Meinestadt.de - Mosbach - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
| |
|
|
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe | |
| Landkreis: | Neckar-Odenwald-Kreis | |
| Höhe: | 156 m ü. NN | |
| Fläche: | 62,23 km² | |
| Einwohner: | 24.935 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 401 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 74801–74821 | |
| Vorwahl: | 06261 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MOS | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 25 058 | |
| Stadtgliederung: | 6 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Hauptstraße 29 74821 Mosbach |
|
| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Michael Jann (CDU) | |
| Lage der Stadt Mosbach im Neckar-Odenwald-Kreis | ||
| Datei:Mosbach in MOS.png | ||
Mosbach [mosbaχ, moːsbaχ] ist eine Stadt im Norden Baden-Württembergs, etwa 34 km nördlich von Heilbronn und 58 km östlich von Heidelberg. Sie ist die Kreisstadt und größte Stadt des Neckar-Odenwald-Kreises sowie ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Seit dem 1. Juli 1976 ist Mosbach Große Kreisstadt. Mosbach gehört dem Regionalverband Rhein-Neckar an.
Inhaltsverzeichnis
|
Mosbach liegt an den südlichen Ausläufern des baden-württembergischen Odenwaldes an der Grenze zum Bauland im Tal der Elz, einem rechten Nebenfluss des Neckars, kurz vor deren Mündung im Stadtteil Neckarelz. Die Stadt gehört zum Naturpark Neckartal-Odenwald und zum UNESCO Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald. Die Höhenzüge um die Kernstadt sind der Hardberg und der Henschelberg.
| |
| Der Elzmündungsraum mit (v.l.n.r.) den Stadtteilen Neckarelz und Diedesheim, sowie dem Neckar und der Nachbargemeinde Obrigheim |
Das Stadtgebiet Mosbachs besteht aus der Kernstadt und den Stadtteilen Diedesheim, Lohrbach, Neckarelz, Reichenbuch und Sattelbach. In den etwas weiter von der Kernstadt entfernten Stadtteilen Lohrbach, Reichenbuch und Sattelbach gibt es jeweils einen Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. Die Ortschaftsräte werden bei jeder Kommunalwahl von der Bevölkerung der Ortschaft gewählt und sind zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören.
Zum Stadtteil Diedesheim gehören das Dorf Diedesheim und der Weiler Schreckhof. Zum Stadtteil Lohrbach gehören das Dorf Lohrbach und die Häuser Haus Ilse, Mühle und Tannenhof. Zur Kernstadt Mosbach gehören die Stadt Mosbach, die Stadtteile Hammerweg und Nüstenbach, die Weiler Bergfeld und Hardhof, der Ort Johannesanstalten der Inneren Mission und das Gehöft Knopfhof. Zu den Stadtteilen Neckarelz, Reichenbuch und Sattelbach gehören jeweils nur die gleichnamigen Dörfer.
Im Gebiet der Kernstadt liegen die Wüstungen Buttersheim und Hasbach. Beide Orte wurden 1363 abgebrochen und die Bewohner nach Mosbach umgesiedelt. Im Stadtteil Sattelbach liegen die Wüstungen Wüsthausen und Rohrbach.[2]
Folgende, alle zum Neckar-Odenwald-Kreis gehörenden Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Mosbach: Limbach, Fahrenbach, Elztal, Billigheim, Neckarzimmern, Haßmersheim, Obrigheim, Binau, Neckargerach und Waldbrunn. Mit den Gemeinden Elztal, Neckarzimmern und Obrigheim hat die Stadt Mosbach eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
Mosbach bildet ein Mittelzentrum im Bereich der Oberzentren Heidelberg und Heilbronn. Zum Mittelbereich Mosbach gehören neben Mosbach die Städte und Gemeinden Aglasterhausen, Billigheim, Elztal, Fahrenbach, Haßmersheim, Hüffenhardt, Limbach, Neckarzimmern, Neunkirchen, Obrigheim, Schefflenz und Schwarzach. Darüber hinaus gibt es Verflechtungen mit dem benachbarten Mittelzentrum Eberbach hinsichtlich der Gemeinden Binau, Neckargerach, Waldbrunn und Zwingenberg.
Eberbach ist in rund 25 km Entfernung nach Norden hin – im Neckartal – das benachbarte Mittelzentrum. Nach Nordosten hin ist es Buchen (knapp 30 km). Nach Osten hin ist die Bevölkerungsdichte am geringsten und kleine Städte wie Adelsheim (25 km) und Osterburken (knapp 30 km) haben schon gewisse Zentrumsfunktion. Erst in über 60 Kilometern Entfernung gibt es mit Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim wieder Städte in vergleichbarer Größenordnung wie Mosbach. Mit dem ebenfalls deutlich kleineren und knapp 25 km entfernten Möckmühl besteht eine Einzugsbereichsgrenze hinsichtlich der Gymnasien in beiden Orten. Nach Süden hin stellt sich die Situation anders dar. Dort gibt es nur etwas mehr als 20 Kilometer entfernt mit Bad Friedrichshall und Bad Rappenau zwei Städte mit rund 20.000 Einwohnern, die jedoch durch die Nähe zum Oberzentrum Heilbronn (rund 30 km von Mosbach entfernt) von geringerer raumordnerischer Bedeutung sind. In südwestlicher Richtung liegt das 30 Kilometer entfernte Sinsheim, welches mit 35.000 Einwohnern bereits merklich größer ist als Mosbach. Im Westen nicht zu vergessen ist schließlich Heidelberg, das – wie bereits erwähnt – in 45 Kilometern Entfernung neben Heilbronn das zweite relevante Oberzentrum darstellt.
Die Stadt ist auf Muschelkalkablagerungen des Trias erbaut. Aus jenem Zeitalter stammen auch die Gipsablagerungen, die sich im Flachmeer des Germanischen Beckens bilden konnten. Nur wenige Kilometer nördlich der Kernstadt von Mosbach erreicht jedoch schon der ältere Buntsandstein, durch den die Aufschlüsse an den Neckarhängen zwischen Mosbach und Heidelberg ihr charakteristisches rotes Aussehen bekommen, die Oberfläche. Schon der heutige Stadtteil Lohrbach liegt auf Buntsandstein. Die Eigenarten des Südwestdeutschen Schichtstufenlandes sind in der Region folglich gut sichtbar[3][4][5]. Vergleiche auch den Abschnitt Prähistorie. In Richtung der Nachbargemeinde Binau liegt der Übergang zum Buntsandstein an der Ludolfsklinge, welche auch den Schreckberg mit dem Schreckhof nach Norden hin abschließt. Auf dem Buntsandsteingrundgestein staut sich im Muschelkalk des Schreckberges Wasser und tritt am Fuß des Schreckberges zu Tage. Unmittelbar an der B37 am Eingang zur Ludolfsklinge bildet sich dadurch am so genannten „Eselstrog“ − einem Naturdenkmal[6] − Kalktuff: das karbonreiche Wasser gibt bei seinem Austritt aus dem Berg den gelösten Kalk wieder ab, wodurch neues, sehr schroff aussehendes Gestein entsteht.
