die lokale Rechtsetzung in der ihm unterstellten Kirchbauerschaft. Stets am Dreikönigstag (6. Januar) und am Sonntag nach Jakobi (25. Juli) beorderte der Schulze alle Bauern der ihm unterstellten Nordwalder Höfe zur sogenannten „Hofsprache“. Diese Termine nahm der Schulze zum Anlass, neue lokale Rechtsbestimmungen amtlich zu verkünden. Hierzu wurde die fortgeschriebene Hoffsrulle (mittelhochdeutsch für Hofrolle), eine Art Gemeindeordnung, öffentlich vorgelesen. Viele seiner damals erlassenen Bestimmungen sind bis heute überliefert. Dieser regelmäßige Appell hatte darüber hinaus die Funktion einer Volkszählung, zu der die Bauern aktuelle Zahlen über die bäuerliche Bevölkerungsentwicklung berichten mussten. Darüber hinaus durfte der Schulze auf dem Gelände des Bispinghofes ein jeweils befristetes kirchliches Asylrecht gewähren.
Das ehemalige Rittergut „Haus Althaus“ war früher durch eine Doppelgräfte vor Eindringlingen geschützt. Ein großes Steinhaus, das Mitte des 18. Jahrhunderts abgerissen wurde, war Vorgängerbau des heutigen Herrenhauses. Zum Hof gehörte auch ein in einem Waldgelände gelegener, durch Wälle und einen Wassergraben abgetrennter Kotten. In diesem wurden in Epidemiezeiten (insbesondere Pest und Typhus) Einwohner mit ansteckenden Krankheiten unter Quarantäne gestellt, was für diese meist den sicheren Tod bedeutete. Mit einer Klapper wurden ortsunkundige Passanten davor gewarnt, den Quarantänebezirk zu betreten (im Volksmund daher Klapperstadt oder Klapperkamp genannt). Von Juli 1505 bis 1727 befand sich Haus Althaus als Lehen der Dompropstei Münster im Besitz der Herren von Althaus (auch Herren von Oldenhues genannt). Ab 1727 ging das Rittergut in den Lehensbesitz der Familien Prysing und von Kaas über bis die Dompropstei Münster das Lehen im Jahr 1772 mangels genügender Erträge gegenüber den Lehensnehmern aufkündigte. Seit 1875 befindet sich Haus Althaus im Eigentum des Fürsten zu Bentheim-Steinfurt.
In der katholischen St. Dionysius-Kirche steht ein Kleinod westfälisch-norddeutscher Orgelbaukunst: die Barockorgel von Mencke/Bensmann. In der münsterländischen Orgellandschaft ist diese Orgel eine echte Rarität. Die Orgel steht seit dem Jahr 2000 unter Denkmalschutz; sie wird in jedem Jahr im Rahmen der „Internationalen Nordwalder Orgelwoche“ einem überregionalen und internationalen Publikum vorgestellt. 2006 wurde erstmals auch ein Konzert des „Internationalen Orgelfestivals Westfalen-Lippe“ hier aufgeführt. Als Organist ist an der Pfarrkirche St. Dionysius der Dipl.-Kirchenmusiker Thorsten Schlepphorst MA (*1963) tätig.
Das Altenzentrum St. Augustinus verfügt über eine kleine Kapelle, in der Gottesdienste und Andachten gefeiert werden. Interessant sind die Wände, die fast komplett aus Mosaikfenstern bestehen und damit die Kapelle hell ausleuchten. Auf diesen ist die Schöpfungsgeschichte dargestellt. Rechts neben dem Eingang die Tage eins bis vier, links die Tage fünf und sechs.
Das seit 1991 denkmalgeschützte ehemalige Feuerwehrhaus (Baujahr 1926) am Krummer Timpen mit seinem charakteristischen, ein wenig an das Brandenburger Tor erinnernden Straßenüberbau und dem 18 Meter hohen Steigerturm, der zur Schlauchtrocknung aus Holz errichtet wurde, stellt ein architektonisches Kleinod aus den 1920er Jahren dar. Während die Freiwillige Feuerwehr Nordwalde mittlerweile in ein modernes Feuerwehrhaus umgezogen ist (Grevener Straße 24), befindet sich die Polizeiwache Nordwalde noch heute in einem Seitentrakt des Alten Feuerwehrhauses. Die ehemalige Garage der Feuerwehr wird heute als Bistro-Café „Brandenburger Tor“ genutzt.
Das Georg-Kramann-Museum wird vom Heimatverein unterhalten und gibt einen Einblick in die Geschichte Nordwaldes und das Leben seiner Bewohner. Das Gebäude diente bis 1973 als Dorfschule.
Die Gemeinde Nordwalde bietet ein umfangreiches Sportangebot, vornehmlich ist dieser in folgenden Vereinen organisiert:
Die Outdoor-Sport orientierten Vereine teilen sich das gemeindeeigene Sportgelände an der Bahnhofstraße zwischen Ortskern und Bahnhof mit einem Rasenplatz, einem Ascheplatz, einem Tartanplatz, einer Skaterbahn und einem separaten Fußballtrainingsgelände am „Hof Wältermann“.
Für den Indoorsport werden drei Sporthallen der ortsansässigen Schulen, Kardinal-Van-Galen-Gesamtschule, Gangolfgrundschule und Wicherngrundschule genutzt.
Zwischen Nordwalde, Altenberge und Greven wurde 2004 der erste integrative Reitweg Deutschlands eingerichtet, ein Reitweg, der auf die Bedürfnisse von Reitern mit Behinderung ausgerichtet ist.
