Meinestadt.de - Memmelsdorf - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Bamberg | |
| Höhe: | 262 m ü. NN | |
| Fläche: | 26,16 km² | |
| Einwohner: | 8997 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 344 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 96117 | |
| Vorwahlen: | 0951, 09505, 09542 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BA | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 71 159 | |
| Gemeindegliederung: | 9 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Rathausplatz 1 96117 Memmelsdorf |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Johann Bäuerlein (WLW) | |
| Lage der Gemeinde Memmelsdorf im Landkreis Bamberg | ||
| Datei:Memmelsdorf im Landkreis Bamberg.png | ||
Memmelsdorf ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg und grenzt östlich unmittelbar an die Kreisstadt Bamberg.
Inhaltsverzeichnis |
Wie für die meisten Orte des Bamberger Landes lässt sich die genaue Entstehungszeit nicht festlegen. Durch die Berücksichtigung des Besitzes des königlichen Kammergutes in Memmelsdorf kommt man jedoch auf eine Gründungszeit um etwa 900. Durch das Fehlen einheimischer Klöster zur damaligen Zeit lässt sich keine siedlungsgeschichtliche Überlieferung nachweisen. Um 1120 wird das Dorf des Mam, Mamo oder Memo nachgewiesen. Ein Franke namens Mamo war der Namensgeber für Memenstorf, Memistorf, Mamestorf oder Mamenestorf. Aufgrund überlieferter Straßennamen ist anzunehmen, dass diese Gründung mit ihrer Lage zwischen zwei Bachläufen alte Verkehrswege sicherte.
Memmelsdorf gehörte zum Hochstift Bamberg und war Sitz eines fürstlichen Vogts. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
| Bevölkerungsentwicklung seit 1840 | ||
|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | Einwohner/km² |
| 1840 | 1869 | 71 |
| 1871 | 2109 | 81 |
| 1900 | 2096 | 80 |
| 1925 | 2179 | 83 |
| 1939 | 2496 | 95 |
| 1950 | 3623 | 138 |
| 1961 | 5693 | 218 |
| 1970 | 6582 | 252 |
| 1987 | 7893 | 302 |
| 2002 | 8950 | 342 |
| 2004 | 9262 | 354 |
Bis zum Jahre 1953 bestand die Gemeinde Memmelsdorf nur aus dem Ort Memmelsdorf und dem nahe gelegenen Schloss Seehof.
Große Veränderungen für die Gemeinde brachte die Gemeindegebietsreform. Seit dem freiwilligen Zusammenschluss mit fünf früher selbständigen Gemeinden im Jahre 1972 besteht die Gemeinde Memmelsdorf aus folgenden Orten:
(Stand Einwohnerzahlen: 31. Mai 2005)
Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Breitengüßbach, Scheßlitz, Litzendorf, Bamberg, Gundelsheim
Memmelsdorf ist Sitz der katholischen Pfarrei Maria Himmelfahrt, deren Sprengel den Ort Memmelsdorf und die Ortsteile Drosendorf, Kremmeldorf, Meedensdorf, Schloss Seehof, Schmerldorf und Weichendorf umfasst. Pfarrer ist seit 1974 Lothar Güthlein. Mitarbeiter in der Seelsorge ist seit September 2006 Pastoralreferent Andreas Lößlein.
Der Ortsteil Kremmeldorf gehörte bis 1978 teilweise zur Pfarrei Peulendorf.
Im Gebiet der politischen Gemeinde gibt es noch die katholische Pfarrei Kreuzerhöhung Merkendorf, zu deren Sprengel der Ortsteil Laubend gehört.
Der Ortsteil Lichteneiche gehörte ursprünglich zum Sprengel der Pfarrei Memmelsdorf, heute ist es eine Filialkirchengemeinde zu Memmelsdorf.
Lichteneiche: Christi Himmelfahrt
Bürgermeister ist Johann Bäuerlein (WLW).
