Meinestadt.de - Lemberg - 24.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Südwestpfalz | |
| Verbandsgemeinde: | Pirmasens-Land | |
| Höhe: | 340 m ü. NN | |
| Fläche: | 58,19 km² | |
| Einwohner: | 4135 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 71 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 66969 | |
| Vorwahl: | 06331 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PS | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 40 028 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Bahnhofstraße 19 66953 Pirmasens |
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| Ortsbürgermeister: | Heinrich Hoffmeister (SPD) | |
Lemberg ist eine Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz, Deutschland. Er grenzt unmittelbar südöstlich an die Stadt Pirmasens. 11 km südlich von Lemberg verläuft die Landesgrenze zu Frankreich. Vor der Begründung der landgräflichen Residenz im Jahre 1763 in Pirmasens war Lemberg der bedeutendste Ort in der Umgebung.
Inhaltsverzeichnis |
Lemberg erstreckt sich auf mehreren Hügeln. Um den relativ kleinen Ortskern gruppieren sich einige Neubaugebiete. Am Ortsrand befindet sich die Burgruine Lemberg, die 1230 als "Castrum Lewenberc" erstmals urkundlich erwähnt wurde - aus "Löwenberg" leitet sich auch der Ortsname ab. Die Rodalb entspringt bei Lemberg und ist im Ortsgebiet zu einem Weiher aufgestaut. 5100 ha der Gemarkungsfläche, fast 90%, sind mit Wald bestanden. Das Gelände ist typisch für den Pfälzerwald, mit kargem, sandigem Boden, zahlreichen kleinen Wasserläufen und bewaldeten Hügeln, die in der Regel von Buntsandsteinfelsen gekrönt sind. Mit 58,3 km² verfügt Lemberg über eine der größten Gemarkungen in Rheinland-Pfalz. Die Wasserscheide zwischen Rhein und Mosel zieht sich von Nordost nach Südwest quer durch die Gemarkung.
Nachbarorte von Lemberg sind, von Norden ausgehend im Uhrzeigersinn: Pirmasens, Ruppertsweiler, Hinterweidenthal, Dahn, Fischbach bei Dahn, Ludwigswinkel, Eppenbrunn, Obersimten.
Die Verkehrsanbindung von Lemberg beschränkt sich auf die Straße. Die teilweise vierspurig ausgebaute B10 passiert den Ort in ca. 5 km Entfernung. Nach Westen geht diese bei Pirmasens bald in die A8 über, nach Osten erreicht sie nach Durchquerung des Pfälzerwaldes nach 37 Kilometern bei Landau die A65. Im Norden sind es etwa 40 km über die B270 nach Kaiserslautern. Nach Süden existiert keine direkte überregionale Straßenverbindung: Beiderseits der deutsch-französischen Grenze gibt es nur kleinere Ortschaften und untergeordnete Straßen.
Annexen sind Ortsteile mit eigenem dörflichem Charakter sowie größere Gehöfte, die auf Lemberger Gemarkung liegen und verwaltungstechnisch zur Ortsgemeinde Lemberg gehören. Sie haben aber eigene Ortsvorsteher. Folgende Annexen gehören zu Lemberg in der Pfalz:
Der Jahresniederschlag beträgt 899 mm. Die Niederschläge sind hoch. Sie liegen im oberen Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 77% der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der April, die meisten Niederschläge fallen im Mai. Im Mai fallen 1,4 mal mehr Niederschläge als im April. Die Niederschläge variieren kaum und sind sehr gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 9% der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.
Bei den ältesten Zeugnissen einer Besiedlung handelt es sich um eine keltische Siedlung, und auf dem Burgberg oberhalb des Dorfes existierte eine römische Fliehburg des 4. Jahrhunderts n. Chr. Ungefähr auf der Trasse der heutigen B10 existierte schon zu römischer Zeit eine Ost-West-Verbindung durch den Pfälzerwald. Dieses damals im Wesentlichen naturbelassene Waldgebiet war jedoch bis ins späte Mittelalter kaum besiedelt oder genutzt. Wald-Weidewirtschaft und Köhlerei haben nur sehr wenige Menschen ernährt. Die intensive Landwirtschaft war aufgrund der Bodenverhältnisse nie sonderlich rentabel und wird auch in der Gegenwart kaum betrieben.
