Meinestadt.de - Lasbek - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Stormarn | |
| Amt: | Bad Oldesloe-Land | |
| Höhe: | 45 m ü. NN | |
| Fläche: | 12,4 km² | |
| Einwohner: | 1195 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 96 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 23847 | |
| Vorwahl: | 04534 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OD | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 62 089 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Mewesstraße 22-24 23843 Bad Oldesloe |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Harald Lodders (SPD) | |
Die amtsangehörige Gemeinde Lasbek (niederdeutsch Lasbeek) liegt im Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Lasbek-Gut, Lasbek-Dorf, Barkhorst und Krummbek.
Inhaltsverzeichnis |
Lasbek liegt etwa 8 km östlich von Bargteheide. Die Bundesautobahn 1 verläuft durch die Gemeinde. Der Rögenbach, der Krummbach und die Süderbeste fließen durch die Gemeinde.
1974 wurden die Gemeinden Barkhorst, Krummbek, Lasbek-Dorf und Lasbek-Gut zur Gemeinde Lasbek vereint.
Barkhorst wurde vermutlich um die Mitte des 16. Jh. von Pölitz abgeteilt und hielt fünf Hufen und eine Kate. Das im Besitz des Lübecker Heiligengeist-Hospitals befindliche Stadtstiftsdorf erreichte 1807 eine relative Selbstständigkeit, als das Hospital gegen eine jährliche Geldzahlung auf das Obereigentum an den Hofstellen verzichtete. Abgaben und Dienste blieben jedoch unverändert. Die durch den Ort führende 1887 erbaute Eisenbahnlinie Oldesloe-Schwarzenbek erhielt in Barkhorst 1894 einen Personenhaltepunkt der 1904 zu einer Haltestelle mit Güterverladung erweitert wurde. 1909 siedelte sich dort ein Mühlenbetrieb an. Die 1773 gegründete einklassige Schule bestand mit Unterbrechungen bis zum Anschluss an die Dörfergemeinschaftsschule in Bad Oldesloe 1973. Die 1898 zusammen mit Gut Krummbek gegründete Freiwillige Feuerwehr besteht noch heute als Ortsteilwehr der Gemeinde Lasbek. 1928 wurde der Gutsbezirk Krummbek der Gemeinde angegliedert. 1946 stieg die Einwohnerzahl durch Einquartierung von Flüchtlingen auf das 2,5fache der Vorkriegszeit. 1974 erfolgte die Zusammenlegung mit Lasbek-Dorf und Lasbek-Gut zur Gemeinde Lasbek. 1974 hatte Barkhorst 310 Einwohner.[1]
Krummbek war im Hochmittelalter ein Bauerndorf. Es wurde 1327 zuerst urkundlich erwähnt. Nachdem es wüst gefallen war, kam das Areal als Meierhof zum adligen Gut Schulenburg. 1803 wurde der Meierhof gleichzeitig mit dem Meierhof Hohenholz vom Gut abgetrennt und als eigenständiges adliges Gut Krummbek verkauft. Alsdann wurde das dem Architekten Christian Frederik Hansen zugeschriebene Herrenhaus errichtet. Eigentümer des Gutes waren in der Folge hanseatische Kaufleute, zuletzt Robert Jauch (1856–1909) aus der hamburgischen Familie Jauch, der das Gut 1895 verkaufte, um Hamburger Bürger zu werden und sich als Privatier dort karitativen Aufgaben widmen zu können. Auf dem Gut wuchs sein Sohn auf, der spätere Oberst und Freikorpsführer Hans Jauch, und erwarb dort seine Reitfertigkeit, die ihn später zu einem erfolgreichen Reiter von Jagdrennen machte. Dessen Enkel ist Günther Jauch. Als die Gutsbezirke 1928 ihre kommunalpolitische Eigenständigkeit verloren, wurde Krummbek der Nachbargemeinde Barkhorst eingegliedert. 1925 hatte Krummbek 72 Einwohner.[1]
