Meinestadt.de - Meckesheim - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe | |
| Landkreis: | Rhein-Neckar-Kreis | |
| Höhe: | 154 m ü. NN | |
| Fläche: | 16,33 km² | |
| Einwohner: | 5343 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 327 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 74909 | |
| Vorwahl: | 06226 | |
| Kfz-Kennzeichen: | HD | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 26 049 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Friedrichstraße 10 74909 Meckesheim |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hans-Jürgen Moos (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Meckesheim im Rhein-Neckar-Kreis | ||
| Datei:Meckesheim in HD.png | ||
Meckesheim ist eine Gemeinde in Nordbaden (Baden-Württemberg) und gehört zum Rhein-Neckar-Kreis.
Inhaltsverzeichnis |
Meckesheim ist Teil der Metropolregion Rhein-Neckar und liegt ca. 20 km südöstlich von Heidelberg im Kraichgau, an der Elsenz. In die Elsenz fließen der Lobbach, der Schwarzbach und das Rohrbächle. Die Gemarkung erstreckt sich über eine Höhe von 135 bis 258 Metern.
Angrenzende Gemeinden sind, beginnend im Norden im Uhrzeigersinn, Mauer, Wiesenbach, Lobbach, Spechbach, Eschelbronn, Zuzenhausen, Dielheim und Wiesloch.
Neben dem Dorf Meckesheim gehört noch das nordöstlich gelegene Dorf Mönchzell zur Gemeinde Meckesheim. Der Weiler Meckesheimerhof im Westen entstand ab 1964 im Zuge einer Flurbereinigung.[2]
In den Grenzen des Ortsteils Mönchzell ist eine Ortschaft im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender eingerichtet.
Meckesheim wurde erstmalig 772 und 822 im Lorscher Codex als Meckinesheim erwähnt und ist vermutlich eine fränkische Siedlung, die ihren Namen von einem Stammesfürsten Mekin (o.ä.) erhielt. Die östlich des Dorfes gelegene Ruine der Martinskirche ist eine der ältesten Pfarrkirchen der Gegend, die wahrscheinlich noch aus der Zeit der fränkischen Besiedlung im 6. oder 7. Jahrhundert datiert. Der Ort war 1325 als Reichslehen im Besitz der Herren von Weinsberg und gelangte 1330 an die Kurpfalz. Als Gerichtsplatz der Meckesheimer Zent ist der Ort ab 1295 bezeugt. Die Pfalzgrafen verlegten das Zentgericht bereits 1346 nach Neckargemünd. Die Ortsherrschaftsrechte lagen nach einigen Verpfändungen ab 1369 beim pfälzischen Amt Dilsberg. Im Gegensatz zu den umliegenden grundherrlichen Orten war in Meckesheim weit über die Hälfte des Bodens freies bäuerliches Eigentum.
Im Dreißigjährigen Krieg war der Ort mehrfach umkämpft, so dass gegen Ende des Krieges über 100 Häuser in Trümmern lagen. Am 10. August 1689 wurde der Ort durch Truppen Melacs niedergebrannt. 1722 vernichtete eine Feuersbrunst abermals 92 Gebäude im Ort.
1803 gelangte der Ort zu Baden, wo er zunächst dem Amt Neckargemünd, nach dessen Auflösung 1857 dem Bezirksamt Eberbach und 1863 dem Oberamt Heidelberg zugeordnet wurde.
Politisch waren vor dem Ersten Weltkrieg die Nationalliberalen am stärksten, die zu Beginn der Weimarer Republik von den Sozialisten übertroffen wurden. Ab 1930 erhielt die NSDAP die meisten Stimmen und steigerte sich bis 1933 auf knapp 70 Prozent. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Gemeinde 500 Vertriebene auf.
Ab 1938 gehörte Meckesheim zum Landkreis Heidelberg, der 1973 im Rhein-Neckar-Kreis aufging. Am 31. Dezember 1973 wurde Mönchzell eingemeindet.
| Jahr | 1439 | 1577 | 1650 | 1727 | 1818 | 1852 | 1905 | 1939 | 1965 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner[3] | 320 | 570 | 100 | 329 | 884 | 1032 | 1342 | 1656 | 3094 |
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Der katholische Anteil der Bevölkerung in Meckesheim war im Pfälzer Vergleich unterdurchschnittlich und steigerte sich bis 1925 langsam auf 23 Prozent. Durch die Aufnahme von Vertriebenen erhöhte sich der Anteil nach dem Zweiten Weltkrieg auf ein Drittel.