Bis zum 12. Jahrhundert gehörte das Gebiet dem Kloster Hornbach, welches im Jahr 1198 an Graf Heinrich von Zweibrücken einen Felsen zum Bau einer Burg gegen andere Ländereien eintauschte. Nach dem Aussterben der Zweibrücker Grafen kam Lemberg an Hanau-Lichtenberg und in deren Erbfolge bis 1793 an Hessen-Darmstadt. Die Burg wurde 1636 im 30-jährigen Krieg teilweise und 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg endgültig zerstört, die Ruine später als Steinbruch freigegeben.
Nach der Französischen Revolution (Koalitionskriege) und in napoleonischer Zeit phasenweise in französischer Hand und Teil des Département Donnersberg (Mont Tonnerre), kam die Pfalz und Lemberg per Beschluss des Wiener Kongresses im Jahr 1816 zu Bayern, weil Bayern zu dieser Zeit vom ursprünglich kurpfälzischen Haus der Wittelsbacher beherrscht wurde. Lemberg wurde als Gemeinde im Landkommissariat Pirmasens geführt, später Landkreis Pirmasens, der 1997 in Landkreis Südwestpfalz umbenannt wurde.
Der bayerische Rheinkreis, später Rheinpfalz, war nach dem Ersten Weltkrieg bis 1930 erneut französisch besetzt, und abermals nach dem Zweiten Weltkrieg. Seit 1947 gehört Lemberg zum damals neu gegründeten Bundesland Rheinland-Pfalz.
Im ausgehenden 19. Jahrhundert entwickelte sich in Pirmasens und den umliegenden Gemeinden die Schuhindustrie. Die Schuhe brachten Geld in die Region, so dass viele Einwohner Lembergs täglich nach Pirmasens zur Arbeit gingen. Bald wurden auch in Lemberg Schuhe gefertigt. Die Frauen konnten mit Heimarbeit Zuverdienst und Familie verbinden, aber auch Fabriken wurden gebaut, beispielsweise der Betrieb der Familie Kästner. Mit der Globalisierung der Schuhherstellung ab ungefähr 1970 begann der Niedergang dieser Branche, die mittlerweile aus Lemberg verschwunden ist.
Ein erheblicher Teil der Berufstätigen arbeitet auswärts, überwiegend in der Kreisstadt Pirmasens, nicht wenige fahren aber auch täglich nach Kaiserslautern oder in die Ballungsräume am Rhein.
Lemberg war nach dem Dreißigjährigen Krieg weitgehend verlassen und verfallen. Danach zugewanderte Siedler hatten zumeist die evangelische Konfession. Heute verfügt der Ort auch über eine katholische Kirche, da sich der katholische Bevölkerungsanteil in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts durch Neubürger erhöht hat.
Das zeitweise starke Wachstum Lembergs ist zum Stillstand gekommen. Die Verluste aus Wegzug aus der Region und Bevölkerungswandel können aber unter anderem mit Zuzügen aus der Kreisstadt Pirmasens ausgeglichen werden, was der hervorragenden Wohnlage zu verdanken ist. Mittelfristig wird sich Lemberg jedoch der Tendenz der ganzen Region nicht entziehen können.
Die Gemeinderatswahl 2004 brachte folgendes Ergebnis:
Die Blasonierung des Wappens lautet: In geteiltem Schild oben in Gold drei rote Hanauer Sparren, unten in Silber ein blaues Hufeisen.
Die Sparren entstammen dem Wappen von Hanau-Lichtenberg.
Die Flagge ist Rot-Gelb-Rot geteilt im Verhältnis 1:3:1.
Die weiten Waldgebiete sind mit Wanderpfaden unterschiedlicher Streckenlänge und Steigung durchzogen. Der Pfälzerwald-Verein markiert sowohl Fern- als auch Rundwanderwege.
Es finden sich rund um Lemberg eine Reihe von Felsformationen, so der Maiblumenfels. Vom Laubbrunnen in der Nähe des Sportplatzes aus kann auf dem Lemberger Felsenpfad eine Rundwanderung unternommen werden.
Eine Entwicklung, die den Tourismus zu einem wirtschaftlich bedeutenden Faktor macht, ist bislang nicht zu erkennen.
Bedeutendste Tageszeitung ist Die Rheinpfalz in ihrer Pirmasenser Ausgabe. Daneben wird die Pirmasenser Zeitung gelesen. Amtliche Mitteilungen werden im Amtsblatt der Verbandsgemeinde veröffentlicht. Der Landkreis Südwestpfalz unterhält den "Offenen Kanal", das ist ein regionaler Kabelsender, dessen Programm von Bürgern gestaltet wird. Der Südwestrundfunk betreibt hier dem Sender Kettrichhof.
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