| Zusammensetzung des Gemeinderates (März 2008) | ||
|---|---|---|
| Christlich-Soziale Union/Freie Wählergemeinschaft (CSU/FWG)</font> | 29,89 % | |
| Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)</font> | 19,42 % | |
| Vereinigte Wählergemeinschaft Memmelsdorf (VWG)</font> | 20,35 % | |
| Bürgerblock Lichteneiche</font> | 10,40 % | |
| Wählerliste Weichendorf (WLW)</font> | 8,87 % | |
| Aktive Bürger Drosendorf (ABD)</font> | 11,8 % | |
Für das hochstiftische Memmelsdorf lässt sich kein eigenes Siegel nachweisen. Erst in der königlich-bayerischen Zeit führte die Gemeindeverwaltung die damals üblichen Dienstsiegel. Am 5. Dezember 1963 gab das Bayerische Staatsministerium des Inneren die Zustimmung zur Annahme eines Wappens mit folgender Beschreibung: „Gespalten; vorne in Gold die Gestalt des Zentrichters mit schwarzem Umhang und schwarzem Hut, der in der Rechten einen silbernen Stab, in der Linken ein goldenes Buch hält; hinten in Silber aus einem grünen Dreiberg wachsend ein grüner Eichbaum mit goldenen Eicheln.“ Gleichzeitig mit der Wappenverleihung genehmigte das Ministerium das Führen einer Fahne durch die Gemeinde Memmelsdorf. Sie zeigt drei Streifen in der Farbenfolge Schwarz-Gelb-Grün und kann auch mit dem Gemeindewappen geführt werden. Die Regierung von Oberfranken stimmte am 1. Juli 1973 dem Gemeinderatsbeschluss vom 30. Januar 1973 zu, nach dem das bisherige Gemeindewappen auch für die Großgemeinde Memmelsdorf Geltung haben soll.
Der Sportverein 1923 e. V. bietet die Abteilungen Fußball, Kegeln, Schach und Baseball. In den letzten Jahren spielten verschiedene Mannschaften einzelner Abteilungen in den Landesligen, die erste Mannschaft der Baseballabteilung in der Zweiten Bundesliga.
Ein alljährliches sportlicher Ereignis ist das Quattroball-Turnier, das vom SC Memmelsdorf 1997 e. V. für 400 Sportler in knapp 100 Mannschaften aus der ganzen Bundesrepublik in den vier Disziplinen Volleyball, Basketball, Handball und Fußball ausgerichtet wird.
Die meisten Arbeitnehmer sind bei großen Bamberger Firmen (Bosch, Wieland Electric) oder in Hallstadt (5 km) bei Michelin beschäftigt. Memmelsdorf selber ist geprägt von vielen kleinen Betrieben, welche die örtliche Versorgung aufrechterhalten. Größere Betriebe gibt es in der Baubranche. Der größte Arbeitgeber mit rund 150 Arbeitnehmern ist die Firma Fösel.
Von bundesweiter Bedeutung ist der ortsansässige Werner-Nostheide-Verlag, ein Familienbetrieb, der den Informationsdienst der Spielwarenbranche Branchenbrief International (BB) sowie die größte Endverbraucher-Zeitschrift der Spieleindustrie, die Spielbox, herausgibt.
Es gibt fünf Brauereien:
In Memmelsdorf gab es die Brauerei zum Roten Ochsen (Nüßlein), in deren Gebäude sich heute die Filiale der Sparkasse Bamberg befindet, sowie bis in die 1990er-Jahre die Brauerei Leicht (sog. Ottn Wirt, der Name rührt daher, dass der Wirt die Figur des heiligen Otto auf der Kirchenmauer gestiftet hat; heute nur noch Gaststätte). In Drosendorf gab es bis in die 1970er-Jahre die Brauerei zur Krone (Nüßlein). In Kremmeldorf gab es die Brauerei Zeiß (früher Einwich), in Laubend die Brauerei Dillig, die beide nur noch als Gaststätten betrieben werden.
Die Gemeinde Memmelsdorf liegt sechs Kilometer östlich der Stadt Bamberg an der Staatsstraße 2190. Die Gemeinde ist über die A 70 (Maintalautobahn Schweinfurt-Bayreuth) und über die A 73 (Frankenschnellweg Nürnberg–Bamberg) erreichbar. Östlich des Autobahnkreuzes A 70/A 73 (Bamberger Kreuz) ist die Abfahrt der A 73 Bamberg-Memmelsdorf. Unmittelbar an der Abfahrt liegt der Gemeindeteil Lichteneiche. Von dort aus sind es zwei Kilometer bis Memmelsdorf.
Alle Orte der Gemeinde sind an das Stadtbus-Netz von Bamberg angeschlossen.
Am Ort befindet sich ein Seniorenwohnheim, das rund 50 Senioren Platz bietet. In den 80er-Jahren wurde die Seehofhalle, eine Mehrzweckhalle, errichtet, in der Sport- und Kulturveranstaltungen stattfinden.
Die Gemeindebücherei Memmelsdorf wird gemeinsam von der Katholischen Pfarrkirchenstiftung und der Kommune getragen und vom Sankt Michaelsbund, Landesverband Bayern e. V., betreut.
Lothar Güthlein, Pfarrer, Verleihung am 15. November 2005 Die Brüder Marcus und Jacob Nordheim, Verleihung um 1900
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