Meinestadt.de - Lage/Lippe - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Detmold | ||||
| Kreis: | Lippe | ||||
| Höhe: | 103 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 76,02 km² | ||||
| Einwohner: | 35.753 (30. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 470 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahlen: | 32779–32791 | ||||
| Vorwahl: | 05232 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | LIP | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 7 66 040
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| Stadtgliederung: | 15 Ortsteile | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Lange Str. 72 32791 Lage |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Christian Liebrecht (CDU) | ||||
| Lage der Stadt Lage im Kreis Lippe | |||||
Lage ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Kreis Lippe. Die Stadt ist als lippischer Verkehrsknotenpunkt, als „Zieglerstadt“, „Zuckerstadt“ und „Stadt des Sports“ bekannt.
Inhaltsverzeichnis |
Lage liegt ca. 9 km nordwestlich von Detmold unweit des Teutoburger Waldes im Werretal in Ostwestfalen-Lippe. Der Ortsteil Hörste inmitten des Naturparks Teutoburger Wald / Eggegebirge ist staatlich anerkannter Luftkurort.
Die Werre durchfließt das Stadtgebiet von Südost nach Nordwest. Nahezu das gesamte Gelände wird über diesen Fluss entwässert, der über die Weser in die Nordsee mündet. Innerhalb des Stadtgebietes münden einige weitere Bäche, die ausschließlich aus südlicher Richtung kommen, direkt in die Werre. Dazu zählen der aus Pivitsheide V.L. kommende Rethlager Bach, der aus Müssen zuströmende Rothenbach und der in Helpup entspringende Haferbach. Eine Ausnahme bildet der Oetternbach, der das nordöstliche Stadtgebiet durchfließt, da er zunächst in die Bega mündet. Die Bega streift zudem das nördliche Stadtgebiet von Lage. Außerdem befinden sich bei Waddenhausen und bei Müssen eine Vielzahl von Teichen bzw. Seen, die ein Relikt vergangener bzw. noch bis heute stattfindender Baggerarbeiten zur Kies- und Sandgewinnung sind.
Lage liegt im Ostwestfälischen Hügelland, welches hier aus Tonmergel-, Kalk- und Sandsteinen aus Trias, Jura und Kreide besteht. Die 1000 bis 2000 Meter starken Sedimentgesteine bildeten viele Sättel, Mulden, Horste und Gräben. In größeren Tiefen finden sich Gesteine des Erdmittelalters. Im nordöstlichen Vorland des Mittelgebirges, in den Hangbereichen und in den Tälern finden sich Kies, Sand, Grundmoräne und Löß. Im tiefen Untergrund sind Steinsalz und Gips gelöst.[1]
Die Eignung des Stadtgebiets von Lage ist standortabhängig sehr unterschiedlich. Es gibt wenige Lagen, die sich gut bis sehr gut zur Nutzung von geothermischen Wärmequellen mittels Erdwärmesonde und Wärmegewinnung durch Wärmepumpe eignen. Weitenteils ist die Eignung eher mittelmäßig, vereinzelt schlecht (vgl. dazu die nebenstehende Karte).
Lage wird als kleine Mittelstadt klassifiziert und ist 76,02 km² groß. Der Großteil der Fläche, nämlich 56,9 % wird für die Landwirtschaft verwendet. Im Vergleich mit anderen Städten in Nordrhein-Westfalen liegt Lage damit im Durchschnitt. Die Waldfläche ist mit 17,2 % leicht niedriger als der Landesdurchschnitt. Dafür weist Lage mit einer Gebäude-, Frei- und Betriebsfläche von 14,5 % einen höheren Wert als der Durchschnitt auf.[2]
| Fläche nach Nutzungsart |
Landwirt- schaftsfläche |
Wald- fläche |
Gebäude-, Frei- und Betriebsfläche |
Verkehrs- fläche |
Wasser- fläche |
Sport- und Grünfläche |
sonstige Nutzung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fläche in km² | 43,27 | 13,06 | 11,04 | 4,46 | 1,48 | 2,34 | 0,43 |
| Anteil an Gesamtfläche | 56,9 % | 17,2 % | 14,5 % | 5,9 % | 1,9 % | 3,1 % | 0,6 % |
Beginnend im Norden im Uhrzeigersinn grenzen an Lage die Städte Bad Salzuflen, Lemgo, Detmold, die Gemeinde Augustdorf, die Stadt Oerlinghausen und die Gemeinde Leopoldshöhe (alle Kreis Lippe).
