Donnerstag, 24.05.2012



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Meersburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Meersburg
Meersburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Meersburg hervorgehoben
47.6958333333339.2708333333333444Koordinaten: 47° 42′ N, 9° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Bodenseekreis
Gemeindeverwal-
tungsverband:
Meersburg
Höhe: 444 m ü. NN
Fläche: 12,08 km²
Einwohner: 5581 (30. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 462 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88709
Vorwahl: 07532
Kfz-Kennzeichen: FN
Gemeindeschlüssel: 08 4 35 036
Adresse der Stadtverwaltung: Marktplatz 1
88709 Meersburg
Webpräsenz:
Bürgermeister: Martin Brütsch (parteilos)
Lage der Stadt Meersburg im Bodenseekreis
Karte

Meersburg ist eine Stadt im baden-württembergischen Bodenseekreis. Sie liegt zwischen Friedrichshafen und Überlingen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Meersburg liegt am nördlichen Ufer des Bodensees, am Übergang vom Obersee zum Überlinger See auf einer Höhe von 400 bis 500 Meter. Allein zwischen Unter- und Oberstadt besteht ein Höhenunterschied von 40 Meter. [2]

Klima

Monatsmittelwerte für Meersburg am Bodensee, 1961 bis 1990
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) -0,2 1,1 4,5 8,3 12,7 16,0 18,2 17,5 14,6 9,6 4,3 0,8 Ø 9
Niederschlag (mm) 57,4 52,0 56,2 77,5 97,9 116,0 110,7 103,5 80,9 58,7 71,8 59,3 Σ 941,9
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56,2
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116,0
110,7
103,5
80,9
58,7
71,8
59,3


Quelle: DWD Klimadaten Deutschland[3]

Geschichte

Die Burg, die als Wahrzeichen der Stadt gilt, wurde erstmals 988 in einer Urkunde Ottos III. als Meresburg genannt und geht vermutlich auf eine merowingische Befestigung am Fähr-Übergang der wichtigen Straßenverbindung vom Oberschwaben über Konstanz in die Schweiz zurück.
Panorama von Meersburg
Meersburg Plan
Die Königsburg, zu der vermutlich bereits eine kleine Siedlung gehörte, war seit der Mitte des 11. Jahrhunderts in der Hand von königlichen Lehnsträgern, die sich nach ihr nannten, und ging dann in den Besitz der Bischöfe von Konstanz über, die es als Lehen an die Grafen von Rohrdorf ausgaben. Aus dieser Zeit stammen wohl auch die ältesten Bauteile.

Fürstbischöfliche Zeit

Nach dem Aussterben der Grafen 1210 blieben Burg und Siedlung im unmittelbaren Besitz des Bischofs. Der 1268 in Neapel hingerichtete Stauferkönig Konradin verbrachte seine letzten Lebensjahre hier.

Die Siedlung entwickelte sich vor allem oberhalb der Burg, im Bereich der späteren Oberstadt, die 1233 Marktrecht, vor 1260 eine Mauer und 1299 unter dem Konstanzer Bischof Heinrich von Klingenberg das Stadtrecht nach Ulmer Vorbild erhielt. Im selben Jahr wurde die unterhalb der Burg gelegene Siedlung am Seeufer durch Aufschüttung so erweitert, dass Raum für einen großen Marktplatz und die Erweiterung der Siedlung zur Unterstadt entstand. Im Jahr 1334 wurde die Stadt von Kaiser Ludwig dem Bayer erfolglos belagert.

Auseinandersetzungen der Bürgerschaft mit dem bischöflichen Stadtherren um die Ausgestaltung der Stadtverfassung („Stadtrechtskämpfe“) endeten 1458 mit der Niederlage der Bürger. Der Bürgermeister Simon Weinzürn wurde 1461 ohne richterliches Urteil im Bodensee ertränkt. Ein Konstanzer Chronist schildert die Tötung Weinzürns so: „… Hier musste er sich außerhalb des Schiffs auf ein (über den Bordrand gelegtes) Brett setzen, während der bischöfliche Vogt sich innerhalb setzte. An tiefer Stelle angelangt, stand der letzterer dann auf und der letzte fiel mit dem Brett in den See und ertrank.“ [4] Das Amt des Bürgermeisters wurde abgeschafft. [5]

Im Jahr 1509 wurde das Alte Schloss ausgebaut sowie in der Unterstadt der Getreidespeicher („Gredhaus“) und der Hafen gebaut. [6]

Fürstbischöfliche Residenzstadt

1526 siedelte der bischöfliche Hof des Bischofs Hugo von Hohenlandenberg aus dem evangelisch gewordenen Konstanz hierher über. Erst 1575 wurde das Amt des Bürgermeisters wieder eingeführt.

Die Schweden und Württemberger plünderten Meersburg in den Jahren 1618 bis 1648 des Dreißigjährigen Krieges. Durch die Pest in den Jahren 1635/36 und 1646 schrumpfte die Meersburger Bevölkerung auf ein Sechstel. An diese Zeit erinnert der Fasnachtsbrauch des „Schnabelgiere“ sowie die „Gesellschaft der Hundertein Bürger“ (Gedenkstein an der Ostseite der Stadtkirche). [7]

Die Burg Meersburg war bis zur Fertigstellung des Neuen Schlosses 1750 ständige Wohnung des Bischofs. Vor allem das 18. Jahrhundert prägte mit dem Bau aus Neuem Schloss (nach 1712), Priesterseminar (1732-35) und Reit- oder Stallhof (ab 1751) das barocke Panorama Meersburgs am Steilufer zum Bodensee.

Kardinal Franz Konrad von Rodt und sein Nachfolger (und Bruder) Maximilian Christoph von Rodt residierten bereits im Neuen Schloss. Meersburg blieb Residenz des Bischofs bis zur Aufhebung des Bistums 1803.