Der Oberrheingraben und die Bergstraße sind mit die wärmsten Regionen Deutschlands. Die räumliche Nähe zu diesen Regionen findet im Klima Mosbachs allerdings keinen Widerhall. Der Odenwald bewirkt ein deutlich kühleres Klima und – besonders auffällig – in den Wintermonaten im Vergleich zum Deutschlandmittel fast doppelt so große Niederschlagsmengen. Am ausgeprägtesten zeigen diese Effekte sich aber nicht in Mosbach, sondern in den höher gelegenen Gebieten des Odenwaldes − wie dem „Winterhauch“ am Fuße des Katzenbuckels, die mit einer weitaus größeren Schneesicherheit im Winter aufwarten als Mosbach.
|
|
|---|
| Niederschlagsmittelwerte von 1961 bis 1990 an der DWD-Station in Mosbach-Diedesheim. Die entsprechenden Werte für ganz Deutschland sind zum Vergleich mit angeführt. |
Die beiden Stadtteile Neckarelz und Diedesheim waren in der Vergangenheit wiederholt von Neckarhochwassern betroffen. Relevant für den Bereich Mosbachs ist der Pegel Gundelsheim. Der HMO-Meldewasserstand ist 3,40 Meter. Bei einem Pegelstand von 5,40 Metern beginnt der Neckar bei Neckarelz über die Ufer zu treten. Davon betroffen sind als erstes die Parkplätze unter der Stelzenbrücke der B 27. Ab einem Pegelstand von 7,10 Metern sind die ersten Anrainerhäuser betroffen. Beim Weihnachtshochwasser 1993 erreichte der Pegel Gundelsheim einen Höchststand von 8,95 Metern.
Die Elz stellt für die Kernstadt ein geringeres Hochwasserrisiko dar. Ausgeschlossen sind Hochwasserschäden jedoch nicht, so verursachte das Hochwasser 1993 erhebliche Schäden bei den unmittelbar benachbarten öffentlichen und privaten Gebäuden.
In und um Mosbach wurden eine Reihe Fossilienfunde gemacht. Durch die besondere geologische Lage (vergleiche Abschnitt Geologie) traten sowohl Buntsandsteinfossilien wie Chirotherien als auch Muschelkalkfossilien wie zum Beispiel der Mixosaurus zu Tage. Die Region um Mosbach zählt neben Thüringen und Mainfranken zu den Hauptorten solcherlei Funde. Auch aus dem bereits von Säugetieren dominierten Quartär gibt es Funde. So zählt das Stadtmuseum Mosbach neben den oben erwähnten Funden aus dem Tertiär auch Mammutbackenzähne zu seinen Ausstellungsstücken. Dieser Fundreichtum führt mitunter zu der Fehlinterpretation, dass das Mosbach-Pferd und der Mosbacher Löwe nach Mosbach (Baden) benannt und auch dort gefunden wurden. Sämtliche Fossilienfunde mit „Mosbach“ im Namen wurden jedoch nach dem ehemaligen Dorf Mosbach zwischen Wiesbaden und Biebrich in Hessen benannt, das 1926 zusammen mit Biebrich in Wiesbaden eingemeindet wurde. Auch die Mosbacher Sande sind nach dem früheren hessischen Dorf Mosbach benannt[7].
Zur Zeit der Römer verlief im 2. Jahrhundert nach Christus der Neckar-Odenwald-Limes in der Nähe des heutigen Stadtgebietes durch das heutige Neckarburken. In moderner Zeit konnten dort zwei Kastelle von Neckarburken freigelegt werden. Auf dem Stadtgebiet Mosbachs im Stadtteil Diedesheim bestand vermutlich ein Versorgungshof („Villa rustica“) dieser Kastelle, wovon eine 1986 entdeckte Jupitergigantensäule kündet.
Für die Zeit vor dem 9. Jahrhundert sind viele historische Fragen ungeklärt.
Es gibt Berichte, wonach Mosbach um das Jahr 450 von den Hunnen zerstört worden sei [8] und dass Mosbach im Jahre 634 von dem Merowinger Dagobert I. an die Kraichgaugrafen verkauft worden sei (vergleiche die Sage um Notburga von Hochhausen).
Die Siedlung Mosbach entstand um das Benediktinerkloster Monasterium Mosabach herum. Einer nicht unwahrscheinlichen, jedoch historisch auch nicht gesicherten These zufolge wurde das Monasterium Mosabach 736 vom Heiligen Pirminius als Teil des Bistums Konstanz gegründet. Vier Benediktinerklöstern war von der fränkischen Zentralgewalt (Karolinger) die Aufgabe zugewiesen das unbesiedelte Waldgebiet Odenwald zu erschließen. Das Kloster Lorsch von Westen her, das Kloster Fulda von Norden, das Kloster Amorbach von Osten und eben das Kloster Mosbach von Süden.
Die Siedlung Mosbach selbst wurde im 9. Jahrhundert (825 oder 826) erstmals urkundlich erwähnt. Die früheste heute bekannte Erwähnung des heutigen Stadtteils Lohrbach datiert auf das Jahr 765. Die Burg Lohrbach wurde zwischen 900 und 1000 erbaut.
Aus der Siedlung um das Mosbacher Kloster wuchs nach und nach ein Gemeinwesen, dem 1241 die Rechte als Freie Reichsstadt verliehen wurden. Im Jahre 1291 muss Mosbach wenigstens teilweise bewehrt gewesen sein, da aus diesem Jahr eine Erwähnung als „Oppidum Mosebacensis“ („mit Türmen und Mauern bewehrte Stadt“) überliefert ist. Das älteste erhaltene Stadtsiegel stammt von 1290.
Die Rechte als Reichsstadt konnte die Stadt nur bis 1362 behaupten, dann wurde sie kurpfälzisch, weil Pfalzgraf Ruprecht I. sie erwarb und in die Kurpfalz eingliederte. Aus dieser Zeit stammt eines der ältesten heute noch erhaltenen Gebäude Mosbachs, das Tempelhaus in Neckarelz.
1348/49 wütete die Pest in der Stadt. Aus diesem Anlass kam es zu Judenverfolgungen, die vorläufig das Ende der seit wenigstens 50 Jahren bestehenden jüdischen Gemeinde bedeuteten.
Im Jahre 1410 erhob Pfalzgrafen Otto I. – der jüngste Sohn von König Ruprecht - Mosbach zu seiner Residenz. Zur Pfalzgrafschaft Mosbach gehörten unter anderem Güter am Neckar, im Kraichgau, an der Bergstraße sowie nach dem Tod von Ottos Bruder Johann große Gebiete um Neumarkt in der Oberpfalz, von wo aus Otto II. Pfalz-Mosbach und Pfalz-Neumarkt hauptsächlich regierte. Otto II. blieb ohne Nachkommen und so erlosch die Linie Pfalz-Mosbach 1499 und das Territorium fiel zurück an die Kurlinie. Zu diesem Zeitpunkt war Philipp der Aufrichtige Kurfürst. Nach Auflösung des Mosbacher Fürstentums wurde die Stadt Sitz des Oberamtes Mosbach, das bis zum 18. Jahrhundert zum bedeutendsten rechtsrheinischen Oberamt der Kurpfalz heranwuchs. Die Stadt wuchs und gedieh. Der Wohlstand der zahlreichen Handwerker äußerte sich in den teilweise schon in jener Zeit errichteten Fachwerkhäusern, die der Mosbacher Altstadt auch heute noch ihr charakteristisches Gesicht geben.
