Freitag, 25.05.2012



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Moormerland

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Moormerland
Moormerland
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Moormerland hervorgehoben
53.3197222222227.42277777777781Koordinaten: 53° 19′ N, 7° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Leer
Höhe: 1 m ü. NN
Fläche: 122 km²
Einwohner: 22.476 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 184 Einwohner je km²
Postleitzahl: 26802
Vorwahlen: 04954, 04945, 04924
Kfz-Kennzeichen: LER
Gemeindeschlüssel: 03 4 57 014
Adresse der Gemeindeverwaltung: Theodor-Heuss-Straße 12
26802 Moormerland
Webpräsenz:
Bürgermeister: Anton Lücht (SPD)
Lage der Gemeinde Moormerland im Landkreis Leer
Datei:MoormerlandLandkreis-leer.png

Moormerland ist eine Gemeinde im Landkreis Leer in Ostfriesland. Sitz der Verwaltung ist Warsingsfehn. Der Name der Gemeinde stammt von der alten friesischen Landgemeinde, die sich vor und während der Häuptlingszeit in diesem Gebiet befand. Das Moormerland ist neben dem Overledingerland, dem Lengenerland und dem Rheiderland eine der vier historischen Landschaften des Landkreises.

Mit etwa 22.500 Einwohnern ist Moormerland die zweitgrößte Gemeinde des Landkreises Leer (nach der Kreisstadt) und die fünftgrößte Kommune Ostfrieslands nach Emden, Aurich, Leer und Norden - und noch vor weiteren Städten wie Wittmund und Weener.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Nachbargemeinden

  • Emden - kreisfreie Stadt

Im Landkreis Leer:

Im Landkreis Aurich:

Gemeindegliederung

Geschichte

Die Gemeinde Moormerland entstand im Rahmen der Niedersächsischen Gemeindereform am 1. Januar 1973 aus den ehemaligen eigenständigen Gemeinden Boekzetelerfehn, Gandersum, Hatshausen, Jheringsfehn, Neermoor, Oldersum, Rorichum, Terborg, Tergast, Veenhusen und Warsingsfehn.

Noch im Sommer 1972 hatten sich alle beteiligten Gemeinden dafür stark gemacht, eine Samtgemeinde zu gründen, in der sie als Gemeinden eigenständig bleiben würden. Das Land hatte dagegen von Anfang an eine Einheitsgemeinde favorisiert. Es galt daher als sehr überraschend, dass der Rat der Gemeinde Veenhusen plötzlich gegen die Gründung der Samtgemeinde stimmte. Da die Zustimmung aller Gemeinden notwendig gewesen wäre, kam nun nur noch die Bildung einer Einheitsgemeinde in Frage. Dagegen sperrten sich allerdings nun einige andere Gemeinden, besonders Jheringsfehn und Boekzetelerfehn. Auf die Drohung des Landkreises Leer hin, dass im Falle einer ausbleibenden Einigung die Gemeinden wahrscheinlich zwangsweise zusammengeführt würden, ohne dass sie noch Einfluss nehmen könnten, beugten sich aber schließlich auch diese beiden Gemeinden.

Die neue Gemeinde wurde nach der gleichnamigen freien friesischen Landesgemeinde benannt, die im Mittelalter auf diesem Gebiet gelegen hatte. Das historische Moormerland war jedoch ungleich größer und umfasste auch die größten Teile der heutigen Samtgemeinden Jümme und Hesel sowie der Stadt Leer. Zeitweise hatte der Moormerländer Häuptling Focko Ukena ganz Ostfriesland beherrscht.

Konfessionen

Wie ganz Ostfriesland ist Moormerland protestantisch geprägt. Dabei befindet es sich im Übergangsgebiet zwischen den traditionell lutherischen und den traditionell reformierten Gebieten. Der Osten ist dabei eher lutherisch (Kirchengemeinden Hatshausen, Jherings-Boekzetelerfehn sowie Warsingsfehn), der Westen stärker reformiert (Kirchengemeinden Veenhusen, Neermoor, Neermoorpolder, Rorichum, Tergast, Oldersum und Gandersum).

Evangelisch-Freikirchliche Christen, auch Baptisten genannt, haben im Ortsteil Veenhusen ihr Gemeindezentrum. Ihre Geschichte reicht in das Jahr 1857 zurück. Zunächst versammelten sich die Baptisten in Neermoor und Warsingsfehn zu unregelmäßigen Gottesdiensten; später stellte der Schiffer Jan Saathoff in seinem Haus einen Raum zur Verfügung, in dem mit regelmäßigen Sonntagsversammlungen begonnen wurde. Erst 1956 wurde ein eigenes Gotteshaus an Königsmoorstraße in Veenhusen eingeweiht. 1968 erfolgte eine Erweiterung des Gemeindezentrums, in dem sich heute die der Baptistengemeinde verbundene Kindertagesstätte "Spatzennest" befindet. 1983 wurde die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Veenhusen, bis dahin Zweiggemeinde der Baptistengemeinde Leer, selbstständig. Am 31. Oktober 2004 bezogen die Veenhuser Baptisten ihre neue Kirche in der Nachbarschaft des alten Gemeindezentrums. Seit 2006 betreibt die Gemeinde ein eigenes Sozialwerk, dem u.a. die bereits genannte Kindertagesstätte und die sozialpädagogische Einrichtung Moormerland-Kids angehören[1].

Weitere Freikirchen in Moormerland sind die evangelisch-altreformierte Gemeinde Neermoor sowie die Pfingstgemeinde in Jheringsfehn.

In Oldersum befindet sich ein katholisches Gotteshaus, das von Emden aus betreut wird.

Politik

Die Gemeinde ist seit Jahrzehnten eine Hochburg der SPD, die auch die Mehrheit der Sitze im Gemeinderat hat.

Gemeinderat

Die 34 Sitze des Gemeinderates verteilen sich wie folgt:

(Stand: Kommunalwahl am 10. September 2006)

Dazu hat der Bürgermeister eine Stimme im Rat.

Bürgermeister

Seit dem 1. November 2006 ist Anton Lücht (SPD) hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde.

Ehemalige Bürgermeister:

  • Harm Weber (SPD) 1973-1991
  • Herbert Welzel (SPD) 1991-1993
  • Anton Lücht (SPD) 1993-1999
  • Heinz Palm (parteilos) 1999-2006

Städtepartnerschaften

Einzelnachweise

  1. Die Informationen dieses Abschnitts finden sich in Hermann Meyer: Festschrift zum Gemeindejubiläum. 1983 - 2008. 25 Jahre Selbstständige Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) Moormerland-Veenhusen, Leer 2008

Weblinks

en:Moormerland

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