Freitag, 25.05.2012



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Mildenau

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Mildenau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mildenau hervorgehoben
50.59972222222213.068888888889515Koordinaten: 50° 36′ N, 13° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Erzgebirgskreis
Höhe: 515 m ü. NN
Fläche: 31,67 km²
Einwohner: 3709 (30. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 117 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09456
Vorwahl: 03733
Kfz-Kennzeichen: ERZ
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 400
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Dorfstraße 95
09456 Mildenau
Webpräsenz:
Bürgermeister: Konrad Vogel (CDU)
Lage der Gemeinde Mildenau im Erzgebirgskreis
Datei:Mildenau in ERZ.png

Mildenau ist eine Gemeinde im Erzgebirgskreis in Sachsen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Mildenau ist eine aus den zwei Waldhufendörfern Mildenau und Arnsfeld gebildete Gemeinde. Mildenau liegt in einer Nord-Südrichtung im Tal des Sandbaches. Östlich von Mildenau liegt Arnsfeld in einem Nebental des Rauschenbaches. Die Ortsteile Mittelschmiedeberg und Oberschaar liegen an der östlichen Gemarkungsgrenze im Preßnitztal, der Ortsteil Plattenthal im Tal des Pöhlbaches.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinde im Norden und Nordosten ist Großrückerswalde im Osten Marienberg, im Süden Jöhstadt, im Südwesten Königswalde, im Westen Annaberg-Buchholz und im Nordwesten Thermalbad Wiesenbad.

Gemeindegliederung

Zu Mildenau gehören die Ortsteile Arnsfeld, Mittelschmiedeberg, Oberschaar und Plattenthal (teilweise).

Geschichte

Mildenau wird erstmals im Jahr 1270 urkundlich erwähnt. Die Urkunde erwähnt die beiden Orte Mildinowe und Richinowe. Richenow oder Reichenau wurde später in Mildenau eingegliedert und ist das heutige Obermildenau. Der Ort gehörte zur Herrschaft Wolkenstein, im Besitz der Waldenburger und fiel nach deren Aussterben (um 1475) an die Wettiner.

Gegen den Nationalsozialismus wehrten sich auch in Mildenau politische Gegner, so der Kommunist Paul Wagner, der deswegen mehrfach Gefängnishaft und Konzentrationslager erleiden musste. Bei einem Todesmarsch aus dem KZ Sachsenhausen nach Raben Steinfeld im Frühjahr 1945 starb er wie hundert andere.

Bei einem Luftangriff, der eigentlich Chemnitz gegolten haben soll, wurden in der Nacht vom 14. zum 15. Februar 1945 33 Häuser zerstört bzw. brannten nieder. Auch die Kirche (von 1834–1839) brannte mit Turm bis auf die Umfassungsmauern aus, samt wertvoller Innenausstattung. Der Wiederaufbau erfolgte 1946 bis 1956 im Wesentlichen in den alten Formen.[2]

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1999 vereinigten sich die bis dahin selbständigen Orte Mildenau und Arnsfeld.

Einwohnerentwicklung

Am 3. Oktober 1990 zählte Mildenau 3997 Einwohner. Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres:

1993 bis 1997

  • 1993–3948
  • 1994–4047
  • 1995–4032
  • 1996–3998
  • 1997–3977

1998 bis 2002

  • 1998–3992
  • 1999–3972
  • 2000–3926
  • 2001–3900
  • 2002–3853

2003 bis 2007

  • 2003–3801
  • 2004–3801
  • 2005–3787
  • 2006–3748
  • 2007–3709
Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Politik

Gemeinderat

Die 15 Sitze des Gemeinderates verteilen sich wie folgt:

  • CDU: 11
  • Wählervereinigung Mildenau: 3
  • Bürgerforum Landkreis Annaberg e.V.: 1.

Bürgermeister

Konrad Vogel (CDU)

Kirchen und Glaubensgemeinschaften

Verkehr

Von 1923 bis 1971 besaß Mildenau einen Güterbahnhof an der im Pöhlbachtal verlaufenden Plattentalbahn.

Bildung

Die im Ort vorhandene Mittelschule wurde 2007 geschlossen. Seitdem verfügt die Gemeinde lediglich über eine Grundschule. Die Schüler besuchen ab der 5. Klasse hauptsächlich die Mittelschulen in Jöhstadt, Großrückerswalde oder das Gymnasium in Annaberg-Buchholz.

Bis 2001 gab es auch im Ortsteil Arnsfeld eine Außenstelle der Mittelschule. 2007 wurde die bis dahin dort verbliebene Grundschule ebenfalls geschlossen.

Persönlichkeiten

  • Bernhard Brückner (1872–1955), Volksschullehrer und Mundartdichter des westlichen Erzgebirges
  • Karl August Freyer (1801-1883), Organist und Komponist der Kirchenmusik des 19. Jahrhunderts
  • Matthias Herrmann (* 1955 in Mildenau), Musikwissenschaftler und Hochschullehrer
  • Johann Theodor Roscher (1755-1829), kurfürstlich-sächsischer, später königlich-preußischer Hütteninspektor, geb. in Mildenau
  • Christian Friedrich Uhlig (1774-1848), Kirchenbaumeister, erbaute die Kirche in Mildenau/Sa. (1834-1839)
  • Julius Weisbach (1806–1871), Mathematiker und Ingenieur, er gilt als Begründer der neuen Markscheidekunst, geboren in Mittelschmiedeberg
  • Gunter Weißgerber (* 1955 in Mildenau), MdB (SPD)

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Bevölkerungsentwicklung
  2. Heinrich Magirius in "Schicksale Deutscher Baudenkmale im Zweiten Weltkrieg". Hrsg. Götz Eckardt, Henschel-Verlag, Berlin 1978. Band 2, S.460-461
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