Meinestadt.de - Luckau (Niederlausitz) - 24.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Dahme-Spreewald | |
| Höhe: | 65 m ü. NN | |
| Fläche: | 206,38 km² | |
| Einwohner: | 10.452 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 51 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 15926 | |
| Vorwahl: | 03544 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LDS | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 61 320 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Markt 34 15926 Luckau |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Harry Müller (parteilos) | |
| Lage der Stadt Luckau im Landkreis Dahme-Spreewald | ||
| Datei:Luckau in LDS.png | ||
Luckau (niedersorbisch Łukow) ist eine Stadt im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg.
Inhaltsverzeichnis |
Das Gebiet der Stadt Luckau in der Niederlausitz zählt mit über 200 km² zu den nach Fläche größten in Deutschland. Es erstreckt sich entlang der Nordseite des Lausitzer Grenzwalles und wird von Berste und Wudritz durchflossen, die beide in die Spree entwässern. Den höchsten Punkt des Gemeindegebietes bildet der Mühlenberg im Süden mit 120 m ü. NHN. Zwischen den Ortsteilen Fürstlich Drehna und Schlabendorf sowie Beesdau (Gemeinde Heideblick) erinnern ausgekohlte Gruben, die der Rekultivierung zugeführt werden, an das nordwestlichste der Abbaugebiete im Lausitzer Braunkohlenrevier. Die südliche Hälfte des Gebietes der Stadt ist in den Naturpark Niederlausitzer Landrücken eingebettet.
Zu Luckau gehören folgende Ortsteile sowie bewohnte Gemeindeteile:
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Der Ortsteil hat etwa 200 Einwohner (2006)[1]. Karche wurde 1452 als Karchaw erstmals urkundlich erwähnt. Der slawische Name leitet sich vom Personennamen Korch ab. 1572 erfolgte die Erwähnung als Karcho[2].
Die älteste überlieferte Urkunde, die die Stadt Luckau (slawisch Lukow) erwähnt, stammt aus dem Jahre 1230[3]. Im Jahre 1351 wurde der Luckauer Vertrag geschlossen. Als wohlhabende Stadt wurde sie 1492 zu einer der Hauptstädte der Niederlausitz.
Mit dem Prager Frieden 1635 wurde der sächsische Kurfürst mit dem Markgraftum Niederlausitz belehnt, welches bis dahin unter böhmischer Lehnshoheit stand.
Im Dreißigjährigen Krieg bauten die Schweden die Stadt als Hauptstützpunkt aus; sie erlitt infolge der anschließenden Auseinandersetzungen starke Zerstörungen.
Am 4. Juni 1813 wurde während der Freiheitskriege im Gefecht bei Luckau der Vormarsch französischer Verbände auf Berlin durch die verbündeten russisch-preußischen Truppen vereitelt. Im Rahmen einer Truppeninspektion weilte Napoleon am 20. und 21. Juli 1813 in Luckau. Er bezog Quartier in der oberen Etage des Sommerhauses des Kaufmanns Vogt. Dieser Kaufmann war damals der reichste Mann der Stadt. Er war so reich, dass sogar die Stadt Luckau sich von ihm Geld auslieh. Da es in dieser Julinacht sehr kalt war, ließ sich Napoleon eine kupferne Wärmflasche ans Bett bringen. Diese Wärmflasche ist heute noch im Niederlausitzmuseum Luckau zu besichtigen.
Durch Beschluss des Wiener Kongresses von 1815 wurde die Niederlausitz preußisch, das Markgraftum aufgelöst und das Gebiet der Niederlausitz und damit auch die Stadt Luckau der Provinz Brandenburg angeschlossen.
Von 1816 bis 1952 war die Stadt Verwaltungssitz des preußischen Landkreises Luckau und Anfang des 20. Jahrhunderts ein bekanntes Moorbad. Von 1952 bis 1993 war Luckau Kreissitz des Kreises Luckau.
2000 war Luckau Austragungsort der brandenburgischen Landesgartenschau. Unter anderem wurde ein neun Hektar großer Stadtpark angelegt.
Blasonierung: „In Silber auf grünem Rasen ein schreitender, widersehender goldbewehrter roter Stier mit über den Rücken geschlagenem Schweif.“
Vom Wappen Luckaus wurde das Wappen der Niederlausitz, deren Hauptstadt Luckau einst war, abgeleitet.
In der Liste der Baudenkmäler in Luckau stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Denkmäler.
Die Altstadt von Luckau ist in den letzten Jahrhunderten von Kriegs- und sonstigen Zerstörungen im wesentlichen verschont geblieben und durch historische Bebauung aus dem 17. bis 20. Jahrhundert in seltener Geschlossenheit geprägt. Die Stadt ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ im Lande Brandenburg.
Luckau liegt am Knotenpunkt der Bundesstraßen 87 (Torgau–Frankfurt (Oder)), 96 (Berlin–Zittau) und 102 (nach Brandenburg an der Havel über Jüterbog). Etwa 10 Kilometer östlich von Luckau befindet sich die Autobahnanschlussstelle „Duben“ an der Autobahn A 13. Die Dorfkirche des Ortsteils Duben ist gleichzeitig eine Autobahnkirche.
An der Autobahn 13 wird mit einer Unterrichtungstafel auf Luckau hingewiesen.
Der Bahnhof Luckau-Uckro befindet sich an der Eisenbahnstrecke Berlin-Dresden mit Halt einer Regional-Express-Linie von Elsterwerda nach Berlin und weiter alternierend nach Stralsund und Schwedt(Oder). Der an der Strecke Uckro–Lübben gelegene eigentliche Bahnhof „Luckau-Zentrum“ wird seit der Einstellung des Personenverkehrs durch die Deutsche Bahn AG am 28. Februar 1995 (Strecke Luckau-Uckro) bzw. 1. Juni 1996 (Strecke Luckau-Lübben) nur noch im Saisonverkehr durch die Privatbahn DRE Transport GmbH bedient[4].
Bis zur Stilllegung durch die Bundeswehr gab es in Alteno, einem Ortsteil von Duben, einen Militärflugplatz mit einer festen Start- und Landebahn, ein Tanklager und ein Munitionslager. Es waren ebenfalls fernbedienbare stationäre automatische Funkfeuer vom Typ PAR-8 in der Hauptlanderichtung in der Nähe von Alteno „A“ 1000m und in Groß Radden „AO“ 4000m vorhanden. Er diente in der DDR zuletzt dem JG-1 der Luftstreitkräfte der Nationalen Volksarmee am Fliegerhorst Holzdorf bei Jessen (Elster) als Ausweich-, Feld- und Übungsflugpatz. Der Rufname des Flugplatzes war Arno. Heute werden auf diesen Gelände Motorsportveranstaltungen vom MZA Luckau durchgeführt.
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