Meinestadt.de - Neuhofen - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Rhein-Pfalz-Kreis | |
| Höhe: | 92–98 m ü. NN | |
| Fläche: | 12,3 km² | |
| Einwohner: | 7207 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 586 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 67141 | |
| Vorwahl: | 06236 | |
| Kfz-Kennzeichen: | RP (bis 31. Aug. 2005: LU) | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 38 020 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Rottstraße 1 67141 Neuhofen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Gerhard Frey (FDP) | |
| Lage der Gemeinde Neuhofen im Rhein-Pfalz-Kreis | ||
| Datei:Karte Neuhofen.png | ||
Neuhofen in der Pfalz ist eine verbandsfreie Gemeinde im Rhein-Pfalz-Kreis in Rheinland-Pfalz. Neuhofen ist Teil der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar.
Inhaltsverzeichnis |
Neuhofen liegt in der Oberrheinischen Tiefebene auf der Niederterasse am nordwestlichen Rand eines halbinselförmigen Rückens der Hochuferzone.
Im Uhrzeigersinn von Westen nach Südwesten: Limburgerhof, Ludwigshafen, Altrip, Waldsee, Schifferstadt
Von besonderer Bedeutung für die Gründung und das heutige Ortsbild Neuhofens ist der Rehbach. Er ist kein natürliches Gewässer, sondern ein künstlicher Abzweig des Speyerbach, der zur Nutzung mit Mühlen und zur Trift von Holz genutzt wurde. Vom unnatürlichen Ursprung zeugt auch eine Brücke westlich der Rehhütte, über die der Rehbach einen anderen Bach überquert.
In der Neuhofener Gemarkung floss der Rehbach früher von Schifferstadt im Südwesten kommend über die Mühle an der Rehhütte nach Neuhofen. Hier floss er an der Gässelbach und am Friedhof vorbei zum Unterwald über die dortige Waldmühle und schließlich bei Rheingönheim in den Rhein. Die Gässelbach (heute Burggasse) ist eine Gasse, die in den Rehbach mündete und die die Keimzelle Neuhofens war. Hier wurde Wasser entnommen und Wäsche gewaschen. Später gab es im Bereich des heutigen Partnerschaftsplatzes Waschplätze mit Wiesen zum Wäschebleichen.
1975 wurde der Rehbach wegen starker Verschmutzung und damit verbundener Geruchsbelästigung umgeleitet. Er fließt nun ab der Rehhütte in Nord-Richtung an der B 9 entlang. Ab der Brücke nach Limburgerhof biegt er in langem Bogen nach Osten ab und fließt dann über die Affenwiesen nördlich des Unterwaldes zwischen Neuhofen und Ludwigshafen-Rheingönheim. Ab der Waldmühle folgt er wieder seinem alten Verlauf zum Rhein. Durch den Bau von Klärwerken in den anliegenden Gemeinden ist der Rehbach inzwischen sauberer als vor deren Bau. Das ehemalige Rehbachbett dient heute unter der Bezeichnung Rehbachwanderweg als Fuß- und Radweg durch den Ort. Auch in den Namen Rehbachschule, Rehbachhalle, Rehbachstraße und mit dem Rehbachfest hat er seine Spuren in Neuhofen hinterlassen.
Schon bei der Gründung Neuhofens spielten die Mühlen am Rehbach eine große Rolle. Mindestens drei Mühlen gab es, zwei davon existieren bis heute. Die Waldmühle (ehemals mannheimer Walkmühle) ist heute ein Restaurant, das Mühlrad liegt trocken. Die Mühle im seit 1930 zu Limburgerhof gehörenden Ortsteil Rehhütte ist zusammen mit dem Gutshof Rehhütte seit 1898 im Besitz der BASF. Das Mühlrad ist zeitweise noch in Betrieb. Hier gibt es auch noch eine Vorrichtung zur Holztrift (flößen von Holz).
Auch der Fischfang dürfte in früheren Zeiten ein wichtiger Wirtschaftsfaktor gewesen sein, denn der Rhein verlief bis 1584 nahe am Ort.
Bis zum 2. Weltkrieg wurde außerdem das Torfstechen im Woog und Erlenbruch betrieben, wovon Weiher, Gräben und Bruchwälder in diesem Gebiet zeugen. In der Landwirtschaft gab es etwas Weinbau im Süden des Dorfes, diese Gemarkung heißt heute Speyerer Wingert.
