Meinestadt.de - Nachrodt-Wiblingwerde - 25.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Arnsberg | ||||
| Kreis: | Märkischer Kreis | ||||
| Höhe: | 305 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 29,01 km² | ||||
| Einwohner: | 6960 (30. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 240 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 58769 | ||||
| Vorwahlen: | 02352 u. 02334 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | MK | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 9 62 044
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| Gemeindegliederung: | 7 Ortsteile | ||||
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Hagener Straße 76 58769 Nachrodt-Wiblingwerde |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Beatrix Naujoks (SPD) | ||||
| Lage der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde im Märkischen Kreis | |||||
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Nachrodt-Wiblingwerde ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Sie liegt im Sauerland und gehört zum Märkischen Kreis.
Inhaltsverzeichnis |
Nachrodt-Wiblingwerde liegt im Westen des Märkischen Kreises am nordwestlichen Rand des Sauerlands. Die nächste Großstadt ist das benachbarte Hagen, das schon zum Randgebiet des Ruhrgebiets gehört. Das Gemeindegebiet ist geprägt vom engen Tal der Lenne und den weiten Flächen auf den Höhen des Lennegebirges.
Die Gemeinde entstand aus zwei sehr verschiedenen amtsangehörigen Gemeinden. Zum einen liegt Nachrodt mit einigen Ortsteilen im Tal der Lenne zwischen Altena und Iserlohn-Letmathe, während Wiblingwerde auf dem westlichen Höhenzug des Lennegebirges liegt zwischen Nachrodt, Hohenlimburg und Lüdenscheid. Es bezeichnet sich als das „höchste Kirchdorf im Märkischen Kreis“.
Die Nachbargemeinden sind im Nordosten Iserlohn, im Südosten Altena, im Südwesten Schalksmühle (alle im Märkischen Kreis) und im Nordwesten die kreisfreie Stadt Hagen.
Im Lennetal liegen neben Nachrodt die Ortsteile Obstfeld, Einsal und Opperhusen. Auf dem Bergrücken liegen Wiblingwerde, Veserde und Brenscheid. Daneben gibt es eine Vielzahl Höfe im Tal und auf dem Berg, u. a. Holensiepen, Helbecke, Rennerde, Sassenscheid, Eilerde, Wörden, Hallenscheid, Haste und Oevenscheid.
Von den 2.899 ha (Hektar) Gemeindefläche entfallen 332 ha auf Siedlungs- und Verkehrsflächen, 1.637 ha auf Wald (56,6 % der Gesamtfläche), 889 ha auf landwirtschaftliche Flächen sowie 42 ha auf Wasser- und sonstige Flächen. [1]
Bodenfunde belegen eine Besiedlung Wiblingwerdes im 9. Jahrhundert. Wahrscheinlich zur Zeit Karls des Großen wurden dort eine Kapelle und ein Curtis gegründet. Ein Curtis hatte in karolingischer Zeit regelmäßige Zahlungen an den königlichen Hofstaat zu dessen Versorgung zu leisten.
Im 13. Jahrhundert wurde die Johanneskirche, wohl als Nachfolgerin der alten Kapelle, in Wiblingwerde errichtet. Das Dorf tauchte 1316 im Abgabenverzeichnis an die Kölner Kirche, dem „liber valoris ecclesiarum Coloniensis deioeccesis“, auf. Es gehörte zum Dekanat Lüdenscheid.
Graf Engelbert II. von der Mark verlor Reichsgüter in dieser Gegend, die der König Ludwig der Bayer dem Grafen Dietrich von Kleve am 22. Mai 1317 als Lehen übertrug, darunter das „curtem dictam Web(elg)engwerde“.
Eine erste Erwähnung der Ortschaften im Lennetal stammt aus dem Jahr 1423, als der Hof Einsal genannt wurde, sowie 1510 der Hof Obstfeld.
Haus Nachrodt geht etwa auf das Jahr 1600 zurück. Einer der größten Höfe im 17. Jahrhundert war das Kelleramtsgut Helbecke zwischen Opperhusen und Einsal, das ab 1666 sicher belegt ist. Ein Vorläufer „älteres Haus Helbecke“ soll bereits 1535 bestanden haben. [2] Der Hof diente wie auch umliegende Höfe der Versorgung der Burg Altena.
Am 29. Dezember 1709 brannte fast ganz Wiblingwerde nieder. Auch das Pfarrhaus, das Dach und die Turmspitze der Wiblingwerder Kirche wurden ein Opfer der Flammen. Daher sind aus der Zeit davor nur noch wenige schriftliche Dokumente erhalten geblieben.
Durch königlichen Erlass wurde bei der Auflösung des Amtes Altena am 1. April 1907 aus den amtsangehörigen Gemeinden Kelleramt und Wiblingwerde die amtsfreie Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde gebildet.
