Meinestadt.de - Miltenberg - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Miltenberg | |
| Höhe: | 129 m ü. NN | |
| Fläche: | 60,18 km² | |
| Einwohner: | 9501 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 158 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 63897 | |
| Vorwahl: | 09371 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MIL | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 76 139 | |
| Stadtgliederung: | 7 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Engelplatz 69 63897 Miltenberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Joachim Bieber (CSU) | |
Miltenberg ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Unterfranken und gehört seit 1816 zu Bayern.
Inhaltsverzeichnis |
Das historische Miltenberg liegt linksmainisch am linken Knie des Mainvierecks zwischen Spessart und Odenwald. Da sich im Gebiet Miltenbergs das Bett des Mains relativ nahe dem Fuß des Odenwaldes befindet, verbleibt auf der linken Mainseite nur ein schmaler Streifen nutzbarer Fläche, die in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder vom Mainhochwasser unter Wasser gesetzt wurde. Die Altstadt, die sich dort befindet, nahm teilweise beträchtlichen Schaden an diesen Hochwassern. Etwa seit Beginn des 20. Jahrhunderts breitete sich Miltenberg, nach Landkäufen von der Nachbargemeinde Großheubach auch auf der rechten Mainseite aus.
Schon die Menschen der Vor- und Frühgeschichte wussten um die strategische Bedeutung des Engpasses am Mainknie zwischen Odenwald und Spessart und errichteten mächtige Ringwälle auf dem Greinberg oberhalb Miltenbergs und auf dem Bürgstadter Berg. Um 155 n. Chr. schlossen die Römer hier den fast schnurgerade nach Süden verlaufenden "vorderen Limes" an den Main an. In der Nähe des heutigen Miltenberg stieß der Limes auf den Main, der ab hier weiter nordwärts die natürliche Grenze des Römischen Reiches nach Germanien hin darstellte. Es befinden sich die Überreste zweier römischer Kastelle zwischen Miltenberg und Bürgstadt (Kastell Miltenberg-Ost) sowie zwischen Miltenberg und Kleinheubach (Altstadtkastell).
Im Schutz der Mildenburg (erbaut um 1200) entwickelte sich die Stadt Miltenberg. Sie wurde 1237 erstmals schriftlich erwähnt. Etwa ab 1379 begrenzten die beiden Stadttürme, das Mainzer und das Würzburger Tor, den zwischen Fluss und Berghang eng und lang gestreckt gewachsenen heutigen Altstadtbereich nach Westen und Osten. Bereits im Mittelalter war der Miltenberger Buntsandstein sehr begehrt. Daher wurden in den umliegenden Wäldern Objekte wie Mahlsteine oder Säulen gehauen. Bereits vor dem Jahr 1319 wurde das Spital St. Peter durch Erzbischof Peter von Aspelt gegründet.
Bis 1803 gehörte Miltenberg zu Kurmainz. Dies manifestiert sich bis heute im Mainzer Rad im Stadtwappen. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss kam Miltenberg zum Fürstentum Leiningen, mit dem es 1806 dem Großherzogtum Baden einverleibt wurde. Nachdem die Stadt ab 1810 zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt gehörte, wurde sie schließlich 1816 Teil Bayerns.
Aus Miltenberg stammen auch die sog. Heunensäulen, die für den Bau des Mainzer Domes bestimmt waren. Mitten auf dem Mainzer Domplatz steht heute eine dieser Heunesäulen mit einer entsprechenden Hinweistafel.
Miltenberg verfügt über eine historische Altstadt, die zahlreiche Fachwerkhäuser aufweist. In den Jahren 1912 und 1955 erwarb Miltenberg Gelände auf der rechten Mainseite zur Erweiterung der Stadt. Die Miltenburg ist seit 1979 Eigentum der Stadt Miltenberg, 1971 wurden die Außenteile renoviert, eine mehrjährig angelegte Sanierung und Restaurierung wurde nun begonnen. Im Burghof steht der Teutonenstein, eine 5 m hohe Sandsteinsäule, deren Inschrift bis heute bezüglich ihrer Bedeutung ein Rätsel darstellt.
Im Jahr 2006 erreichte die Stadt nationale Bekanntheit durch das Glockengeläut des katholischen Pfarrers Ulrich Boom während einer Kundgebung der NPD.[1]
In die Stadt Miltenberg wurden eingemeindet:
Der Stadtrat besteht aus 20 Mitgliedern, die sich wie folgt aufteilen (Stand 6. März 2008):
Es besteht seit Juni 1982 eine Städtepartnerschaft mit Arnouville-lès-Gonesse in Frankreich.
1960 wurde die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus der Stadt Dux übernommen.
Wichtig ist vor allem der Tourismus, der insbesondere am Wochenende zahlreiche Besucher aus den hessischen Ballungszentren (Hanau, Offenbach am Main, Darmstadt, Frankfurt am Main) nach Miltenberg bringt, ferner der Buntsandstein und der Handel.
Miltenberg liegt an der Bahnstrecke von Aschaffenburg nach Wertheim (Maintalbahn). Außerdem zweigt hier die Madonnenlandbahn in Richtung Seckach ab. Nach Aschaffenburg gibt es tagsüber stündliche Verbindungen. 1977 löste die Deutsche Bundesbahn den stadtnahen Kopfbahnhof (Miltenberg Hauptbahnhof) durch einen nördlich des Mains gelegene Durchgangsbahnhof ab.
Miltenberg ist an die hessischen Ballungsgebiete angebunden, in denen viele Einwohner Arbeit finden. Bis 2008 wird die seit über 25 Jahren diskutierte und geplante Ortsumgehung von Miltenberg fertig gestellt. Die Finanzierung der Baukosten in Höhe von 55 Millionen Euro erfolgt erstmals in Bayern über das sogenannte Public Private Partnership-Modell.
In Miltenberg sind verschiedene Schularten vertreten:
Heute existieren auf dem Stadtgebiet zwei Brauereien. Diese sind die Kalt-Loch-Bräu und das Brauhaus Faust.
→ Hauptartikel: Liste der Ehrenbürger von Miltenberg
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