Freitag, 25.05.2012



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Neupotz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Neupotz
Neupotz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neupotz hervorgehoben
49.1177777777788.319166666666799Koordinaten: 49° 7′ N, 8° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Germersheim
Verbandsgemeinde: Jockgrim
Höhe: 99 m ü. NN
Fläche: 7,78 km²
Einwohner: 1847 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 237 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76777
Vorwahl: 07272
Kfz-Kennzeichen: GER
Gemeindeschlüssel: 07 3 34 022
Adresse der Verbandsverwaltung: Untere Buchstraße 22
76751 Jockgrim
Webpräsenz:
Ortsbürgermeister: Emil Heid (CDU)

Neupotz ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde liegt ca. 2 km westlich des Rheins an einer der vielen Schleifen, die durch die Tulla'sche Rheinbegradigung zum Altrhein wurden. Teile des, in Richtung Rhein gelegenen, Waldes sind sogenannter Auewald, der häufig unter Wasser steht. Neupotz gehört der Verbandsgemeinde Jockgrim an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Jockgrim hat.

Durch die Gemarkung Neupotz fließen im Norden der Erlenbach und im Süden der Otterbach. Am bzw. nahe dem Altrhein befinden sich mehrere Stehgewässer, u.a. Setzfeldsee und Oberer Flätigsee.

Geschichte

Das Dorf Pfotz wurde erstmals im Jahre 1270 urkundlich erwähnt. 1522 wurden durch den Bau eines Dammes bei Jockgrim bei Hochwasser die Gestade des alten Fischerdorfes Pfotz weggerissen. Im Jahr 1535 bauten die Einwohner von Pfotz an der westlichen Gemarkungsgrenze ein neues Dorf mit dem Namen Neupfotz. Am 7. Februar 1935 wurde der Ortsname Neupfotz in Neupotz geändert. Der Name kommt vom lateinischen purteus, d.h. Pfütze, Sumpfland.

Hortfund

Hauptartikel: Hortfund von Neupotz

Bei Neupotz wurden die ältesten Hufeisen in Deutschland gefunden. Sie werden auf 294 n. Chr. datiert und sind neben Küchengeräten, Feilen und anderen Gerätschaften Teil der Beute aus einer römischen Villa, die insgesamt als größter Hortfund der im 3. Jahrhundert über den Rhein dringenden Germanen gilt. Die Stücke werden in der Wanderausstellung Der Barbarenschatz gezeigt. Die Ausstellung war unter anderem in Speyer, Augsburg, Luxemburg und Bonn zu Gast.

Kernkraftwerk

Von 1975 bis 1987 war Neupotz als Standort für ein Kernkraftwerk mit zwei Blöcken zu je 1.300 MW vorgesehen. Diese Pläne wurden nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl im Jahr 1986 endgültig verworfen.

Schwimmendes Feriendorf

Ende 2006 trat ein Investor an den Gemeinderat, der auf dem Setzfeldsee ein Schwimmendes Feriendorf mit 66 schwimmende Häusern errichten wollte. Außerdem plante er einen öffentlichen Badestrand zu errichten und die laufenden Kosten zu tragen. Über das Thema wurde im Dorf sehr viel diskutiert, es war oft Thema in der Regionalzeitung Die Rheinpfalz und am 23. Januar 2008 Thema in der SWR-Sendung Reiss und Leute. Laut einer im Auftrag des Gemeinderates von Forsa durchgeführten repräsentativen Umfrage unter Neupotzern waren 54 Prozent der Bürger gegen das Feriendorf, nur 34 Prozent dafür. Am 12. Februar 2008 berichtete Die Rheinpfalz, dass der Investor seine Pläne für Neupotz verworfen habe. Das Feriendorf soll jedoch möglicherweise an einem anderen Standort im Landkreis Germersheim verwirklicht werden.

Religionen

2007 waren 75,4 Prozent der Einwohner katholisch und 10,5 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[1]

Politik

Gemeinderat

Bei den Wahlen zum Gemeinderat am 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Ergebnis:

  1. CDU 61,6% (+8,8) - 10 Sitze (+1)
  2. WGR 25,8% (-4,1) - 4 Sitze (-1)
  3. SPD 12,6% (-4,7) - 2 Sitze (=)

Ortsbürgermeister

  • 1933–1945: Josef Loy
  • 1945–1952: Ludwig Trapp
  • 1952–1964: Georg Albert Antoni
  • 1964–1979: Karl August Röther
  • 1979–1994: Konrad Wünschel (CDU)
  • 1994–2004: Wilhelm Hammer (CDU)
  • 2004–0000: Emil Heid (CDU)

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: In Blau eine goldene Glocke, darunter ein linksgewendeter silberner Fisch.

Es wurde 1841 vom bayerischen König genehmigt und geht zurück auf ein Gerichtssiegel aus dem Jahr 1724.[2]

Sonstiges

Ortsrufanlage

Die Gemeinde verfügt noch über eine funktionsfähige Ortsrufanlage. Über sie werden amtliche und nicht-amtliche Mitteilungen bekannt gemacht. In Teilen des Neubaugebietes im Hardtwald und in der Tullastraße sind keine Lautsprecher installiert. Die Durchsagen werden meist in den frühen Abendstunden gemacht.

Einzelnachweise

  1. KommWis, Stand: 30.11.2007
  2. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3

Weblinks

Commons Commons: Neupotz – Bilder, Videos und Audiodateien
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