Badische Zeit

Nach dem Übergang des Bistums Konstanz an Baden im Reichsdeputationshauptschluss 1803 war Meersburg bis 1807 Hauptstadt des Oberen Fürstentums am See, 1803 bis 1857 Hauptort des Amtsbezirks Meersburg und 1814 bis 1836 Sitz des Hofgerichts des badischen Seekreises (in der Burg).

Teile der Stadtbefestigung wurden 1820 bis 1845 abgerissen. Das Alte Schloss selber wurde 1838 durch Freiherr Joseph von Laßberg erworben und so vor dem Abriss bewahrt.

Die Burg Meersburg beherbergt heute ein Museum mit spätgotischen und barock stuckierten Innenräumen und einer im 20. Jahrhundert zusammengetragenen Einrichtung und gilt als „älteste, vollständig erhaltene und bewohnte Burg Deutschlands“.

Außerhalb der Stadt befindet sich, wenige Schritte vom Obertor in den Weinbergen, das Fürstenhäusle, ein ehemaliges, um 1600 erbautes Rebhaus, welches Annette von Droste-Hülshoff von 1843 bis 1848 gehörte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde es durch einen rückwärtigen Anbau wesentlich erweitert. Im unverändert erhaltenen Vorderteil befindet sich ein Museum, welches an die Dichterin erinnert.

Der Hafen wurde 1850 für Dampfschiffe umgebaut, 1870 die Seepromenade ausgebaut, 1921 die Altstadt elektrifiziert, 1928 Meersburg als Hafen für die Autofähre nach Konstanz empfohlen und durchgesetzt und 1933 mit dem Bau des Strandbades begonnen. [8]

Meersburg im Land Baden-Württemberg

Meersburg: Ansicht vom See (1962)

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden Umgehungsstraßen (Töbelestraße, B 31 Ortsumgehung) und Großparkplätze angelegt, die Altstadt unter Denkmalschutz gestellt und saniert, die Infrastruktur verbessert (Kindergarten, Schule, Seglerhafen, Therme) und die kulturelle Ausstrahlung verstärkt (Kulturamt, Knabenmusik, Städtische Galerie, Droste-Preis, internationale Konzerte). [9]

Am 1. Februar 1972 wurde die Gemeinde Baitenhausen in die Stadt Meersburg eingemeindet.

Wappen

Wappenbeschreibung: In Gold über blauem Wellenschildfuß eine rote Burg mit Zinnenturm, beiderseitigem Pultdach und offenem Tor. Das Wappen ist ein sogenanntes sprechendes Wappen, das die Namensbestandteile „Meer“ und „Burg“ darstellt.

Religion

Meersburg war seit 1551 nicht nur Verwaltungssitz des (weltlichen) Fürstbistums Konstanz, sondern bis zur Teilung in die Diözesen Freiburg und Rottenburg 1827 auch des geistlichen Bistums Konstanz. War Meersburg also auch nach der Reformation zunächst katholisch, so finden sich heute auch andere Konfessionen am Ort. Neben einer römisch-katholischen Gemeinde gibt es auch eine evangelische und eine neuapostolische Gemeinde, sowie die Zeugen Jehovas.

Die katholische Stadtkirche befindet sich am höchsten Punkt der Oberstadt. An der Stelle des Turms der katholischen Pfarrkirche befand sich früher ein Turm der Stadtbefestigung. Die Pfarrkirche selber wurde 1827 bis 1829 erbaut.

Die barocke Schlosskapelle befindet sich (vom Schlossplatz aus gesehen) im linken Teil des Neuen Schlosses und ist nur vom Schlossplatz her durch eine Holzpforte zugänglich. Sie wurde unter Fürstbischof Damian Hugo Graf von Schönborn (Regierungszeit von 1740 bis 1743) errichtet und dient seit 1864 als evangelische Stadtpfarrkirche. Interessant ist die "Fürstenloge", von der der Fürstbischof den Gottesdienst verfolgen konnte, ohne das Neue Schloss zu verlassen. In der anfänglichen Planung war der Gebäudeteil als Pferdestall vorgesehen, wurde dann aber für den Bischof und den Hofstaat umgebaut. Der Pferdestall wurde weiter in östlicher Richtung mit dem Reithof gebaut. Die Architektur geht auf Balthasar Neumann zurück. [10]

Bevölkerungsentwicklung

Meersburg blieb im Zweiten Weltkrieg unzerstört. Die Bevölkerungszahl wurde aber durch die im Krieg gefallenen Einwohner und durch den Zuzug von Flüchtlingen beeinflusst.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verdoppelte sich dann die Zahl der Einwohner von 2600 im Jahr 1950 auf 5500 Einwohner im Jahr 2006. [11]

Politik

Meersburg hat sich mit den Gemeinden Daisendorf, Hagnau, Stetten und Uhldingen-Mühlhofen zu einem Gemeindeverwaltungsverband zusammengeschlossen und ist Sitz dieses Verbandes.

Bürgermeister

  • 1919–1937: Karl Moll
  • 1937–1946: Fritz Vogt
  • 1945–1946: Bruno Helmle
  • 1946–1948: Otto Ehinger
  • 1948–1958: Hans Netscher
  • 1958–1968: Franz Gern
  • 1969–1980: Horst Eickmeyer
  • 1981–1997: Rudolf Landwehr (CDU)
  • 1997–2005: Heinz Tausendfreund (CDU)
  • 2005-2009: Sabine Becker (CDU)
  • seit 2009: Martin Brütsch (parteilos)

Im zweiten Wahlgang der Bürgermeisterwahl am 28. November 2004 wurde Sabine Becker mit absoluter Mehrheit (56%) zur neuen Bürgermeisterin gewählt. Sie ist die erste Bürgermeisterin im Bodenseekreis und war ab dem 1. Februar 2005 bis 2009 im Amt. Bei der Bürgermeisterwahl 2009 trat Sabine Becker in Meersburg nicht mehr an. Sie ist seit 2009 Bürgermeisterin von Überlingen.