Nach § 1 Abs. 2 der Hauptsatzung der Stadt Lage besteht die Stadt Lage aus den folgenden 15 Ortsteilen[3]:
| Ortsteil | Einwohner | Ortsteile der Stadt Lage |
|---|---|---|
| Billinghausen | 1.910 | |
| Ehrentrup | 2.891 | |
| Hagen | 2.004 | |
| Hardissen | 2.235 | |
| Hedderhagen | 35 | |
| Heiden | 2.220 | |
| Heßloh | 222 | |
| Hörste | 2.743 | |
| Kachtenhausen | 1.854 | |
| Kernstadt | 13.049 | |
| Müssen | 3.144 | |
| Ohrsen | 1.247 | |
| Pottenhausen | 1.104 | |
| Waddenhausen | 2.370 | |
| Wissentrup | 627 | |
| Gesamt | 37.655 |
Stand: 31. Dezember 2008
Der Ortsname Lage bezeichnet im Ursprung vermutlich ein niedriges, waldfreies, sumpfiges Areal zwischen Wäldern in der Werreaue. Diese topographische Ortsbezeichnung (früher oft mit Präposition und stets weiblichem Artikel gebraucht: „to der Lage“, nach der Lage) ging dann langsam auf die entstehende Ortschaft über.
In einer Urkunde vom 1. Februar 1274 findet der Ort durch die folgende Formulierung seine erste Erwähnung: „Jordanus plebanis in Lagis“. Dadurch wird dem örtlichen Geistlichen bestätigt, dass er eine Art Leibrente erworben hat. 1274 kann von daher als Gründungsjahr des Ortes Lage gelten, wenngleich es nicht das Jahr der Stadtgründung ist. Durch den kirchlichen Bezug der Erstnennung wird deutlich, wie wesentlich die ca. 1000-jährige Marktkirche für die Entwicklung Lages ist. Ihre Gründung geht auf die Zeit vor der ersten Jahrtausendwende zurück. Damals eroberten die Franken unter Karl dem Großen das Gebiet der heidnischen Sachsen. Recht schnell kamen Bestrebungen auf, in dem heidnischen Gebiet zu missionieren. Deshalb wurde als eine Stammkirche die Marktkirche gegründet. Der Standort war gut gewählt: Direkt an einer Furt der Werre, jedoch etwa drei Meter oberhalb der Werretalaue (aus Schutz vor Hochwasser), inmitten fruchtbaren Landes, entstand das Gotteshaus. Man spricht von dieser Stelle auch von der "Keimzelle Lages". Sie war quasi der Ausgangspunkt für die Besiedlung des umliegenden Gebietes, welches heute als Lage bekannt ist. Um die Marktkirche herum entstanden nach und nach Siedlungen, zuerst durch den Pfarrhof und eine Höfegruppe.Im Laufe der Zeit kamen weitere Höfe, erste klassische Wohnhäuser (Fachwerkhäuser) und eine Mühle hinzu.
Zur Zeit des Hochmittelalters erfreute sich der Ort bei einer vergleichsweise großen Zahl von Siedlern hoher Beliebtheit. Grund waren vermutlich die besonderen Privilegien der Bürger Lages, die sich durch die Erhebung des Ortes zum Weichbild erklären lassen. So verstärkte sich der Anstieg der Bevölkerungszahl weiter. Rasante Ausmaße nahm er jedoch erst zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert an: 1823 hatte die Stadt 60 % mehr Einwohner als zu Ende des vorangegangen Jahrhunderts. Die Siedlung hatte sich in diesem Zeitraum ebenfalls stark vergrößert und überschritt die mittelalterlichen Grenzen. Der Wunsch, endlich auch formal als Stadt anerkannt zu werden, verstärkte sich. Ausgehend vom Jahr 1817 gab es deshalb intensive Bemühungen, die schließlich in der Verleihung der Stadtrechte im Jahr 1843 mündeten.
