Meinestadt.de - Melle - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Osnabrück | |
| Höhe: | 76 m ü. NN | |
| Fläche: | 254 km² | |
| Einwohner: | 46.581 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 183 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 49324 – 49328 | |
| Vorwahlen: | 05422 (Melle, Gesmold, Oldendorf) 05427 (Buer) 05428 (Neuenkirchen) 05429 (Wellingholzhausen) 05226 (Riemsloh, Bruchmühlen) |
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| Kfz-Kennzeichen: | OS | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 59 024 | |
| Stadtgliederung: | 8 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Schürenkamp 16 49324 Melle |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | André Berghegger (CDU) | |
Melle ist eine Mittelstadt im Landkreis Osnabrück und ist dort mit rund 45.000 Einwohnern die größte Stadt. Melle liegt rund 20 km östlich von Osnabrück zwischen dem Wiehengebirge im Norden und dem Teutoburger Wald im Süden. Die Stadt ist seit der kommunalen Neugliederung und der Auflösung des Landkreises Melle 1972 flächenmäßig die drittgrößte Stadt Niedersachsens.
Inhaltsverzeichnis |
Im Meller Ortsteil Wellingholzhausen entspringt die Hase, und die Hunte hat ihre Quelle im Ortsteil Buer. Bei einer von nur zwei Bifurkationen in Deutschland zweigt die Else von der Hase ab. Die Else fließt weiter durch die Stadtteile Gesmold, Melle-Mitte und Bruchmühlen über die Werre Richtung Weser. Die Hase verlässt die Stadt Melle Richtung Osnabrück, von wo sie weiter Richtung Ems fließt.
Auf dem Bergrücken der Meller Berge einem Nebenhöhenzug des Wiehengebirges befindet sich der Hesterbrink (234 m) im Stadtteil Oldendorf in Oberholsten, wo die höchste Erhebung der Stadt Melle ist. Der Diedrichsberg (220 m) mit der Diedrichsburg ist ein Aussichtspunkt im Ort Oldendorf. Im Gebiet der Stadt Melle liegt in Wellingholzhausen der 220 Meter hohe Beutling, dessen Fläche von 42,8 Hektar seit 1937 unter Naturschutz steht. Auf der Kuppe befindet sich ein 30 Meter hoher Aussichtsturm.
Nachbargemeinden sind:
Preußisch Oldendorf im nordrhein-westfälischen Kreis Minden-Lübbecke, Rödinghausen, Bünde und Spenge aus dem nordrhein-westfälischen Kreis Herford, Werther (Westfalen), und Borgholzhausen aus dem nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh sowie Dissen, Hilter, Bissendorf und Bad Essen aus dem Kreis Osnabrück.
| Bissendorf 16 km |
Bad Essen 18 km |
Rödinghausen 18 km |
| Georgsmarienhütte 27 km |
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Bünde 18 km |
| Dissen 19 km |
Borgholzhausen 12 km |
Spenge 17 km |
Die Stadt gliedert sich in acht Stadtteile. Diese sind Melle-Mitte, Buer, Bruchmühlen, Gesmold, Neuenkirchen, Oldendorf, Riemsloh und Wellingholzhausen.
Melle wurde erstmalig im Jahre 1169 urkundlich erwähnt[2]. 1443 verlieh der Osnabrücker Bischof Heinrich von Moers dem Ort die Rechte eines Wigbolds (Weichbild/Flecken/Halbstadt). Über die Vorstadt Osnabrück gehörte Melle zur Westfälischen Hanse. Nach der Annexion des Königreichs Hannover im Jahr 1866 fiel das Amt Grönenberg und damit auch die Stadt Melle an Preußen. 1885 wurden die ehemaligen hannoverschen Ämter aufgelöst. Aus dem Amt Grönenberg und der Stadt Melle wurde der preußische Kreis Melle gebildet. Die heutige Stadt Melle entstand aus dem alten Landkreis Melle. Am 1. Juli 1972 wurde der alte Landkreis mit 56 Gemeinden zur Stadt umgewandelt und gehört seitdem zum Landkreis Osnabrück.
Im Jahr 2006 richtete Melle den Tag der Niedersachsen aus.
Stand: 31. Dezember 2007
In der heutigen Form ist die Stadt Melle am 1. Juli 1972 aus dem Landkreis Melle durch Eingemeindung mehrerer selbstständiger Gemeinden und Samtgemeinden hervorgegangen.
Seitdem ist die Stadt mit 253,99 km² die flächenmäßig drittgrößte in Niedersachsen nach Neustadt am Rübenberge und Walsrode.
(jeweils zum 31. Dezember)
Die CDU hat zusammen mit der FDP die Mehrheit im Stadtrat.
Bürgermeister ist Dr. André Berghegger (CDU).
