Meinestadt.de - Mayen - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Mayen-Koblenz | |
| Höhe: | 230 m ü. NN | |
| Fläche: | 58,04 km² | |
| Einwohner: | 19.150 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 330 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 56727 | |
| Vorwahl: | 02651 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MYK (bis 1973 MY) | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 37 068 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathaus Rosengasse 56727 Mayen |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeisterin: | Veronika Fischer (CDU) | |
| Lage der Stadt Mayen im Landkreis Mayen-Koblenz | ||
| Datei:Mayen in MYK.png | ||
Mayen ist eine Stadt im rheinland-pfälzischen Landkreis Mayen-Koblenz in der Vulkaneifel und Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Vordereifel. Bis 1973 war Mayen Kreisstadt des Landkreises Mayen.
Inhaltsverzeichnis |
Westlich sowie nördlich und südwestlich von Mayen erhebt sich in einer Geländestufe die Eifel. Östlich öffnet sich die Landschaft zum flach auslaufenden Koblenz-Neuwieder-Becken, das wiederum in den Nordteil Pellenz und den Südteil Maifeld unterteilbar ist, die landläufig noch zur Eifel gerechnet werden. Daher kommt die Bezeichnung „Mayen, das Tor zur Eifel“.
Das kleine Flüsschen Nette (Mittelrhein) durchfließt die Stadt von der Eifel kommend in Richtung Weißenthurm am Rhein.
Der Jahresniederschlag beträgt 596 mm. Die Niederschläge sind niedrig. Sie liegen im unteren Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 20% der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juli. Im Juli fallen 1,6 mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren nur minimal und sind extrem gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 1% der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.
Zu Mayen zählen die Stadtteile Alzheim (1.372 Einwohner), Hausen (1.700 Einwohner), Kürrenberg (1.200 Einwohner), Nitztal (170 Einwohner) und Betzing (90 Einwohner).
Bereits in der römischen Zeit war Mayen ein wichtiger Wirtschaftsstandort. Hier waren von dem Ende des 3. Jahrhunderts bis ins Mittelalter Töpfereien angesiedelt, deren Produkte in ganz Mitteleuropa verbreitet wurden. Eine noch ältere - vorgeschichtliche - Nutzung erfuhren die Steinbrüche im Umfeld, deren Basalt in Mayen zu Mühlsteinen und deren Tuff zu Sarkophagen weiterverarbeitet wurden. Diese Sarkophage fanden sich mit bedeutenden gläsernen Beigaben auf dem Gräberfeld (heute im Museum auf der Genovevaburg).
Der Name Mayen leitet sich wahrscheinlich aus dem Namen Megina her, der 847 erstmals urkundlich den Ort in der Ebene beziehungsweise auf dem Feld (keltisch magos) bezeichnet. Im 8. Jahrhundert ist die Sage der Genoveva angesiedelt, die Mayen als Regierungssitz des Pfalzgrafen Siegfried nennt. Mayen wurde erstmals urkundlich erwähnt 1041 und erhielt 1291 neben Bernkastel, Welschbillig, Montabaur und Saarburg die Stadtrechte durch Rudolf I. von Habsburg verliehen. Namentlich ist Mayen möglicherweise verwandt mit dem süd-östlich liegenden Maifeld, da Mayen im Mittelalter auch als Hauptstadt des Meiengaus bezeichnet wurde.
Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde die zu Kurtrier gehörige Stadt besetzt und stark zerstört. Im Spätherbst 1794 besetzten französische Revolutionstruppen erneut das linke Rheinufer. Auf dem Wiener Kongress 1814/15 erhielt dann Preußen das gesamte links- und rechtsrheinische Gebiet. Mayen wurde Kreissitz. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt, insbesondere bei den Luftangriffen vom 12. Dezember 1944 und vom 2. Januar 1945, zu ca. 90 Prozent zerstört und erst nach besonderer Abstimmung wurde der Wiederaufbau beschlossen.