Im 18. und 19. Jahrhundert war Lage als Treffpunkt der lippischen Wanderziegler berühmt; das Ziegeleimuseum hat diese Geschichte zum Thema. Der Zucker spielt für die Stadt seit dem 19. Jahrhundert eine große Rolle; jährlich im Herbst fahren Rübenwagen aus dem weiteren Umland zur 1884 gegründeten Lagenser Zuckerfabrik. Nach dem Bau eines Leichtathletikstadions begriff man sich dann in den 1980er Jahren als „Stadt des Sports“; das Sportzentrum Werreanger wird vom Deutschen Leichtathletik Verband (DLV) als Leistungsstützpunkt genutzt.
Bedeutsam ist Lages Funktion als Verkehrsknotenpunkt. Aus sehr alten Wegen, die an der Werrefurt aus verschiedenen Richtungen aufeinander zuliefen, wurden in der Moderne Bundesstraßen und Eisenbahnlinien. Auch der mittelalterliche Aufstieg zum Kirchort und Marktflecken, später vom Weichbild zur Ackerbürgerstadt, war seiner verkehrsgeografischen Funktion geschuldet.
In Lage gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Religionsgemeinschaften. Da Lage allerdings im protestantisch geprägten Kreis Lippe liegt, ist die Anzahl evangelischer Gemeinden vorherrschend.
Die Stadt Lage hat derzeit folgende Gemeinden:
Bemerkenswert ist die Anzahl der vielen Gemeinschaften, die sich der evangelischen Freikirche zugehörig fühlen. Dies kommt daher, dass in Lage seit Beginn der 1990er Jahre zahlreiche Spätaussiedler aus den GUS-Staaten sesshaft geworden sind, von welchen sich eine Mehrheit zu den Freikirchen bekennt.
Ein Indiz für die heutige Verteilung der Religionen kann die konfessionelle Zugehörigkeit der Schüler in Lage sein. Demnach gaben im Schuljahr 2006/2007 62,6 % der Schüler evangelisch, 7,8 % katholisch und 4,8 % islamisch als Religionszugehörigkeit an. 12,8 % gaben eine andere Religionszugehörigkeit und 12,0 % keine Konfession an.[4]
Aufgrund von § 1 des Gesetzes zur Neugliederung des Kreises Detmold vom 2. Dezember 1969 wird 1970 die bisherige Stadt Lage mit den Gemeinden Billinghausen, Ehrentrup, Hagen, Hardissen, Hedderhagen, Heiden, Heßloh, Hörste, Müssen, Ohrsen, Pottenhausen, Waddenhausen und Wissentrup sowie die Gemeinde Kachtenhausen (Kreis Lemgo) zu einer neuen Gemeinde zusammengeschlossen, die in den Kreis Detmold eingegliedert wird. Die Gemeinde erhält den Namen Lage und führt die Bezeichnung „Stadt“.[5] Dabei werden Teile der bisherigen Gemeinde Kachtenhausen in die Stadt Oerlinghausen (Kreis Lemgo) und Teile der bisherigen Gemeinde Hörste in die Gemeinde Augustdorf eingegliedert.