Auf diesen Aufstieg folgte ein großer durch den Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) ausgelöster Niedergang. Zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Krieges war die Kurpfalz unter Kurfürst Friedrich V. calvinistisch. Der erst 23 Jahre alte Friedrich V. agierte außenpolitisch unglücklich und ließ sich zum König von Böhmen und Führer der Protestantischen Union wählen. Dadurch wurde er, was die konfessionelle Dimension des Dreißigjährigen Krieges angeht, zum Hauptwidersacher von Maximilian I. von Bayern, dem Oberhaupt der Katholischen Liga, der – wie Friedrich – dem Hause Wittelsbach angehörte. Die Kurpfalz war somit ins Zentrum der konfessionellen Auseinandersetzungen geraten. Zwar entging Mosbach Großzerstörungen wie zum Beispiel einer Brandschatzung und konnte seine Bauten erhalten, doch zogen mehrfach Heere durch die Stadt und nahmen bei Plünderungen den Reichtum der Stadt zur Gänze mit. Hunger und Pest taten ihr übriges. Politisch bedeutete der Dreißigjährige Krieg für die Kurpfalz als Ganzes den Verlust der Kurwürde an Bayern. Im Westfälischen Frieden wurde schließlich jedoch für die Pfalz eine achte Kur neu geschaffen.
1645 schuf Matthäus Merian für seine Topographia Germaniae auch einen Kupferstich Mosbachs.
Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges stellte sich nur langsam eine Erholung ein. Vom Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688 bis 1697) war Mosbach auf Grund seiner Lage zwar nicht direkt betroffen und entging im Gegensatz zu zum Beispiel Mannheim, Heidelberg und Speyer der Zerstörung, jedoch belastete dieser Krieg die Region – auch über die Kurpfalz hinaus – als Ganzes und war für die Erholung vom Dreißigjährigen Krieg sicherlich nicht förderlich. Aus dem zerstörten Mannheim flohen einige jüdische Familien nach Mosbach und gründeten in der Folge erneut eine jüdische Gemeinde.
Schon während des Krieges aber auch danach ergab sich die etwas unglückliche Situation eines konfessionellen Gegensatzes des reformierten kurpfälzischen Stammterritoriums um Heidelberg und seinem katholischen Herrscher Kurfürst Jan Wellem aus der katholischen Linie Pfalz-Neuburg der Wittelsbacher, der in Düsseldorf residierte und sich dort großer Beliebtheit als Förderer von Kunst und Kultur erfreute – sein Denkmal steht heute noch sehr zentral in der Düsseldorfer Altstadt. Zwar hatten sich die Zeiten seit dem Dreißigjährigen Krieg geändert und Konfessionsunterschiede hatten keine so große Bedeutung mehr wie ehedem, gänzlich bedeutungslos waren sie dennoch nicht. Nach Beendigung des Pfälzischen Erbfolgekrieges konnte sich unter Jan Wellem daher in den calvinistischen Gebieten der Kurpfalz, zu denen auch Mosbach gehörte, zwar eine Erholung aber keine Blüte einstellen. Jan Wellem blieb bei seinen Untertanen am Neckar daher auch eher unbeliebt. In dieser Situation wurde die Trennmauer in die Stiftskirche eingezogen, da Jan Wellem schon tolerant genug war, andersgläubigen Untertanen den Glauben nicht verbieten zu wollen, gleichzeitig dem Katholizismus dennoch eine besondere Förderung angedeihen lassen wollte.
Im Jahre 1723 erlitt die Stadt bei einem Brand, dem 150 Häuser zum Opfer fielen, den größten Bausubstanzverlust ihrer Geschichte.
Mit der klugen Politik von Kurfürst Karl III. Philipp setzte jedoch für die Region am Neckar ein Aufschwung ein. Sein Sohn Karl Theodor steigerte dies als aufgeklärter Monarch für die Residenzstadt Mannheim zu einer beispiellosen Blüte. Karl Theodor förderte als Mäzen Kunst, Kultur und Wissenschaft, gründete Akademien, Orchester und Theater. Sein Hof zog Künstler wie Mozart, Schiller und Iffland an. In Mosbach richtete Karl Theodor eine Fayencenmanufaktur ein und mit dem allgemeinen Aufschwung brachten Handel und Handwerk wieder Wohlstand nach Mosbach.
Auch für Mosbach hatte der Reichsdeputationshauptschluss in politischer Hinsicht einschneidende Konsequenzen: Nach einer dreijährigen Zwischenphase als Teil des Fürstentums Leiningen kam die Stadt 1806 an das Großherzogtum Baden und wurde auch hier Sitz eines Amtes. Das Handwerk verlor an Bedeutung, dafür wurde Mosbach als Verwaltungsstandort zentral in seiner Bedeutung für das ländliche Umfeld. Zunächst gab es ein Stadtamt sowie ein Erstes und ein Zweites Landamt. Diese wurden 1822 zum Bezirksamt Mosbach vereinigt. 1879 wurde ein Landgericht errichtet, das bis heute fortbesteht.
In der Verkehrsinfrastruktur fand die größte Zäsur im Jahre 1862 statt, als die Großherzoglich Badischen Staatseisenbahnen den Teilabschnitt Heidelberg – Meckesheim – Obrigheim – Mosbach der Badischen Odenwaldbahn fertigstellten, die anschließend bis Würzburg verlängert wurde. In der Folge stellte sich auch tatsächlich ein wirtschaftlicher Aufschwung ein. 1879 wurde die Neckartalbahn eröffnet und übertraf als Verbindung nach Heidelberg die Linie über Meckesheim und Obrigheim alsbald an Bedeutung. Im Zuge dieser Streckeneröffnung erfuhr der Bahnhof Neckarelz eine Verlegung vom südlichen Ortsrand (heute: Alter Bahnhofweg) hin zu seiner heutigen Position. Im Jahre 1905 wurde Mosbach Ausgangspunkt der Schmalspurbahn Odenwaldexpress.
1913/14 wurde unter Bürgermeister Jakob Renz der Stadtgarten eingerichtet, da ein Plan existierte Mosbach zu einem Luftkurort zu machen. Es gab Planungen für ein „Bad Mosbach“. Die Umsetzung scheiterte jedoch. Der Stadtgarten existiert jedoch heute noch unter dem Namen „LGS-Park“ („LGS“ für „Landesgartenschau“) und an die einstigen Pläne erinnert darinnen heute das „Solebrünnlein“. Im Stadtgarten wurde 1918 das Loretto-Denkmal in Erinnerung an die aus Mosbach stammenden gefallenen Soldaten des ersten Weltkrieges errichtet.
In der Zeit der Weimarer Republik war Mosbach Teil der Republik Baden.
Aus dem Bezirksamt Mosbach wurde 1939 der Landkreis Mosbach.
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die um 1800 erbaute Synagoge in der Frohndbrunnengasse zerstört und das Inventar auf dem Marktplatz verbrannt[1]. An der Stelle der Synagoge wurden später zwei Garagen errichtet. Eine erste Aufarbeitung dieses Teils der Geschichte geschah um 1965 durch das Anbringen einer Gedenktafel an jenen Garagen. Auf Initiative des aus Mosbach stammenden jüdischen Kunsthistorikers Julius Held wurde der Platz umgestaltet. Im Rahmen der über zwei Jahrzehnte andauernden Altstadtsanierung wurden die Garagen abgerissen und an ihrer Statt eine Gedenkstätte errichtet. Der Platz trägt heute auch offiziell den Namen „Synagogenplatz“ und wurde unter diesem Namen im Jahre 1986 eingeweiht.[2] Gleichfalls schwer geschändet wurde der Jüdische Friedhof am Kapellenweg. Dort erinnert ein Gedenkstein an die jüdischen Opfer der Shoa.[3]
In Neckarelz befand sich von 1944 bis 1945 das KZ Neckarelz, ein Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof. Die Häftlinge sollten in die Gipsstollen Fabrikationsräume hauen. Gefangen waren sie zunächst in der Schule im Ortsteil Neckarelz. In der unterirdischen Bomberflugzeugmotorenfabrik in Obrigheim arbeiteten schließlich fast 10.000 Menschen, viele von ihnen Gefangene verschiedener Art. Unter ihnen bildeten die 5.000 KZ-Häftlinge die Hauptgruppe. 900 konnten im April 1945 noch befreit werden.