Im zweiten Wahlgang der Bürgermeisterwahl am 1. Februar 2009 wurde mit relativer Mehrheit und 35,36 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen Martin Brütsch (parteilos) gewählt. [12]

Gemeinderat

Meersburg vom See aus gesehen

Nach der Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:

CDU 38,1 % -2,9 8 Sitze -1
UMBO 17,5 % -1,2 3 Sitze ±0
FWV 15,4 % -3,4 3 Sitze ±0
SPD 12,3 % -2,7 2 Sitze -1
Umweltgr. 6,7 % +6,7 1 Sitz  +1
Die Grünen 6,6 % +0,1 1 Sitz  ±0
Andere 3,3 % +3,3 0 Sitze ±0

Partner- und Patenschaften

Städtepartnerschaften bestehen mit

Außerdem hat Meersburg die Patenschaft für den Versorger Meersburg (Schiffs-Nr. A 1418) der Bundesmarine und den Lufthansajet Meersburg (Nr. D-ACHB) übernommen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Meersburg hat Bedeutung als Weinbau- und Tourismusort. Der sonnige Hang ist durch seine Ausrichtung nach Süden und durch das milde Bodenseeklima für den Weinbau geradezu prädestiniert. Im Jahr 2004 war Meersburg der Veranstaltungsort des Ride to the Lake Urban Freeride Events.

Tourismus

Durch die günstige Erreichbarkeit per Schiff und PKW und durch die besonders idyllische Lage zieht Meersburg mit seinen teilweise überregional bekannten Restaurants und Weinstuben in der Urlaubssaison ungefähr eine Million Tagesausflügler an. Den 250000 Übernachtungsgästen pro Saison stehen zahlreiche Hotels, Pensionen, Gasthöfe, Ferienwohnungen und Privatzimmer zur Verfügung. Meersburg besitzt das Prädikat "Erholungsort". [13]

Meersburg gehört zum alemannischen Sprachraum. Es liegt in der Regio D-A-CH.

Weinbau

Weinberg, Meersburg, der Bodensee und die Alpen

Die Weinhänge Richtung Unteruhldingen und Hagnau sind vom Schiff und von der Fähre aus gut zu sehen. Dazu kommen Reblagen nördlich der Bundesstraße 33. Die Weinanbaufläche in den Gemarkungen Meersburg und Stetten umfasst ca. 120 Hektar und liefert etwa 1 Million Liter Wein. [14] Die begrenzte Anbaufläche teilt sich auf mehrere Winzer auf. Die Betriebe werden sowohl genossenschaftlich (57 Hektar von der Stadt Meersburg gepachtet)[15], als Stiftung (Konstanz), staatlich, in markgräflicher und fürstlicher Tradition als auch rein privatwirtschaftlich geführt. Ein privater Winzer in Meersburg-Stetten am Höhenweg von Meersburg nach Hagnau wurde sogar vom renommierten Weinführer Gault Millau 2007 mit sehr guten drei Trauben ausgezeichnet. [16]

Der Anbau in den Meersburger Lagen in 444 bis 500 Meter Höhe ist nur durch die Besonderheiten des Seeklimas möglich. Der Bodensee speichert die Wärme der Sonne, wirkt damit mildernd auf das Klima und sorgt für einen langen, milden Herbst. Hinzu sorgt die häufige Föhnwetterlage und die Reflexion der Sonne vom See auf die Uferhänge für gutes Weinbauklima. [17]

Wichtige Rebsorten sind Müller-Thurgau und Spätburgunder, aus dem in Meersburg Rotwein (durch Vergärung von Saft, Fleisch und Haut der Beeren) sowie der goldgelbe bis bernsteinfarbene Weißherbst (Vergärung des Safts ohne Fleisch und Haut der Beeren) ausgebaut wird. Weitere Rebsorten sind Grauer Burgunder, der in der lieblichen Ausbaustufe Ruländer und in der trocken Grauburgunder genannt wird. Rebsorten, die ein besonderes Bukett ergeben, sind der Traminer, Bacchus, Kerner und Sauvignon Blanc. Eine weitere wichtige Rebsorte ist auch der Weißburgunder. [18]

Bekannte Meersburger Weinlagen (Einzellagen) sind von West nach Ost: Chorherrnhalde, Fohrenberg, Rieschen, Jungfernstieg, Sängerhalde, Bengel, Haltnau, Lerchenberg. Allgemein gehört Meersburg zu der Großlage Sonnenufer. [19] Weinbau in Meersburg ist seit 1324 urkundlich belegt. Die besonderen Weinlagen waren bis zur Säkularisation im Besitz der Fürstbischöfe von Konstanz. [20]

Verkehr

Wassermühle im Fachwerkstil, heute Wohnhaus an der Treppe zum Alten Schloss
  • Die Altstadt von Meersburg ist Fußgängerzone. Unter- und die höher gelegene Oberstadt sind durch die Burgtreppe, Rieschentreppe und die steile Steigstraße miteinander verbunden. Autofahrer umfahren die Unter- und Oberstadt auf der B 33 (Serpentine), die den einzigen Zugang zur Fähre darstellt.

Behörden

Meersburg ist Sitz des Dekanats Linzgau des Erzbistums Freiburg.