Lasbek-Dorf war ursprünglich das im Amt Tremsbüttel gelegene Dorf der gutsuntertänigen und dienstpflichtigen Bauern des adligen Gutes Lasbek (Lasbek-Gut). Es hielt sechs Vollhufen, 13 Zweidrittelhufen und drei Katen. Nach der Niederlegung und Parzellierung des Gutes 1777 wurde Lasbek-Dorf eigenständige Landgemeinde. Kirchort war Eichede. Schule, Feuerwehr, Spar- und Darlehenskasse und andere Einrichtungen wurden meist zusammen mit der Nachbargemeinde Lasbek-Gut betrieben. 1889 kam es zur Gründung der Genossenschaftsmeierei. In dem landwirtschaftlich geprägten Dorf gab es um 1900 vier Gastwirtschaften mit Saalbetrieb, ein Lohnunternehmen mit Dreschsatz und Dampflokomobile, Schmiede, Stellmacher, Bäcker und Hökereien. So entstand eine Mittelpunktfunktion auf unterster Ebene. 1932 wurde eine NSDAP-Ortsgruppe gegründet. Bei den Kommunalwahlen am 12. März 1933 hatte Lasbek mit 90% das höchste NSDAP-Wahlergebnis im Kreis Stormarn. Am 2. Mai 1945 wurden durch Kampfhandlungen zwischen britischen Truppen und einer SS-Einheit erhebliche Gebaudeschäden angerichtet. Fünf Zivilisten starben durch eine deutsche Fliegerbombe. Das Kriegsende brachte eine Verdoppelung der Einwohnerzahl durch Ostflüchtlinge und obdachlose Hamburger. Die Strukturveränderungen der Nachkriegszeit führten zur Schließung der Genossenschaftsmeierei (1965), der letzten Gastwirtschaft (1972) und der Schule (1973). 1974 hatte Lasbek-Dorf 485 Einwohner.[1]
Lasbek-Gut entstand 1777 auf dem Areal des Gutes Lasbek, nachdem zuvor vergeblich versucht worden war, das Gut zu verpachten und zu verkaufen. Das im Amt Tremsbüttel gelegene Gutsgelände von ca. 310 ha wurde in 15 Erbpachtstellen parzelliert und versteigert. Die Gutsgebäude wurden ebenfalls versteigert und bis auf die noch erhaltene Stangenkate abgebrochen. Der Ortsname Lasbek wurde 1387/88 erstmalig urkundlich erwähnt. Der Familienname Lasbeke ist seit 1280 urkundlich belegt. Spätestens seit 1695 war das adlige Gut in gottorfischem Besitz. 1763 wurde es für 34000 Rthl. an Graf Nikolaus Luckner verpfändet. Die vermutlich seit dem 16. Jh. bestehende Wassermühle am Mühlenteich wurde 1979 zusammen mit dem dazugehörigen Ausflugslokal „Lasbeker Mühle“ abgerissen. Eine 1824 neben der Wassermühle errichtete Windmühle wurde nach Aufhebung des Mühlenzwangs im Amt Tremsbüttel 1839 nach Bargteheide versetzt. Schule und Feuerwehr wurden gemeinsam mit und in Lasbek-Dorf organisiert. 1936 wurde der Ort durch den Bau der Autobahn Hamburg-Lübeck räumlich von Lasbek-Dorf getrennt. Nach Aufgabe von drei Bauernhöfen siedelte sich 1915 auf 40 Hektar das Trabergestüt „Hansa“ (später „Gestüt Lasbek“) an. Heute nimmt es mit 140 ha ca. 40% der ehemaligen Gemeinde Lasbek-Gut ein. 1974 hatte Lasbek-Gut 365 Einwohner.[1]
Seit der Kommunalwahl 2003 hat die SPD sechs, die CDU zwei und die Wählergemeinschaft AWV vier Sitze der Gemeindevertretung. Amtierender ehrenamtlicher Bürgermeister ist seit 1996 Harald Lodders.
Blasonierung: „Von Blau und Silber schräglinks geteilt, oben vier untereinander stehende schwebende goldene Wellenbalken, unten ein nach links aufrecht springender roter Lachs.“[2]
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