Meinestadt.de - Leck - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | ||
| Kreis: | Nordfriesland | ||
| Amt: | Südtondern | ||
| Höhe: | 6 m ü. NN | ||
| Fläche: | 29,79 km² | ||
| Einwohner: | 7758 (30. Dez. 2007) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 260 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahl: | 25917 | ||
| Vorwahl: | 04662 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | NF | ||
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 54 076
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| Adresse der Amtsverwaltung: | Marktstraße 12 25899 Niebüll |
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| Webpräsenz: | |||
| Bürgermeister: | Klaus-Michael Tatsch (Parteilos) | ||
| Lage der Gemeinde Leck im Kreis Nordfriesland | |||
| Datei:Leck in NF.PNG | |||
Leck (dänisch: Læk, friesisch: Leek) ist eine Gemeinde im Norden des Kreises Nordfriesland, ca. 30 km westlich von Flensburg.
Die Gemeinde ist ein Zentraler Ort (Unterzentrum) im Sinne des Raumordnungsplanes für das Land Schleswig-Holstein.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde Leck befindet sich im äußersten Nordwesten Deutschlands einige Kilometer vor der dänischen Grenze und nahe der Nordseeküste. Dies ist wirtschaftlich zwar eine Randlage - dafür aber eine landschaftlich sehr schöne Lage.
Leck liegt am Westrand des schleswigschen Geestrückens. Diese Lage war vor vielen hundert Jahren bestimmend für das Entstehen des Ortes. Es ist davon auszugehen, dass das Wattenmeer und somit auch das Wasser der Nordsee über Jahrhunderte bis zur Eindeichung bis an den Geestrand reichte. Die Lecker Au, heute ein kleiner Fluss von oft nicht mehr als sechs Meter Breite und einen Meter Tiefe war bis nach Leck und auch darüber hinaus mit Schiffen früherer Bauweisen schiffbar. Deutlichster und aus heutiger Sicht kaum mehr nachzuvollziehender Hinweis auf die Hafenfunktion ist der Anker im Wappen der Gemeinde Leck, denn die Nordsee ist ca. 20 km entfernt.
Die Gemeinde Leck ist umgeben von den Gemeinden Achtrup, Tinningstedt, Süderlügum, Klixbüll, Risum-Lindholm, Enge-Sande, Stadum und Sprakebüll. Die Orte Klintum und Osterschnatebüll liegen im Gemeindegebiet.
Mit durchschnittlich 82 Tagen unter 0° C ist Leck einer der „kältesten“ Orte Schleswig-Holsteins.
Die erste urkundliche Erwähnung lässt sich auf das Jahre 1231 datieren. 1981 konnte daher das 750-jährige Bestehen des Ortes gefeiert werden. Leck ist der alte Hauptkirch-, Verwaltungs- und Marktort der Karrharde, des Gebiets nördlich und südlich der Gemeinde.
Archäologische Funde datieren die Burg Leckhuus auf das 11. Jahrhundert. Sie diente einem königlichen Vogt als Herberge und Wehranlage zur Überwachung des Ochsenweges (dänisch Hærvejen, niederdeutsch Ossenpadd). Weitere Forschungen lassen die Vermutung zu, dass in der Mitte des 1. Jahrtausends Englandfahrer auch vom Hafen in Leck aufbrachen und über die Lecker Au, vorbei an den Inseln Föhr und Amrum, die Nordsee erreichten. Der Hafen verlor wegen Versandung seine Bedeutung im 15. Jahrhundert. Trotzdem hat der Handel stetig zugenommen.
Im Jahre 1689 wurde dem Ort durch den damaligen Herzog in den gottorfschen Anteilen in den Herzogtümern Schleswig und Holstein, Christian Albrecht, die Marktgerechtigkeit urkundlich zugebilligt. Die Handwerks- und Handelsbetriebe wurden zahlreicher und vielfältiger. Es siedelten sich Sattler, Schmiede und Stellmacher, Färber, Schneider und Schuster, Tischler und Drechsler und andere Berufstätige an. Auch gab es ein Krankenhaus, eine Apotheke, Post und Schule. Mit der Entwicklung der Dampfmaschine kamen eine Maschinenfabrik, eine Spinnerei und eine Tuchfabrik nach Leck.