Bildungseinrichtungen

Die Stadt Meersburg verfügt über zwei Schulen:

Das Droste-Hülshoff-Gymnasium ist ein staatliches Aufbaugymnasium mit angeschlossenem Internat. Schulleiterin ist Annette Brunke-Kullik, stellvertretender Schulleiter ist Heinz Scholten. Im Gymnasium arbeiten 52 Lehrer; es wird von 629 Schülern in 18 Klassen besucht.[21] Die durchschnittliche Klassengröße war mit 25,4 Schülern im Schuljahr 2006/07 die niedrigste im Bodenseekreis an einem Gymnasium.

Die Sommertalschule ist eine Grund- und Hauptschule mit 24 Lehrern und 335 Schülern in 15 Klassen. Schulleiter ist Jürgen Ritter, stellvertretender Schulleiter ist Wolfgang Fitz.[22] Im Schuljahr 2006/07 waren 26 % der Schulübergänge von der Grundschule an Hauptschulen, 26 % an Realschulen und 48 % an Gymnasien.[23]

Freizeit- und Sportanlagen

In Meersburg gibt es ein Freibad und ein Thermalbad, eine Sporthalle, eine Tennisanlage mit fünf Tennisplätzen, einen Skatepark und eine Minigolfanlage.

Sport

Meersburg verfügt über einen großen Sportverein. Der TuS Meersburg umfasst unter anderem die Sportdisziplinen Fußball, Turnen,Volleyball und Leichtathletik. Die Fußballabteilung spielt in der so genannten Sommertalarena, wo gegen Ende 2007 ein neuer Rasenplatz für ungefähr 120.000 Euro fertiggestellt wurde. Die Turner und Volleyballer sind heimisch in der Sommertalhalle, die zu einer der modernsten im ganzen Bodenseekreis gehört.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Musik

Knabenmusik, Stadtkapelle und Fanfarenzug vertreten Meersburg musikalisch.

Literatur

Die Stadt Meersburg vergibt in unregelmäßigen Abständen den Droste-Preis an Schriftstellerinnen zum Gedenken an Annette von Droste-Hülshoff.

Museen

Die Meersburg
Das Haus der Anette von Droste Hülshoff in Meersburg (Fürstenhäusle), das heute ein Droste-Museum beherbergt, aber nie dauerhaft von ihr bewohnt wurde

Das Zeppelinmuseum in Meersburg und das Zeppelin Museum in Friedrichshafen ergänzen sich. Die Meersburger Museumsstücke des Zeppelinmuseums wurden und werden in Privatinitiative zusammengestellt. Besonders werden Originalbauteile, Uniformen, Inventar und Modelle gezeigt. Insgesamt umfasst die Sammlung 10000 Exponate.[24]

Burgmuseum (Alte Burg Meersburg): Es gibt diverse Ausstellungsstücke aus dem Mittelalter zu sehen. Unter anderem sind auch das Arbeitszimmer und das Schlaf- und Sterbezimmer von Annette von Droste-Hülshoff zu besichtigen. Davon abgesehen ist auch ein Großteil der Burg begehbar, so kann man beispielsweise auch den Rittersaal, den Königssaal, die Waffenkammer, die Folterkammer und den Dagobertsturm besichtigen.

Im Neuen Schloss sind drei Museen untergebracht.

Das Dornier-Museum ist dem Lebenswerk des Flugzeugkonstgrukteurs Claude Dornier (*1884; †1969) gewidmet und dokumentiert Firmengeschichte, Produktionsstätten und Flugzeugmodelle, unter anderem die Do X.
In der Ausstellung der Städtischen Galerie Meersburg werden Bodensee- und Meersburg-Motive präsentiert. Für den Malerpoeten Hans Dieter (*14. Januar 1881, †30. Dezember 1968) ist ein eigener Ausstellungsraum eingerichtet. Er wurde zum Ehrenbürger von Meersburg ernannt „im Werte eines reichen Kunstschaffens, das wahrhaft in der Natur wurzelt“.[25] Von seinen Bildern werden gezeigt „Meersburg im Winter“ o. J. sowie „Adagio“ von 1933 (mit Regenbogen über dem Bodensee). Hans Dieter ist auf dem Meersburger Friedhof in einem künstlerisch gestalteten Grab mit seinem Kopfprofil in Messing und dem Sinnspruch "Einer, der seiner Wege ging" beigesetzt. Auch den Werken von Waldemar Flaig (1892-1932) ist ein eigener Raum gewidmet. Hervorzuheben sind seine Bilder „Bodenseelandschaft“, „Schwarzwaldlandschaft“ sowie „Mondnacht in Meersburg“ von 1931 mit Abbildung des Hafens und der Burg. Ferner gibt es einen Raum für die Werke von Kasia von Szadurska (*1876 in Russland; †1942 in Berlin-Charlottenburg), deren Werke in der Konstanzer Wessenberggalerie 1937 als „entartet“ eingezogen wurden. Sie malte auch Portraits und Frauenakte. Ins Auge fallend sind die Bilder „Sturm am See“ um 1929 sowie „Blick bei Meersburg auf Bodenseeufer“ und „Meersburg von Konstanz aus gesehen“ von 1940. Die Bilder von Fritz Heinsheimer (*6. Mai 1897, †8. August 1958), der 1921 nach Meersburg übersiedelte und ebenfalls im Dritten Reich verfolgt wurde, werden wegen Platzmangels kaum gezeigt. Bemerkenswert ist sein Bild „Weinberge am Bodensee“ von 1927. Weitere Einzelbilder mit Panoramen der Stadt in verschiedenen Epochen werden gezeigt.
Die Fürstbischöflichen Gemächer im Obergeschoss wurden in der Art barocker Audienz- und Privaträume nachträglich möbliert. Ein zentraler Raum dient für Konzerte.

