Meinestadt.de - Löbau - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Dresden | |
| Landkreis: | Görlitz | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Löbau | |
| Höhe: | 260 m ü. NN | |
| Fläche: | 78,74 km² | |
| Einwohner: | 17.278 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 219 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 02708 | |
| Vorwahl: | 03585 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GR | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 6 26 290 | |
| Stadtgliederung: | Kernstadt und 24 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Altmarkt 1 02708 Löbau |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Dietmar Buchholz (parteilos) | |
| Lage der Stadt Löbau im Landkreis Görlitz | ||
| Datei:Löbau in GR.png | ||
Löbau (obersorbisch Lubij) ist eine Große Kreisstadt im Landkreis Görlitz in der sächsischen Oberlausitz. Sie ist Teil und auch Verwaltungssitz der Verwaltungsgemeinschaft Löbau.
Inhaltsverzeichnis |
Löbau liegt am Ostrand des Lausitzer Berglandes und des Lausitzer Gefildes. Der Ort liegt im Löbauer Kessel, im sächsischen Naturraum des Oberlausitzer Gefildes im Grenzbereich zum Oberlausitzer Bergland (Nördlicher Hauptkamm). Kleinräumlich grenzen an: südlich das Kottmarmassiv, östlich das Neißehügelland und nördlich die Gefildezone mit Übergang zur Lausitzer Tiefebene. Das Weichbild der Stadt wird vom östlich gelegenen Löbauer Berg (447 m) mit Schafberg (449 m) geprägt („Löbau - Stadt am Berge“). Seit 1974 gleichnamiges 255 ha großes Landschaftsschutzgebiet (LSG).
Geologisch herrscht ein Untergrund aus Tiefengestein (Granodiorit) vor. Die Quellkuppe des Doppelberges Löbauer Berg / Schafberg entstand durch Vulkanismus im Tertiär und besteht aus Basaltgestein. Der Basalt ist zu Blöcken verwittert, die in Form von Gesteinshalden (Blockmeere oder „Steinerne Meere“) weite Flächen des Berges bedecken. Die tiefer gelegenen Teile des Löbauer Kessels (240 bis 270 m) haben die Gestalt welliger Lößplateaus, die aus Löß- und Auelehm, Sand/Kies sowie Granit bestehen.
Löbau liegt an der Einmündung der Seltenrein ins Löbauer Wasser, einem Zufluss der Spree.
Erwähnenswerte Geotope sind die Georgewitzer Skala, ein felsiger Taleinschnitt des Löbauer Wassers nördlich der Stadt sowie die westlich gelegene Hügelkuppe des Bubenik (auch Kleine Landeskrone - 376 m), dessen Basaltquellkuppe seit 1938 Naturdenkmal ist. Ferner zählt auch zur Stadt Löbau der 10 km südlich gelegene Berg Kottmar (583 m), an dessen Westhang sich eine der drei Spreequellen befindet.
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Löbau. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:
Sohland am Rotstein, Rosenbach, Niedercunnersdorf, Großschweidnitz, Lawalde und im Landkreis Bautzen Hochkirch und die Stadt Weißenberg.
Das Stadtgebiet Löbaus besteht aus der Kernstadt und den Stadtteilen Altcunnewitz (Stara Chójnica), Bellwitz (Bělecy), Carlsbrunn, Dolgowitz (Dołhaćicy), Ebersdorf, Eiserode (Njeznarowy) mit Peschen (Stwěšin), Georgewitz (Korecy), Glossen (Hłušina), Großdehsa (Dažin), Kittlitz (Ketlicy) mit Unwürde (Wujer), Kleinradmeritz (Małe Radměrcy), Krappe (Krapow), Laucha (Luchow), Lautitz (Łuwoćicy), Mauschwitz (Mučnica), Nechen (Njechań), Neucunnewitz, Neukittlitz, Oelsa (Wolešnica), Oppeln (Wopaleń), Rosenhain (Róžany), Wendisch-Cunnersdorf (Serbske Kundraćicy), Wendisch-Paulsdorf (Serbske Pawlecy) und Wohla (Walowy). Mit Ausnahme von Ebersdorf (südöstlich von Löbau) liegen alle eingemeindeten Dörfer nördlich und nordöstlich der Stadt.
Gelegentlich werden innerhalb der Kernstadt noch Wohngebiete mit eigenem Namen unterschieden, wobei deren Grenzen meist nicht genau festgelegt sind; z.B. Altlöbau, Körbigsdorf, Tiefendorf. Ferner gibt es im Stadtgebiet auch Neubaugebiete wie Löbau-Ost, Löbau-Süd, Löbau-Nord und Löbau-West.