Stand: jeweils zum 31. Dezember des Jahres
PolitikStadtrat
Datei:Lage (Lippe) - 2004 communal elections - seating.svg Sitzverteilung im Stadtrat seit 2004
Datei:Lage (Lippe) - 1999 communal elections - seating.svg Zum Vergleich: Sitzverteilung im Stadtrat von 1999 bis 2004
Der Lagenser Stadtrat besteht derzeit aus 38 Ratsherren und Ratsfrauen und CDU, SPD und FDP bilden eine Koalition im Stadtrat, nachdem zuvor Lage zehn Jahre von einem bürgerlichen Bündnis aus CDU, FDP und FWG regiert wurde. Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse zwischen 1975 und 2004:
1Bürgerbewegung für Lage</br> 2Freie Wählergemeinschaft Lage</br> 3ohne Berücksichtigung von Rundungsdifferenzen BürgermeisterBürgermeister von Lage ist Christian Liebrecht (CDU), der bei einer Stichwahl am 10. Oktober 2004 mit 60,5 % der gültigen Stimmen gewählt wurde. Sein Vorgänger war Wilfried Siekmöller (SPD), der am 26. September 1999 in einer Stichwahl mit 50,6 % der gültigen Stimmen gewählt worden war. WappenMit Urkunde vom 3. Juli 1970 ist der Stadt Lage das Recht verliehen worden, ein Wappen zu führen. Wappenbeschreibung: Das Stadtwappen stellt in Gold ein blaues nach links gewendetes Pflugeisen dar. Der erste Abdruck eines Siegels von 1601 zeigt den linksgewendeten Pflug. Im Wappenstein des Rathaussturms von 1663 zeigt den Pflug nach rechts gewendet. Im Geländer des Rathauses von 1956 findet man wiederum den nach linksgewendeten Pflug. Erst zwei Jahre vorher war der Stadt ein Siegel mit der ältesten nachweisbaren Darstellung des Pfluges verliehen. Nach dem ersten Weltkrieg führte Lage die Stadtfarben rot und grün, da das verwendete Wappen einen roten Balen aufwies. 1933 wurden die Farben der Lippischen Städte neu festgelegt. In Lage wählte man die Farben Gelb und Blau. Per Urkunde vom 19. November 1954 wurde der Stadt die Führung eines Wappens, eines Siegels und einer Flagge verliehen. StädtepartnerschaftenSeit 1977 unterhält die Lage zur Stadt St. Johann im Pongau (Österreich) eine freundschaftliche Städteverbindung. Etwa alle zweieinhalb Jahre fährt ein Sonderzug in die Partnerstadt. Bis zu 550 Personen nehmen an diesen Reisen teil. Viele Lagenser Schülerinnen und Schüler haben deshalb in St. Johann erstmalig Ski gelaufen. Die St. Johanner Bauernkapelle oder die Bürgermusik nehmen am Schützenfest in Lage teil. Die jüngere Partnerschaft besteht zu Horsham (Großbritannien). Seit 1985 finden regelmäßige Besuche der Bürger statt. Insbesondere das Lagenser Gymnasium und die Partnerschulen in Horsham pflegen einen regen Austausch. Vom 1. Juni 1984 bis zum 31.Dezember 2002 gab es eine Patenschaft mit dem Panzerbataillon 214 in Augustdorf. Gegründet wurde sie anlässlich des 25jährigen Bestehens des Bataillons. Am 4. Dezember 1997 wurde die Patenschaft bekräftigt und ein Patenschaftsschild wurde feierlich übergeben. Die Patenschaft endete mit der Außerdienststellung des Bataillons. Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerke
MuseenDas Westfälische Industriemuseum Ziegelei Lage liegt nördlich des Stadtzentrums im Ortsteil Hagen. Es zeigt sowohl die vorindustrielle als auch die maschinelle Ziegelproduktion. Weiterhin zeigt eine Ausstellung, wie die lippischen Wanderziegler gelebt und gearbeitet haben. Das Museum bietet Schauvorführungen und spezielle Erlebnis-Angebote für Kinder. TheaterIm Bürgerhaus der Stadt tritt seit 2007 die Schauspielschar LaBüVISION aus Lage auf. Sie spielen Komödien, Dramen, Märchen und andere Theatergenres. MusikDie Musikschule Lage wurde 1981 gegründet und ist seit 1995 im Technikum beherbergt. 