Seit 1947 ist die Stadt Teil des neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz. Bis 1973 war Mayen Kreishauptstadt des Landkreises Mayen (Kfz-Kennzeichen MY). Die Kreisverwaltung wurde dann nach Koblenz verlegt und der Kreis umbenannt in Landkreis Mayen-Koblenz mit dem neuen KFZ-Kennzeichen MYK. Für kurze Zeit wurde das Kennzeichen KO für den gesamten Landkreis vergeben, welches jedoch auf heftigen Widerstand in der Bevölkerung stieß und somit in MYK umgewandelt wurde. Koblenz behielt das Kennzeichen KO.
Am 7. November 1970 wurden die vier Gemeinden Alzheim, Hausen bei Mayen, Kürrenberg und Nitztal eingemeindet. Die Gemeinde Alzheim war am 7. Juni 1969 aus den beiden Gemeinden Allenz und Berresheim gegründet worden. Die Gemeinde Nitztal war am 1. Januar 1967 aus den Ortsteilen Sankt Johann-Nitz der Gemeinde Sankt Johann und Kürrenberg-Nitz der Gemeinde Kürrenberg gegründet worden.
Oberbürgermeisterin ist seit der Amtsübergabe am 23. November 2008, die frühere Beigeordnete und Bürgermeisterin Veronika Fischer. Die Bezeichnung Bürgermeister/in wird somit seit dem 23. November 2008 in Mayen nicht mehr genutzt oder vergeben.
Die Ortsvorsteher wurden am 1. Juni 2008 bestimmt. Es sind dies Lothar Geisen (Alzheim), Franz-Josef Weber (Hausen), Siegmar Stenner (Kürrenberg) und Stefan Wagner (Nitztal).
Innenstadt: Fußgängerzone mit überwiegend ortsansässigem Einzelhandel. Gewerbegebiet : Überregionale Handelsketten und ortsansässiger Einzelhandel.
Mayen verfügt über Betriebe der Basaltlava-, Schiefer- und Kartonindustrie (Kartonfabrik WEIG), des Maschinenbaus und der Aluminium- und Kunststoffverarbeitung.
Mayen liegt nahe der A 61 (Köln–Ludwigshafen) und der A 48 (Trier–Koblenz). Ferner führen die Bundesstraßen B 256, B 258 und B 262 durch das Stadtgebiet.
Eisenbahnanbindungen gibt es über die KBS 478 (Pellenz-Eifel-Bahn–Eifelquerbahn) nach Andernach zur KBS 470 (Köln - Koblenz) und nach Kaiseresch. Vom 1. Mai bis 31. Oktober mit Anschluss an die Vulkan-Eifel-Bahn nach Gerolstein.
Buslinien verkehren von/nach Koblenz/Neuwied/Maria Laach und Andernach, aber auch in die Eifel. Die Stadt gehört dem Verkehrsverbund Rhein-Mosel an.
In Mayen befinden sich die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz (FHöV) und die Zentrale Verwaltungsschule (ZVS) des Landes Rheinland-Pfalz. Das Bundesbildungszentrum des Deutschen Dachdeckerhandwerks e.V. sowie das Megina-Gymnasium Mayen (MGM), die Albert-Schweitzer-Realschule, zwei Hauptschulen (Hinter Burg, St. Veit), die berufsbildende Carl-Burger-Schule (u. a. Wirtschaftsgymnasium, Berufsoberschule I Wirtschaft/Sozialwesen, Duale Berufsoberschule und Fachschulen für Altenpflege sowie für Heilerziehungspflege), mehrere Grundschulen, 2 Förderschulen, das Fachzentrum für Bienen und Imkerei des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Westerwald-Osteifel und die Fachschule für Steintechnik und Bearbeitung. In der General-Delius-Kaserne in Mayen - Kürrenberg ist im Zentrum Operative Information die Abteilung Lehre der Bundeswehr beheimatet. Es handelt sich dabei um die Truppenschule für Operative Information. Hier lernen die Soldaten den Umgang mit Medien und Psychologische Operationsführung.
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