Die Schützenfestsaison beginnen die Westeroder am ersten Maiwochenende, nachdem zuvor in dem Festzelt der „Tanz in den Mai“ stattgefunden hat. Am Wochenende nach Fronleichnam folgt die Suttorfer St. Antonius-Bruderschaft. An Pfingsten findet das Schützenfest im Scheddebrock statt und eine Woche später, am Dreifaltigkeitswochenende, feiert der einzige Junggesellenverein, die Dreifaltigkeitsbruderschaft Dörper Jungs, sein Fest. Außerdem feiern in Nordwalde die St. Dionysius-Bruderschaft der Männer sowie die Schützenvereine der Feldbauern, der Bürgerschützen und der Frauenschützen ihre Schützenfeste.
An einem Freitagnachmittag Anfang September organisiert die CDU-Frauenunion Nordwalde einen Flohmarkt für alle Nordwalder Kinder. Mit den Erlösen der dabei verkauften Waffeln werden die Eintrittspreise zu einer Aufführung der Reckenfelder Freilichtbühne am Jahresende in Nordwalde familienfreundlich gesenkt.
Die Kirmes beginnt jährlich am fünften Samstag im September, hat dieser nur vier Samstage, am ersten Samstag im Oktober, und dauert bis zum folgenden Montag. Falls der Tag der Deutschen Einheit auf den vorhergehenden Freitag oder den nachfolgenden Dienstag fällt, wird die Kirmes entsprechend um einen Tag verlängert. Das bunte Treiben findet im Ortskern rund um die Kirche statt.
Nach der offiziellen Eröffnung auf der Rathaustreppe werden dort Lebkuchenherzen an die Kinder verteilt – solange der Vorrat reicht. Allein diese Tradition lockt neben zahlreichen Nordwaldern auch viele Auswärtige zum Start der Kirmes in den Ort. Die Schausteller der Kirmes sind jedes Jahr überwiegend dieselben und stehen auch am selben Ort wie im Vorjahr. Ausnahme hierbei ist ein jährlich wechselndes „Überraschungsfahrgeschäft“. Dies lockt viele Nordwalder bereits vor dem Beginn der Kirmes zu den Baustellen – jeder möchte gerne wissen, was es in diesem Jahr Besonderes gibt.
Am Kirmesmontag wird eine Stunde Freifahrt ausgegeben. Ursprünglich organisierte dies ein Nordwalder Geschäftsmann, welcher für die „nicht so reichen“ Kinder die Betreiber der Karussells bezahlte. Diese Tradition wurde nach seinem Tod von der Werbegemeinschaft weitergeführt und gilt heute für alle Kinder, die zwischen 12 und 13 Uhr am Montag auf der Kirmes fahren möchten – und auch noch einen Platz bekommen. Die örtlichen Schulen bekommen an diesem Tag eher schulfrei, damit auch schulpflichtige Kinder in den Genuss der Freifahrt kommen. Auch viele Nordwalder Betriebe lassen ihre Arbeit am Kirmesmontag spätestens ab 12 Uhr ruhen, um traditionsgemäß gemeinsam über die Kirmes zu gehen.
Der SC 28 Nordwalde veranstaltet jeweils am Samstag vor Allerheiligen den Allerheiligen-Volkslauf. Kinderläufe werden über 1 und 2 Kilometer, ein Jedermannlauf über 5 km und der Hauptlauf über 10 km angeboten. Im 5-km-Jedermannlauf gibt es eine Spezialwertung für Walker. Die Erlöse der Veranstaltung fließen gemeinnützigen Projekten zu.
Am ersten Adventssonntag findet um 17 Uhr das Adventskonzert in der kath. Pfarrkirche statt, bei dem die christlichen Chöre Nordwaldes Musikstücke zum Advent aufführen.
Die Werbegemeinschaft Nordwalde organisiert jeweils am zweiten Advent den Weihnachtsmarkt auf dem Rathaus- und dem Amillyplatz. Teilnehmen können alle Nordwalder Gruppen und Vereine, aber auch Firmen und Privatpersonen. Sie bieten neben Speise und Trank auch oft selbstgefertigte Geschenkartikel an. Besonderer Höhepunkt ist der Besuch des St. Nikolaus mit Knecht Ruprecht.
Einmal im Jahr findet die Nordwalder LAN-Party „Northwood-Lan“ statt. In den Schulsommerferien wird ein ganzes Wochenende lang im Forum der KvG-Gesamtschule ein lokales Netzwerk aufgebaut, über das sich ca. 100 Teilnehmer in verschiedenen Computerspielen duellieren können. Die Tage dieses Wochenendes werden auch als die „Northwood frag days“ bezeichnet.
Einmal im Jahr, am zweiten Augustwochenende, finden sich Reitsportfreunde aus Nordwalde und Umgebung am Turnierplatz an der „Pondarosa“ (einer kleinen Gaststätte) zusammen, um gemeinsam die Nordwalder Reitertage zu veranstalten. Eröffnet werden diese am Freitagnachmittag ab 14 Uhr, um dann das Wochenende in großer Runde bei fairem Reitsport zu verbringen. Die Nordwalder Reitertage sind in den Terminkalendern vieler Reiter ein fester Bestandteil. Nicht umsonst sind die Reitertage immer noch eine sehr attraktive Veranstaltung.
„Nordwalde – Beiträge zur Heimatgeschichte“, Band I bis III, 1984, Verfasser: Georg Kramann, Herausgeber: Johannes Giesen, ISBN 3-88913-073-9
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