Meinestadt.de - Lorsch - 22.05.2013
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Hessen | ||
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | ||
| Landkreis: | Bergstraße | ||
| Höhe: | 93 m ü. NN | ||
| Fläche: | 25,24 km² | ||
| Einwohner: | 12.828 (30. Dez. 2007) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 508 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahlen: | 64647–64653 | ||
| Vorwahl: | 06251 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | HP | ||
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 31 016
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| Adresse der Stadtverwaltung: | Kaiser-Wilhelm-Platz 1 64653 Lorsch |
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| Webpräsenz: | |||
| Bürgermeister: | Klaus Jäger (parteilos) | ||
| Lage der Stadt Lorsch im Landkreis Bergstraße | |||
| Datei:Lorsch in HP.png | |||
Lorsch ist eine Stadt im südhessischen Kreis Bergstraße (Deutschland). Bekannt ist Lorsch durch das zum Weltkulturerbe ernannte Kloster Lorsch.
Inhaltsverzeichnis |
Lorsch, das als „Das Tor zur Bergstraße“ bezeichnet wird, liegt ca. 5 Kilometer westlich der eigentlichen Bergstraße. Es befindet sich in der Oberrheinischen Tiefebene nur etwas westlich des Odenwalds zwischen Darmstadt im Norden und Mannheim im Süden. Die Stadt liegt unweit westlich vom Unterlauf der Weschnitz. Im Südosten der Stadt befindet sich das Naturschutzgebiet Weschnitzinsel.
Lorsch grenzt im Norden an die Gemeinde Einhausen und die Stadt Bensheim, im Osten an die Stadt Heppenheim, im Südosten an die Gemeinde Laudenbach und die Stadt Hemsbach (beide Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg), im Süden an die Stadt Lampertheim, sowie im Westen an die Stadt Bürstadt.
Die Abtei Lorsch wurde im Jahre 764 vom fränkischen Gaugraf Cancor und seiner Mutter Williswinda gegründet. Das Kloster wurde von Benediktinern des Klosters Gorze bei Metz besiedelt. In einer Urkunde aus dem Jahr 885 wurde die Abtei als "Lauressam" erwähnt, daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit der heutige Stadtname. Die Abtei war im Früh- und Hochmittelalter ein mächtiges Reichskloster, mit Besitzungen im nahen Odenwald, der Bergstraße und Rheinhessen, aber auch in Elsass und Lothringen.
Im Bürgerkrieg des Investiturstreits mussten große Besitzverluste an den Adel hingenommen werden. Im späten 12. Jahrhundert wurde mit der Aufzeichnung der alten Besitzurkunden versucht, die Verwaltung zu reorganisieren (Lorscher Codex). Dennoch wurde Lorsch 1232 an das Erzbistum Mainz übergeben und durch Prämonstratenser neubesiedelt. Danach gab es schwere Auseinandersetzungen zwischen Mainz und der Pfalz als Inhaber der Vogtei. Von der karolingischen Benediktinerabtei, die in Teilen ergraben ist, hat sich die Torhalle (um 800) erhalten. Sie ist heute ein von der UNESCO geschütztes Weltkulturerbe.
Siehe auch: Lorscher Codex, Franken (Region), Rheinfranken, Kurmainz, Kurpfalz
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 44,4 | 16 | 43,1 | 16 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 23,8 | 9 | 31,1 | 11 |
| PWL | Parteilose Wählerschaft Lorsch | 14,7 | 5 | 14,7 | 5 |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 12,4 | 5 | 9,6 | 4 |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 4,7 | 2 | 1,6 | 1 |
| gesamt | 100,0 | 37 | 100,0 | 37 | |
| Wahlbeteiligung in % | 44,6 | 50,9 | |||
Der Magistrat besteht aus 7 Stadträten. Davon entfallen 3 Sitze auf die CDU, 2 Sitze auf die SPD und je ein Sitz auf die PWL und die Grünen.
Der Bürgermeister ist seit 1993 Klaus Jäger (parteilos). Er wurde am 7. Februar 1999 mit 85,2 % und am 13. Februar 2005 mit 70,6 % wiedergewählt.
Blasonierung: Das Wappen ist unter schwarzem Schildhaupt gespalten von Silber und Blau. Im Schildhaupt die stilisierte goldene Königshalle. Im Schildfuß, rechts in Silber ein rotes Kreuz und links in Blau ein linksgewendeter, neun Mal von Silber und Rot geteilter Löwe (Löwe von Hessen).
Bedeutung: Die Bedeutung der Königshalle, die 1991 UNESCO-Weltkulturerbe wurde, spiegelt sich im Wappen der Stadt wider. Das rote Kreuz war das Wappen des ehemaligen Klosters und der Löwe zeigt die Zugehörigkeit zu Hessen.
Freundschaftliche Beziehungen bestehen zu Šternberk (Sternberg) im Kreis Olomoucký kraj, Tschechien. Dies kam durch die Patenschaft zu Vertriebenen aus den Gemeinden Jívová (Giebau), Pohorsch, Weska und Hraničné Petrovice (Petersdorf bei Giebau) zustande, die sich in Lorsch angesiedelt haben.
Eine kulinarische Spezialität ist das aus Welsch- bzw. Maismehl, Butter oder Schmalz, Zucker, ganzem Anis und Rosinen hergestellte "Original Lorscher Welschbrot".
Durch die Gemarkung der Stadt führen die Bundesautobahn A 67 und die Bundesstraßen B 47 und B 460. Der Bahnhof von Lorsch liegt an der Linie der Nibelungenbahn zwischen Bensheim und Worms, zudem bestehen dichte Busverbindungen mit Lampertheim/Bürstadt, Heppenheim, Einhausen und Bensheim. Lorsch liegt am hessischen Radfernweg R9, der von Worms über Bensheim nach Höchst im Odenwald führt.
Das Unternehmen TrekStor GmbH & Co.KG wurde 2001 in Lorsch gegründet und hat dort seinen Sitz. Es lässt USB-Sticks, Externe Festplatten und MP3-Player in Asien produzieren. Entwicklung und Qualitätsmanagement sind jedoch in Lorsch angesiedelt.
Die Lorscher Homepage bietet eine Übersicht weiterer ansässigen Unternehmen.
In Lorsch gibt es zwei regionale Tageszeitungen, den zur Verlagsgruppe des Mannheimer Morgen gehörende Bergsträßer Anzeiger mit der Regionalausgabe Lorsch/Einhausen sowie das weniger verbreitete Starkenburger Echo.
In Lorsch findet jeden Fastnachtsdienstag ein großer Fastnachtsumzug mit über 100 Zugnummern statt, der jedes Jahr tausende Narren in die Klosterstadt lockt. Weiterhin gibt es seit mehreren Jahren eine sog. "Saustall-Party" im ehemaligen Straßenbaudepot in Lorsch. Diese findet jeweils am 3. Wochenende im Juli statt und ist weit über die Grenzen von Lorsch hinaus bekannt. Veranstalter ist der Saustall-Lorsch e.V..
siehe Hauptartikel: Liste der Ehrenbürger von Lorsch
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