Meinestadt.de - Lichtenfels/Bayern - 24.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Lichtenfels | |
| Höhe: | 271 m ü. NN | |
| Fläche: | 122,27 km² | |
| Einwohner: | 20.884 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 171 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 96215 | |
| Vorwahl: | 09571 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LIF | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 78 139 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 1,5 96215 Lichtenfels |
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| Webpräsenz: | ||
| Erste Bürgermeisterin: | Dr. Bianca Fischer (CSU) | |
| Lage der Stadt Lichtenfels im Landkreis Lichtenfels | ||
| Datei:Lichtenfels.png | ||
Lichtenfels ist Mittelzentrum und zugleich die Kreisstadt des Landkreises Lichtenfels im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken.
Inhaltsverzeichnis |
Lichtenfels liegt in Oberfranken im Ober-Maintal zwischen Bamberg und Coburg im sogenannten "Gottesgarten am Obermain" und gilt als "Deutsche Korbstadt". Nördlich des Zentrums durchfließt der Main das Stadtgebiet.
Zur Stadt gehören folgende Stadtteile: Oberwallenstadt, Unterwallenstadt, Krappenroth, Degendorf, Mistelfeld, Klosterlangheim, Kösten, Stetten, Weingarten, Seubelsdorf, Buch am Forst, Mönchkröttendorf, Isling, Köttel, Eichig, Lahm, Oberlangheim, Roth, Rothmannsthal, Trieb, Schney, Hammer, Seehof und Reundorf.
Lichtenfels wurde 1142 erstmals urkundlich erwähnt und besitzt seit 1231 Stadtrecht. Dieses wurde von Otto II., Herzog von Meranien verliehen.
Nach dem Erlöschen der Meranier im Jahre 1248 fiel Lichtenfels an das Hochstift Bamberg. Mit diesem wurde es während der Säkularisation im Jahre 1802 dem Kurfürstentum und späteren Königreich Bayern einverleibt.
Die Lichtenfelser werden spöttisch die Tümpelschöpfer (gesprochen: Dümblschöbfä) genannt. Diesen Namen erhielten sie nach dem Dreißigjährigen Krieg, als sie den in einem See (= Tümpel) versenkten Stadtschatz durch Ausschöpfen des Gewässers zurückholen wollten, dies jedoch nicht schafften, da das Grundwasser zu schnell nachfloss.
Die Kommunalwahl 2008 brachte folgende Sitzverteilung der 30 Stadträte:
Außerdem besteht eine Städtefreundschaft mit dem Berliner Bezirk Reinickendorf und Bad Bergzabern.
Lichtenfels ist ein Mittelzentrum und Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises mit Sitz der Kreisverwaltungsbehörde. Die Stadt ist auch Sitz eines Amtsgerichts sowie mehrerer Behörden und Ämter wie des Finanzamtes, einer Zweigstelle der Bundesagentur für Arbeit und einer Polizeiinspektion. Auch befindet sich das für die medizinische Versorgung des gesamten Landkreises wichtige Klinikum in Lichtenfels. Ebenso gibt es in Lichtenfels Einkaufsmöglichkeiten von größerer Bedeutung für die umliegende Region wie z. B. ein Kaufhaus in der Fußgängerzone der Innenstadt sowie Filialen größerer Baumarktketten und größere Verbrauchermärkte auf der „grünen Wiese“. Die Fußgängerzone ist durch zwei sich in unmittelbarer Nähe befindliche Parkhäuser auch für Autofahrer leicht zu erreichen.
Die Stadt Lichtenfels (z. T. auch in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Lichtenfels) sowie die Stadtwerke Lichtenfels betreiben mehrere öffentliche Einrichtungen. Die wichtigsten Einrichtungen wären:
Lichtenfels wurde ab Mitte des 19. Jahrhunderts ein Zentrum des Korbhandels. Korbmacher aus der Umgebung im Oberen Maintal brachten ihre Produkte zu Händlern in Lichtenfels, die diese im Groß- und Einzelhandel weiterverkauften. Führender Unternehmer war der Korbhändler Joseph Krauss. 1904 wurde eine Korbfachschule eröffnet, an der ab 1912 auch Flechtkurse für Frauen stattfanden, da Körbe sehr häufig in Heimarbeit von der ganzen Familie hergestellt wurden. Nach dem 1. Weltkrieg legte sich Lichtenfels den Titel Deutsche Korbstadt zu. Durch das praktische Aussterben der Korbmacherei in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg widmen sich die verbleibenden Korbhändler heute ausschließlich dem Import von Flechterzeugnissen.
