Donnerstag, 24.05.2012



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Lemförde

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lemförde
Lemförde
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lemförde hervorgehoben
52.4633333333338.376666666666746Koordinaten: 52° 28′ N, 8° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Diepholz
Samtgemeinde: Altes Amt Lemförde
Höhe: 46 m ü. NN
Fläche: 6,95 km²
Einwohner: 2876 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 414 Einwohner je km²
Postleitzahl: 49448
Vorwahl: 05443
Kfz-Kennzeichen: DH
Gemeindeschlüssel: 03 2 51 023
Adresse der Gemeindeverwaltung: Bahnhofstr.10a
49448 Lemförde
Webpräsenz:
Bürgermeister: Wilhelm Rümke (CDU)

Lemförde ist ein Flecken in der Samtgemeinde Altes Amt Lemförde im Landkreis Diepholz in Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Lemförde liegt im Naturpark Dümmer unweit des Dümmer und Stemweder Berges zwischen Osnabrück und Bremen. Die Gemeinde ist Verwaltungssitz der Samtgemeinde Altes Amt Lemförde, mit den Orten Brockum, Hüde, Lembruch, Lemförde, Marl, Quernheim und Stemshorn.

Klima

In der Region um Lemförde herrscht gemäßigtes Seeklima, beeinflusst durch feuchte Nordwestwinde von der Nordsee. Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Lemförde 8,5 bis 9,0 °C und es fallen ca. 700 mm Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 20 bis 25 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25 °C übersteigt) gerechnet werden.

Geschichte

Erstmals wurde die Gemeinde im Jahr 1248 urkundlich erwähnt. Diese erste Siedlung gehörte vermutlich zur Minden-Osnabrückschen Burg Sturenberg, die südlich des heutigen Lemförder Schlosses gelegen haben soll. Im Zuge der Ausdehnung ihrer Herrschaft nach Süden, bauten die Grafen von Diepholz im Jahre 1316 hier eine gegen das Bistum Minden gerichtete neue Burg, mit der sie den Zugang zur Herrschaft Diepholz aus Richtung Osnabrück kontrollieren konnten. Um diese neue Burg entstand der Flecken Lemförde. Die Edelherren (später Grafen) von Diepholz nutzten das Lemförder Schloss zeitweise auch als Residenz. Nach dem Aussterben der Diepholzer Grafen fiel die Grafschaft Diepholz einschließlich Lemförde 1585 an das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg. Aus der Landdrostei Lemförde wurde 1723 das kurfürstlich-hannoversche Amt Lemförde. 1859 wurde das Amt Lemförde aufgelöst und dem Amt Diepholz angegliedert.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Lemförde setzt sich aus 13 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen:

(Stand: Kommunalwahl am 10. September 2006)

Bürgermeister

Der ehrenamtliche Bürgermeister Wilhelm Rümke wurde erstmals am 10. September 2006 gewählt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Amtshof, ehemaliger Sommersitz des Grafen von Diepholz

Kunst im öffentlichen Raum

Im Lemförder Ortsbild gibt es zwei Kunstobjekte des Bildhauers Karl-Heinz Friedrich. Er hat sie in den 1980er-Jahren aus Bronze bzw. aus Bronze und Granit gestaltet:

  • vor der Sparkasse die Bronzeskulptur Haubentaucher (1981)
  • auf dem Raiffeisen-Parkplatz ein Brunnen aus Granit mit der Bronzeskulptur Silberreiher (1984)

Persönlichkeiten

  • Louis Kugelmann, * 19. Februar 1828 in Lemförde; † 9. Januar 1902 in Hannover, war ein Arzt und Sozialdemokrat.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Westlich der Gemeinde verläuft die Bundesstraße 51, (Bremen - Osnabrück).

In Lemförde befindet sich zusätzlich ein Bahnhof an der Regionalexpress-Linie Osnabrück-Bremen-Bremerhaven.

Ansässige Unternehmen

  • Elastogran GmbH, BASF Gruppe: Weltmarktführer auf dem Gebiet der Polyurethane (Kunststoffe), Zulieferer für Automobilhersteller
  • BASF IT Services, der IT Dienstleister der BASF Gruppe

Literatur

  • Ludger von Husen u. Horst Meyer (Hrsg.): Flecken Lemförde. Eine Gemeinde zwischen Dümmer und Stemweder Berg. 1248-1998. (Hrsg.: Flecken Lemförde), Diepholz 1998, 377 S. mit zahlr. Abb.
  • Nancy Kratochwill-Gertich u. Antje C. Naujoks: Lemförde. In: Herbert Obenaus (Hrsg. in Zusammenarbeit mit David Bankier und Daniel Fraenkel): Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen. Band 1 und 2 (1668 S.), Göttingen 2005, Seite 973-981

Weblinks

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