Meinestadt.de - Moosburg a.d. Isar - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Freising | |
| Höhe: | 421 m ü. NN | |
| Fläche: | 43,86 km² | |
| Einwohner: | 17.492 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 399 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 85360–85368 | |
| Vorwahl: | 08761 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FS (Kennzeichen mit einem Buchstaben H, M, P, R und vier Ziffern oder Buchstabe I und 1 bis 4 Ziffern)[1] | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 78 143 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Stadtplatz 13 85368 Moosburg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Anita Meinelt (CSU) | |
| Lage der Stadt Moosburg a.d.Isar im Landkreis Freising | ||
| Datei:Moosburg - Lage im Landkreis.png | ||
Moosburg an der Isar (amtlich: Moosburg a.d.Isar) ist die älteste Stadt im oberbayerischen Landkreis Freising und liegt 45 km nordöstlich von München auf halber Strecke zwischen der Großen Kreisstadt Freising und der niederbayerischen Bezirkshauptstadt Landshut, eingebettet in einer Insellage der Flüsse Isar und Amper. Der internationale Flughafen München Franz Josef Strauß ist nur 15 km entfernt und über die Autobahnausfahrt Moosburg-Süd an der A92 leicht zu erreichen.
Moosburg erhielt im Jahre 1331 noch vor Freising (1359) das Stadtrecht und ist ein Mittelzentrum in der Region München. Das auf einer Anhöhe befindliche Stadtzentrum wird überragt von den Türmen des Kastulusmünsters und der Johanneskirche. Da beide Kirchtürme mit jeweils 50 Meter die gleiche Höhe aufweisen, äußerlich gleich gestaltet wurden und beide Kirchen sehr eng zusammenstehen, hat man aus Richtung der Domstadt Freising kommend den Eindruck, dass auch die Stadt Moosburg a. d. Isar einen eigenen Dom mit zwei Türmen besitzt.
Als Regionalexpress-Haltepunkt im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) ist die Stadt ein beliebter Wohnort für 4.578[2]Pendler nach München, Freising, Landshut und zum Flughafen. Andererseits ist die Stadt als Standort verschiedener Industriebetriebe aber auch das Ziel von 3.032[2] Pendlern aus dem Umland und 1.736 sozialversicherungspflichtig Beschäftigter aus der Stadt selbst. Es sind neben der chemischen, der elektrotechnischen und der Nahrungsmittelindustrie auch eine Maschinenfabrik in der Stadt beheimatet.
Inhaltsverzeichnis |
Das Stadtgebiet ist geprägt durch eine Vielzahl von Flüssen, Bächen und Kanälen. So münden hier neben der Amper auch die Sempt, die Strogen und die Dorfen in die Isar.
Das Kerngebiet der Stadt zwischen Isar und Amper gliedert sich in die Stadtteile Altstadt, Michaelivorstadt, Bonau, Westerberg und seit 1945 Neustadt. 1972 bis 1978 wurden im Rahmen der bayerischen Gemeindegebietsreform die vorher selbständigen Gemeinden Thonstetten (mit Grünseiboldsdorf und Moosham), Niederambach (mit Oberambach, Feldkirchen und Kirchamper) und Pfrombach (mit Aich) eingemeindet, so daß sich das Stadtgebiet von 14 auf über 43 km² vergrößerte. 1978 kam dann noch die Siedlung Uppenbornstraße aus der vormaligen Gemeinde Volkmannsdorferau hinzu. Auf dem ehemaligen Gemeindegebiet Pfrombachs, unmittelbar in Stadtnähe entstand die letzten Jahre das Gewerbe- und Industriegebiet Degernpoint als neuer Stadtteil.
Die Stadt Moosburg a. d. Isar befindet sich in unmittelbarer Grenzlage zwischen Nieder- und Oberbayern, den Landkreisen Freising, Erding und Landshut. Im Norden und Nordosten wird das Stadtgebiet von der Gemeinde Wang umschlossen. Im Osten grenzen die im Landkreis Landshut (Niederbayern) gelegenen Gemeinden Eching und Buch am Erlbach an. Im Süden die im Landkreis Erding gelegene Gemeinden Langenpreising und Berglern. Im Westen schließlich noch die im Landkreis Freising gelegenen Gemeinden Langenbach und Haag an der Amper.