Damalige Patienten der Johannes-Anstalten, 262 an der Zahl, fielen der "Euthanasie"-Tötungsaktion in Grafeneck zum Opfer.
Mosbach, insbesondere die alte Kernstadt, ist während des Zweiten Weltkrieges weitgehend von Luftangriffen verschont geblieben. Der Feuerschein der nach Luftangriffen brennenden Städte Heilbronn (am 4. Dezember 1944) und Pforzheim (am 23. Februar 1945) war jedoch in Mosbach zu sehen und machte den Bewohnern die Lage eindrücklich. Angriffe auf Mosbach erfolgten hauptsächlich nicht durch Bombenangriffe, sondern – nachdem die Luftabwehr vollständig ausgeschaltet war – durch Jagdflugzeuge vermittels deren Bordwaffen, deren Piloten offenbar vergleichsweise frei in ihren Entscheidungen waren. Im März 1945 sprengten nach Südosten hin abrückende deutsche Truppen die einzige Neckarbrücke im weiteren Umkreis, um den Alliierten – der von Heidelberg her anrückenden 63. US-Infanterie-Division – ein Überschreiten des Neckars an dieser Stelle zu erschweren. Aufgrund der vergleichsweise geringen Bedeutung der Bahnstrecke Meckesheim–Neckarelz wurde die Brücke nach dem Krieg nicht mehr wiedererrichtet und der Bahnabschnitt Obrigheim–Neckarelz wurde wurde am 9. September 1949 schließlich offiziell stillgelegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden mit der Brücke von Diedesheim nach Obrigheim und mit der Bundesstraßenbrücke von Neckarelz nach Obrigheim stattdessen neue Straßenbrücken über den Neckar geschaffen.
Nach dem Krieg war Mosbach Teil der Amerikanischen Besatzungszone Württemberg-Baden. Durch die aufgenommenen Heimatvertriebenen verdoppelte sich die Einwohnerzahl nahezu. Durch den dadurch entstehenden beziehungsweise notwendig gewordenen Wohnplatz Hammerweg wuchsen Mosbach und Neckarelz räumlich zusammen. Etwas später entstand in Richtung Nüstenbach das Masseldorn. Der Stadtteil Waldstadt wurde in der Wirtschaftswunderzeit als Demonstrativbauvorhaben des Bundes „aus dem Nichts“ errichtet. [4]
Als in den 1960er Jahren die B 27 ausgebaut wurde, entschloss man sich zunächst, den Verkehr weiter durch die historische Innenstadt zu führen, wofür die enge Hauptstraße durch den Umbau der Erdgeschosse zahlreicher historischer Gebäude zu Arkadengängen verbreitert werden sollte. Nachdem es sich beim versuchten Umbau des alten Kapfererhauses von 1600 als unmöglich erwies, ohne grundlegenden Neubau von tragenden Teilen oder gar des ganzen Hauses Arkadengänge in die Erdgeschosse einzubauen, wurde von weiteren Umbauplänen zur Straßenverbreiterung Abstand genommen. Später wurde eine Umgehungsstraße für die Innenstadt errichtet und der historische Ortskern weitgehend zur Fußgängerzone umgestaltet.
Der Landkreis Mosbach wurde im Zuge der Kreisreform zum 1. Januar 1973 mit dem Landkreis Buchen und einigen Gemeinden anderer Landkreise zum neuen Neckar-Odenwald-Kreis vereinigt. Mosbach wurde Kreisstadt des neuen Landkreises.
Die Einwohnerzahl der Stadt Mosbach überschritt 1975 im Rahmen der Gebietsreform die Grenze von 20.000. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, dem die Landesregierung mit Wirkung vom 1. Juli 1976 stattgab. Bis heute ist Mosbach die einzige Große Kreisstadt des Neckar-Odenwald-Kreises.
In den 1980er Jahren entstand das Baugebiet Waldsteige-West und zehn Jahre später Waldsteige-West II.
1997 war Mosbach Gastgeber der Landesgartenschau Baden-Württemberg. Schon lange zuvor, aber verstärkt für die Landesgartenschau, wurde die Sanierung der Altstadt vorangetrieben. In diesem Zusammenhang wurde der Bachlauf der Elz renaturiert. Im Januar des Jahres wurde das renovierte Ensemble Villa Hübner und Alte Mälzerei eingeweiht. Die Alte Mälzerei löste damit die in die Jahre gekommene „Stadthalle“ – am Feuerwehrhaus – als zentralen Veranstaltungsort der Stadt ab.
Im Jahre 2001 fand sich „Das Syndikat“ zur Criminale in Mosbach ein. 2002 richtete Mosbach die Heimattage Baden-Württemberg aus.
Die Peripherie der Altstadt wurde und wird verkehrlich neu gestaltet. Durch den Abriss des Alten Bahnhofes – eine Bürgerinitiative „Rettet den Bahnhof“ hatte sich sechs Jahre lang vergeblich für den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes eingesetzt – ergab sich die Möglichkeit zum vierspurigen Ausbau der durch die Stadt führenden Bundesstraße 27.
Aktuelle Baugebiete sind „Mittel“ im Zentrum der Stadt und im Stadtteil Lohrbach „Dorfwiesen/Bremen“.
Mosbach gehörte spätestens ab dem Jahre 1261 zum Bistum Würzburg und war dem Archidiakonat Weinsberg-Buchen, Landeskapitell Buchen, zugeordnet. Ab 1520 war ein evangelischer Prediger in Mosbach, doch wurde erst 1546 der römisch-katholische Gottesdienst abgeschafft. Die Reformation wurde offiziell 1556 – zunächst nach lutherischem Bekenntnis – eingeführt. 1559 wechselte man zum reformierten Bekenntnis. Ab 1576 war die Stadt nochmals vorübergehend (bis 1583) lutherisch. Im Dreißigjährigen Krieg war Mosbach vorübergehend wieder katholisch. Ab 1680 gab es lutherische Gemeindeglieder, die von Neckarzimmern aus versorgt wurden. Ab 1685 waren erstmals alle drei Bekenntnisse wieder zugelassen und 1696 wurde eine eigene lutherische Gemeinde gegründet. Ab 1698 wurde die Kirche der Stadt von den Reformierten und den Katholiken simultan genutzt. 1708 wurde die Kirche durch eine Scheidemauer getrennt, den Katholiken wurde der Chorraum, den Protestanten das Schiff zugewiesen. Diese Aufteilung besteht heute noch und so bezeichnen Katholiken die Stadtkirche als „St. Juliana“, Protestanten hingegen als „Stiftskirche“. 2007 wurde zwischen der evangelischen und der katholischen Gemeinde eine Öffnung der Trennmauer vereinbart. Die Mauer wurde durchbrochen und Türen sowie einige Stufen eingebaut, die jetzt den evangelischen Teil mit dem etwas höhergelegenden katholischen Teil verbinden. Am 27. Juli 2008 wurden die Türen zwischen den beiden Kirchenteilen erstmals geöffnet.