800 Schüler erhalten von einem ca. 25-köpfigen Kollegium Elementar-, Instrumental-, Gesangs- und Ensembleunterricht in Klassik, Jazz und Pop. Jährlich werden etwa 80 Veranstaltungen vom Klassenvorspiel über Schülerkonzerte bis zur Reihe "Musik tut gut" durchgeführt. Seit 2005 findet am jeweils letzten Donnerstag im Monat ein JazzCocktail im Brinkmannschen Haus. Bei diesen Konzerten spielen kleine Besetzungen (Duo oder Trio) mit Gesang Unterhaltsames aus Jazz, Chanson, Pop bei freiem Eintritt. Der Männergesangverein Liederheim Lage e.V. wurde im Jahre 1889 gegründet und hat heute ca. 35 aktive Sänger im Alter von ca. 25 bis 80 Jahren. Sein Repertoire umfasst hauptsächlich klassische Chorwerke, aber auch aktuelle Musikstücke aus der Welt des Schlagers und Pop. Neben der musikalischen Arbeit veranstaltet der MGV Liederheim seit 1960 jährlich eine große Karnevalssitzung, die wegen ihres bundes- und lokalpolitischen Kolorits weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. ParksDer städtische Friedenspark erstreckt sich über etwa 2,1 ha und liegt am nordöstlichen Rand des Altstadtkerns. Aus dem ehemaligen Friedhof der evangelischen Kirchengemeinde entstand 1956 der Park. Er ist vollständig von einer Kalksteinmauer umgeben. Am Westrand steht ein Ehrenmal für die gefallenen der Weltkriege, außerdem sind einige Grabsteine erhalten. Der Park ist öffentlich zugänglich. NaturdenkmälerDie "Johannissteine" liegen rechter Hand an der B 239 am Ortsausgang in Richtung Detmold. Es handelt sich um zwei große Granitfindlinge, die von Eiszeitgletschern an ihren aktuellen "Lage"ort geschoben wurden. Der größte Brocken ist 6,20 Meter lang, 5,50 Meter breit und wiegt ca. 200 Tonnen. Ein Stein liegt exakt in Nord/Süd-Richtung, ein weiterer rechtwinklig dazu. Ergänzt wird das Paar durch weitere kleine Findlinge und Bruchstücke. Zwei exakte Fünfkantlöcher in den Steinen stammen wahrscheinlich aus frühgeschichtlicher Zeit und erlauben unter Einsatz von Stäben die präzise Lokalisierung der Wintersonnenwende. Auch die anderen jahreszeitlichen Wendepunkte lassen sich von den Johannissteinen aus bestimmen, so dass die Johannissteine in vorchristlicher Zeit wohl als eine Art Kalender dienten. Ferner wurden 15 Einmeißelungen entdeckt. Jahrhundertelang war das Ensemble unter aufgeschütteter Erde verborgen, bis es vermutlich 1768 entdeckt wurde. Sport
Regelmäßige VeranstaltungenJährlich am zweiten Märzwochenende begehen die Lagenser den Frühjahrsmarkt mit Kirmes. Am 3. Samstag im Mai ist Blumen- und Pottmarkt. Am ersten Juniwochenende ist Bauernmarkt. Am ersten Oktoberwochenende ist seit 1938 Reinholdi-Markt mit Kirmes im Ortsteil Pottenhausen. Am letzten Oktoberwochenende ist in der Innenstadt Martini-Markt mit Kirmes. Eine Woche später ist im Ortsteil Hörste Hörster Kirmes. Im Dezember ist auf dem Lagenser Marktplatz Weihnachtsmarkt mit kulturellem Rahmenprogramm Infrastruktur und Wirtschaft
Datei:Bahnhof Lage (Lippe).jpg Bahnhof in Lage
Datei:Zuckerfabrik Lage 2.jpg Blick auf die Zuckerfabrik in Lage
VerkehrSchienenverkehrDer Bahnhof Lage(Lippe) liegt an der Bahnstrecke Herford–Altenbeken (KBS 405), die sich hier mit der Begatalbahn (KBS 404) kreuzt. Diese Lage spielte für die Stadt bis in die 1970er Jahre eine große wirtschaftliche Rolle, was sich unter anderem in dem für die kleine Stadt ungewöhnlich großen Bahnhofsgelände widerspiegelt. Mit dem allgemeinen Rückgang des Schienen-Güterverkehrs verlor die Stadt diese Rolle. Im Personennahverkehr verkehren