Das Weinbaumuseum wurde in den 1950er Jahren vom Staatsweingut eingerichtet. Es befindet sich im Neubau von 1680 des Heilig-Geist-Spitals in der Vorburggasse. Im Untergeschoss befand sich der Torkel. Im Obergeschoss dieses Hauses starb 1815 der Arzt und Heiler Franz Anton Mesmer.

Im Weinbaumuseum ist der Heilig-Geist-Torkel (Kelter, Weinpresse) von 1607 ausgestellt. Ferner ein Fass mit 50000 l Fassungsvermögen, das „Türkenfass“. Weiter werden gezeigt eine Flaschensammlung, geschnitzte Fassböden, und Küferwerkzeuge.

Stadtmuseum: Dokumentation zu Franz Anton Mesmer

Bibelgalerie: Erlebnisausstellung zur Welt der Bibel

Droste-Museum im Fürstenhäusle: Es liegt mitten in einem Rebberg oberhalb der Oberstadt. Es wird Fürstenhäusle genannt nach dem Konstanzer früheren Domherrn und späteren Fürstbischof Jacob Fugger von Kirchberg und Weißenhorn. Er ließ das Gartenhaus im 16. Jahrhundert als Hort der Zuflucht bauen. Es wurde der Kirche durch die Säkularisation enteignet. Annette von Droste-Hülshoff ersteigerte das Fürstenhäusle im November 1843 von der Meersburger Priesterhausverwaltung. Das Arbeitszimmer mit Aussicht auf den Bodensee nannte sie „Schwalbennest“. [26] In einem Brief an Elise Rüdiger, geborene Hohenhausen von 1843 schreibt sie: „Die Aussicht ist fast zu schön, d. h. mir zu belebt, was die Nah- und zu schrankenlos, was die Fernsicht betrifft.“ [27]

Aussichtspunkte

Panorama auf der Friedrichshöhe aufgenommen
Blick von der Terrasse des neuen Schlosses zur Burg und Unterstadt
  • Von der Terrasse des Neuen Schlosses: Blick auf Burg, Unterstadt und den Bodensee.
  • Vom Känzele: gelegen zwischen Priesterseminar (heute Droste-Hülshoff-Gymnasium) und Reithof (heute Staatsweingut) - oberhalb der Reblage Rieschen ergibt sich eine beeindruckende Sicht auf den Hafen und den See.
  • Von der Rieschentreppe, die mit 171 Stufen direkt von der Schiffsanlegestelle hinauf in die Oberstadt führt. Auf halber Höhe inmitten des Weinhanges Rieschen findet sich eine Aussichtsplattform mit dankbar genutzten Sitzbänken, ebenso am oberen Treppenende (am so genannten Glatten Stein). Blick auf das Hafentreiben und die Unterstadt.
  • Von der Seepromenade in der Unterstadt lassen sich See, Schiffsbetrieb, Fische, Wasservögel und bei guter Fernsicht das Panorama der Alpen beobachten.
  • Im Verlauf des Höhenweges Meersburg - Hagnau eröffnen sich vom Wetterkreuz sowie vom Ehrenmal aus Ausblicke auf den See und das Schweizer Ufer.
  • Friedrichshöhe (Wasserturm) im Verlauf der Von-Laßberg-Straße bietet ein Wasserturm einen Panoramablick auf die historische Stadt, den See und die Alpen.

Stadtbefestigung

Obertor in Meersburg mit Häusern auf der Stadtmauer
Zugangsportal zur Unterstadt

Die mittelalterliche Stadtbefestigung schützte Burg, Ober- und Unterstadt.[28] Gegen feindliche Übergriffe bestand die Kombination aus Burg, Burggraben und Stadtmauern.

Als Überreste der Stadtbefestigung sind in der Unterstadt das Unterstadttor und in der Oberstadt das Obertor erhalten. Die Befestigung in der Oberstadt verlief vermutlich in halbrunder Linienführung vom Turm der katholischen Stadtkirche - Mauerreste und Wehrturm „Am Stadtgraben“ - Obertor (Die Häuser zu beiden Seiten des Obertors sind direkt auf die Stadtmauer gebaut.) - Rückseite der Häuser der „Vorburggasse“ - Gewölbekeller des Staatsweinguts Meersburg. Der Gewölbekeller ist um 1720 in der Vertiefung des Stadtgrabens in der Regierungszeit von Fürstbischof Johann Franz Schenk von Stauffenberg angelegt worden.[29]

Das Obertor wurde um 1300 erbaut als Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Das Brückenhaus des Obertors wurde 1838 abgerissen. [30] In der Unterstadt gab es am Hafen das „hintere Seetor“, das 1852 abgebrochen wurde.[31]

Im Mittelalter wurde im Neuweiher bei Daisendorf Wasser gesammelt, um von dort den Stadtgraben von Meersburg mit Wasser zu füllen oder zu fluten.[32] Das Wasser aus dem Neuweiher fließt heute durch den Haselbach in den Siechenweiher [33] am nordöstlichen Stadtrand von Meersburg und von dort in den Bodensee. Die Wasserläufe in der Meersburger Altstadt wurden Mitte des 20. Jahrhunderts überdeckelt und münden in den Bodensee.

Es gab einen Fluchtweg aus der Burg. Dieser entstand während der Burgbelagerung durch die Schweden im 16. Jahrhundert und führt aus einem Haus in der Unterstadt direkt in den Burgstall, wo dessen Einstieg auch heute noch im Rahmen einer Burgbesichtigung zu sehen ist.

Bauwerke

Neues Schloss
Panorama von Meersburg um 1800

Die Burg Meersburg (Altes Schloss) mit Dagobertsturm (langjähriger Wohnort der Droste, siehe insbesondere deren Gedicht „Am Turme“).