Nach dem Übergang an das Großherzogtum Baden 1806 erfolgte 1821 die Vereinigung beider protestantischen Gemeinden zu einer unierten Gemeinde. Mosbach wurde Sitz eines Dekanats. Der zugehörige Kirchenbezirk der Evangelischen Landeskirche in Baden umfasst heute alle Kirchengemeinden der Stadt und des gesamten Umlands. Im Stadtgebiet Mosbachs gibt es folgende evangelischen Kirchengemeinden: Kirchengemeinde Mosbach mit der Stiftskirche und dem Gemeindehaus Bergfeld, Luthergemeinde Waldstadt mit Gemeindehaus, Christuskirchengemeinde mit der 1965 eingeweihten Christuskirche und der Dorfkirche Nüstenbach, Kirchengemeinde Lohrbach mit den Kirchen in Lohrbach und Reichenbuch sowie Kirchengemeinde Neckarelz-Diedesheim mit der Martinskirche und dem Ökumenischen Zentrum Neckarelz.
Die katholische Gemeinde Mosbachs gehörte zunächst weiterhin zum Bistum Würzburg, nach dessen Auflösung zum Generalvikariat Bruchsal, bevor sie 1821/27 Teil des neu gegründeten Erzbistums Freiburg wurde. Mosbach wurde Sitz eines Dekanats. Im Stadtgebiet Mosbachs gibt es heute folgende Kirchengemeinden: St. Cäcilia und St. Josef in der Kernstadt mit den Kirchen St. Cäcilia, St. Juliana, Maria Königin, St. Josef und St. Bruder Klaus in der Waldstadt, St. Maria Neckarelz-Diedesheim mit der Marienkirche, dem Tempelhaus und dem Ökumenischen Zentrum in Neckarelz sowie Lohrbach-Sattelbach-Reichenbuch mit den Kirchen St. Paulus Lohrbach, St. Josef Sattelbach und Herz Jesu Reichenbuch.
1686 entstand eine Niederlassung der Franziskaner in Mosbach, die 1808 durch Großherzog Friedrich von Baden endgültig aufgehoben wurde. Schon 1802 hatte der pfalz-bayerische Kurfürst Maximilian Joseph die Aufhebung des Klosters verfügt. Danach wurden Behörden in den Gebäuden untergebracht. Das heutige Landgericht Mosbach befindet sich in den Mauern dieses Klosters.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Mosbach auch Freikirchen und Gemeinden, darunter eine Evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die Internationale Missionsgesellschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, eine Neuapostolische Kirchengemeinde, Zeugen Jehovas, die Reformationsbewegung Missionshaus „Salem“ und die Gemeinde Gottes KdöR Neckarelz. Mosbach ist auch Sitz des Missionswerks Operation Mobilisation e.V. (OM).
Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Mosbach geht nachweislich bis auf das 13. Jahrhundert zurück. Bereits im Mittelalter litt die Gemeinde unter schweren Verfolgungen. Am 28. Juli 1298 während der sogenannten Rintfleisch-Verfolgung wurden 55 Juden ermordet. Weitere Verfolgungen fanden im März und April des Jahres 1343 und während der Pestjahre 1348/49 statt. Die neuzeitliche jüdische Gemeinde entstand im 17. Jahrhundert. Mehrere jüdische Familien flohen 1689 aus dem durch französische Truppen zerstörten Mannheim nach Mosbach. 1825 waren 100 Einwohner Mosbachs jüdischen Glaubens; 1871 stieg die Zahl bereits auf 229 an und war anschließend wieder rückläufig. 1827 wurde Mosbach zum Sitz eines Bezirksrabbinats. Während der NS-Zeit wurden von den 134 jüdischen Personen mindestens 38 ermordet. Vermutlich während Ende des 18. oder zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde in der Frohndbrunnengasse eine Synagoge erbaut. Die Baugeschichte ist nicht von Beginn an dokumentiert; dafür ist ein Beleg zur Erneuerung der Inneneinrichtung durch eine Gemeindeversammlung vom 22. Februar 1846 erhalten. Die wachsende Gemeinde benötigte die Anpassung an die neuen Erfordernisse. Während der Novemberpogrome 1938 wurde die Synagoge zerstört.[5]
In den 1990er Jahren errichtete die Türkisch-islamische Union (DiTiB) eine Moschee im westlichen Teil der Stadt am Ufer der Elz.
Folgende Gemeinden wurden nach Mosbach eingegliedert beziehungsweise mit Mosbach zusammengeschlossen:
Nüstenbach mit seiner Dorfkirche Nüstenbach. |
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand (zwischen 1871 und 1933 jedoch bereits inklusiv Nüstenbach, obwohl dieser Ort erst 1935 eingegliedert wurde). Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).
|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ¹ Volkszählungsergebnis | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Der Gemeinderat der Stadt Mosbach hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 33 Mitglieder, die den Titel „Stadträtin/Stadtrat“ führen. Sie gehören folgenden Parteien an:
| CDU | 42,2% (+0,2) | 15 Sitze (-2) |
| SPD | 25,4% (-0,8) | 9 Sitze (-1) |
| FWV | 16,8% (+0,3) | 5 Sitze (-1) |
| Alternative Liste | 10,4% (+1,6) | 3 Sitze (=) |
| FDP/DVP | 5,2% (-1,4) | 1 Sitz (-1) |
An der Spitze der Stadt steht der Bürgermeister, seit 1. Juli 1976 Oberbürgermeister, der von der Bevölkerung auf 8 Jahre direkt gewählt wird. Sein ständiger Vertreter ist der „Erste Beigeordnete“ mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister“.
Das Wappen der Stadt Mosbach zeigt „in Gold einen rot bewehrten und rot bezungten schwarzen Adler, belegt mit einem silbernen Brustschild mit übereinander stehenden schwarzen Großbuchstaben OM.“
Der Adler symbolisiert das Reich und verweist somit auf die Geschichte Mosbachs als einstige Freie Reichsstadt. Die Buchstaben OM bedeuten wohl Oppidum Mosbacense und wurden als Unterscheidung zu ähnlichen reichsstädtischen Wappen aufgenommen.
Mosbach unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften:
In der Bevölkerung wird der eigene Dialekt als Odenwälderisch, Odenwäldisch, Kurpfälzisch oder Badisch bezeichnet. Zwischen den beiden ersteren wird keine Unterscheidung gemacht, zutreffender ist jedoch „Odenwäldisch“. Badisch ist die Mundart Mosbachs nur faktisch, insofern als Mosbach durch die Auflösung der Kurpfalz mit dem und somit in Folge des Reichsdeputationshauptschlusses 1806 politisch badisch wurde und in der Stadt heute eine badische Identität existiert. Historisch und linguistisch korrekter wäre jedoch „Kurpfälzisch“. Die Mundart Mosbachs liegt jedoch am Rand des kurpfälzischen Sprachgebietes und die Unterschiede zum „Monnemerischen“ beziehungsweise „Mannemerischen“ sind offensichtlich. Umgekehrt wurden die kurpfälzischen Dialekte insofern vom Badischen „adoptiert“, als auch diese im Badischen Wörterbuch Berücksichtigung finden.
In einer wissenschaftlichen Klassifikation gehört die Mundart Mosbachs zunächst zu den Oberdeutschen Sprachen und hier zum Nordoberdeutschen. Darunter wiederum gehört sie unter den Fränkischen Mundarten zum Südrheinfränkischen[1]. Bisweilen liest man auch die Bezeichnung Neckarfränkisch. Somit isst man in Mosbach einen „Apfel am Samstag um (Drei-)Viertel Drei“ und nicht etwa einen „Appel am Sonnabend um Viertel nach Zwei (vor Drei)“.