Funde von Keramik- und Bronzegegenständen im Tal des Löbauer Wassers und eine befestigte Höhensiedlung (Ringwallanlage oder Schanze) auf dem Schafberg belegen die ur- und frühgeschichtliche Besiedlung der Gegend im Zeitalter der Lausitzer Kultur (10. Jh. v. Chr.).
Die Stadt wurde im Jahre 1221 als Lubaw durch Bischof Bruno II. von Meißen erstmals erwähnt. Der Name stammt aus dem Sorbischen, die Bedeutung ist jedoch nicht gesichert. Die Stadt wurde um 1200 im Rahmen der Ostkolonisation unter böhmischer Herrschaft (Ottokar I.) angelegt. Planmäßige Stadtanlage auf einem Plateau oberhalb der sumpfigen Talaue des Löbauer Wassers. Seiner ursprünglichen Bestimmung nach war Löbau als Handels- und Gewerbeort geplant und wurde mit Stadtmauern befestigt. Bis 1319 folgten Stadterweiterungen zu einer typischen Ackerbürgerstadt. 1336 wurde das hiesige Franziskanerkloster erstmals erwähnt. Löbau gehörte dem Oberlausitzer Sechsstädtebund an, der hier 1346 gegründet wurde. Wegen ihrer zentralen Lage in der Oberlausitz blieb die Stadt bis 1815 Konventsort des Bundes.
Verheerende Brände legten Stadtteile immer wieder in Schutt und Asche. Wie es einst überall in den Straßen ausgesehen hat, zeigt ein Blick in die Badergasse – die Häuser standen meist mit dem Giebel zur Straße.
Löbau war von den Hussitenkriegen (um 1431), dem Oberlausitzer Pönfall (1547) und dem Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) sowie von sechs Stadtbränden schwer betroffen. Im 17. Jahrhundert war die Stadt mit landesherrlichen Privilegien, wie zum Beispiel Markt- und Braurecht sowie Bannmeile ausgestattet. Um 1700 gab es eine Blütezeit der Leineweberei und umfangreichen Fernhandel bis nach Übersee. Nach dem Stadtbrand von 1710 folgten weitere städtebauliche Veränderungen, wie z. B. der Barockbau des Rathauses (1711) und zahlreiche Bürgerhäuser. Im Zuge der Industrialisierung wurde Löbau durch Chausseen mit Görlitz (1822), Bautzen (1824) und Zittau verbunden. Im Jahre 1847 folgte der Anschluss an die Ferneisenbahnlinie Dresden–Görlitz. Weitere Eisenbahnanschlüsse folgten 1848 nach Zittau, 1873 nach Ebersbach, 1895 nach Weißenberg und 1928 nach Cunewalde.
Im 19. Jh. dominierte die Textilindustrie in der Kleinstadt. Die erste Fabrik Löbaus war die 1835 von Hildebrandt gegründete Rot- und Buntfärberei, aus der später das volkseigene Oberlausitzer Textilveredelungswerk hervorging. Daneben gab es jedoch auch vielfältige andere Industrien mit dem Schwerpunkt Verarbeitung wie z.B.: Natursteinverarbeitung, Ziegelei, Brauerei, Essigherstellung, Zuckerfabrik, Nudelherstellung, Käserei, Molkerei und Schlachthof, aber auch Maschinenbau, eine Flügel- und Pianomanufaktur, Gummi- und Kohlensäurefabrikation. Im Jahre 1898 wurde ein Elektrizitätswerk eröffnet und zur selben Zeit eine Gasanstalt betrieben. Günstig wirkte sich ihre Stadtlage an der Fernbahnlinie Dresden–Breslau aus.
Anfang des 20. Jahrhunderts war die Stadt wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt der Amtshauptmannschaft Löbau mit Kreditinstituten, einigen Ämtern, wie Finanzamt, Gesundheitsamt, Garnison, Polizei sowie Kreisgericht mit einem Gefängnis. 1912 erfolgte der Bau eines Krankenhauses.
1923 wurde eine Zeitungsdruckerei eröffnet und 1924 erschien die „Volkszeitung für die Oberlausitz“. Der Bau einer künstlerischen Spielstätte am Theaterplatz blieb unverwirklicht.
Anfang des 20. Jahrhunderts gab es eine Handelsschule, Berufsschule und Gewerbeschule. Lehrerbildungsstätten gab es in der Stadt von 1873 bis 1998 (1873–1935 Königliches Lehrerseminar, 1955-1990 Institut für Lehrerbildung, 1993–1999 Staatliche Seminare für das Lehramt an Grund- bzw. Mittelschulen).
