Donnerstag, 24.05.2012



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Königswalde

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Königswalde (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Königswalde
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Königswalde hervorgehoben
50.54666666666713.047222222222Höhenangabe falsch oder mehr als zwei NachkommastellenKoordinaten: 50° 33′ N, 13° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Erzgebirgskreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Bärenstein
Höhe: 500–730 m ü. NN
Fläche: 19,54 km²
Einwohner: 2400 (30. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 123 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09471
Vorwahl: 03733
Kfz-Kennzeichen: ERZ
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 340
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Jöhstädter Straße 5
09471 Königswalde
Webpräsenz:
Bürgermeister: Wolfgang Hotze (UB)
Lage der Gemeinde Königswalde im Erzgebirgskreis
Datei:Königswalde in ERZ.png

Königswalde ist eine Gemeinde am Pöhlbach im Erzgebirgskreis, Sachsen, Deutschland. Aufgrund der noch weitgehend vorhanden Steinrücken als Flurgrenzen gilt Königswalde als eines der markantesten Waldhufendörfer des Erzgebirges.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Evangelisch-lutherische Sankt-Trinitatis-Kirche
in Königswalde


Das Waldhufendorf Königswalde liegt in einer Nord-Süd-Richtung im Tal des Pöhlbaches. Höchster Punkt ist der Zigeunerfels mit 737 m.

Nachbargemeinden

Im Osten von Königswalde liegt Jöhstadt, im Süden grenzt der Ort an die Tschechische Republik, im Südwesten Bärenstein, im Westen Sehmatal, im Nordwesten Annaberg-Buchholz und im Norden und Nordosten Mildenau

Gemeindegliederung

Neben dem Hauptort Königswalde gibt es noch den Ortsteil Brettmühle.

Geschichte

Um 1200 erfolgte die Besiedelung des rechts des Pöhlbaches (Osten) gelegenen Ortsteiles. Der Ort stand unter der Herrschaft der Waldenburger und wurde Lichtenhain genannt. Der links des Pöhlbaches gelegene Teil wurde um 1250 besiedelt und gehörten ursprünglich als Teil des Schlosses Schlettau zu Böhmen. Später kam der als Kunigswald bezeichnete Ort dann zum Kloster Grünhain, das 1536 im Amt Grünhain aufging. Der Ortsteil wurde später als Amtsseite bezeichnet.

1512 wurde der östliche Teil von Paul von Thumshirn gekauft, der diesen dann später an die Stadt Annaberg weiterveräußerte. Der Ortsteil wurde Ratsseite genannt.

Mit der Leipziger Teilung kam die Ratsseite zu den Albertinern, die Amtsseite zu den Ernestinern. Erst am 1. November 1875 vereinigten sich die beiden Ortsteile zu einer Gemeinde.

Einwohnerentwicklung

Am 3. Oktober 1990 zählte Königswalde 2356 Einwohner. Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres:

1993 bis 1997

  • 1993 – 2279
  • 1994 – 2298
  • 1995 – 2316
  • 1996 – 2358
  • 1997 – 2408

1998 bis 2002

  • 1998 – 2418
  • 1999 – 2388
  • 2000 – 2424
  • 2001 – 2434
  • 2002 – 2426

2003 bis 2006

  • 2003 – 2452
  • 2004 – 2412
  • 2005 – 2390
  • 2006 – 2384
  • 2007 − 2400
Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Gedenkstätten

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Sankt-Trinitatis-Kirche

Wirtschaft und Infrastruktur

Jahrhunderte lang bestimmt die Landwirtschaft den Ort. Im 19. Jahrhundert siedelten sich im Tal einige Industriebetriebe an. Meist waren die Einwohner in den Nachbarorten beschäftigt. Am 18. Januar 2008 erhielt Frau Iris Sellke - Pächterin des Gasthof & Pension Brettmühle - den Sächsischen Gründerinnenpreis 2008.

Verkehr

Den Bahnanschluss erhielt Königswalde 1873 an die Zschopautalbahn. Dieser obere Bahnhof lag jedoch 180 Meter (bei 703 m ü. NN) über der Ortslage. 1928 wurde darum die im Pöhlbachtal verlaufende Plattentalbahn bis Königswalde verlängert. Dieser untere Bahnhof bestand bis 1951, dann wurde die Strecke wieder abgebaut. Der obere Bahnhof wurde um 2000 aufgelassen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Ortes

Blick von Westen auf das markante Waldhufendorf Königswalde


Literatur

  • Lothar Klapper: Königswalder Geschichtsbuch - Ein sächsisches Erzgebirgsdorf in acht Jahrhunderten (Von den Anfängen bis 1945), 2000

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Bevölkerungsentwicklung

Weblinks

en:Königswalde

eo:Königswalde et:Königswalde vald nl:Königswalde (Saksen) ru:Кёнигсвальде