Freitag, 25.05.2012



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Mockrehna

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Mockrehna
Mockrehna
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mockrehna hervorgehoben
51.512.899Koordinaten: 51° 30′ N, 12° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Leipzig
Landkreis: Nordsachsen
Höhe: 99 m ü. NN
Fläche: 115,24 km²
Einwohner: 5482 (30. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km²
Postleitzahl: 04862
Vorwahl: 034244
Kfz-Kennzeichen: TDO (alt: TO, EB)
Gemeindeschlüssel: 14 7 30 190
Gemeindegliederung: 9 Ortschaften
Adresse der Gemeindeverwaltung: Unterdorf 4
04862 Mockrehna
Webpräsenz:
Bürgermeister: Peter Klepel
Lage der Gemeinde Mockrehna im Landkreis Nordsachsen
Datei:Mockrehna in TDO.png
Kirche in Audenhain

Mockrehna ist eine verwaltungsgemeinschaftsfreie Gemeinde im Landkreis Nordsachsen im Freistaat Sachsen. Sie ist eine der flächenmäßig größten Gemeinden im Kreis.

Inhaltsverzeichnis

Geografie und Verkehr

Die Gemeinde liegt im nördlichen Teil Sachsens, südlich der Dübener Heide, ungefähr auf halber Strecke zwischen den Städten Eilenburg (15 km) und Torgau (15 km). Die Bundesstraße 87 sowie die Bahnstrecke Cottbus-Leipzig führen durch das Gemeindegebiet.

Ortsgliederung

  • Mockrehna
  • Audenhain (eines der längsten Dörfer in Sachsen, wegen der 88 Brücken über den Schwarzbach auch Klein-Venedig Sachsens genannt).
  • Gräfendorf
  • Klitzschen
  • Langenreichenbach
  • Schöna
  • Strelln
  • Wildenhain mit Torfhaus
  • Wildschütz

Geschichte

Mehrere Ortsteile werden im Jahr 1201 in einer Besitzurkunde des Augustinerklosters auf dem Petersberg bei Halle durch Papst Innozenz III. erstmals erwähnt. Nach dem Wiener Kongress im Jahr 1815 kommt das Gebiet zu Preußen und wird dem Kreis Torgau zugeordnet. Im Zuge der sächsischen Gemeindegebietsreform schlossen sich am 1. März 1994 die bis dahin selbständigen Gemeinden Audenhain, Langenreichenbach und Klitzschen zur Großgemeinde Audenhain zusammen, die sich dann mit Mockrehna zur jetzigen Gemeinde Mockrehna vereinigte.

Paltrockwindmühle in Audenhain

Der Name des Ortes Mockrehna, als Teil der Gemeinde Mockrehna, hat seinen Ursprung im slawischen Mokrechna (dt.: Sumpflandschaft) und bezeichnet die Gegebenheiten bei der Besiedlung durch slawische Stämme. Reste dieser Moorlandschaft sind noch im „Zadlitzbruch“ und dem „Wildenhainer Bruch“ im nahegelegenen Naturpark „Dübener Heide“ vorhanden. Im Laufe der Zeit wurde das Gebiet zwischen Mulde und Elbe systematisch entwässert, sodass heute in der Umgebung von Mockrehna eine Flächennutzung durch Land- und Forstwirtschaft im Vordergrund steht.

Eine gewisse Bekanntheit erlangte Mockrehna in weiten Teilen der ehemaligen DDR durch die Ansiedlung eines Großschlachtbetriebes für Geflügel durch das Kombinat Industrielle Mast (KIM), heute Alfra Geflügel- und Tiefkühlfeinkost GmbH, im Jahre 1972, der für die Versorgung der südlichen Bezirke der Republik (DDR) mit Geflügelprodukten (hauptsächlich Broiler) zuständig war. Diese Ansiedlung führte zum Bau einer Plattenbausiedlung mit 170 Wohneinheiten und der Erschließung von Flächen zum Bau von Eigenheimen. Die dadurch ausgelöste Veränderung in der Struktur von Bebauung und Bewohnern führte zum Verlust des zuvor stark dörflich geprägten Charakters des Ortes. Lediglich das Unterdorf mit seien traditionellen Dreiseitenhöfen spiegelt diesen noch wider. Allerdings ist auch hier ein Rückgang der häuslichen Viehzucht und landwirtschaftlichen Nutzung dieser Gebäude zu verzeichnen.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 2000 Stichtag 31. Dezember):

Jahr Einwohner
1990 5940 *
2000 5851
2005 5551
2006 5468
2007 5482

* 3. Oktober

Gedenkstätten

Eine Grabstätte auf dem Friedhof des Ortsteiles Klitzschen erinnert an den kommunistischen NS-Gegner Otto Hennicke, der 1942 in Halle von der Gestapo ermordet wurde.

Sehenswürdigkeiten

Einzelnachweise


Weblinks

en:Mockrehna

eo:Mockrehna nl:Mockrehna ro:Mockrehna ru:Мокрена vo:Mockrehna