Donnerstag, 24.05.2012



Lexikon Suche


Meerane

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Meerane
Meerane
Deutschlandkarte, Position der Stadt Meerane hervorgehoben
50.85194444444412.463611111111253Koordinaten: 50° 51′ N, 12° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Zwickau
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Meerane
Höhe: 253 m ü. NN
Fläche: 19,76 km²
Einwohner: 16.752 (30. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 848 Einwohner je km²
Postleitzahl: 08393
Vorwahl: 03764
Kfz-Kennzeichen: Z (alt: GC)
Gemeindeschlüssel: 14 5 24 190
Stadtgliederung: Kernstadt, 4 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Lörracher Platz 1
08393 Meerane
Webpräsenz:
Bürgermeister: Lothar Ungerer (parteilos)

Meerane ist eine sächsische kreisangehörige Stadt im Nordwesten des Landkreises Zwickau. Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Meerane.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Meerane liegt an der Grenze zu Thüringen 17 km südlich von Altenburg und ca. 15 km nördlich von Zwickau an der vierspurig ausgebauten B 93. Die Stadt ist auch über die südlich verlaufende sechsspurige A 4 mit den Anschlüssen Meerane und Glauchau-West, beide ca. 2 km entfernt, zu erreichen. Meerane liegt in einem dicht besiedelten Gebiet am Nordwestrand des Erzgebirgischen Beckens.

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind Crimmitschau (Stadt), Dennheritz, Glauchau (Stadt), Remse und Schönberg im Landkreis Zwickau sowie Gößnitz (Stadt) und der Ortsteil Guteborn der Gemeinde Ponitz im thüringischen Landkreis Altenburger Land.

Stadtgliederung

Zu Meerane gehören die Ortsteile Crotenlaide (auch Untergötzenthal genannt), Dittrich, Seiferitz, Niklasbusch und Waldsachsen.

Geschichte

Meerane wurde 1361 als Oppidum de Mare und 1405 als Städtlein bezeugt.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):

1834 bis 1946

  • 1834 – 4.172
  • 1875 – 21.277
  • 1880 – 22.293
  • 1885 – 22.013
  • 1890 – 22.446
  • 1910 - 25.470
  • 1933 – 24.855
  • 1939 – 24.447
  • 1946 – 26.804 ¹

1950 bis 1999

  • 1950 – 26.519 ²
  • 1960 – 24.520
  • 1981 – 22.194
  • 1984 – 21.260
  • 1995 – 19.606
  • 1997 – 19.390
  • 1998 – 19.162
  • 1999 – 19.001

2000 bis 2006

  • 2000 – 18.783
  • 2001 – 18.439
  • 2002 – 18.173
  • 2003 – 17.745
  • 2004 – 17.513
  • 2005 – 17.244
  • 2006 – 16.937
  • 2007 – 16.752
Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen

1 29. Oktober
2 31. August

Politik

Bürgermeister

Seit 2001 ist der gebürtige Ludwigsburger Prof. Dr. Lothar Ungerer (parteilos) Bürgermeister der Stadt Meerane. Bei den Bürgermeisterwahlen am 8. Juni 2008 wurde Prof. Ungerer mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Insgesamt 92,5 Prozent der Wähler gaben ihm ihre Stimme.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Teichplatz mit Kirche St. Martin
Datei:Ortsschild Meerane.JPG
Ortssäule Meerane
  • Historisches Rathaus (vollständig restauriert) erbaut 1727, in ihm ist auch das Heimatmuseum untergebracht
  • St. Martinskirche, erstmals 1314 urkundlich erwähnt, nach mehreren Bränden umgebaut, Flügelaltar aus dem 16. Jahrhundert, gotischer Chor wurde 1503 geweiht
  • Postamt 1901 erbaut

Gedenkstätten

Parks

  • Wilhelm-Wunderlich-Park
  • Mittelberganlagen
  • Annapark
  • Schillerpark
  • Merzenberganlage
  • Hochzeitswald
  • Gornzigtal
  • Kirchenholz

Sport

Bekannt wurde die Stadt auch durch die Steile Wand von Meerane. Diese verdankt ihren Namen der extremen Steigung der Bergstraße und wurde in den 1950-er Jahren während der hier verlaufenden Friedensfahrten von Reportern so getauft.

Der einheimische Fußballverein Meeraner SV war Halbfinalist der Ostzonenmeisterschaften 1948 und 1949 sowie Gründungsmitglied der DDR-Fußball-Oberliga.

Die Männer des Meeraner Hockeyvereins spielen in der 2. Bundesliga.

Wirtschaft und Infrastruktur

Meerane war einst ein wichtiger Standort der Textilindustrie. Verwandte Industriebetriebe wie Färbereien, Gerbereien und Maschinenfabriken waren hier ebenfalls angesiedelt. Bis zur Einstellung der Produktion 1991 wurde im VEB IFA Karosseriewerke Meerane (auch "Meeraner Karosseriewerk", MEKAWE) die Karosserie des Trabant 600, 601 Kombi („Universal“) und Kübel gefertigt. Die Wurzeln des Karosseriebaus in Meerane liegen bei der Firma Hornig & Co, die am 13. August 1869 als Stellmacherei gegründet wurde und bis zur Enteignung 1946 u. a. Karosserien für DKW, Horch und Audi herstellte.

Im Meeraner Wirtschaftszentrum Süd-West sind heute viele Unternehmen aus dem Automobilsektor vorhanden. Diese nutzen die Nähe zum nahegelegenen Volkswagen-Werk in Zwickau-Mosel. Ansässige Unternehmen sind z. B.:

In der Ifo-Studie „Die Wohnortwahl privater Haushalte und die Bewertung lokaler Standortfaktoren in den sächsischen Gemeinden“ (2008) belegte Meerane den 14. Platz aller 505 Gemeinden Sachsens. 14 Faktoren hat das Ifo-Institut der Beurteilung zugrunde gelegt, dazu zählen u. a. Einzelhandel, Arbeitslosigkeit, Erholungsfläche, Krankenhäuser, Ärztequote, öffentliche Sicherheit, verkehrliche Lage und öffentlicher Nahverkehr.[2]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Bevölkerungsentwicklung
  2. Alexander Ebertz: Die Wohnortwahl privater Haushalte und die Bewertung lokaler Standortfaktoren in den sächsischen Gemeinden. ifo Dresden, Mai 2008 (PDF)

Weblinks

en:Meerane

eo:Meerane et:Meerane nds:Meerane nl:Meerane pl:Meerane ro:Meerane ru:Меране simple:Meerane vo:Meerane