Im Jahre 1959 wurde die Gemeinde Leck wieder Garnisonsort (bereits während der Zeit des Zweiten Weltkrieges war Leck Standort eines Stützpunktes der damaligen Reichsluftwaffe). Durch den hierdurch ausgelösten starken Bevölkerungszuwachs mit jungen Familien mit Kindern wurde die Gemeinde vor erhebliche kommunalpolitische Herausforderungen gestellt. Das Aufklärungsgeschwader 52 mit rund 40 in Leck stationierten Phantom-Aufklärungsflugzeugen wurde 1993 aufgelöst. Mit deutlich verringerter Personalstärke belegte seit dieser Zeit die Flugabwehrraketengruppe 39 den Flugplatz Leck. Mittlerweile wurden die Flugabwehrraketengruppe 11 und 39 zur FlaRakGrp. 25 zusammengefasst und in Leck und Stadum stationiert.
Im Zuge einer Verwaltungsstrukturreform gehört die ehemals amtsfreie Gemeinde Leck seit dem 1. Januar 2008 dem Amt Südtondern an.
Die Bevölkerungszahl der Gemeinde nähert sich 8.000. Daher werden neue Baugebiete ausgewiesen.
In Leck gibt es eine evangelisch-lutherische Gemeinde, der die über 800 Jahre alte St. Willehad-Kirche im Ortszentrum gehört. Diese besitzt einen zweiflügligen Altar (Retabel) aus der Werkstatt von Claus Berg.
Die katholische Gemeinde ist mit der Niebüller Kirchengemeinde zusammengeschlossen, hat aber eine eigene kleine Kirche zur Verfügung. Leck gehört zum katholischen Dekanat Flensburg innerhalb des Erzbistums Hamburg.
Die ebenfalls evangelische dänische Gemeinde hat eine kleine Kirche im Ort.
Seit der Kommunalwahl 2008 hat die Gemeindevertretung 19 Sitze. Davon haben die CDU sieben, die Wählergemeinschaft UWL fünf, die SPD vier und der SSW drei Sitze.
Blasonierung: „In Gold, über blauem Wellenbalken im Schildfuß, ein schwarzer Flechtzaun, dahinter zwei grüne Lindenbäume, zwischen deren Kronen ein roter, abwärts gekehrter Anker schwebt.“[1]
Die Druckerei Clausen & Bosse ist einer der größten Industriebetriebe der Region und einer der größten Buchhersteller Deutschlands. Ca. 600 Beschäftigte sind hier tätig, der Aufstieg begann 1950 mit dem Taschenbuchdruck für den Rowohlt Verlag. Das Zentralfinanzamt Nordfriesland hat ebenfalls seinen Hauptsitz in Leck.
Im Ort gibt es eine Grund-, Förder- Haupt- und Realschule sowie eine dänische Gesamtschule. Das nächste Gymnasium befindet sich im benachbarten Niebüll.
Leck ist auch der Sitz der Nordsee Akademie, einer staatlich geförderten Bildungseinrichtung des Deutschen Grenzvereins.
Leck liegt an der B 199. Die Entfernung zur Nordsee beträgt 20 km, zur Ostsee bei Flensburg 30 km und zur dänischen Grenze 20 km. Ausgebaute Radwege gibt es an der B 199 nach Flensburg und Klixbüll, von Klixbüll weiter an der B 5 nach Niebüll und zur dänischen Grenze, an der L 5 nach Enge-Sande an der L 212 nach Medelby. Ansonsten findet man weitere gut ausgebaute, schwach befahrene Wege, die für Radtouren geeignet sind.
Leck verfügt über einen Flughafen der Bundeswehr. Bis 1994 war hier das Aufklärungsgeschwader 52 stationiert. Nach Auflösung des Geschwaders wird der Standort von der FlaRak-Gruppe 39 und später von der neu gegründeten FlaRak-Gruppe 25 genutzt.
Leck war weiterhin wichtigster Zwischenbahnhof der Bahnstrecke Flensburg–Niebüll, die zu Beginn der 1980er Jahre stillgelegt wurde. Aus strategischen Gründen (NATO-Konzept) blieb die Strecke zunächst erhalten. Heute sind diese Beweggründe entfallen; trotzdem ist die Strecke weiterhin befahrbar. Eine Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke wurde bereits mehrfach erwogen, aber nie in die Tat umgesetzt. Dies liegt unter anderem an der parallelen Buslinie, die die Ortschaften, darunter auch Leck, besser anbindet. Man kann allerdings mit einer Draisine ab Leck bis nach Unaften fahren.
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