Meinestadt.de - Linden/Hessen - 24.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Gießen | |
| Landkreis: | Gießen | |
| Höhe: | 188 m ü. NN | |
| Fläche: | 22,77 km² | |
| Einwohner: | 12.143 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 533 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 35440 | |
| Vorwahl: | 06403 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GI | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 5 31 012 | |
| Stadtgliederung: | 2 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Konrad-Adenauer-Straße 25 35440 Linden |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Dr. Ulrich Lenz (CDU) | |
| Lage der Stadt Linden im Landkreis Gießen | ||
| Datei:Landkreis Gießen Linden.png | ||
Linden ist eine Kleinstadt in Mittelhessen im Landkreis Gießen.
Inhaltsverzeichnis |
Linden liegt etwa 6 km südlich von Gießen. Im Norden grenzt Linden an die Kreisstadt Gießen, im Osten an die Stadt Pohlheim, im Süden an die Gemeinde Langgöns, sowie im Westen an die Gemeinde Hüttenberg (Lahn-Dill-Kreis).
Die Stadt besteht aus den Stadtteilen Großen-Linden und Leihgestern. Zu Großen-Linden gehören die Stadtteile Forst und Oberhof; zu Leihgestern zählen Mühlberg und das Gut Neuhof.
Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Lorscher Codex. Danach wurde die Villa Lindun am 27. Februar 790 dem Kloster Lorsch geschenkt. Durch eine weitere Schenkung am 11. Juni 805 an das Kloster Lorsch wurde der Name Letkestre (Leihgestern) das erste Mal im Lorscher Codex erwähnt. Im frühen Mittelalter zählte Linden zum Niederlahngau und war im Besitz verschiedener Gaugrafen, bevor der Ort zur Zeit Ottos des Großen im 10. Jahrhundert schließlich in den Besitz der Grafen von Gleiberg kam. Im Jahre 1265 kam Linden an die Landgrafschaft Hessen, als Landgraf Heinrich I. Teile der Grafschaft Gleiberg von den Grafen von Tübingen erwarb. Im Jahre 1347 wird in einer Urkunde dem Namen Linden erstmals das 'Großen' vorangesetzt, um den Ort vom Nachbarort Lützellinden (heute Stadtteil von Gießen), zu unterscheiden.
Von 1396 bis 1585 war der Gerichtsbezirk Hüttenberg ein Kondominium zwischen den Landgrafen von Hessen und der Grafen von Nassau. In dieser Zeit war Großen-Linden Hauptort im Gerichtsbezirk und es gab zwei Schultheiße in Großen-Linden. Wegen Unstimmigkeiten wurde der Gerichtsbezirk zwischen beiden Grafenhäusern 1585 aufgeteilt. Die Reformation wurde durch die Landgrafen von Hessen in deren Territorien ab 1527 betrieben, der erste evangelische Pfarrer in Großen-Linden ist 1546 belegt.
Großen-Linden erhielt am 19. Februar 1605 von Ludwig IV. von Hessen-Marburg die Stadtrechte.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde der von Wall und Graben umgebene Ort wie alle Orte der Umgebung stark in Mitleidenschaft gezogen. Am Ende des Krieges waren etwa 40 von 130 Häusern der Stadt unbewohnt und es wurden etwa 400 Einwohner gezählt.
Im 18. Jahrhundert begann sich der bäuerliche Ort allmählich über die mittelalterlichen Ortsgrenzen hinaus auszudehnen, auch siedelte sich nun mehr Handwerk und Gewerbe an. 1712 erhielt die Stadt das Marktrecht, 1716 ist die erste von mehreren Gaststätten am Ort belegt, es gab bald mehrere Färbereien, eine Kalkbrennerei und gegen Ende des 18. Jahrhunderts auch Strumpfweber, Perückenmacher und Hosenschneider.