Von 1914 bis 1991 war Löbau Garnisonsstadt. Beginnend mit einer Jägerkaserne (1914) bis hin zu einer Offizierschule der Landstreitkräfte (1963, 1971 Offiziershochschule). Während des Ersten Weltkrieges war Löbau Standort eines Reservelazaretts und mit Kriegsproduktion befasst. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges war die Stadt von unmittelbaren Kriegshandlungen nicht betroffen, es kam jedoch zur Sprengung fast aller verkehrswichtigen Straßen- und Eisenbahnbrücken.
In der Zeit nach 1945 gab es ein weiteres Wachstum von Bevölkerung und Wirtschaft, hier vor allem der Textilindustrie, und die Entwicklung zur Kreisstadt. 1950 wurde das „Stadion der Jugend“ am Fuße des Löbauer Berges eröffnet. Nach 1960 wuchs und erweiterte sich die Stadt durch neue Wohngebiete Süd (1955), Nord (1972) und Ost (1981). Die Entwicklung des Industrie- und Bevölkerungszentrums um Ebersbach und Neugersdorf im Süden des Kreises blieb auch auf Löbau nicht ohne Wirkung. 1988 erhielt die Stadt ein weiteres Wahrzeichen: der 162 Meter hohe Betonturm des neuen Fernseh- und Hörrundfunksenders Löbau auf dem Schafberg wurde fertiggestellt. In den 1970er und 1980er Jahren herrschte das Erscheinungsbild einer Textilindustrie- und Garnisonsstadt vor.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands folgte ein tiefgreifender Strukturwandel (Niedergang des Großteils der Industriebetriebe, Auflösung der Offiziershochschule), verbunden mit Bevölkerungsrückgang und Kaufkraftverlust. Im Zuge der Kreisreform von 1994 musste Löbau seinen Status als Kreisstadt (LÖB) aufgeben. Im neu gebildeten Kreis Löbau-Zittau (ZI) erlangte sie zwar 2000 den Status einer Großen Kreisstadt, verlor jedoch weitestgehend alle politisch-administrativen Funktionen an Zittau. Nach erfolgreicher innerstädtischer Sanierung und Innenstadtgestaltung in den 1990er Jahren überwiegt ein kleinstädtischer Ortscharakter. Löbau zählt neben Kamenz und Niesky zu den kleineren Städten der Oberlausitz mit sehenswerter Innenstadt und einer touristisch reizvollen landschaftlichen Umgebung.
In die Stadt Löbau wurden folgende Gemeinden eingegliedert:
Einwohnerzahlen der Kernstadt ohne (* - Angaben nicht bereinigt, d.h. mit Stadtteilen)
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Der Stadtrat der Stadt Löbau hat insgesamt 22 Mitglieder. Sie gehören folgenden Parteien oder Wählervereinigungen an:
| CDU | Die Linke | Bürgerliste | FDP | SPD | Gesamt | |
| 1999 | 9 | 7 | 3 | 1 | 2 | 22 |
| 2004 | 8 | 7 | 4 | 2 | 1 | 22 |
In den eingegliederten Orten gibt es jeweils einen zuständigen Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher. Die Hauptsatzung der Stadt Löbau hat hierzu die Ortschaftverfassung für vier Ortschaften eingeführt. Es gibt die Ortschaft Ebersdorf (Stadtteil Ebersdorf), die Ortschaft Großdehsa (Stadtteile Eiserode, Großdehsa, Nechen und Peschen), die Ortschaft Kittlitz (Stadtteile Altcunnewitz, Bellwitz, Carlsbrunn, Georgewitz, Glossen, Kittlitz, Kleinradmeritz, Krappe, Laucha, Lautitz, Mauschwitz, Neucunnewitz, Neukittlitz, Oppeln und Wohla) sowie die Ortschaft Rosenhain (Stadtteile Dolgowitz, Rosenhain, Wendisch-Cunnersdorf und Wendisch-Paulsdorf). Die Ortschaftsräte werden von der Bevölkerung der Ortschaft bei jeder Kommunalwahl gewählt. Sie sind zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören. Der Ortsvorsteher wird von den jeweiligen Ortschaftsräten gewählt.
An der Spitze der Stadt stand der Consul regens, der regierende Bürgermeister. Ihm standen die Exconsule, das sind der 1. und 2. stellvertretende Bürgermeister zur Seite. Unter diesen drei Bürgermeistern des Konsulats wechselte die Regierung.
