Freitag, 25.05.2012



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Monreal

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Dieser Artikel beschreibt die Ortschaft Monreal in der Eifel, für weitere Bedeutungen siehe Monreal (Begriffsklärung).


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Monreal
Monreal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Monreal hervorgehoben
50.37.1594444444444300Koordinaten: 50° 18′ N, 7° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-Koblenz
Verbandsgemeinde: Vordereifel
Höhe: 300 m ü. NN
Fläche: 14,64 km²
Einwohner: 867 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56729
Vorwahl: 02651
Kfz-Kennzeichen: MYK
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 074
Adresse der Verbandsverwaltung: Kelberger Straße 26
56727 Mayen
Webpräsenz:
Ortsbürgermeister: Roland Bartsch
Lage der Gemeinde Monreal im Landkreis Mayen-Koblenz
Datei:Monreal in MYK.png

Monreal ist eine Ortsgemeinde im Tal der Elz im Landkreis Mayen-Koblenz (Rheinland-Pfalz), oberhalb welcher die Ruinen der Löwen- und Philippsburg liegen.

Geschichte

Datei:Pfarrkirche Monreal.jpg
Pfarrkirche in Monreal, entlang Eltzbachs
Die ältesten erhaltenen Siedlungsspuren in Monreal stammen aus vorchristlicher Zeit. Urkundlich erstmals erwähnt wird es 1193 als „Cunisberch“ (Königsberg). Anfang des 13. Jahrhunderts weiteten die Grafen von Virneburg ihren Einflussbereich auf die kleine Siedlung aus. Der Mode der Zeit entsprechend verwendeten sie von nun an den französischen Namen „Monroial“ (= Königsberg). Später wurde daraus der heutige Name "Monreal". Hermann III. von Virneburg begann um 1220 mit dem Bau der großen Burg, obwohl er weder die nötigen Genehmigungen noch die Rechte über den Grund und Boden besaß. Dieser gehörte zur Grundherrschaft Mertloch des Trierer Erzbischofs, dessen hiesiger Verwalter in weltlichen Dingen Hermanns Bruder Philipp von Virneburg war. Hermann sah sich zu diesem drastischen Schritt gezwungen, um seine Grafendynastie machtpolitisch voranzubringen. Sein Stammsitz, die Virneburg, lag zu weit abseits der wirtschaftlichen Zentren. Der Flecken Monreal jedoch grenzte direkt an das Mittelrheinische Becken. Dort lagen die landwirtschaftlichen Gunstgebiete und vor allem die vulkanischen Gesteinsvorkommen. Die Virneburger wollten davon ihr Stück abhaben. Tatsächlich ging Hermanns Kalkül auf: Er durfte seine Burg behalten und wurde noch im ersten Drittel des 13. Jahrhundert vom Pfalzgrafen bei Rhein mit dem gesamten Hochgerichtsbezirk der kleinen Pellenz belehnt. Ihrem Ort Monreal waren die Virneburger auch weiterhin wohlgesinnt. Bereits 1306 erwirkten sie die Verleihung der Stadtrechte und Marktrechte. Jeden Montag durfte in Monreal ein Wochenmarkt abgehalten werden. Monreal gehörte zum Gebiet des Erzbistums Trier, die Virneburger Grafen aber unterhielten beste Beziehungen zum Erzbistum Köln. Dies führte zu häufigen Konflikten zwischen den Monrealern und Trier. 1545 starb das Grafengeschlecht von Virneburg aus; Trier zog das Lehen Monreal an sich und setzte eigene Amtmänner auf die Burg.
Monreal - Burgruine
Der Ort mit seinen beiden Burgen - der Löwen- und Philippsburg - wurde 1632 von schwedischen und 1689 von französischen Truppen zerstört.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg entstand im Ort eine bedeutende Tuchindustrie, gestützt auf die Wolle der großen Schafherden der Eifel. Prächtige Bauten zeugen vom einstigen Wohlstand.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fiel die Tuchherstellung der starken internationalen Konkurrenz zum Opfer. Für den Ort war dies fatal; Monreal verarmte. Erst in den 1930er Jahren erholte sich Monreal. Damals begann man, den Reiz der romantischen Eifel zu schätzen. Heute noch zeugen viele Fachwerk- und Bruchsteinhäuser vom einstigen Wohlstand der Monrealer Tuchmacher. Ein Zeugnis spätgotischer Steinmetzkunst findet sich auf der mittleren Elzbrücke in Monreal: das Löwendenkmal. Ab dem Ende des 15. Jahrhunderts stand es zunächst vor den Toren der großen Burg. Wegen der vier Löwen, die die Zufahrt zur Burg „bewachten“, nannte man die große Burg später auch „Löwenburg“.

Rund um die historischen Zeugnisse wird in Monreal versucht, die Geschichte des Ortes auch den zahlreichen Besuchern näherzubringen. Im Jahr 2003/2004 wurden daher an vielen historischen Gebäude Hinweistafeln mit Informationen zur Geschichte und Nutzung der Gebäude angebracht.

Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Die Gemeinde Monreal nahm mehrmals am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil:

  • Kreissieger in der Sonderklasse: 1979, 1990, 1998, 1999, 2003;
  • Landessieger in der Sonderklasse: 1990 u. 2003
  • Bundessieger im 21. Bundeswettbewerb: 2004

Weblinks

Commons Commons: Monreal – Bilder, Videos und Audiodateien
en:Monreal, Germany

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