(Stand: Kommunalwahl am 10. September 2006)
Melle pflegt Städtepartnerschaften mit Bad Dürrenberg in Sachsen-Anhalt sowie mit Berlin-Reinickendorf. Französische Partnerstadt ist Melle in der Region Poitou-Charentes. Weitere Partnerstädte in Europa sind Jēkabpils (Jakobstadt) in Lettland, Resko (Regenwalde) in Polen und Sint-Denijs-Westrem, heute Stadtteil von Gent in Belgien. Die Partnerschaft mit Sint-Denijs-Westrem besteht schon seit über 25 Jahren und ist die am längsten andauernde Städtepartnerschaft Melles. Die Stadt unterhält weitere Partnerschaften mit New Melle (Bundesstaat Missouri) in den USA, Torschok in Zentralrussland sowie Niğde in der Türkei.
Melle-Wellingholzhausen pflegt eine Partnerschaft mit Röckwitz in Mecklenburg-Vorpommern.
Der Meller Ortsteil Eicken-Bruche unterhält eine Partnerschaft zu den „Eichendörfern“ Eke (Gemeinde Nazareth) in Belgien, Eecke (Arrondissement Dunkerque) in Frankreich und Eiken (Kanton Aargau) in der Schweiz. Diese Dörfer treffen sich alle zwei Jahre zum Vierdörfertreffen abwechselnd in den jeweiligen Partnergemeinden.
Melle-Bruchmühlen hat eine Partnerschaft mit Cires-lès-Mello im Département Oise in Frankreich.
Die Waldbühne Melle[3] ist eine Freilichtbühne in einem alten Steinbruch im Meller Berg. In der Nacht vom 6. auf den 7. Mai 2007 wurde durch einen Brandanschlag ein großer Teil des Bühnenbildes fast vollständig zerstört. Es wurde alles erneuert und die Waldbühne hat weiterhin viel Publikum.
Theateraufführungen gibt es außerdem als Veranstaltungen des Kulturrings Melle im Städtischen Festsaal, in der Kulturwerkstatt Melle Buer - verschiedene Schauspieltruppen - und von Laienspielscharen in den Stadtteilen Gesmold, Sondermühlen (plattdeutsch im Januar) und Wellingholzhausen. Die Laienspielschar des Gesangvereins Westerhausen hat jedes Jahr in mehren Vorstellungen ein heiteres Theaterstück.
2007 gründete sich die Theaterbande Phoenix als ein Tourneetheater mit Spielstätten schwerpunktmäßig im Osnabrücker Land; Sitz der Theatergruppe ist Melle.
Das Automuseum[4] ist unweit vom Bahnhof Melle und zeigt in einer denkmalgeschützten alten Möbelfabrik den Besuchern ca. 200 Fahrzeuge verschiedener Epochen als Leihgaben in ständigem Wechsel.
Das Grönegaumuseum im Grönenbergpark ist ein Heimatmuseum, das vier Häuser eines ansehnlichen Ensembles von regionaltypischen Fachwerkhäusern umfasst.
Im Traktoren- und Landmaschinen-Museum in Buer-Meesdorf sind historische Schlepper und andere alte landwirtschaftliche Maschinen zu sehen. Das Museum ist an jedem ersten Sonntag im Monat geöffnet.
Die katholische Kirche St. Matthäus in Melle-Mitte ist mit dem Martyrium des heiligen Matthäus ausgestattet. Das Gemälde, das der Domherr in Osnabrück und Minden sowie Propst an St. Johann in Osnabrück, Theodor Heinrich von Nehem, 1681 stiftete, malte in dessen Auftrag vermutlich der aus Italien stammende Andrea Alovisii, der fast zwanzig Jahre lang als Hofmaler in den Diensten des Fürstbischofs von Osnabrück, Franz Wilhelm von Wartenberg, stand.
Parks sind der Grönenbergpark, der Kurpark und der Friedenspark in Melle, der Bürgerpark in Wellingholzhausen, der Park der Generationen in Neuenkirchen und der Umweltbildungsstandort Bifurkation in Gesmold.
Im Meller Stadtgebiet sind mehrere Kilometer örtliche und überörtliche Wanderwege wie der etwa 90 Kilometer lange Ahornweg vorhanden. Ebenfalls gut erschlossen ist das Randwandernetz. Größere Radfernwege sind der Hase-Ems-Radweg (265 Kilometer) und der Else-Werre-Radweg (54,5 Kilometer).
Im Gebiet der Stadt Melle befinden sich Aussichtstürme auf dem Beutling in Wellingholzhausen, auf der Ottoshöhe in Melle und auf der Friedenshöhe Buer sowie die Diedrichsburg im Wildpark Ostenwalde in Melle.
In der Umgebung von Melle befinden sich zwei Sternwarten, die regelmäßig öffentliche Führungen anbieten. Die EXPO-Sternwarte in Melle-Oberholsten betreibt das größte Newton-Teleskop, das für die öffentliche Beobachtung genutzt wird.