Heutiges Stadtoberhaupt ist der Bürgermeister, seit 1. Januar 2000 Oberbürgermeister, der von der Bevölkerung auf 7 Jahre direkt gewählt wird. Sein ständiger Vertreter ist der „Erste Beigeordnete“ mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister“.
Bürgermeister bzw. (ab 2000) Oberbürgermeister
Beigeordnete bzw. (ab 2000) Bürgermeister
Mit den Nachbargemeinden Lawalde, Großschweidnitz und Rosenbach besteht eine Verwaltungsgemeinschaft, deren erfüllende Gemeinde die Stadt Löbau ist.
Das Haus Schminke in der Kirschallee 1b ist eines der bedeutendsten Werke der klassischen Moderne, ein wunderbares Beispiel für das so genannte „Neue Bauen“, wie es an der Kunstakademie Breslau und am Bauhaus entwickelt wurde. Das Löbauer Haus wurde von 1930 bis 1933 von Hans Scharoun für Fritz & Charlotte Schminke geplant. Es gilt als Hauptwerk Scharouns im Bereich des privaten Wohnbaues. Es ist daher Ziel von Fachexkursionen aus aller Welt und Gegenstand zahlreicher Veröffentlichungen. Für Fachinteressierte ist die Übernachtung möglich. Universitäten und Hochschulen können das Haus für Workshops und Seminare nutzen.
Das Haus Schminke stellt sich in die Reihe namhaftester Vertreter der Moderne wie der Villa Tugendhat von Ludwig Mies van der Rohe, der Villa Savoye von Le Corbusier sowie dem Haus Kaufmann (Fallingwater) von Frank Lloyd Wright ein.
Den Garten gestaltete Herta Hammerbacher, die damalige Ehefrau des Landschaftsarchitekten Hermann Mattern. Beide arbeiteten in Gemeinschaft mit dem berühmten Gärtner und Staudenzüchter Karl Foerster.
Auch einfach oft Gusseiserner Turm genannt, ist ein bautechnisches Denkmal auf dem Löbauer Berg. Vom 28 Meter hohen Aussichtsturm aus dem Jahre 1854 besteht gute Rundumsicht. Aufgrund seiner gusseisernen Baukonstruktion aus etwa eintausend Einzelteilen, überwiegend durch Steckverbindungen mit Bleiverschlag montiert und einem Gesamtgewicht von ca. 70 t, gilt er als einzigartig in Europa. Sein Erbauer war der Bäckermeister Friedrich August Bretschneider, der den Bau mit ca. 25 Tausend Talern finanzierte. Die Eisenteile des Turmes wurden in der Eisenhütte Bernsdorf/OL gegossen und tragen eine neo-byzantinische und neo-gotische Ornamentik. Der achteckige Turm verfügt über drei Galerien (12, 18 und 24 m Höhe), die über eine 120-stufige Wendeltreppe erreichbar sind. Eine grundlegende Sanierung mit Demontage und Wiederaufbau erfolgte in den Jahren 1993/94.
Im „Kulturzentrum des Sechsstädtebundes und der Euroregion Neiße“, einer ehemaligen Klosterkirche des Franziskanerordens aus dem 14. Jahrhundert gibt es regelmäßige Kulturangebote der Generes Konzert, Theater, Kabarett und Kino.
Das „Oberlausitzer Sechsstädtebund- und Handwerksmuseum / Stadtmuseum Löbau“ in der Johannisstraße bietet ständig Sonderausstellungen sowie eine ausführliche Dauerausstellung zur Geschichte des Sechsstädtebundes, der Geschichte des Oberlausitzer Handwerks und der Geschichte der Stadt Löbau.
Die 6. Sächsische Landesgartenschau findet 2012 in Löbau statt. Das ehemalige Industriegelände am Löbauer Wasser (Fa.Römer, Fa. Rabe, später LAUTEX und Oberlausitzer Zuckerfabrik bzw. Südzucker) bietet beste Voraussetzungen für außergewöhnliche Erlebniswelten.
Löbau liegt an den Bundesstraßen 6 (Dresden–Görlitz) und 178 nach Zittau. Die nächstgelegene Anschlussstelle Weißenberg zur A 4 befindet sich etwa 15 km nördlich. Derzeit wird an Verlegung und Ausbau der B 178 von Löbau nach Zittau sowie deren Verlängerung bis zur Bundesautobahn 4 bei Weißenberg gebaut. Bisher wurden die partielle Ortsumgehung von Löbau und der Anschluss bis Weißenberg fertiggestellt. Löbau hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Dresden–Görlitz.