Moosburg a. d. Isar ist als im Landesentwicklungsprogramm ausgewiesenes Mittelzentrum laut dortiger Festlegung der zentrale Ort für die Umlandgemeinden Hörgertshausen, Gammelsdorf, Nandlstadt, Mauern, Wang und Langenpreising, also für gesamt 33.646 Einwohner. Darüber hinaus durch die zentralen Einrichtungen, wie Schulen, vielfältige Einkaufsmöglichkeiten und nicht zueletzt durch die kurze Entfernung und die hervorragende Straßenanbindung inoffiziell auch für weitere 31.698 Einwohner der Gemeinden Bruckberg, Buch am Erlbach und Vilsheim im Landkreis Landshut, Kirchberg, Wartenberg, Fraunberg und Berglern im Landkreis Erding, sowie Langenbach, Haag an der Amper und Attenkirchen im Landkreis Freising.
Um 770 n.Chr. wurde die Klostersiedlung "Mosabyrga" erstmals urkundlich erwähnt. Die Mönche Albin und Rhenobot brachten um 800 die Reliquien des heiligen Kastulus nach Moosburg. Das Benediktinerkloster wurde 1021 aufgelöst und daraufhin ein Chorherrenstift gegründet. Ein Großbrand vernichtete 1207 das Grafenschloss und große Teile des Münsters. Das Kastulusmünster wurde 1212 nach Aufbau wieder eingeweiht und 1331 bekam Moosburg das Stadtrecht zugesprochen. Im Jahr 1403 war Baubeginn der Stadttore und der Stadtmauer.
1702 wurde fast die Hälfte der Stadt durch einen Großbrand zerstört und 1865 suchte ein erneuter Großbrand die Stadt heim.
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war Moosburg als Sitz eines Landgerichts auch selbständiger Verwaltungsbezirk im damaligen Isarkreis, später Oberbayern. Er umfasste das Gebiet des heutigen nördlichen Landkreises Freising und die angrenzenden Gemeinden von Schweitenkirchen über Wolnzach und Obersüßbach bis Bruckberg. Zusammen mit dem Landgerichtsbezirk Kranzberg erfolgte dann die Eingliederung in den neuen Landkreis Freising.
1939 wurde das riesige Kriegsgefangenenlager STALAG VII A errichtet, und 1945 von den Amerikanern befreit.
1965 dann erhielt die Stadt den heutigen Namen "Moosburg an der Isar". 1971 wurde vom damaligen Stadtrat im Rahmen der bayerischen Gemeindegebietsreform entschieden, auch weiterhin im Landkreis Freising und damit in Oberbayern zu verbleiben, und nicht wie das benachbarte Bruckberg nach Niederbayern zu wechseln.
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(jeweils zum 31. Dezember[2] / (V): Tag der Volkszählung)
Trotz Einführung der Zweitwohnungssteuer und damit bedingter Rückverlagerung der Erstwohnsitze in die Landeshauptstadt München zum 1. Januar 2006 gab es, dem Trend in der Flughafenregion folgend, wieder einen leichten Einwohnerzuwachs. Im Jahr 2007 ist die Einwohnerzahl insbesondere durch die Ausweisung von Neubaugebieten mit 1,2 % wieder stärker gewachsen. Dieser Trend soll sich die nächsten Jahre weiter fortsetzen.
Das Moosburger Wappen zeigt geteilt von Silber und Rot oben zwei rote Rosen, unten eine silberne. Ursprünglich geht das Wappen auf die Grafen von Moosburg zurück welche bis 1281 in Moosburg lebten. Nach Aussterben des Grafenhauses konnte die Stadt die drei Rosen für sich beanspruchen. Die älteste Abbildung des Wappens ist in der Ursulakapelle im Kastulusmünster zu sehen. Dort ziert sie die Deckenfreske der ehemaligen Grabgelege der Grafen. Hier ist jedoch die Farbgebung umgekehrt.
Ein Gedenkbrunnen des französischen Bildhauers Antoniucci Volti im Stadtteil Neustadt erinnert seit 1963 an die Toten des Stalag VII A.[3]
Mit 63 % der Stimmen wurde Anita Meinelt bei den Kommunalwahlen 2008 für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.