Naturdenkmäler sind das Hasequellgebiet bei Melle-Wellingholzhausen mit der Hasequelle, Almaquelle und den Rehquellen sowie die Bifurkation bei Melle-Gesmold mit dem Umweltbildungsstandort.
Eine Besonderheit der örtlichen Küche ist Gesmolder Pickert.
Auf dem Flugplatz Melle-Grönegau starten Segel- und Motorflugzeuge.
Der Bahnhof Melle liegt an der Bahnstrecke Löhne–Rheine. Er wird im Zweistundentakt vom RE 60 „Ems-Leine-Express“ Rheine–Osnabrück–Minden–Hannover–Braunschweig sowie im Stundentakt von der RB 61 „Wiehengebirgsbahn“ Bad Bentheim–Osnabrück–Herford–Bielefeld bedient. Weitere Haltepunkte der RB 61 im Stadtgebiet sind Bruchmühlen und Westerhausen.
In den Regionalzügen gilt der DB-Nahverkehrstarif. Außerdem können die Pauschalangebote des NRW-Tarifs genutzt werden. Anbieter im Schienenpersonennahverkehr sind die DB Regio Niedersachsen (nur Bahnhof Melle, Regional-Express und InterCity) und seit Dezember 2007 fährt im Öffentlichen Personennahverkehr die Westfalenbahn und hält an allen drei Bahnhöfen.
Das Stadtgebiet wird von einem sternförmigen Busnetz erschlossen. Eine Regionalbuslinie verbindet Melle im Stundentakt mit Bissendorf und Osnabrück. Bustreffpunkt ist der ZOB in der Nähe des Stadtzentrums, etwa 800 m vom Bahnhof entfernt. Eine Buslinie bedient zeitweise den Bahnhof direkt, andernfalls eine Haltestelle in etwa 200 m Entfernung. Die Stadt hat ein Nachtbusnetz mit sechs Linien. Im Busverkehr des Landkreises Osnabrück gilt der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS).
Melle ist über die A 30, die das Stadtgebiet in west-östlicher Richtung durchquert, an das Fernstraßennetz angebunden. Von Westen kommend ist die erste Abfahrt Gesmold, es folgen die Abfahrten Melle West, Melle Ost und Riemsloh, ehe die BAB die Stadt verlässt. Die nächste Abfahrt Bruchmühlen bezeichnet nicht den Meller Stadtteil Bruchmühlen, sondern den gleichlautenden Teil von Rödinghausen.
Ein wesentlicher wirtschaftlicher Faktor der Stadt Melle ist die Holzverarbeitung. Weitere Zweige gibt es in der Metall-, Nahrungs- und Kunststoffverarbeitung. Die Firma Tetra (Hersteller) wurde in Melle gegründet. In den vergangenen Jahren hat sich Melle auch immer mehr zum Logistikstandort entlang der Bundesautobahn A 30 entwickelt.
Im Stadtgebiet befinden sich elf Grundschulen, fünf Hauptschulen mit zwei Außenstellen, drei Realschulen mit einer Außenstelle, ein Gymnasium mit einer Außenstelle, eine Berufsbildende Schule[6], eine Freie Schule, eine Sonderschule sowie eine Schule für Erziehungshilfe.
Das Ehrenbürgerrecht wurde 1869 in Melle zum ersten mal verdienten Bürgern bei kommunalen Veranstaltungen und großen Feiern verliehen[7].
Hinzuweisen ist noch, dass am 31. Oktober 1937 dem damaligen preußischen Ministerpräsidenten und späteren Reichsmarschall Hermann Göring, dem Reichsjugendführer Baldur von Schirach und dem Gauleiter Weser-Ems Carl Röver das Ehrenbürgerrecht verliehen wurde.
Im Stadtgebiet Melle befinden sich 16 Feuerwehrstützpunkte (Altenmelle, Bakum, Buer, Hoyel, Riemsloh, Groß-Aschen, Bruchmühlen, St.Annen, Neuenkirchen, Wellingholzhausen, Gesmold, Oldendorf, Niederholsten, Markendorf, Tittingdorf und Melle-Mitte) und zwei Werkfeuerwehren (Fa. Schomäcker (Federnwerk), Fa. Westland Gummiwerke und Assmann Büromöbel), fünf Deutsche Rote Kreuz (DRK) Standorte und einen Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW). Außerdem befindet sich eine Rettungswache der „Rettungsdienst und Krankentransport im Landkreis Osnabrück e.V.“ mit drei Rettungswagen und einem Notarztfahrzeug. Informationen zum Unfallgeschehen und Brände im und um das Stadtgebiet Melle erhalten Sie von den Hilfsorganisationen, der Feuerwehr[11], des DRK[12] und des THW[13] auf den jeweiligen aktuellen Internetseiten.
Meller Geschichten von Wilhelm Knigge. Verlag: Buchhandlung Sutmöller, Melle - 2002. ISBN 978-3-9807651-4-5
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