Meinestadt.de - Neubukow - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Bad Doberan | |
| Höhe: | 15 m ü. NN | |
| Fläche: | 24,99 km² | |
| Einwohner: | 4193 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 168 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 18233 | |
| Vorwahl: | 038294 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DBR | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 51 047 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Markt 1 18233 Neubukow |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Walter Doll (CDU) | |
| Lage der Stadt Neubukow im Landkreis Bad Doberan | ||
| Datei:Neubukow in DBR.png | ||
Neubukow ist eine amtsfreie Kleinstadt im Landkreis Bad Doberan in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist auch Sitz des Amtes Neubukow-Salzhaff, dem sieben Gemeinden angehören, selbst aber nicht amtsangehörig.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt zwischen den Hansestädten Rostock und Wismar, etwa 11 km von der Ostseeküste (Rerik) entfernt. Zu Neubukow gehören die Ortsteile Buschmühlen, Malpendorf, Panzow, Spriehusen und Steinbrink.
Die Gründung der Stadt erfolgte in der Mitte des 13. Jahrhunderts bei der nahen Burg Bukow. Diese lag an der Straße von Rostock nach Wismar. 1192 wurde die Pfarre (Alt) Bukow erwähnt. 1260 wurde dann die Stadt als nouo opido Bukow (neue Stadt Bukow) erstmalig erwähnt. Die Stadt wurde, wie einige Städte, die in dieser Zeit in Mecklenburg gegründet wurden, mit einem nahezu rechtwinkligen, gitterförmigen Straßennetz, einem zentralen Markt mit Rathaus und einer Stadtbefestigung mit ursprünglich vier Stadttoren angelegt..
Der älteste schriftliche Nachweis der Wassermühle stammt aus dem Jahre 1304. Seit 1709 gibt es in der Stadt eine Apotheke. Von Mai 1814 bis April 1823 war Ernst Johann Adolf Schliemanns, der Vater von Heinrich Schliemann, Pastor in Neubukow. Am 22. Dezember 1883 erreichte der erste Zug Neubukow. Zu dieser Zeit hatte Neubukow knapp 2000 Einwohner. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde Deutschlands erste Gipsbindenfabrik von A. Moratzky gegründet. In den 50-er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde dann die Produktion eingestellt.
Innenstadt und Rathaus, ein schlichter Putzbau von 1788 mit Mansarddach und Giebel in der Mittelachse, wurden im Rahmen der Städtebauförderung seit 1991 gründlich saniert.
Anfang des 19. Jahrhunderts siedelten sich Juden im Ort an, die 1840 an der Wismarschen Straße einen Jüdischen Friedhof errichteten. In der Zeit des Nationalsozialismus 1934 wurde er geschändet, 1964 zu DDR-Zeiten wurde aus den Resten eine Gedenkstätte gestaltet, zu der 1983 eine Gedenktafel hinzukam.
Während des Zweiten Weltkrieges mussten Kriegsgefangene sowie zahlreiche Frauen und Männer aus von Deutschland besetzten Ländern Zwangsarbeit, u.a. bei der Deutschen Reichsbahn verrichten. Im Jahre 1942 wurde unweit des Schützenplatzes ein Barackenlager für diese Zwangsarbeiter gebaut.
Das Wappen wurde am 10. April 1858 von Friedrich Franz II., Großherzog von Mecklenburg-Schwerin festgelegt und unter der Nr. 80 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.
Blasonierung: „In Silber eine ausgerissene grüne Buche; zwischen den beiden Zweigen ein goldener Schild, darin ein hersehender, gold gekrönter schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul, silbernen Zähnen, ausgeschlagener roter Zunge, in sieben Spitzen abgerissenem Halsfell und silbernen Hörnern.“
Die Flagge der Stadt ist quergestreift Grün-Silber (Weiß)-Grün (1:3:1), in der Mitte des silbernen (weißen) Streifens die Figuren des Stadtwappens, eine ausgerissene grüne Buche, zwischen den beiden Zweigen ein goldener (gelber) Schild mit dem gekrönten schwarzen, rot gezungten und silbern gehörnten mecklenburgischen Stierkopf, wobei die Höhe der Figuren 7:9 der Flaggenbreite, ihre Breite 2:5 der Flaggenlänge einnehmen. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5:3.
Die Kirche aus der Gründungszeit der Stadt ist eine dreischiffige, zweijochige Hallenkirche aus Backstein auf einem Feldsteinsockel mit eingezogenem, rechteckigem Chor und quadratischem, 52 m hohen Westturm aus dem 15. Jahrhundert. Die Fenster des Kirchenschiffs sind dreiteilig, die des Chores paarweise geordnet. 1858 und 1950 erfolgten Renovierungen. Im Innern befindet sich eine Kanzel mit Schnitzwerk (Figuren der Evangelisten) von 1700.
In Neubukow arbeitet eine Biogasanlage mit einer Leistung von 938 KW elektrisch. Im Gewerbegebiet Berghausen sind eine Vielzahl von Autohändlern und Handwerksbetrieben angesiedelt.
Neubukow liegt an der Bundesstraße 105 (gebaut von 1842-47) und an der Bahnstrecke Wismar–Rostock. Der Eisenbahnverkehr findet im Stundentakt statt.
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