Vom See her ergibt sich eine einzigartige Sicht auf Meersburg. Neben dem Alten Schloss sind auch die Gebäude zu sehen, die unter den Konstanzer Fürstbischöfen (u. a. Johann Franz Schenk von Stauffenberg) als Barockensemble in der Oberstadt gebaut wurden: das rote Neue Schloss (1712 - 1762), der gelbe Reit- und Stallhof (1751 - 1760) und das rote ehemalige Priesterseminar (1725 - 1735).

Das Gebäude des ehemaligen Reithofs des Fürstbischofs beherbergte Stallungen und Kutschenremisen und wurde später von der Weinbaudomäne bzw. dem Staatsweingut und dann von der Volksschule bzw. dem Aufbaugymnasium genutzt.

Das Gebäude des Priesterseminars, das oberhalb der Reblage Rüschen und über dem Hafen thront, wurde immer für Ausbildungszwecke genutzt: von 1735 bis 1825 zur Ausbildung katholischer Priester, dann als katholisches Lehrerseminar, Aufbaurealschule (1925 - 1937), Reichsfinanzschule (1937 -1945), Pädagogium für angehende Volksschullehrer (1946 - 1953) und als Aufbaugymnasium (seit 1952). Die Schule heißt heute Droste-Hülshoff-Gymnasium. Durch diese Zweckbestimmungen war die im Priesterseminar gelegene Barockkapelle mit Deckenfresken über die Pestzeit für die Öffentlichkeit nie zugänglich. [34]

Die Fachwerkhäuser in der Oberstadt in der Steigstraße, der Winzer- und Kirchgasse bilden ein romantisches Ensemble. Das Fachwerk war um 1920 noch mit Putz bedeckt. [35] Die Handelsstraße von Konstanz nach Ravensburg verlief über die Steigstraße.[36]

Das Glaserhäusle in Meersburg aus dem 18. Jahrhundert, ein Literaturmuseum, wurde zum „Denkmal des Monats August 2004“ ernannt. Das westlich beim Sommertal am Waldrand über den Rebhängen gelegene Häusle wurde im Jahr 1909 vom Philosophen Fritz Mauthner (1849-1923) und der Schriftstellerin Harriet Straub (1872-1945) gekauft. Mauthner starb 1923, Straub 1945. Sie haben ein gemeinsames Ehrengrab auf dem Meersburger Friedhof. Wilhelm Restle (1884-1980) war seit 1923 Stadtpfarrer von Meersburg und trug in der schwierigen Zeit bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zur Erhaltung des Glaserhäusles bei. Auch er hat ein Ehrengrab auf dem Meersburger Friedhof. [37]

Die Alte Schmiede im nordwestlich gelegenen Ortsteil Schiggendorf wurde von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zum Denkmal des Monats Mai 2005“ ernannt.

Kunstwerke im öffentlichen Raum

Mesmer und seine Widersacher. Plastik von Peter Lenk, Hafenmole in Meersburg

Die Magische Säule auf der Hafenmole wurde von Peter Lenk geschaffen und setzt damit die Reihe seiner Kunstwerke an den Schiffsanlegestellen des Bodensees fort: nach der Imperia-Figur an der Hafeneinfahrt Konstanz, dem Reiter über den Bodensee bei der Anlegestelle in Überlingen, jetzt (2007) die Magische Säule an der Hafeneinfahrt in Meersburg. In diesem filigranen Werk werden Begebenheiten und Persönlichkeiten mit Bezug zur Meersburger Stadtgeschichte dargestellt. An einem hohen Pfahl sind der Meersburger Amor des Fürstbischofs aus dem 13. Jahrhundert, Freiherr Joseph von Laßberg, Wendelgart von Halten (Haltnau-Sage), Franz Anton Mesmer und Johann Joseph Gassner (Exorzist) dargestellt. Am oberen Ende des Pfahles schwebt, symbolisch als angreifende Möve dargestellt, Annette von Droste-Hülshoff. Das Denkmal ist derartig transparent, dass die Sicht auf die Stadtkulisse nicht gestört wird.

Gedenkstätten

Auf dem städtischen Friedhof Meersburg sind die Gräber von Annette von Droste-Hülshoff, Franz Anton Mesmer und Fritz Mauthner erhalten.

Die kleine vergitterte Kapelle „Zum Frieden“ am Wegesrand des Spazierweges „Am Rosenhag“ beherbergt eine Kopie der Stalingradmadonna in Form eines Gobelins durch die russische Künstlerin Elena Kikopule. Die Kapelle wurde im 17. Jahrhundert unter Fürstbischof Franz Johann von Praßberg gebaut und wegen Straßenbaus hierher, vor die Einmündung in die Töbelestraße, umgesetzt.

Die am äußersten Südosten des Meersburger Gebietes und am südlichen Rand von Stetten gelegene Kriegsgräberstätte Lerchenberg ist auch über den Höhenweg (Fußweg) Meersburg - Hagnau zu erreichen. Auf diesem mit Muschelkalk-Mauern eingefriedeten Gelände oberhalb der Rebhänge sind 69 Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg beigesetzt. Eine Inschrift in schwarzen Lettern weist darauf hin, dass diese Stätte auch den Kriegstoten geweiht ist, „deren Gräber uns unerreichbar sind“ (Volksbund Deutsche Kriegsgräber).

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Die Internationalen Schlosskonzerte werden mit wechselnde Werken und Solisten von März bis Dezember im Spiegelsaal des Neuen Schlosses aufgeführt.
  • Alljährlich im Mai werden die Droste-Literaturtage veranstaltet.
  • Das Seenachtsfest lässt die Stadtkulisse durch Feuerwerk und Beleuchtung in anderem Licht erscheinen.
  • Das Meersburger Jazz-Festival findet jährlich an einem Wochenende im Reithof statt.
  • Beim Bodensee-Weinfest im September auf dem Schlossplatz und in der Vorburggasse haben die Besucher die Gelegenheit, die Weine der Winzer aus Meersburg und Umgebung zu vergleichen.