1834 erbaute Johann Gottlob Hildebrandt die erste Löbauer Fabrik, eine Rot- und Buntgarnfärberei. Bis zum Ende der 1990er Jahre war die Textilindustrie Löbaus einer der wichtigsten Löbauer Erwerbszweige.
1864 gründete Reinhard Neumann die Löbauer Baum- und Rosenschulen.
Aber auch das Bierbrauen hat hier eine lange Tradition. Noch heute gibt es die Bergquell-Brauerei von 1846.
1896 gründeten J. Kumpf & Co. die Firma „Granitwerke und Steinbruchbetrieb“, deren Handwerk sich mit der Verarbeitung von Naturstein beschäftigt. 1947 wurde das Unternehmen von den Sowjets enteignet und in Staatsbesitz überführt. Der Besitzer wurde zusammen mit seinem Sohn verhaftet. Sie kamen nach einem Schauprozess wieder frei und gingen mit ihren Familien in den Westen. 1991 wurde das Unternehmen unter dem Namen „Löbau Granit GmbH“ neu gegründet.
Von 1918 bis 1998 bestand ein Bahnbetriebswagenwerk, in dem Güter- und Personenwagen der Deutschen Reichsbahn gewartet wurden. Die Zuckerfabrik der Südzucker AG wurde im Herbst 2002 geschlossen.
Als Traditionsunternehmen im Klavier- und Pianobau ist die Firma August Förster in Löbau seit 1859 ansässig.
Die Tischlerei Pötschke GmbH (seit 1856) die auf eine 150-jährige Tradition zurückschaut und seit 1996 auf dem Gewerbegebiet Löbau ansässig ist
Die Firma Bison Palfinger unterhält in Löbau ein Werk zur Produktion von Hubarbeitsbühnen.
Die Leuchtenbaufirma Hess hat in Löbau ein Zweigwerk von dem auch der internationale Markt beliefert wird. Für das anspruchsvolle Design und hochwertige Verarbeitung erhält die Firma regelmäßig Auszeichnungen.
Die Firma Stempel Schmorrde ist seit dem Jahre 1865 in Löbau ansässig. Anfangs als Buch- und Zeitungsdruckerei, entwickelte sich das Unternehmen zu einem der führenden Stempel- und Schilderbetriebe Deutschlands. Im firmeneigenen Museum können die Geschichte der Gutenbergschen Buchdruckerei und Maschinen rund um dieses Thema besichtigt werden.
Löbau ist auch der Sitz des international bekannten Trance-Labels euphonic records.
In Löbau erscheint als Tageszeitung eine Lokalausgabe der in Dresden erscheinenden Sächsischen Zeitung (SZ).
Löbau hat unter anderem ein Amtsgericht, eine Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit, ein Finanzamt, eine Dienststelle der Bundespolizei (bisher Bundesgrenzschutz), eine Außenstelle des Landratsamtes des Landkreises Görlitz, eine Rettungsleitstelle, eine Geschäftsstelle der Landesversicherungsanstalt.
In Löbau befinden sich folgende Schulen in Trägerschaft der Stadt:
In Trägerschaft des Landkreises Görlitz befinden sich im Stadtgebiet Löbau:
Bad Muskau (Mužakow) | Beiersdorf | Bernstadt auf dem Eigen | Berthelsdorf | Bertsdorf-Hörnitz | Boxberg/Oberlausitz (Hamor) | Dürrhennersdorf | Ebersbach/Sachsen | Eibau | Gablenz (Jabłońc) | Görlitz | Groß Düben (Dźěwin) | Großhennersdorf | Großschönau | Großschweidnitz | Hähnichen | Hainewalde | Herrnhut | Hohendubrau (Wysoka Dubrawa) | Horka | Jonsdorf | Kodersdorf | Königshain | Krauschwitz (Krušwica) | Kreba-Neudorf (Chrjebja-Nowa Wjes) | Lawalde | Leutersdorf | Löbau | Markersdorf | Mittelherwigsdorf | Mücka (Mikow) | Neißeaue | Neugersdorf | Neusalza-Spremberg | Niedercunnersdorf | Niesky | Obercunnersdorf | Oderwitz | Olbersdorf | Oppach | Ostritz | Oybin | Quitzdorf am See | Reichenbach/Oberlausitz | Rietschen (Rěčicy) | Rosenbach | Rothenburg/Oberlausitz | Schleife (Slepo) | Schönau-Berzdorf | Schönbach | Schöpstal | Seifhennersdorf | Sohland am Rotstein | Strahwalde | Trebendorf (Trjebin) | Vierkirchen | Waldhufen | Weißkeißel (Wuskidź) | Weißwasser/Oberlausitz (Běła Woda) | Zittau
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