Dem Stadtrat gehören ab Mai 2008 vier Parteien und Gruppierungen an:
| Partei | CSU | SPD | FW | Grüne |
|---|---|---|---|---|
| Sitze | 10 | 5 | 6 | 3 |
| Name | von | bis | Partei |
|---|---|---|---|
| Dr. Hermann Müller | 1933 | 29.04.1945 | |
| Max Fertl | 09.05.1945 | 13.08.1945 | |
| Richard Braun | 13.08.1945 | 30.04.1956 | CSU |
| Josef Erber | 01.05.1956 | 19.07.1965 | SPD |
| Oscar Hertel | 01.10.1965 | 30.04.1978 | SPD |
| Herbert Franz | 01.05.1978 | 30.04.1984 | CSU |
| Anton Neumeier | 01.05.1984 | 30.04.2002 | SPD |
| Anita Meinelt | 01.05.2002 | CSU |
Die Stadt Moosburg a.d.Isar verbinden drei Städtepartnerschaften und zwei Städtepatenschaften mit anderen Städten. Dies sind:
Städtepartnerschaften
seit 29. September 1973: Bry-sur-Marne, (Frankreich)
seit 18. Juli 1981: Rochester, (USA)
seit 15. Juli 1991: Moosburg, (Österreich)
Städtepatenschaften
seit 8. April 1968: Kynšperk nad Ohří (Königsberg a.d. Eger), (Tschechien)
seit 9. Juli 1973: Odžaci (Hodschag), (Serbien)
siehe: Liste der Ehrenbürger von Moosburg a.d.Isar
In Moosburg finden sich insgesamt acht Bildungseinrichtungen.
Die Mehrzahl der Schüler kommt dabei aus umliegenden Gemeinden der Landkreise Freising, Erding und Landshut, so daß die Stadt das Bildungszentrum der ganzen Region darstellt.
In letzter Zeit gab es bei den Moosburger Schulen wegen zunehmender Schülerzahlen, insbesondere durch die neuen Schulsysteme (R6 und G8), immer mehr Raumprobleme. Die Lösungen hierzu wurden unterschiedlich gehandhabt. Am Gymnasium wurde der lang umstrittene 3-geschossige Erweiterungsbau errichtet und zum Schuljahr 2007/08 eröffnet. Das von der Stadt Moosburg a. d. Isar an den Landkreis Freising verkaufte, direkt neben der Realschule liegende Gebäude der ehemaligen Landwirtschaftsschule wurde für die Realschule renoviert, umgebaut im September 2007 bezogen. Auch die Hauptschule wurde mit einem Neubau erweitert.
Nachfolgend findet sich eine Auflistung der Schulen in Moosburg mit deren Adresse und ggf. Link zum Internetauftritt.
Volksschulen
weiterführende Schulen
weitere Schulen
In Moosburg sind einige größere Industriebetriebe ansässig, die teilweise von internationaler Bedeutung sind:
Die Stadt Moosburg a. d. Isar durchläuft seit 1858 die Hauptbahn München-Landshut-Regensburg. Diese Strecke ist seit dem 25. November 1891 zweigleisig und wird bereits seit dem 3. Oktober 1925 elektrisch betrieben. Werktags halten am Bahnhof 66 Regionalexpresszüge und Regionalbahnen nach München, Landshut, Regensburg, Nürnberg, Plattling und Passau, am Wochenende 48 Züge. Etwa 5.000 Reisende frequentieren den Bahnhof täglich, der damit der meistgenutzte Durchgangsbahnhof außerhalb der S-Bahngebiete ganz Bayerns ist. Am 28. Oktober 2007 wurde das Elektronische Stellwerk Moosburg in Betrieb genommen, welches (ferngesteuert aus der Betriebszentrale München) für den Bereich Landshut - Marzling die Betriebsabwicklung von 28 km Strecke, 2 Bahnhöfen und 18 verbliebenen Bahnübergängen übernimmt.
Ab Dezember 2009 wird das Zugangebot im Rahmen der Ausschreibung durch die Bayerische Eisenbahngesellschaft mit der Einführung des Donau-Isar-Express in der Relation München - Landshut - Passau neu geordnet. Es wird dann zusammen mit einer zwischen Freising und Landshut pendelnden Regionalbahn für Moosburg a. d. Isar ein exakter Halbstundentakt angeboten.
Auch wird seit längerem darüber nachgedacht, die Münchner S-Bahn bis Moosburg a. d. Isar fahren zu lassen. (siehe: S-Bahn München unter "Planungen zum weiteren Ausbau" ). Dazu müssen aber zunächst die Zwischenhalte Marzling (2007) und Langenbach (2009/2010) neue Bahnsteige und Zugangsanlagen erhalten. Während die Fahrtdauer der verlängerten S1 mit 56 Minuten zwar immer noch die 68 Minuten einer S-Bahnfahrt von München nach Altomünster unterbieten würde, wäre sie dennoch deutlich länger als die heutige Fahrzeit von 36 Minuten mit dem Regionalexpress. Somit erscheint eine Verlängerung nur in Zusammenhang mit dem geplanten Express-S-Bahn-System sinnvoll, das durch den zweiten Münchner S-Bahn-Tunnel eingeführt werden soll und somit die Fahrzeit der dann im Halbstundentakt verkehrenden S-Bahnen auf nurmehr 44 Minuten verkürzt.
