Meinestadt.de - Kreuzwertheim - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Main-Spessart | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Kreuzwertheim | |
| Höhe: | 140–300 m ü. NN | |
| Fläche: | 20,04 km² | |
| Einwohner: | 3798 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 190 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 97892 | |
| Vorwahl: | 09342 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MSP | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 77 151 | |
| Marktgliederung: | 4 Ortsteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: | Lengfurter Str. 8 97892 Kreuzwertheim |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Horst E. Fuhrmann (CSU) | |
Kreuzwertheim ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Kreuzwertheim. Der Ort liegt im Maintal am Rande des Spessarts gegenüber der baden-württembergischen Stadt Wertheim.
Inhaltsverzeichnis |
mit Jahr der Eingemeindung und Einwohnerzahl
Es existieren folgende Gemarkungen: Kreuzwertheim, Röttbach, Unterwittbach, Wiebelbach.
Die Besiedlung der Gemarkung geht bereits bis in die Steinzeit zurück (Steinbeilfunde). Die ersten bekannten Bezeichnungen der Siedlung lauten Werdheim, was soviel bedeutet wie „Heimstatt am sicheren Ufer“, womit auf die Lage am Main hingewiesen wird. Die erste urkundliche Erwähnung fand (sehr wahrscheinlich) bereits um 749 statt (als Streubesitz des Klosters Fulda). Werdheim entwickelte sich zur Urpfarrei des südöstlichen Spessartraumes. Diese unterstand zunächst dem Bischof von Würzburg, und auf ihn ging schließlich auch die Marktrechtsverleihung durch König Heinrich II. vom 22. Oktober 1009 zurück. Zwei steinerne Türme der frühen Ortsbefestigung, ein markantes steinernes Kreuz mit dem irischen Sonnenkranz auf dem Kirch- und Marktplatz und die kleine Wehrkirche, deren Ursprünge bereits in der Zeit der Christianisierung liegen, erinnern noch an diese Zeit. Ab dem frühen 12. Jahrhundert nannte sich ein Zweig des Adelsgeschlechts der Reginbodonen nach Wertheim. Dieses Adelsgeschlecht ließ auf der linken Mainseite eine neue Wehranlage errichten, so dass sich in ihrem Schutz eine neue Ansiedlung entwickelte, die bald die Bezeichnung Werdheim übernahm. 1192 ist die heutige Stadt Wertheim erstmals als Suburbium castri Wertheim erwähnt, um 1200 wird sie als oppidum und 1244 als civitas bezeichnet (Vgl. hierzu auch Wertheim) Seit dieser Zeit finden sich zur besseren Unterscheidung der beiden Siedlungen Ortsnamen, die auf das steinerne Kreuz auf dem Marktplatz Bezug nehmen: Crucwertheim, Heiligen-Creuzeswertheim oder auch einfach Creütz. Diese Bezeichnung ist übrigens bis heute im Volksmund üblich. Nachdem Wertheim 1306 die Stadtrechte verliehen bekam, geriet der alte Siedlungsteil auf der anderen Mainseite endgültig ins Hintertreffen und die alten Marktrechte büßten mehr und mehr an Bedeutung ein. Die Pestepidemien taten ein übriges und Kreuzwertheim verfiel in einen Jahrhunderte andauernden Dornröschenschlaf.
Das ehemalige Amt der Grafen von Löwenstein-Wertheim-Freudenberg wurde 1806 zugunsten des Fürstentums Aschaffenburg des Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg mediatisiert und fiel mit diesem kurzlebigen Fürstentum (damals Departement Frankfurt) 1814 an Bayern.
Heute sind vor allem der Kirchplatz mit dem noch immer erhaltenen Marktkreuz, die umliegenden Gassen, die alte Wehrkirche, das 1594 erbaute Wohnhaus des Schultheißen (Bürgermeisters) Peter Herrschaft, ein Ziehbrunnen sowie die Reste der alten Ortsbefestigung sehenswert. Darüber hinaus ist das Schloss, ehemals erbaut als Witwensitz und bis heute Wohnsitz der Fürstenfamilie zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg, markanter Teil des Ortsbildes.
Im Jahr 2009 feiert Kreuzwertheim sein 1000- jähriges Marktrecht. Es wurde ein Denkmalstein am "dicken Turm", im alten Ortskern Kreuzung Lengfurterstraße- Hauptstraße, errichtet.
Auf dem Gebiet des Marktes wurden 1970 3.186, 1987 dann 3.562 und im Jahr 2000 3.850 Einwohner gezählt.
1996 bis heute Horst E. Fuhrmann, CSU
1984 bis 1996 Christa Schoenberg, CSU
1978 bis 1984 Dr. Gerald Amarell, Freie Wählervereinigung
1972 bis 1978 Hans Schneider, CSU (†1978)
1945 bis 1972 Philipp Günzelmann, SPD
1925 bis 1945 Georg Fröber
1906 bis 1925 Andreas Dinkel
1888 bis 1905 Georg M. Fröber
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2842 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 1021 T€.
Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 1046 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 150 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1434. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 17 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 305 ha, davon waren 295 ha Ackerfläche und 7 ha Dauergrünfläche.
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