Die Stadt mit ihren rund 21.500 Einwohnern weist eine überdurchschnittliche Beschäftigungsquote auf, welche vor allem auf den Erfolg der zahlreichen kleinen und mittelständischen Unternehmen zurückzuführen ist. Traditionell sind mehrere Betriebe aus den Bereichen Polstermöbel und der damit verbundenen Zulieferindustrie wie z. B. Holzverarbeitung und Schaumstoffherstellung in Lichtenfels angesiedelt. Aber auch Unternehmen aus den Bereichen Maschinen-, Werkzeug- und Modellbau sowie der kunststoffverarbeitenden Industrie sind anzutreffen. Als sehr innovationsfreudig hervorgetan hat sich der Bereich des Werkzeug-/Modellbaus und ein in diesem Bereich agierendes Unternehmen, das einzigartige Maschinen zur Laserbearbeitung hervorgebracht hat. Aber auch die Speditionsbranche ist durch ein großes, international agierendes Unternehmen vertreten. Die wichtigsten Unternehmen sind:
Weitere bedeutende Arbeitgeber für die Stadt und die Region sind das Klinikum Lichtenfels und die Sparkasse Coburg - Lichtenfels, welche beide unter den 100 größten oberfränkischen Arbeitgebern zu finden sind.
Die Bundesstraßen B 173 und B 289 führen durch die Stadt. Die B 173 ist autobahnähnlich ausgebaut und wurde von Bamberg bis Lichtenfels Anfang 2008 zur Autobahn A 73 aufgestuft. Die am 5. September dem Verkehr übergebene A 73 nähert sich von Norden kommend der Stadt und ist zwischen den Stadtteilen Seubelsdorf und Reundorf mit der der autobahnähnlichen B 173 verknüpft.
Die erste Bahnstrecke durch Lichtenfels war die Bahnstrecke Bamberg–Hof der Ludwig-Süd-Nord-Bahn. Es folgte die im Bahnhof Lichtenfels abzweigende Werrabahn, die vor dem Zweiten Weltkrieg bis nach Eisenach führte. Heute wird die Strecke über Coburg nach Sonneberg befahren. Wenig oberhalb von Lichtenfels zweigt zudem die Frankenwaldbahn nach Saalfeld ab. Sie wird heute von der ICE-Linie Hamburg–Berlin–München befahren, deren Züge im Zweistundentakt in Lichtenfels halten. Zusätzlich gibt es Regionalverkehr Richtung Coburg, Bamberg, Saalfeld und Hof/Bayreuth. Der ICE-Halt wird voraussichtlich 2017 mit der Fertigstellung der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt entfallen, da die Züge auf einer Neubaustrecke westlich an Lichtenfels vorbeigeführt werden. Sie können dann über die Bahnhöfe Coburg und Bamberg erreicht werden.
Durch den Flugplatz Lichtenfels ist die Stadt auch über den Luftverkehr leicht zu erreichen. Der Verkehrslandeplatz hat eine 700 m lange Grasbahn und ist für ein maximales Abfluggewicht von 3,7 Tonnen zugelassen.
Die Stadtwerke Lichtenfels betreiben in Zusammenarbeit mit einem lokalen Busunternehmen den öffentlichen Nahverkehr. Sie bedienen im gesamten Stadtgebiet und den umliegenden Ortschaften insgesamt sechs Buslinien. Die Linien werden teilweise im 1/2 Stundentakt bedient und stellen somit ein preisgünstiges und umweltfreundliches Verkehrskonzept für die Stadt Lichtenfels dar.
In Lichtenfels ist mit der Neuen Filmbühne ein kleines Kinocenter vorhanden, welches als Neubau 1999 entstanden ist. Es befindet sich in dem ebenfalls 1999 neu gebauten Kaufhauskomplex in der Innenstadt nahe der Fußgängerzone und verfügt über drei Vorführungssäle mit insgesamt 365 Sitzplätzen.
Im Osten der Gemeinde befindet sich der Jüdische Friedhof mit zwei Gedenksteinen, die an 25 jüdische Opfer der Shoa sowie an 48 weitere Opfer des Faschismus erinnern.[1]
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