Meersburger Brauchtum

Es ist Bestandteil der schwäbisch-alemannischen Fasnet.

  • Schnabelgiere-Umzug: Einmal im Jahr zieht der Schnabelgiere, eine als weißer Vogel mit rotem Schnabel verkleidete Person, durch die Stadt und teilt an die ihn umringenden Kinder Esswaren aus einem umgeschnallten Weidenkorb aus. Der Korb wird von den Geschäftsleuten entlang der Route fortlaufend mit neuen Gaben bestückt. Die Kinder müssen „Schnabel-, Schnabel-, Giere“ rufen. Sie werden, falls sie zu leise rufen oder sich vordrängen, von zwei schwarz gekleideten und maskierten Helfern mit luftgefüllten Saublotern (Schweineblasen) an Stöcken geschlagen. In der Winzergasse unterhalb der katholischen Stadtkirche befindet sich mit dem Schnabelgiere-Brunnen eine würdigende Darstellung. In Museen werden ähnlich gekleidete Figuren bisweilen als Ärzte der Pestzeit in ihrer Schutzkleidung vorgestellt.
  • Hemmedglonker-Umzug: Dies ist ein Umzug von Gesellen im weißen langen Hemd, die mit Fackeln durch die Stadt ziehen. Zum Abschluss wird eine humorige Rede in alemannisch über die Begebenheiten des vergangenen Jahres in Meersburg gehalten.
  • Hänsele-Treiben: Während des Fasnet-Treibens (Fastnacht) sind diese Gestalten mit Ganzkörper-Anzügen aus schuppenförmigen Stoffstücken verkleidet und vermummt. Sie bewegen sich hüpfend und johlend in Gruppen.
  • Narrebom setzen: Ein glattgeschälter Nadelbaum (Narrenbaum) wird zunächst durch die Stadt gezogen und schließlich aufgerichtet. Mutige Kinder versuchen den glatten Stamm zu erklimmen bis zu einem hoch oben hängenden grünen Kranz. Von diesem Kranz reißen sie einige der dort befestigten Lebensmittel ab, werfen sie in die Menge und behalten einige für sich.

Filme vor der Kulisse von Meersburg

In den 1950er Jahren wurden die Kult-Heimatfilme Briefträger Müller mit Heinz Rühmann sowie Die Fischerin vom Bodensee (1956) mit Marianne Hold und Gerhard Riedmann teilweise in Meersburg gedreht. In Die Fischerin vom Bodensee sind die Trachtenhauben sowie die historischen Gebäude Meersburgs im Erhaltungszustand des Jahres 1956 dokumentiert.

In den 1970er Jahren wurde der Kult-Musikfilm Alter Kahn und junge Liebe, in dem Roy Black heimatliche und besinnliche Lieder singt, teilweise vor den Kulissen des Marktplatzes in Meersburg, des Obertors, der Häfen der Unterstadt sowie vor der Kulisse des Rheins gedreht.

Persönlichkeiten

Grabstein von Anette von Droste-Hülshoff, Friedhof Meersburg

Bekannte Söhne und Töchter

Weitere Persönlichkeiten

  • Franz Anton Mesmer (1734–1815). Nachdem seine zunächst europaweites Aufsehen erregende Lehre vom tierischen Magnetismus auf immer stärkere Ablehnung stieß, zog er sich Anfang des 19. Jahrhunderts aus Paris nach Meersburg zurück, wo er 1815 starb. Sein Lebenswerk ist im Stadtmuseum dokumentiert. Seine Grabstelle befindet sich auf dem Friedhof in Meersburg. Der Mesmerismus gilt heute als Vorläufer der Hypnose.
  • Die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797–1848) lebte von 1841 bis zu ihrem Tod am 24. Mai 1848 während ihrer Besuche am Bodensee bei ihrem Schwager Joseph von Laßberg. Arbeits- und Sterbezimmer sind bis heute auf Burg Meersburg erhalten und können besichtigt werden. Auf dem alten Friedhof befindet sich ihre Grabstätte.
  • Karl Raichle (1889–1965), Zinnschmied und Metallkünstler, gründete 1933 Meersburger Zinnschmiede im Lehrenweg
  • Ralf Zacherl kochte einst bei Stefan Marquard im Gasthaus Drei Stuben
  • Ingo Lenßen, Fernsehanwalt
  • Christian Pampel, Volleyball-Nationalspieler
  • Stefan Waggershausen, Musiker

Ehrenbürger

  • Franz Sales Meyer (*1849; †1927) am 12. Oktober 1915[38]
  • Fritz Mauthner (*1849 in Horzitz, Böhmen; †1923 in Meersburg), deutscher Schriftsteller und Philosoph, Ehrengrab auf dem Meersburger Friedhof.
  • Hermann Schwer (*1877; †1936)
  • Fritz Zimmermann (*1873; †1959)
  • Hans Dieter (*14. Januar 1881 in Mannheim, †30. Dezember 1968 in Meersburg) wurde wegen seiner naturverbundenen Werke als Malerpoet gewürdigt, Ehrengrab auf dem Meersburger Friedhof.
  • Georg Seyfried (*1889; †1963)
  • Wilhelm Restle (*1884; †1980), Ehrengrab auf dem Meersburger Friedhof.
  • Wilhelm Schuh (*1901; †1994)
  • Kurt Kränkel (*1929; †2007)