Der Ortsteil Waddenhausen ist durch den Haltepunkt Sylbach direkt an der Stadtgrenze zu Bad Salzuflen an die Strecke Herford–Paderborn angebunden. Da dieser Haltepunkt auf dem Gebiet von Holzhausen (Stadt Bad Salzuflen) liegt, gehört er zum Tarifgebiet der Nachbarstadt. Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr von der Westfalenbahn mit Elektro-Triebwagen des Typs Flirt sowie von der Eurobahn und der NordWestBahn mit Talent-Diesel-Triebwagen. BusverkehrEs bestehen regelmäßige Regionalbusverbindungen nach Lemgo (Linie 748), Detmold (Linie 750), Bad Salzuflen (Linie 751) und Oerlinghausen (Linie 769). Die Stadt liegt im Tarifbereich des regionalen „Sechser-Tarifs“ (Verkehrsverbund OstWestfalenLippe), außerdem gilt der landesweite NRW-Tarif. StraßenverkehrDie "verkehrsgünstige" Lage am Kreuzungspunkt der B239 und B66 bringt für die Stadt neben der guten Erreichbarkeit auch eine hohe Verkehrsdichte. FahrradverkehrDas Stadtgebiet wird von den Radfernwegen „Wellness-Radroute“, „BahnRadRoute Weser-Lippe“ und „BahnRadRoute Hellweg-Weser“ durchkreuzt. Ansässige UnternehmenDie Zuckerfabrik in Lage wurde 1883 gegründet. Sie ist in Besitz der Firma Pfeifer & Langen. Damit ist die Zuckerfabrik eines der ältesten Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe überhaupt. Die Fabrik stellt Raffinade und Weißzucker her, der von Großabnehmern wie Coca-Cola abgenommen wird. Ohne Kampagnekräfte hat sie 70 Mitarbeiter und verarbeitet pro Tag 7.500 t Rüben. Ein weiteres großes Unternehmen ist die Konservenfabrik Lubella, die ihren Sitz im Stadtteil Ehrentrup hat und Grünkohl in Konserven vertreibt. MedienIn Lage ist die Lippische Landes-Zeitung und die Neue Westfälische mit einem eigenen Lokalteil erhältlich. Das Radio Lippe sendet lokale Nachrichten aus dem Kreis Lippe. Lage gehört zum Berichtsgebiet des Regionalstudios Bielefeld des WDR. Öffentliche EinrichtungenDie Stadtwerke Lage ist für den Bereich Wasser- und Gasversorgung im Stadtgebiet zuständig. Somit sind die Stadtwerke auch Betreiber des 17 km langen Gas- und 375 km langen Wassernetzes. Zur Erhaltung des Wasserdrucks und Wasserbevorratung werden drei Druckerhöhungsstationen und acht Hochbehälter mit 3.000 m³ Fassungsvermögen betrieben. Seit 1873 verfügt die Stadt Lage über eine Freiwillige Feuerwehr. Sie ist in 6 Löschzüge und -gruppen gegliedert, die je über ein eigenes Feuerwehrhaus verfügen und so die Versorgung aller Ortsteile abdecken. Die Stadtbücherei Lage bietet neben Sachliteratur und Romanen auch neue Medien wie Hörbücher und CD-ROMs zur Ausleihe an. BildungDie Stadt Lage als Schulträgerin unterhält zur Zeit neun Grundschulen, zwei Hauptschulen, eine Realschule, ein Gymnasium, die Albert-Schweitzer-Schule - Förderschule der Stadt Lage mit dem Förderschwerpunkt Lernen - sowie die städtische Musikschule. Sechs Schulen bieten derzeit als offene Ganztagsschule Schülerbetreuung auch außerhalb des reinen Schulunterrichts an, weitere Schulen wollen sich dem Projekt ebenfalls anschließen. Lage ist darüber hinaus Standort der vom Kreis Lippe als Schulträger betriebenen Irmela-Wendt-Schule für Sprachbehinderte im Ortsteil Pottenhausen. Im Jahr 2007 wurden an den Schulen der Stadt mit 282 Lehrkräften insgesamt 4.022 Schüler unterrichtet, davon 37,1 % an den Grundschulen, 16,1 % an den Hauptschulen und 18,6 % an der Realschule, 20,2 % am Gymnasium, sowie 8 % an der Förderschule[8]. Das außerschulische Bildungsangebot wird geprägt durch das umfangreiche Kursangebot der Musikschule der Stadt Lage und der Volkshochschule Lippe-West sowie die Kurs- und Seminarangebote weiterer öffentlicher und privater Anbieter. PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Stadt
Literatur
WeblinksFußnoten
Städte und Gemeinden im Kreis Lippe
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