1984 wurde Wiblingwerde zum staatlich anerkannten Erholungsort ernannt. Schwerpunkt sind umgestaltete Bauernhöfe.
| Stichtag | Einwohnerzahl |
| 31.12.1975 | 6.720 |
| 31.12.1980 | 6.824 |
| 31.12.1985 | 6.525 |
| 31.12.1990 | 6.469 |
| 31.12.1995 | 6.964 |
| 31.12.2000 | 7.011 |
| 31.12.2005 | 6.890 |
| 31.12.2006 | 6.966 |
| 31.12.2007 | 6.960 |
Quelle: LDS NRW [3]
| Partei [3] | 1994 | 1999 | 2004 |
| CDU | 9 Sitze | 10 Sitze | 10 Sitze |
| SPD | 8 Sitze | 8 Sitze | 8 Sitze |
| UWG | 4 Sitze | 6 Sitze | |
| Sonstige | 4 Sitze |
Die Wahlbeteiligung lag bei der Kommunalwahl 2004 bei 60,1 %. Die Abkürzung UWG steht für „Unabhängige Wählergemeinschaft“.
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Das Wappen der Gemeinde zeigt einen gelben (goldenen) Schild, der in der Mitte durch den einen rotsilbern geschachteten Balken dreigeteilt wird. Unterhalb ist ein blaues Wellenband dargestellt, oberhalb befindet sich eine rote Rose. [4] Der Schachbalken steht für die frühere Zugehörigkeit zur Grafschaft Mark. Das blaue Wellenband repräsentiert die Lenne. Die rote Rose wurde dem Kirchensiegel des Kirchspiels Wiblingwerde entnommen. Das Wappen wurde von Otto Hupp entworfen und am 17. Oktober 1935 vom Oberpräsidenten der Provinz Westfalen genehmigt. |
Das „Brettken am Drögen Pütt“ ist das lokale Theaterensemble. Jeden Sommer spielt es eine Komödie in der Gaststätte „Zur Rastatt“ und jeden Winter (Adventszeit) ein Märchen in der Nachrodter „Lennehalle“.
Sehenswert ist die alte Dorfkirche St. Johannes in Wiblingwerde aus dem 13. Jahrhundert. In Nachrodt steht die katholische Kirche St. Josef.
Zwischen Wiblingwerde und Gut Sassenscheid liegt der Johannisborn, eine dem Glauben nach heilsame Quelle. Es ist das älteste Kulturdenkmal der Gemeinde und Johannes dem Täufer geweiht. Seit Jahrhunderten wurden hier Taufen durchgeführt, und das Taufwasser auch in die Johanneskirche in Wiblingwerde gebracht. 1954 wurde die Quelle in Bruchsteine gefasst und ein Steinrelief von Fritz Korte installiert, das eine frühmittelalterliche Taufszene zeigt. [5]
Folgende Sportvereine sind in der Gemeinde aktiv:
Es existieren ein Sportplatz, zwei Turnhallen und eine Mehrzweckhalle, die „Lennehalle“. Die Bädergesellschaft Iserlohn mbH betreibt das Gartenhallenbad.
Durch das Lennetal verläuft die B 236 auf einer Länge von 6,3 km im Gemeindegebiet. Der nächste Autobahnanschluss ist Iserlohn-Oestrich an der A 46 (ca. 5 km). Die Landesstraße L 692 führt über 9,5 km von Nachrodt über Wiblingwerde Richtung Lüdenscheid.
Der öffentliche Personennahverkehr wird durch die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) und durch den Bürgerbusverein durchgeführt. Zwar verläuft die Ruhr-Sieg-Strecke durch Nachrodt-Wiblingwerde, doch existiert kein Personenbahnhof. Die nächsten Bahnhöfe sind in Letmathe und Altena.
Das Jugendheim „Auf dem Ahorn“ in Wiblingwerde ist eine Ferien- und Tagungsstätte des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, in der unter anderem jährlich an Fronleichnam der traditionelle Westfälische Gemeindetag stattfindet.
Das „Haus am Lohagen“ ist ein Freizeitheim in Trägerschaft des VCP. Es befindet sich in ruhiger Lage an einem Waldhang nahe Wiblingwerde.
Es existieren drei allgemeinbildende Schulen. In Nachrodt und in Wiblingwerde steht jeweils eine Grundschule mit zusammen 291 Schülern. Ferner hat Nachrodt eine Hauptschule mit 146 Schülern (jeweils Stand 15. Oktober 2007[1]).
Im Bereich der Erwachsenenbildung ist die Gemeinde Mitglied im Verbund der „Volkshochschule Lennetal“. Auch besteht eine Stadtbücherei.
Altena | Balve | Halver | Hemer | Herscheid | Iserlohn | Kierspe | Lüdenscheid | Meinerzhagen | Menden (Sauerland) | Nachrodt-Wiblingwerde | Neuenrade | Plettenberg | Schalksmühle | Werdohl
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