Seit etwa 1700 waren Juden in Meckesheim ansässig. 1875 war ihr Bevölkungsanteil mit 5 Prozent am höchsten. Anschließend setzte eine Abwanderung in die Städte ein. 1940 wurden fünf Juden nach Gurs deportiert.
Der Gemeinderat hat 18 Mitglieder, die alle fünf Jahre direkt gewählt werden. Hinzu kommt der Bürgermeister als Gemeinderatsvorsitzender. In Mönchzell gibt es einen Ortschaftsrat.
Bei der Gemeinderatswahl 2004 lag die Wahlbeteiligung bei 62,2 %. Die Mandatsverteilung ist wie folgt:
Der Bürgermeister wird in direkter Wahl für jeweils acht Jahre gewählt. Seit dem Jahr 2000 ist Hans-Jürgen Moos (SPD) Bürgermeister von Meckesheim.
Die Blasonierung des Wappens lautet: Durch eine eingebogene silberne Spitze, worin ein aus einem blauen Wellenbalken, emporkommendes, sechsspeichiges halbes schwarzes Mühlrad; vorn in Schwarz ein linksgewendeter goldener Löwe, hinten von Blau und Silber, schräglinks gerautet.
Das Wappen ist vom Ortssiegel im 18. Jahrhundert abgeleitet und wurde im Jahr 1900 vom Generallandesarchiv verliehen. Der Löwe und die blau-weißen Rauten stammen aus dem Wappen der Kurpfalz, zu der Meckesheim bis 1802 gehörte. Das aus dem Fluss ragende Mühlrad steht für die vielen Wassermühlen die es auf der Gemarkung Meckesheim gab. An der Lobbach und an der Elsenz haben sich noch zwei alte Mühlengebäude erhalten. Eines davon ist das Elektrizitätswerk an der Elsenzbrücke.
Die Flagge ist Blau-Weiß-Blau.[4]
Seit 1971 besteht eine Partnerschaft mit der in der Nähe von Versailles gelegenen Ortschaft Jouy-en-Josas in Frankreich.
Der Bahnhof Meckesheim liegt an der Elsenztalbahn (Heidelberg–Sinsheim). Hier zweigt auch die Schwarzbachtalbahn nach Aglasterhausen ab. Beide Strecken werden bis 2009 elektrifiziert und in das Netz der S-Bahn RheinNeckar aufgenommen, wodurch umsteigefreie Verbindungen nach Heidelberg und Mannheim entstehen. Meckesheim gehört zum Tarifgebiet des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar.
Historisch beachtenswert ist noch die Nebenbahn Wiesloch–Meckesheim/Waldangelloch, die Meckesheim über Schatthausen, Baiertal, Horrenberg, Dielheim und Alt-Wiesloch mit Wiesloch-Stadt und dem Bahnhof Wiesloch-Walldorf verband. Die Strecke wurde 1901 eröffnet. Bereits 1922 wurde der Abschnitt zwischen Schatthausen und Meckesheim wieder stillgelegt . Durch seine Funktion als Eisenbahnknotenpunkt wandelte sich Meckesheim bereits vor dem Zweiten Weltkrieg von einer bäuerlichen zu einer gewerblichen Siedlung.
Meckesheim liegt an der B 45 (Neckargemünd–Sinsheim), die beim Ausbau 1961/62 aufgrund des zuvor schon starken Durchgangsverkehrs durch den Ort als Umgehungsstraße ausgeführt wurde. Im Süden verläuft die A 6.
In Meckesheim gibt es eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule und in Mönchzell eine Grundschule. Weiterführende Schulen können in Neckargemünd, Sinsheim und Bammental besucht werden.
Altlußheim | Angelbachtal | Bammental | Brühl | Dielheim | Dossenheim | Eberbach | Edingen-Neckarhausen | Epfenbach | Eppelheim | Eschelbronn | Gaiberg | Heddesbach | Heddesheim | Heiligkreuzsteinach | Helmstadt-Bargen | Hemsbach | Hirschberg an der Bergstraße | Hockenheim | Ilvesheim | Ketsch | Ladenburg | Laudenbach | Leimen | Lobbach | Malsch | Mauer | Meckesheim | Mühlhausen | Neckarbischofsheim | Neckargemünd | Neidenstein | Neulußheim | Nußloch | Oftersheim | Plankstadt | Rauenberg | Reichartshausen | Reilingen | Sandhausen | Schönau | Schönbrunn | Schriesheim | Schwetzingen | Sinsheim | Spechbach | St. Leon-Rot | Waibstadt | Walldorf | Weinheim | Wiesenbach | Wiesloch | Wilhelmsfeld | Zuzenhausen
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