Meinestadt.de - Kröpelin - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Bad Doberan | |
| Höhe: | 60 m ü. NN | |
| Fläche: | 67,26 km² | |
| Einwohner: | 4889 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 73 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 18236 | |
| Vorwahlen: | 038292, 038294 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DBR | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 51 041 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 18236 Kröpelin |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hubertus Wunschik (parteilos) | |
| Lage der Stadt Kröpelin im Landkreis Bad Doberan | ||
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Kröpelin ist eine amtsfreie Kleinstadt und Unterzentrum im Landkreis Bad Doberan in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Bis zum 13. Juni 2004 war die Stadt Mitglied und Sitz des Amtes Kröpelin.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt zwischen den Hansestädten Rostock und Wismar und mit 80 m ü. NN für die Nähe zur ca. 12 km entfernten Ostsee ungewöhnlich hoch. Grund dafür ist der sich zwischen Kühlungsborn an der Küste und Kröpelin erstreckende waldreiche Höhenzug der Kühlung, der im Diedrichshagener Berg eine Höhe von 129,7 m ü. NN erreicht.
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Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1177 als Crapelin. Das Kirchdorf wurde als Doberaner Klosterbesitz 1186 ausgewiesen. Aus einem deutschen Dorf bei der alten slawischen Siedlung entstand eine in Ost-West-Richtung ausgerichtete regelmäßige Stadtanlage. In einer Schenkungsurkunde des Fürsten Heinrich Borwin III. wurde Kröpelin erstmals am 25. August 1250 als Stadt (oppidum) bezeichnet. Die Verleihung des lübischen Stadtrechts wird für das Jahr davor, also 1249, angenommen. Daher entschied man sich die runden Stadtjubiläen jeweils ein Jahr zuvor zu feiern, so 1999 die 750-Jahrfeier. Zur Entstehung des Ortsnamens benennt eine Legende einen Krüppel, der in das Stadtsiegel aufgenommen wurde. Wahrscheinlicher aber leitet sich der Name vom slawischen Wort crepelice = Ort der Wachtel ab.
Die Stadtkirche ist ein Backsteinbau – teils mit Feldsteinsockel – aus dem 13. Jahrhundert. Das breitere und höhere Langhaus aus dem 14. Jahrhundert hat in seinen drei Jochen ein Kreuzrippengewölbe.
Innenstadt und Rathaus wurden im Rahmen der Städtebauförderung seit 1991 gründlich saniert.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts siedelten sich Juden in Kröpelin an, die sich 1821 in den Kahlwiesen ihren Jüdischen Friedhof anlegten. Beim Novemberpogrom 1938 wurde er von den Nazis geschändet und verfiel danach, bis seine Reste später als Gedenkort mit einem Gedenkstein versehen wurden, der an die jüdischen Opfer des Faschismus in der Shoa erinnert.
Das Wappen wurde am 10. April 1858 von Friedrich Franz II., Großherzog von Mecklenburg-Schwerin festgelegt und unter der Nr. 66 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert. Am 24. März 1997 beschloss die Stadtvertretung, das heutige Wappen einzuführen, das am 8. Juni 1999 durch das Innenministerium genehmigt wurde.
Blasonierung: „In Blau einen nach links kriechenden Krüppel mit silbernen Gewand, natürlicher Fleischfarbe (Ausnahmefarbe), mit goldenem Kegelhut, silbernem Haar und goldenen Klötzen an den Unterschenkeln und in den Händen; über dem Krüppel ein links gelehnter goldener Schild mit einem hersehenden schwarzen Stierkopf mit silbernen Hörnern und einer goldenen Fürstenkrone, von der fünf Zinken sichtbar sind.“
Das Wappen wurde von dem Weimarer Michael Zapfe neu gezeichnet und in Details farblich geändert.
Der kriechende Behinderte ist mit dem Stierkopf bereits 1306 im Siegel von Kröpelin vertreten. Der Ortsname ist slawischen Ursprungs („crepelita“ – Wachtelfeld oder „crepelice“ – Wachtelort). In späterer Zeit brachte man ihn mit dem deutschen Wort „Krüppel“ in Verbindung. Der schwarze Stierkopf stellt die Zugehörigkeit zum Lande Mecklenburg durch den Verweis auf die Rostocker Nebenlinie des mecklenburgischen Fürstenhauses dar.
Die Namensherleitung über den Begriff „Krüppel“ wird durch eine alte Sage unterstrichen, in der ein verdienter, aber schwerverwundeter Soldat den ausstehenden Sold seitens seines zahlungsunfreudigen Herren durch den Einsatz von Klötzen als „Gehhilfe“ weit besser als erwartet in Form von Landbesitz „erkriecht“ und damit das Ortsgebiet erwirbt.
Im am westlichen Ortseingang der Stadt Kröpelin gelegenen Gewerbegebiet sind mehrere Betriebe der Bereiche Dienstleistungen (Tourismus) und Produktion (metallverarbeitendes Gewerbe) tätig. Für Menschen mit Behinderungen wurden ca. 170 Arbeitsplätze in den Kröpeliner Werkstätten geschaffen. Weiterhin spielt die Landwirtschaft traditionell eine gewichtige Rolle. So existiert unter anderem eine Milchviehanlage in Ortsrandlage. Die Betriebe in Kröpelin sind ausschließlich kleine, mittelständische Unternehmen und Einzelunternehmen.
Kröpelin liegt an der Bundesstraße 105 (Rostock–Wismar). 15 Kilometer südlich der Stadt besteht Autobahnanschluss (Auffahrt Kröpelin Ostseeautobahn A 20). Der Ort verfügt zudem über einen Bahnhof an der Wismar-Rostocker Eisenbahn. Von diesem besteht mit der Regionalexpresslinie RE8 Anschluss nach Wismar, Bad Doberan, Rostock und Tessin.
Nördlich des Ortsteils Diedrichshagen bei 54°6'23" nördlicher Breite und 11°45'58" östlicher Länge befindet sich eine Sendeanlage der Deutschen Telekom AG. Als Antennenträger kommt ein 97 Meter hoher, abgespannter Stahlfachwerkmast zum Einsatz. Es werden die folgenden Programme abgestrahlt:
| Sendername | Frequenz | ERP |
|---|---|---|
| NDR 1 MV | 94,3 MHz | 0,2 kW |
| N-Joy | 103,7 MHz | 5 kW |
Es besteht seit 1990 eine Partnerschaft mit den niedersächsischen Gemeinden Hude und Schwarmstedt, sowie zur französischen Stadt Arnage, einem südlichen Vorort von Le Mans im Département Sarthe. Im Jahr 2003 wurde eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Włoszakowice im Powiat Leszczyński (Polen) geschlossen.
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