Meinestadt.de - Neuhausen/Erzgebirge - 25.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Chemnitz | |
| Landkreis: | Mittelsachsen | |
| Höhe: | 661 m ü. NN | |
| Fläche: | 48,03 km² | |
| Einwohner: | 3130 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 65 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 09544 | |
| Vorwahlen: | 037361, 037327 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FG | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 5 22 400 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Bahnhofstr. 12 09544 Neuhausen/Erzgeb. |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Peter Haustein (parteilos) | |
| Lage der Gemeinde Neuhausen/Erzgeb. im Landkreis Mittelsachsen | ||
| Datei:Neuhausen-Erzgeb. in FG.png | ||
Der staatlich anerkannte Erholungsort Neuhausen/Erzgeb. ist eine Gemeinde im Erzgebirge. Die rund 3100 Einwohner zählende Gemeinde liegt im Süden des Landkreises Mittelsachsen und ist für das Schloss Purschenstein und als Wintersportort bekannt.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde Neuhausen/Erzgeb. befindet sich im Übergangsgebiet vom Osterzgebirge zum Mittleren Erzgebirge, eingebettet im oberen Flöhatal. Das Gebiet erstreckt sich zwischen der Talsperre Rauschenbach, dem 837 m hohen Kohlberg, dem 834 m hohen Klugehübel sowie dem 789 m hohen Schwartenberg und befindet sich im Naturpark Erzgebirge/Vogtland.
Die Gemeinde befindet sich auf kristallinen Schiefern und Gneis. Sind im Ost-Erzgebirge meist Graugneise vorherrschend, so finden sich hier verstärkt grobkörnige Rotgneise. Im Bereich des Flöhatals liegt eine sehr alte, tektonisch mobile Zone, die Ost- und Mittelerzgebirge trennt. Erdgeschichtliche spielt die „Flöha-Zone“ wahrscheinlich bei der Erzgebirgshebung eine Rolle. [2]
zur Gemeinde Neuhausen gehören folgende Ortsteile:
Das als wehrhafte Burganlage errichtete Schloss Purschenstein nahm im oberen Erzgebirge eine bedeutende Stellung ein. Der erste urkundliche Nachweis des Schlosses stammt aus dem Jahre 1289. Zwischen 1389 und 1945 verblieb das Schloss in der Hand des früheren Rittergeschlechts von Schönberg.
Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts nahm Neuhausen die Entwicklung zu einem Zentrum der Möbelindustrie mit dem Schwerpunkt Stuhlbau. Aus dieser Entwicklung heraus entstanden Fabriken, Wohnungen, Geschäfte, das Rathaus und das Postamt. Seit dem 1. Oktober 1895 erhielt die Gemeinde auch den Anschluss an das sächsische Eisenbahnnetz, als man die Bahnstrecke zwischen Olbernhau und Neuhausen eröffnete. Damit hatte Neuhausen eine Verbindung zu den Industriegebieten von Chemnitz und Umgebung.
Zwischen 1945 und 1990 nahm das Schloss Purschenstein die neue Funktion als Kinderheim und kommunales Kulturzentrum wahr. Im Jahr 1989 wurde das Schloss jedoch stark zerstört, da das Dachgeschoss brannte. Der Außenbau konnte wiederhergestellt werden, die Innenräume jedoch sind nur teilweise komplett ausgebaut.
Im Jahr 2006 wurde das Schloss an einen niederländischen Investor verkauft, der dieses im Moment zu einem Fünf-Sterne-Hotel umbauen will.
Einwohnerzahlen beziehen sich ab 1982 auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres mit Gebietsstand Januar 2007:
| bis 1899 | 1900 bis 1945 | 1946 bis 1989 | 1990 bis 1999 | Seit 2000 |
|---|---|---|---|---|
| 1551/52 – ca. 170 (25 besessene Mann, 66 Inwohner) |
1910 – 2875 | 1946 – 3243 | 1990 − 3676 | 2000 − 3447 |
| 1925 – 2863 | 1971 – 3184 | 1991 − 3635 | 2001 − 3392 | |
| 1764 – ca. 220 (24 besessene Mann, 18 Häusler) |
1939 – 3039 | 1982 − 4100 | 1992 − 3598 | 2002 − 3366 |
| 1983 − 4055 | 1993 − 3712 | 2003 − 3346 | ||
| 1834 – 1072 | 1984 − 3983 | 1994 − 3674 | 2004 − 3310 | |
| 1871 – 1492 | 1985 − 3919 | 1995 − 3615 | 2005 − 3266 | |
| 1890 – 1701 | 1986 − 3874 | 1996 − 3581 | 2006 − 3204 | |
| 1987 − 3836 | 1997 − 3565 | 2007 − 3130 | ||
| 1988 − 3846 | 1998 − 3545 | |||
| 1989 − 3773 | 1999 − 3487 |
(Quellen: Akademie der Wissenschaften der DDR 1985, Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen)
Als Erholungsort bietet die Gemeinde den Gästen neben dem Freibad und dem Schwartenbergstadion zahlreiche Anlagen des Wintersports. So sind im Winter über 30 km gespurte Langlaufloipen vorhanden. Traditioneller Wintersportort ist die Gemeinde spätestens mit den seit 1923 jährlich stattfindenden Langlaufwettkämpfen des Schwartenberglaufs. Im Sommer ist die Region auch ein für den Flugsport genutztes Gebiet.
2004 wurden die Fußballer des SV Eintracht Cämmerswalde Meister der 1. Kreisklasse und stiegen in die 2. Kreisliga Freiberg (10. Liga) auf. Am 26. März 2007 fusionierte die Fußball-Abteilung mit der des SSV Blau-Weiß Neuhausen zum FV Neuhausen-Cämmerswalde. Dem Fußballverein gehören 100 Mitglieder aus beiden Orten an. Die Männer spielen in der 2. Kreisliga und der 2. Kreisklasse jeweils im Neuhäuser Schwartenbergstadion.
Eintracht Cämmerswalde: 1920 wurde erstmals in Cämmerswalde eine Fußballmannschaft erwähnt, die an der „Linde“ und auf dem Ringel spielte. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand zwischen 1947 und 1949 der Sportplatz. Die Fußballer holten 1951 als SG Einheit Cämmerswalde-Clausnitz den Kreismeistertitel Brand-Erbisdorf, verpassten den Aufstieg in die Bezirksklasse (4. Liga der DDR) und lösten sich nach "internen Streitigkeiten" 1953 auf. Als SG Eintracht Cämmerswalde sorgte eine Jugendmannschaft im Kreis Brand-Erbisdorf für Furore. Am 28. August 1958 wurde die BSG Traktor Cämmerswalde gegründet. Die Fußballer starteten damals mit fünf Mannschaften.
Die Sächsische Sportvereinigung Blau-Weiß Neuhausen wurde am 15. August 1990 gegründet, ist Nachfolger der am 6. April 1970 gebildeten Industriesportgemeinschaft ISG Neuhausen. Bis 2003 spielte Blau-Weiß Neuhausen in der 1. Kreisliga Freiberg, stürzte dann auch in der 2. Kreisliga ans Tabellenende (2003/04 - 11., 2004/05 - 14.) und ging 2007 mit dem sich im Vorderfeld (2005/06 - 3.) etablierenden Ortsnachbarn Eintracht Cämmerswalde zusammen.
Die Gemeinde Neuhausen hat fünf Museen. Mit steigender Bedeutung hat sich der Wintersport in der Gemeinde etabliert.
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