Spaziergänge und Wanderwege

Der Meersburger Marktplatz

Literatur

  • Renken, Inge: Von Hülshoff bis Meersburg. Stationen im Leben der Annette von Droste-Hülshoff. Wiesmoor, 3. Auflage Juli 1985.
  • Fischer, Steven Roger: Meersburg im Mittelalter - Aus der Geschichte einer Bodenseestadt und ihrer nächsten Umgebung. List & Francke, 1988
  • Schwarzbauer, Franz: Meersburg - Spaziergänge durch die Geschichte einer alten Stadt. Verlag Robert Gessler, 1999
  • Rieger-Benkel, Brigitte: Aus einer vergessenen Zeit - Meersburg in den Ortsprotokollen von 1851 bis 1913. Museumsverein Meersburg, 2004.
  • Wenger, Michael: Neues Schloss Meersburg mit Fürstenhäusle (Führer Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg). ISBN 978-3-422-03068-8. München/Berlin: Deutscher Kunstverlag, 2001
  • Verschönerungsverein 1872 Meersburg e. V.: Wanderkarte rund um die Stadt Meersburg und die Gemeinde Daisendorf. Maßstab 1:15833. Meersburg, September 1999.

Weblinks

Commons Commons: Meersburg – Bilder, Videos und Audiodateien

Quellen

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Verschönerungsverein 1872 Meersburg e. V.: Wanderkarte rund um die Stadt Meersburg und die Gemeinde Daisendorf. September 1999, Beschreibung von Meersburg
  3. [1] Deutscher Wetterdienst
  4. Köpfe der Stadt auf der Internetseite von Meersburg, Stand 13. September 2008
  5. Meersburg Tourismus (Hrsg.): Meersburger Infos und Termine, August 2008, Stadtchronik, S. 10
  6. Meersburg Tourismus (Hrsg.): Meersburger Infos und Termine, August 2008, Stadtchronik, S. 10
  7. Stadtchronik auf der Internetseite von Meersburg, Stand 13. September 2008
  8. Meersburg Tourismus (Hrsg.): Meersburger Infos und Termine, August 2008, Stadtchronik, S. 11
  9. Meersburg Tourismus (Hrsg.): Meersburger Infos und Termine, August 2008, Stadtchronik, S. 11
  10. Quelle: Denkmaltafel am Kapelleneingang
  11. Meersburg Tourismus (Hrsg.): Meersburger Infos und Termine, August 2008, Stadtchronik, S. 11:
  12. [http:www.meersburg.de Offizielle Internetseite der Stadt Meersburg, Aufruf 2. Mai 2009, 22:45, Stichwort Bürgermeisterwahlen]
  13. Meersburg Tourismus (Hrsg.): Meersburger Infos und Termine, Stadtchronik, August 2008, S. 11
  14. Anbaufläche, wie auf der Informationstafel bei der Weinlage Jungfernstieg beschrieben, am „Meersburger Panorama- und Weinkundeweg“
  15. Sylvia Herr: Gelungene Balance zwischen Tradition und Innovation. In: Badisches Weinmagazin, Frühjahr 2009, S. 28 - 31
  16. BodenseeWein e. V. (Hrsg.): Der Bodensee-Weinführer, ca 2008, S. 15 sowie Aktuelle Informationen vom Bodensee, Ausgabe nordwestliche Uferregion, Juli/August 2008, S. 55-56
  17. Klauspeter Hack: Der „Seewein“. In: Meersburger Infos und Termine, August 2008, S. 18
  18. Klauspeter Hack: Der „Seewein“. In: Meersburger Infos und Termine, August 2008, S. 18
  19. Weinlagen, wie auf der Informationstafel bei der Weinlage Jungfernstieg beschrieben, am „Meersburger Panorama- und Weinkundeweg“
  20. Staatsweingut Meersburg (Hrsg.): Stasatsweingut Meersburg. Broschüre von ca. 2008, S. 5
  21. Daten zum Droste-Hülshoff-Gymnasium vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
  22. Daten zur Sommertalschule vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
  23. Interaktives Kartenverzeichnis des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg
  24. Zeppelin Museum (Hrsg.): Zeppelin Museum. Prospekt sowie Internetseite Zeppelin Museum in Meersburg
  25. Quelle: Ehrenbürgerurkunde vom 14. Januar 1956
  26. Staatliche Schlösser & Gärten Baden-Württemberg (Hrsg.): Fürstenhäusle Meersburg (Faltblatt), 1. Januar 2007
  27. Quelle: Kemminghausen-Schulte, Karl (Hrsg.): Die Briefe der Annette von Droste-Hülshoff, Darmstadt 1968.
  28. Gertraud Gaßner und Rainald Schwarz-Gaßner: RadReiseBuch Rund um den Bodensee. Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. München 1990, ISBN 3-426-04635-0, S. 211
  29. Staatsweingut Meersburg (Hrsg.): Broschüre über das Staatsweingut, ca. 2008, S. 14
  30. Informationstafel am Obertor
  31. Bild von Hans Dieter „Alte Meersburg“ von 1950 und erklärender Text in der Städtischen Galerie Meersburg
  32. Beschreibung des Neuweihers in www.seenprogramm.de
  33. Beschreibung des Siechenweihers in www.seenprogramm.de
  34. Quelle: Internetseite des Droste-Hülshoff-Gymnasiums
  35. Siehe Bild in der Städtischen Galerie Meersburg von Waldemar Flaig: Die „Fülle“ in Meersburg 1920
  36. Kreisarchiv Bodenseekreis (Hrsg.): Spurensuche. „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 14. September 2008. S. 16.
  37. Stadtmuseum Meersburg. Prospekt, Meersburg, ca. 2000
  38. Dokument zur Ernennung
als:Meersburg

ca:Meersburg en:Meersburg eo:Meersburg fi:Meersburg fr:Meersburg hr:Meersburg it:Meersburg es:Meersburg ja:メーアスブルク nl:Meersburg pl:Meersburg pt:Meersburg ro:Meersburg ru:Меерсбург vo:Meersburg