Mit dem Bau des Bahnhofes und der Gründung der Zuckerfabrik kam die Industrialisierung ins Dorf. Durch die Bahn konnten die Neuhofener auch schnell nach Ludwigshafen gelangen und so wurde Neuhofen zum Wohnort für Arbeiter der BASF und der anderen Chemiewerke.
Baustoffe wurden in Form von Sand und Kies in Neuhofen aber weiterhin gefördert. Hiervon ist der Kistner-Weiher und das Ochsenfeld (Verlängerung des Altrheins) als zusammenhängendes Naturschutzgebiet und der Baggersee Schlicht zurückgeblieben. In Altrip und Waldsee entstanden so noch eine ganze Reihe weiterer Seen, die heute zum Großteil als Naherholungsgebiete genutzt werden. (Der Baggersee Steinerne Brücke wurde zwar zur Kiesausbeute genutzt, aber ausdrücklich für die Nutzung als Badesee geplant.)
Seit der Wahl im Jahr 2004 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:
Der Bürgermeister wird in direkter Wahl für acht Jahre gewählt. Seit 2001 ist Gerhard Frey (FDP) Bürgermeister von Neuhofen.
Das aktuelle Wappen (seit 1976) ist links unten blau, rechts oben golden. Darauf abgebildet ist in der Mitte ein mit dem Griff nach rechts gewendeter Krummstab, der unten in einer auf der Spitze stehenden Raute endet. Die Farbe des Stabes wechselt zum Hintergrund. Oben rechts neben dem Stab ist ein Buch abgebildet, links neben dem Stab drei Kugeln, von denen zwei unten und die dritte mittig darüber liegen. Die Kugeln berühren sich nicht.
Das alte Wappen (belegt seit 1791) zeigt auf goldenem Hintergrund den heiligen Nikolaus. Dieser trägt ein blaues Gewand, einen silbernen Heiligenschein, in der rechten Hand einen silbernen Krummstab und in der linken Hand ein rotes Buch, auf dem drei goldene Kugeln liegen. Zwei der Kugeln liegen unten, die dritte mittig darauf. Der heilige Nikolaus war Patron des untergegangenen Dorfes Medenheim (siehe Geschichte).
Mit Heillecourt in der Nähe von Nancy in Frankreich wird eine Partnerschaft gepflegt.
Der in Neuhofen gesprochene Dialekt ist vorderpfälzisch.
Alteingesessene Einwohner Neuhofens bezeichnen sich selbst nicht als "Neuhofener", sondern als "Neiheffer" ("Neuhöfer").
Neuhofen ist in erster Linie eine Wohngemeinde für Arbeitnehmer der Unternehmen im Rhein-Neckar-Dreieck. Neuhofen verfügt aber auch über ein Gewerbegebiet im Westen des Ortes.
Die B 9 führt westlich direkt an Neuhofen vorbei. Die Anschlussstellen zu den Autobahnen 61, 65 und 650 sind nur wenige Kilometer entfernt. Die umliegenden Städte Ludwigshafen (8 km bis zur Stadtmitte), Speyer (12 km bis zur Stadtmitte) und Mannheim sind mit einem PKW innerhalb weniger Minuten zu erreichen, nach Worms, Heidelberg und Bad Dürkheim ist es nur wenig weiter.
Der Bahnhof Limburgerhof und die Straßenbahnhaltestelle Ludwigshafen-Rheingönheim sind mit dem Fahrrad in wenigen Minuten zu erreichen, außerdem verbindet eine Bus-Ringlinie Neuhofen mit den umliegenden Gemeinden.
Ein Ausbau des Straßenbahnnetzes Ludwigshafen-Mannheim bis nach Neuhofen ist seit Jahrzehnten immer wieder im Gespräch, vor allem von Seiten der Neuhofener Kommunalpolitik. Alle öffentlichen Verkehrsmittel sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar (VRN) zu benutzen.
Realschule und Hauptschule wurden im Frühjahr 2005 zu einem Schulzentrum unter der Trägerschaft des Rhein-Pfalz-Kreises zusammengelegt. Neuhofen und Limburgerhof haben jedoch zusammen eine Ausstiegsklausel, mit welcher die beiden Gemeinden die Hauptschule wieder in Gemeindeträgerschaft übernehmen können.
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