Moosburg ist überregional durch die Bundesautobahn 92 mit 2 Ausfahrten Nord und Süd angebunden. Im Stadtgebiet schneiden sich außerdem die Bundesstraße 11 sowie die Staatsstraßen 2054 (Zolling - Geisenhausen), 2085 (Mainburg - Langenpreising) und 2331 (nach Erding).
Von Juli 2005 bis Ende 2007 wurde nach 80-jähriger Planung für über 14 Mio. € der von täglich 12.000 KfZ und 144 Zügen befahrene, im Bereich von 7 zusammenführenden Straßenästen liegende Bahnübergang der St. 2085 durch einen mit Rampenbauwerken 250 m langen Straßentunnel ersetzt. Die Eröffnung war stadtauswärts am 7. September 2007, stadteinwärts am 13. Oktober 2007. Gleichzeitig wurde eine neue, verkehrsabhängig geschaltene Ampelanlage im großzügig gestalteten Einmündungsbereich der Industriestraße und der St. 2085 in Betrieb genommen. Da die Verkehrsführung im Innenstadtbereich, wie auch bereits mit Fertigstellung der Südumfahrung im Zuge der B11 im Jahre 1965 dabei jedoch weiterhin unverändert blieb und eine Ortsumgehung bislang fehlt, ist das historisch enge Stadtzentrum mit durchschnittlich 20.000 Fahrzeugen am Tag übermäßig stark verkehrsbelastet.
Von Ende Juni bis 10. September 2008 wurde zumindest als erste Maßnahme zum Bau der stark entlastend wirkenden Westumfahrung (Kreisstraße FS 15) an der unfallträchtigen Einfahrt West der Bundesstraße 11 mit der Staatsstraße 2054 ein Kreisverkehr errichtet. Am 28. Juli 2008 beschloss der Stadtrat nach 20-jähriger Diskussion die Vorfahrt an zwei Einmündungen der Stadion-, Westerberg- (St. 2054) und Münchner Straße (St. 2085) ändern zu lassen, damit zumindest eine Teilentlastung der Innenstadt vom Durchgangsverkehr erreicht wird.
Am 15.September 2008 wurde vom Verwaltungsgericht München die Normenkontrollklage gegen den Bebauungsplan der Westumfahrung abgewiesen, lediglich die Artenschutzprüfung ist noch nachzuholen. Der Baubeginn für die folgerichtig als Kreisstraße FS15 eingestufte Westumfahrung ist somit bereits 2009 möglich. Die Westumfahrung führt dann kurz nach der Amperbrücke der St. 2085 an der Amper entlang zur St. 2054, die mit einem Kreisverkehr gekreuzt wird, anschließend in einem großzügigen Bogen, der die bestehende Wohnbebauung vom Lärm entlasten soll bei Strecken-km 56,16 über die Bahnstrecke München–Regensburg und schließlich zum bereits fertiggestellten Kreisverkehr der Bundesstraße 11.
Das internationale Luftverkehrsdrehkreuz Flughafen München ist mit dem Auto in etwa 20 Minuten und mit Bahn und Flughafenbus 635 (Umsteigen in Freising) in etwa 45-50 Minuten zu erreichen. Seit 2006 wird vom Freistaat Bayern mit der "Neufahrner Gegenkurve" eine mit nur 20 Minuten Fahrzeit direkte Bahnanbindung des Flughafens über Freising mit Fertigstellung im Jahr 2013 geplant. Dann soll ab Landshut eine Regionalbahn eingerichtet werden, die über Moosburg und Freising zum Flughafen fahren soll.
Allershausen | Attenkirchen | Au i.d.Hallertau | Eching | Fahrenzhausen | Freising | Gammelsdorf | Haag a.d.Amper | Hallbergmoos | Hohenkammer | Hörgertshausen | Kirchdorf a.d.Amper | Kranzberg | Langenbach | Marzling | Mauern | Moosburg a.d.Isar | Nandlstadt | Neufahrn b.Freising | Paunzhausen | Rudelzhausen | Wang | Wolfersdorf | Zolling
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