In Mosbach sind jedoch auch bereits Einflüsse des Schwäbisch-Alemannischen Sprachraums (vergl. das angrenzende Unterländisch) vorhanden. Zudem gibt beziehungsweise gab es in den Stadtteilen feine Unterschiede. So wird ein traditioneller Neckarelzer Sprecher für „ein Eimer“ „oin Oimer“ sagen, ein traditioneller Mosbacher Sprecher jedoch „en Eemer“. Als bestätigungsheischendes Satzendpartikel („gell“ im Schwäbischen, „ne“ oder „woll“ im Ruhrgebiet oder „wa“ in Berlin) kommen in Mosbach sowohl „weisch“ wie auch „wesch“ zur Anwendung.
Sehenswert in Mosbach ist vor allem der Marktplatz. Hier steht neben dem Rathaus unter anderem das Palm'sche Haus, ein 1610 erbautes Fachwerkhaus, das als Wahrzeichen der Stadt gilt und eines der schönsten Fachwerkhäuser Süddeutschlands ist. Besonders erwähnenswert ist der Neidkopf am Eckpfeiler des Hauses. Das älteste Fachwerkhaus ist das Salzhaus.
Die gotische Stiftskirche ist eine Simultankirche, deren Kirchenschiff als evangelische Kirche genutzt wird. Der Chorraum ist seit 1708 durch eine Mauer vom Kirchenschiff abgetrennt und dient als katholische Kirche St. Juliana. Die ältesten erhaltenen Bauabschnitte der Kirche werden auf die Zeit um 1370 datiert. Doch fand auch davor und danach Bautätigkeit statt. Die Kirche wurde 1554 zum ersten mal protestantisch, nachdem Kurfürst Friedrich II. die Reformation in der Kurpfalz eingeführt hatte. Kurfürst Ottheinrich befahl 1556 auch die Schließung der alten katholischen Pfarrkirche St. Cäcilia, da er gemäß cuius regio, eius religio den Katholizismus in seinem Fürstentum nicht mehr duldete. Die Cäcilienkirche wurde daraufhin 1557/58 zum heutigen Mosbacher Rathaus umgebaut. Erst 1622 kamen wieder katholische Seelsorger nach Mosbach. Von 1698 bis zum Bau der Trennmauer wurde die Kirche von Katholiken und Protestanten abwechselnd genutzt. Die simultane Nutzung hielt dann über 200 Jahre bis 1935 an, als die neue katholische Pfarrkirche St. Cäcilia – ein Bau des bedeutenden Sakralbau-Architekten Hans Herkommer – etwas oberhalb des alten Stadtkerns errichtet wurde.
Der Bismarckturm auf dem Hamberg |
Recht versteckt steht das Mosbacher Schloss. Seine Anfänge reichen womöglich bis in die Stauferzeit zurück. Das Schloss existierte also schon bevor Otto I. Mosbach zur Residenz erhob. Mehrfach diente es den Heidelberger Kurfürsten als Zufluchtsort vor Seuchen, da auch damals schon Mosbach im Gegensatz zu Heidelberg abseits der Hauptreisewege lag. Heute ist leider nur noch ein kleiner Teil des Schlosses erhalten geblieben (vergl. Kupferstich Merians).
Weitere Sehenswürdigkeiten sind die aus Gutleuthaus, Elendhaus und Gutleut-Kapelle bestehende Gutleutanlage beim Friedhof sowie das Alte Hospital, das Haus Kickelhain und der Klostergarten.
Das 700 Jahre alte Tempelhaus im Stadtteil Neckarelz hat Burg- und Kirchencharakter mit barocken Heiligenfiguren neben mittelalterlichen Schießscharten.
Mit dem Kiwwelschisserbrunnen (hochdeutsch: „Kübelscheißer-Brunnen“) wurde einer historischen amtlichen Anordnung mittelalterlicher Mosbacher Stadthygiene und dem darauf beruhenden früheren Spitznamen der Mosbacher bei den Bewohnern der benachbarten Dörfer ein Denkmal gesetzt. Der 1987 errichtete Brunnen ist eine Stiftung.
Der Alte Bahnhof der Badischen Bahn wurde 2002 abgerissen. Die Bürgerinitiative „Rettet den Bahnhof“ setzte sich 6 Jahre vergeblich für den Erhalt der denkmalgeschützten Bebauung ein. An seiner Stelle führt jetzt die B27 vierspurig durch Mosbach.
Im Stadtteil Lohrbach steht die über 1000 Jahre alte Burg Lohrbach.
In Mosbach-Neckarelz (auf dem Hamberg) existiert auch noch ein Bismarckturm inklusive Feuerschüssel. Er ist mittlerweile jedoch baufällig und daher nicht mehr frei begehbar.
Drei alte Mühlen haben nach Renovierungs- und Erhaltungsmaßnahmen neue Funktionen gefunden. In der „Mutschlers Mühle“ am Elzstadion in Neckarelz ist heute die Jugendherberge untergebracht. Die Bachmühle (getrieben von der Elz) und die Schimmelsmühle (getrieben vom Kandelbach) beherbergen heute Gastronomie.
An die ungewöhliche Uhrzeit des Schlagens der Mosbacher Lumpenglocke -- im Rathausturm -- knüpft sich die Sage um die heikle Rückkehr von Pfalzgräfin Johanna zu später Stunde von der Jagd. Ihrzufolge soll sich die Pfalzgräfin bei einem Jagdausflug im Wald des Michelherdes verirrt haben. In der Nähe Lohrbachs habe ihr Hund die Witterung eines Hirsches aufgenommen. Der Hund folgte dem Hirsch, Johanna − als einzige aus ihrem Tross − dem Hund. Der Hund war erfolgreich und riss den Hirsch, jedoch erst weit entfernt vom Tross von Johannas Bediensteten und tief im Gestrüpp. Johanna und ihr Tross fanden sich nicht mehr. Johannas Gemahl, Pfalzgraf Otto I. wusste jedoch ihr und sich zu helfen und ließ besagte Glocke ununterbrochen läuten, um seiner Frau durch ihren Klang den Weg zurück zur Stadt zu weisen. Um dreiviertel elf (22:45 Uhr) schließlich erreichte Johanna die Tore der Stadt. Im Gedenken an den guten Ausgang der „Staatsaffäre“ schlägt in Freidenszeiten seit diesem Tag „'s Lumbeglöggle“ Tag für Tag um diese Uhrzeit.
Historisch gesichert jedoch sind die Pfalzgräfin und die Glocke keine Zeitgenossen. Die Lumpenglocke wurde erst 1458, 14 Jahre nach Johannas Tod, gegossen.
Der Landesgartenschau-Park war Veranstaltungsort der 15. baden-württembergischen Landesgartenschau im Jahre 1997. Sein Kern ist der zu Beginn des 20. Jahrhunderts angelegte Stadtgarten. Er liegt beiderseits der Elz und grenzt direkt an die Altstadt. Neben dem Stadtgarten enthält der LGS-Park den Loretto-Park, sowie den Kleinen und den Großen Elzpark.
In Mosbach gastiert - zumeist in der Alten Mälzerei - regelmäßig die Badische Landesbühne. Die mit standortfesten Theatern, Opern und Musicals ausgestatteten Oberzentren Heidelberg, Mannheim und Heilbronn zählen Mosbach in dieser Hinsicht zu ihrem Einzugsbereich.
