Meinestadt.de - Neuhardenberg - 25.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Märkisch-Oderland | |
| Amt: | Neuhardenberg | |
| Höhe: | 12 m ü. NN | |
| Fläche: | 77,94 km² | |
| Einwohner: | 2840 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 36 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 15320 | |
| Vorwahl: | 033476 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MOL | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 64 340 | |
| Gemeindegliederung: | Hauptgemeinde und 3 Ortsteile | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Karl-Marx-Allee 72 15320 Neuhardenberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Mario Eska (Die Linke) | |
| Lage der Gemeinde Neuhardenberg im Landkreis Märkisch-Oderland | ||
| Datei:Neuhardenberg in MOL.png | ||
Neuhardenberg ist eine Gemeinde im Bundesland Brandenburg im Landkreis Märkisch-Oderland. Die Gemeinde ist Sitz des gleichnamigen Amtes.
Inhaltsverzeichnis |
Neuhardenberg und die Ortsteile
Eine erste urkundliche Erwähnung erfährt Neuhardenberg im Jahre 1348 als Quilicz (später auch Quilitz). Um 1480 befinden sich in Quilitz mindestens drei Rittergüter. Überliefert sind die Namen von Pfuel, von Schapelow und von Beerfelde.
1763 wurde Quilitz als Königliche Dotation an Joachim Bernhard von Prittwitz, Rittmeister der Zietenschen Husaren, vergeben. Ein Großbrand zerstörte 1801 mehr als den halben Ort, der deswegen nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel neu angelegt wurde. Zehn Jahre später, am 26. Oktober 1811, verkaufte Friedrich Wilhelm Bernhard von Prittwitz Quilitz für 303.715 Reichstaler an die Krone und erwarb Güter in Schlesien. Drei Jahre danach erfolgte erneut eine Königliche Dotation des Ortes. Diesmal gingen die Güter Quilitz und Alt-Rosental sowie die Komturei Lietzen an Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg (1750–1822), der diese sogleich in Neu-Hardenberg umbenennen ließ.
Während der Zeit des Nationalsozialismus trafen sich im Schloss Neuhardenberg wiederholt Mitglieder des deutschen Widerstands gegen Hitler. Nach dem fehlgeschlagenen Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 tauchte wenige Tage später die Gestapo in Neuhardenberg auf und verhaftete den Gutsherrn Carl-Hans Graf von Hardenberg, der sich jedoch versuchte durch Selbstmord in der Bibliothek des Schlosses zunächst der Verhaftung zu entziehen. Nach dem fehlgeschlagenen Selbstmordversuch wurde der Graf in das KZ Sachsenhausen gebracht, wo er den Krieg überlebte. Der Graf wurde noch von den Nationalsozialisten aufgrund seiner Mitgliedschaft im deutschen Widerstand enteignet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort am 1. Mai 1949 (Beschluss der Gemeindevertretung vom 19. Februar 1949) zu Ehren Karl Marx' in Marxwalde umbenannt. Die genauen Gründe dafür sind nicht überliefert, ein Zusammenhang mit der Ablehnung der preußischen Vergangenheit und ihrer Vertreter durch die neuen Machthaber liegt nahe. Der Gutsherr Carl-Hans Graf von Hardenberg war bereits 1945 durch die Bodenreform erneut enteignet worden und in die Westzonen geflohen. Noch bis 1952 stellte die Ost-CDU den Bürgermeister. Nur 18 km entfernt liegt der Ort Marxdorf (erstmals 1244 als Marquardestorp erwähnt).
Im Jahr 1952 wurde die Marxwalder LPG gegründet und 1954/55 erfolgte die Umgestaltung zum „Sozialistischen Musterdorf“. Die NVA zog 1957 mit einer Garnison und 1960 mit dem Jagdfliegergeschwader 8 der LSK/LV am Ortsrand ein. Außerdem waren die Flugzeuge der DDR-Regierungsstaffel auf dem Flugplatz stationiert.
Nach der politischen Wende 1989/90 wurde der Ort am 1. Januar 1991 in Neuhardenberg (ohne Bindestrich) rückbenannt. Im Jahr 1996, nach der Rückübertragung des Schlosses Neuhardenberg an die Familie von Hardenberg, veräußerte diese es an den Deutschen Sparkassen- und Giroverband. Ein Jahr später begann die Restaurierung des Schlosses und des gesamten Areals. Der Schlosspark wurde neu gestaltet und das Denkmal für Friedrich II. restauriert. Am 8. Mai 2002 erfolgte die feierliche Einweihung in Anwesenheit des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau. Seitdem wird es als Hotel gehobenen Standards und Veranstaltungsstätte betrieben. So diente das Schloss in den Jahren 2003 und 2004 als Ort für Klausurtagungen der Bundesregierung.
In die Gemeinde Neuhardenberg wurden per Gesetz im Mai 1998 die Gemeinden Altfriedland und Wulkow und am 26. Oktober 2003 die Gemeinde Quappendorf eingegliedert.
Obwohl die Klage von Quappendorf gegen die Zwangseingemeindung vom Landesverfassungsgericht Brandenburg abgewiesen wurde, beschloss die ehemalige Gemeinde (mit Unterstützung aller Gemeinden und deren Ortsteile des Amtes Neuhardenberg), dagegen vor dem Bundesverfassungsgericht zu klagen,[1] blieb aber letztlich erneut erfolglos, da die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen wurde.
Der Rat der Gemeinde Neuhardenberg besteht aus 16 Ratsfrauen und Ratsherren.
(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)
Eine knapp 70 Mitglieder starke Bürgeraktion „PRO Flughafen Neuhardenberg“ kämpft für die Aktivierung des Flugplatzes und die politische Zustimmung der Regierungschefs von Berlin und Brandenburg. Von November 2003 bis Juni 2004 sammelten sie mehr als 10.000 Unterschriften.
Partnergemeinde ist seit 1990 die niederrheinische Stadt Hamminkeln.
In der Liste der Baudenkmäler in Neuhardenberg stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Denkmäler.
Bei Neuhardenberg liegt der Flugplatz Neuhardenberg
Neun ehemalige Einwohner von Neuhardenberg kamen ums Leben, als am 13. September 1997 vor der Küste Namibias eine TU-154 mit einem amerikanischen Militärtransporter kollidierte. Für sie wurde auf dem Flugplatz Neuhardenberg ein Gedenkstein aufgestellt.
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