Nachdem die Napoleonischen Kriege um 1800 mit umfangreichen Truppeneinquartierungen zunächst der weiteren Entwicklung des Ortes hinderlich waren, ereignete sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Folge der einsetzenden Industrialisierung und des Baus der Main-Weser-Bahn eine schwunghafte Entwicklung. Der Eisenbahnbau brachte um 1848 viele Arbeiter nach Großen-Linden, weitere Arbeitspläte boten das 1841 errichtete Braunsteinbergwerk, ein Kalkwerk und mehrere Zigarrenfabriken. Zwischen 1817 und 1900 verdoppelte sich die Einwohnerzahl auf über 1700 Einwohner, die alten strohgedeckten Häuser wurden ziegelgedeckt und der Ort wuchs in alle Richtungen. Die Bahnlinie war im späten 19. Jahrhundert schließlich der bestimmende Wirtschafsfaktor der Region. Während die abseits der Bahn gelegenen Orte durch Ab- und Auswanderung einen Bevölkerungsverlust hinnehmen mussten, profitierten Großen-Linden und auch Leihgestern ungemein vom Zuzug aus dem Umland.
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich das Bevölkerungswachstum durch den Zustrom von rund 1400 Flüchtlingen und Vertriebenen fort, wodurch die Stadt im Jahr 1949 fast 4000 Einwohner zählte. Durch die überwiegend katholischen Flüchtlinge entstand auch eine knapp 1000 Personen zählende katholische Gemeinde in dem bis in den Zweiten Weltkrieg fast rein evangelischen Ort. Zur dauerhaften Unterbringung der Flüchtlinge bedurfte es der Ausweisung großer Neubaugebiete.
Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurden 1977 die Stadt Großen-Linden und die Gemeinde Leihgestern zur neuen Stadt Linden zusammengeschlossen.
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 47,1 | 17 | 48,8 | 18 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 31,8 | 12 | 33,5 | 12 |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 10,1 | 4 | 6,7 | 3 |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 2,9 | 1 | 1,0 | 0 |
| FW | Freie Wähler | 8,1 | 3 | 10,0 | 4 |
| Gesamt | 100,0 | 37 | 100,0 | 37 | |
| Wahlbeteiligung in % | 47,1 | 53,2 | |||
Stadtverordnetenvorsteher: Jörg König (CDU) seit März 2008
Der seit 1977 amtierende Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz (CDU) wurde am 10. Dezember 2006 im ersten Wahlgang mit 80,7 % der Stimmen ohne Gegenkandidat wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 33,1 %.
Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz (CDU), Erster Stadtrat Dieter Lehr (CDU), Inge Schimmel (CDU), Norbert Arnold (CDU), Reinhold Krapf (SPD), Wolfgang Gath (SPD), Manfred Leun (FW), Petra Braun (FW), Robert Kreuzinger-Ibe (Bündnis 90/Die Grünen)
Die Jugendvertretung (kurz: JVL) in Linden ist zusammengesetzt aus Jugendlichen der Stadt, die von verschiedenen Vereinen und Organisationen aus Linden delegiert werden und soll die gesamte Jugend der Stadt Linden vertreten. Fasst die Jugendvertretung einen gültigen Beschluss, kann dieser dem Magistrat der Stadt Linden vorgelegt und dort erneut zur Abstimmung gestellt werden.
Der Verein TV-Großen-Linden spielte in der Saison 1985/86 mit einer Damenmannschaft in der Tischtennisbundesliga.[1] In der 2.Handball-Bundesliga der Frauen spielte die TSG 1893 Leihgestern in der Saison 2004/2005
Sonstige Vereine sind:
Die Stadt Linden hat im Gebäude der ehemaligen Katastrophenschutz-Zentralwerkstatt des Landes Hessen neue Jugendräume eingerichtet. Der Komplex ist in Kinder- und Jugendbereiche eingeteilt.
Durch das Stadtgebiet führen die B 3, die A 45 und die A 485, die sich am „Gießener Südkreuz“ queren. Für eine weitere verkehrsgünstige Anbindung steht der Bahnhof, der an der Bahnstrecke Frankfurt–Gießen der Main-Weser-Bahn liegt. Im öffentlichen Nahverkehr gehört Linden dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) an.
Die Anne-Frank-Schule ist eine schulformbezogene Gesamtschule mit Förderstufe und gymnasialen Eingangsklassen 5 und 6, einem Haupt- und Realschulzweig sowie einem Gymnasialzweig. Außerdem gibt es in Großen-Linden und Leihgestern jeweils eine Grundschule.
Schließlich gibt es in Großen-Linden eine Sonderschule, die Lindenschule.
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