Das Stadtmuseum zeigt eine Dauerausstellung über Stadt-, Regional- und Kulturgeschichte. Es befindet sich in mehreren historischen Gebäuden rund um den Innenhof des Alten Hospitals, inmitten der malerischen Altstadt. Nach dem Motto „Geschichte erleben“ erwartet den Besucher eine spannende Begegnung mit der Kultur-, Kunst- und Wirtschaftsgeschichte Mosbachs und der Region. Seltene und aussagekräftige Exponate zu einer breiten Themenpalette lassen vergangene Zeiten lebendig werden. Die Themen der Dauerausstellungen sind vielfältig: Mosbacher Fayencen und Majolika, Stadtgeschichte mit Handwerks- und Zunftwesen sowie Fachwerkbau, Alte Odenwälder Wohnkultur im Haus Kickelhain – das 1788 erbaut wurde und mit 26 m² Grundfläche eines der kleinsten freistehenden Fachwerkhäuser Deutschlands ist. Weitere Ausstellungen: Streiflichter der Geschichte (unter anderem Religiöse Kunst, Geologie und Urgeschichte), Volkskunde der Heimatvertriebenen nach 1946 sowie die lebendige Ausstellung „Schwarze Kunst – Geschichte des Druckgewerbes“ mit funktionsfähigen Maschinen. Angeboten werden – neben regelmäßigen Sonderausstellungen - spannende Themenführungen für alle Altersgruppen sowie Kinder-Mitmach-Aktionen, zum Beispiel farbenfrohes „Drucken, dass sich die Balken biegen“ in der angegliederten „Druckwerkstatt“.
Die KZ-Gedenkstätte in Neckarelz in der Clemens-Brentano-Grundschule betreibt ein Museum mit Informationen zu den KZ-Außenlagern und Gipsstollen der Rüstungsfabrik „Goldfisch“ bei Obrigheim.
Der Kunstverein Neckar-Odenwald veranstaltet im „Alten Schlachthaus“ in regelmäßigen Abständen Ausstellungen.
Mit der Spielvereinigung Neckarelz ist Mosbach in der Verbandsliga Nordbaden vertreten. Weitere Vereine mit Schwerpunkt beim Fußball sind der FC Lohrbach (Landesliga), FV Mosbach (Landesliga), SV Sattelbach (Landesliga), Türkspor Mosbach (Kreisliga), FV Reichenbuch (Kreisliga), VfK Diedesheim (Kreisklasse A), SV Bergfeld (Kreisklasse B) sowie der FC Mosbach (Kreisklasse B).
Große Sportvereine mit anderen sportlichen Schwerpunkten sind der TV 1846 Mosbach (unter anderem Turnen, Handball, Rad) und das LAZ Mosbach/Elztal (Leichtathletik). Letzteres veranstaltet jährlich Ende Juni den Mosbacher Stadtlauf. Weitere Volksläufe in der Region sind der Odenwälder Herbstlauf - ein Halbmarathon - bei Mudau, sowie der Schefflenzer Palmsonntaglauf.
Der Mosbacher Schachclub 1931 spielt in der Landesliga.
Der TTC 1950 Nüstenbach ist mit seiner Damen-Mannschaft in der Tischtennis-Bezirksliga vertreten.
Der TC Mosbach GWR hat seine Tennisplätze an der Auffahrt zur Waldstadt.
Auf dem Neckar gerudert wird beim Ruderclub Neptun.
Der steile Neckarhang und die in den Nachmittag- und Abendstunden entstehende Thermik bieten ausreichend gute Bedingung für Hängegleiter und Gleitschirmflieger. Der Startplatz ist in der Nähe des Schreckhofs in Richtung Diedesheim.
In Nüstenbach gibt es einen kleinen Skihang mit Lift und Hütte.
Im unmittelbar benachbarten Obrigheim treten die Gewichtheber des SV Germania Obrigheim in der Bundesliga an.
Mosbacher Kolloquium: jährliche Tagung der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie e.V. (GBM) seit 1950.
Der Bahnhof Mosbach-Neckarelz liegt am Abzweig der Bahnstrecke Neckarelz–Osterburken von der Neckartalbahn Heidelberg–Eberbach–Heilbronn und wird durch RegionalExpress-Züge und die S-Bahn RheinNeckar bedient. Dabei beginnt die Linie S 1 in Osterburken und endet in Homburg (Saar) und die Linie S 2 verstärkt hiervon die Teilstrecke Bahnhof Mosbach (Baden) – Eberbach – Heidelberg – Mannheim – Ludwigshafen am Rhein – Neustadt an der Weinstraße – Kaiserslautern.
Dabei werden das Mannheimer Maimarkt-Gelände und die SAP-Arena direkt angefahren. In Gegenrichtung nach Osterburken werden alle drei Haltepunkte stündlich bedient, dort besteht Anschluss nach Würzburg. Trotz der nur geringen Fahrplanänderung durch die Einführung der beiden S-Bahnlinien, ist seit dieser bei der Oberzentren-Orientierung der Mosbacher Bevölkerung eine Tendenz in Richtung Rhein-Neckar-Dreieck (Heidelberg und Mannheim) und weg vom Unterland (Heilbronn) zu erkennen.
Die Fraktion der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg schlug in jüngerer Zeit den Schluss der Lücke des Bahnabschnittes Aglasterhausen - Mosbach-Neckarelz vor, die seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges existiert.[1]
Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen darüber hinaus mehrere Buslinien. Über diese sind nicht nur die einzelnen Stadtteile, sondern auch Mosbach mit seinen Nachbarstädten (zum Beispiel Buchen, Eberbach, Aglasterhausen und Gundelsheim) verbunden.
Einen direkten Autobahnanschluss hat Mosbach nicht. Im Abstand von jeweils ungefähr 30 Minuten Fahrzeit sind die nächsten Autobahnen über die AS Sinsheim die A 6 (Mannheim - Heilbronn) und über die AS Möckmühl die A 81 (Heilbronn - Würzburg). Durch das Stadtgebiet führen die Bundesstraßen B 27, B 37 und B 292.
Sowohl im Individual-. wie auch im öffentlichen Verkehr hat Mosbach somit keinen direkten Anschluss an die bundesdeutsche Fernverkehrsinfrastruktur (Autobahnen und IC beziehungsweise ICE), sondern nur über Zubringer mit vergleichsweise großen Fahrtzeiten. Diese Situation stellt heute eine nicht zu vernachlässigende Bürde für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt dar.
Der Flugplatz Mosbach-Lohrbach dient größtenteils nicht-gewerblichem Verkehr. Um die Jahrtausendwende war ein Ausbau zum Regionalflughafen in der Diskussion. Die Pläne konnten jedoch nicht umgesetzt werden. Ein weiterer Flugplatz auf dem Hamberg dient ausschließlich dem Segelflug.
Mosbach ist Sitz des Landratsamtes des Neckar-Odenwald-Kreises. Ferner gibt es hier ein Landgericht, Amtsgericht, Justizvollzugsanstalt (Außenstelle der Justizvollzugsanstalt Adelsheim), Finanzamt, Notariat, Bundeswehr (Kaserne und Außenstelle des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums) und eine Agentur für Arbeit.
In Mosbach sind die Johannes-Anstalten ansässig, ein soziales Dienstleistungsunternehmen der Diakonie. Sie unterhalten an 33 Standorten in ganz Baden Wohnstätten, Behindertenwerkstätten, Kliniken, Schulen und ein Berufsbildungswerk für insgesamt 3.100 Menschen mit Behinderungen. Am Hauptstandort Mosbach und ihren Außenstellen beschäftigen die Johannes-Anstalten rund 2.500 Mitarbeiter.
