Meinestadt.de - Marktl - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Altötting | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Marktl | |
| Höhe: | 364 m ü. NN | |
| Fläche: | 27,84 km² | |
| Einwohner: | 2695 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 97 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 84533 | |
| Vorwahl: | 08678 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AÖ | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 71 123 | |
| Marktgliederung: | 63 Gemeindeteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: | Marktplatz 1 84533 Marktl |
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| Webpräsenz: | ||
| Erster Bürgermeister: | Hubert Gschwendtner (SPD) | |
| Lage von Marktl im Landkreis Altötting | ||
| Datei:Karte marktl in aoe.gif | ||
Marktl ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Altötting und Verwaltungssitz der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft. Marktl wurde überregional bekannt als Geburtsort von Papst Benedikt XVI.
Inhaltsverzeichnis |
Marktl liegt in der bayerischen Planungsregion Südostoberbayern am Inn. In der Nähe von Marktl mündet auch die Alz in den Inn.
Es existieren folgende Gemarkungen in der Gemeinde: Daxenthaler Forst, Marktl, Marktlberg und Schützing. Insgesamt existieren 62 amtlich benannte Ortsteile.
Marktl wurde im 13. Jahrhundert als Hofmark der Grafen von Leonberg gegründet. Seit 1386 hatten die Wittelsbacher die Ortsherrschaft inne. Herzog Heinrich XVI. von Bayern-Landshut verlieh dem Ort 1422 Marktprivilegien. Marktl war Pflegamt und gehörte zum Rentamt Burghausen des späteren Kurfürstentums Bayern. Es besaß bis zur Aufhebung der Selbstverwaltung 1808 ein Marktgericht mit magistratischen Eigenrechten. 1818 wurde die heutige politische Gemeinde gegründet. 1851 wurde Marktl zu einer selbständigen Pfarrei erhoben. Seit 1871 hat Marktl einen Bahnhof an der Eisenbahnlinie München - Simbach. Am 3. Oktober desselben Jahres wurde die Freiwillige Feuerwehr Marktl gegründet. Seit 1919 ist der Ort durch die Errichtung eines Wasserschutzdammes gegen die häufigen Überschwemmungen des Inns geschützt. 1970 bis 1972 wurden die ehemals selbständigen Gemeinden Marktlberg und Schützing eingemeindet. Die Verwaltungsgemeinschaft Marktls mit Stammham besteht seit der Gemeindegebietsreform am 1. Mai 1978. 1989 wurde der Autobahnanschluss an die A 94 fertiggestellt.
Am 13. Juli 1997 wurde Joseph Kardinal Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI., zum Ehrenbürger der Gemeinde Marktl ernannt. Nach dessen Papstwahl im April 2005 und dem Bekanntwerden von Marktl als Geburtsort herrschte in dem kleinen Ort eine Art Ausnahmezustand. Zahlreiche Journalisten und Besucher aus aller Welt strömten nach Marktl und wollten das Geburtshaus von Joseph Ratzinger sehen. Dort ist eine Gedenktafel angebracht. Insgesamt lebte Ratzinger aber nur zwei Jahre in Marktl; am 11. Juli 1929 zog die Familie nach Tittmoning an der Salzach. Am 11. September 2006 besuchte Papst Benedikt XVI. im Rahmen seines Besuches in Bayern auch seinen Geburtsort und trug sich dort in das Goldene Buch des Ortes ein.
Der Gemeinderat setzt sich aus 15 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen, einschließlich des Bürgermeisters.
| CSU | SPD | Unabhängige Liste Marktlberg | Marktler Freie Wähler | Gesamt | |
| 2008 | 4 | 6 | 2 | 2 | 14 Sitze |
(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)
Das Wappen Marktls wurde vom niederbayerischen Herzog Ludwig dem Reichen am 12. Mai 1447 verliehen.
Im Erdgeschoss des Rathauses befindet sich das Heimatmuseum. Die sich über elf Räume erstreckende Ausstellung ist in verschiedene Themenbereiche eingeteilt, u.a. Werkzeuge der Jungsteinzeit, Innschifffahrt und das Geschenk von Papst Benedikt XVI., ein goldener Kelch mit einem goldenen Tablett und dem Pileolus (Scheitelkappe).
Ende März 2006 erwarb die vom Erzbistum München und Freising sowie der Diözese Passau gegründete „Stiftung Geburtshaus Papst Benedikt XVI.“ das Geburtshaus Joseph Ratzingers zum vermuteten Preis von 3,5 Millionen Euro.
In Marktl wurde anlässlich des Papstbesuches am 8. September 2006 auf dem Marktplatz die 4,20 Meter hohe Benediktsäule aus Bronze eingeweiht. Sie wurde vom Eggenfeldener Bildhauer Joseph Michael Neustifter gestaltet und hat die Form einer leicht geöffneten Schriftrolle. Gewidmet ist sie sowohl dem deutschen Papst als auch dem heiligen Benedikt von Nursia. Eine Zwillingssäule steht seit September 2007 in dem italienischen Städtchen Velletri.
Marktl liegt nahe der nur teilweise ausgebauten Autobahn A94 und wird zusätzlich von den Bundesstraßen B12 und B20 an den Fernverkehr angebunden. Marktl liegt an der Bahnlinie München - Mühldorf - Simbach.
]] (Lombardei, Italien), seit April 2009
Im Rahmen einer Allianz von Papstgeburtsorten unterhält Marktl (neben der traditionellen Partnerschaft zum Pfälzer Weinbauort Gönnheim) eine Partnerschaft zum Geburtsort des Vorgängers von Papst Benedikt XVI (Johannes Paul II) Wadowice in Polen sowie zu Sotto il Monte Giovanni XXIII, dem Geburtsort des "Konzilspapstes" Johannes XXIII.
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