Zudem befindet sich in Mosbach das Kreiskrankenhaus Mosbach, als Teil der Neckar-Odenwald-Kliniken, welches zugleich Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg ist. Die notfallmedizinische Versorgung im Altkreis Mosbach stellt eine Rettungswache mit Notarztstandort des DRK Kreisverband Mosbach e.V. sicher. Im Gebäude der Rettungswache befindet sich auch die integrierte Leitstelle Mosbach für den Neckar-Odenwald-Kreis.
In Mosbach erscheint als Tageszeitung eine Lokalausgabe der in Heidelberg erscheinenden Rhein-Neckar-Zeitung. Der SWR unterhält in Mosbach ein Korrespondentenbüro.
1980 wurde in Mosbach mit 18 Studierenden die Berufsakademie Mosbach gegründet. Heute verteilen sich rund 2.400 Studierende auf 33 Studienfächer aus den Bereichen Wirtschaft und Technik. Seit 2002 gibt es eine Außenstelle in Bad Mergentheim.[2] 2009 wurde aus der Berufsakademie die Duale Hochschule Baden-Württemberg Mosbach.
Mosbach hat zwei allgemeinbildende Gymnasien (Auguste-Pattberg-Gymnasium und Nicolaus-Kistner-Gymnasium), ein Technisches Gymnasium, ein Wirtschaftliches Gymnasium, ein Ernährungswissenschaftliches Gymnasium und ein Biotechnologisches Gymnasium, eine Realschule (Pestalozzi-Realschule), zwei Förderschulen (Comenius-Schule Neckarelz und Hardberg-Schule) sowie mehrere Grundschulen, Hauptschulen beziehungsweise Grund- und Hauptschulen (Auguste-Pattberg-Hauptschule Neckarelz, Clemens-Brentano-Grundschule Neckarelz, Grundschule Diedesheim, Grundschule Lohrbach, Lohrtal-Schule Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule, Müller-Guttenbrunn-Schule Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule, Waldstadt-Grundschule, Waldsteige Grundschule, und Wilhelm-Stern-Grundschule).
Der Neckar-Odenwald-Kreis ist Träger der Augusta-Bender-Schule (Berufsschule für Hauswirtschaft, Landwirtschaft, Altenpflege, Berufsvorbereitungsjahr und Sozialpflege; 2-jährige Teilzeit-Weiterbildungen Gerontopsychiatrie und zur geprüften Fachkraft zur Leitung einer Funktionseinheit (alte Bezeichnung für Stationsleitung), der Gewerbeschule Mosbach und der Ludwig-Erhard-Schule (Kaufmännische Schulen).
Die Abendrealschule der Volkshochschule Mosbach, Berufsfachschule für Altenpflege der Johannes Seniorendienste e.V., Schule für Geistigbehinderte der Johannes-Anstalten Mosbach und Sonderberufsschule am Berufsbildungswerk ergänzen das schulische Angebot in Mosbach. Bildungsmedien für alle Schulen und Bildungseinrichtungen stellt das Kreismedienzentrum Mosbach zur Verfügung.
Die Wirtschaft ist geprägt durch Mittelstand und Einzelhandel. Es gibt kein privates Unternehmen mit überragender Bedeutung, das eine dominierende Rolle einnimmt. Wichtige Arbeitgeber sind der Bundeswehrstandort Neckarzimmern, die Johannes-Anstalten und die Firma Honeywell. Auch die vielen Schulen mit zum Teil Bedeutung für den gesamten Landkreis bieten eine Reihe Arbeitsplätze. Zudem gehört Mosbach zum Pendlereinzugsbereich des Audi-Werks in Neckarsulm. Sowohl als Schul- wie auch als Einkaufsstadt ist Mosbach von großer Bedeutung für die umliegenden ländlich geprägten Gemeinden des Odenwaldes und des Baulandes. Das Einzugsgebiet erstreckt sich teilweise über den kompletten Landkreis. Auch wenn dieses - für baden-württembergische Verhältnisse spärlich besiedelte - Einzugsgebiet mehr nach Fläche denn nach Einwohnern groß ist, garantiert diese Tatsache Mosbach doch eine Reihe Arbeitsplätze in Handel und Bildungswesen. Ein größeres Ansiedlungsprojekt ist der Technologie- und Gewerbepark Tech-N-O.
Die Arbeitslosenquote liegt stabil nahe dem baden-württembergischen Mittel (August 2007: 4,8%).
Der prominenteste Vertreter der klassischen und Schwerindustrie in Mosbach dürfte die Firma Gmeinder Getriebe- und Maschinenfabrik GmbH sein. Daneben gibt es u.a. die Firmen Hüller Hille GmbH und KWM Karl Weisshaar Ing. GmbH Blechbearbeitung. Mit Honeywell GmbH hat ein internationaler Großkonzern eine Niederlassung in Mosbach. Der Pharmaziegroßhandel W. Kapferer KG hat eine lange Tradition in der Stadt. Das bedeutendste Unternehmen der IT-Branche in Mosbach ist MPDV Mikrolab GmbH. Ein weiteres überregional tätiges Unternehmen in diesem Bereich ist die Firma Egotec GmbH.
Industriegeschichtlich gibt es einige Unternehmen, die entweder von überregionaler Bekanntheit waren oder – obwohl nicht mehr existent – im Stadtbild oder in Straßennamen Spuren hinterlassen haben:
Die Stadt Mosbach beziehungsweise die heute zu Mosbach gehörigen Gemeinden haben folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
Nach der Ehrenbürgerwürde ist die „Pfalzgraf-Otto-Plakette“ die zweithöchste Auszeichnung der Stadt. Bis zum Jahre 2008 wurden 34 Persönlichkeiten mit der Pfalzgraf-Otto-Plakette ausgezeichnet.
Am 26. Juli 2006 konnte der dato aus Württemberg stammende OB Gerhard Lauth die Auszeichnung Badener des Jahres 2006 des Bundes Freiheit statt Baden-Württemberg aus den Händen von dessen Präsidentin Ingrid Müller stellvertretend für alle Mosbacher entgegennehmen. Grund für diese Auszeichnung, die die ehemals kurpfälzischen und erst seit 200 Jahren badischen Mosbacher nun unter anderem mit Preisträgern wie Regina Halmich, Winfried Schäfer oder Edmund Becker verbindet, war eine Hitparade des SWR, bei der die Mosbacher (als einzige Bürgerschaft Badens) das Badnerlied auf Platz eins wählten, wohingegen im ganzen Land Baden-Württemberg Stairway to Heaven von Led Zeppelin auf Platz eins gewählt wurde.
Adelsheim | Aglasterhausen | Billigheim | Binau | Buchen (Odenwald) | Elztal | Fahrenbach | Hardheim | Haßmersheim | Höpfingen | Hüffenhardt | Limbach | Mosbach | Mudau | Neckargerach | Neckarzimmern | Neunkirchen | Obrigheim | Osterburken | Ravenstein | Rosenberg | Schefflenz | Schwarzach | Seckach | Waldbrunn | Walldürn | Zwingenberg
eo:Mosbach fr:Mosbach hr:Mosbach it:Mosbach ja:モースバッハ nl:Mosbach pl:Mosbach pt:Mosbach ro:Mosbach ru:Мосбах simple:Mosbach vo:Mosbach