Meinestadt.de - Knau - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
| Datei:Knau - Wappen.png |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Saale-Orla-Kreis | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Seenplatte | |
| Höhe: | 450 m ü. NN | |
| Fläche: | 12,71 km² | |
| Einwohner: | 707 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 56 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 07389 | |
| Vorwahl: | 036484 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SOK | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 75 049 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Schleizer Str. 17 07907 Oettersdorf |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Klaus Liehm | |
| Lage der Gemeinde Knau im Saale-Orla-Kreis | ||
| Datei:Knau in SOK.png | ||
Knau ist eine Gemeinde im thüringischen Saale-Orla-Kreis und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Seenplatte.
Inhaltsverzeichnis |
Knau und sein Ortsteil Posen liegen im Thüringer Schiefergebirge im Westen des Gebietes der Plothener Teiche.
Der Ort wird erstmals 1374 als "Knauwe villa" als Klosterhof der Benediktiner-Abtei zu Saalfeld urkundlich erwähnt. Mit großer Wahrscheinlichkeit liegen die Ursprünge des Ortes weiter in der Geschichte zurück. Bei archäologischen Untersuchungen nahe dem mittelalterlichen Wohnturm des Knauer Rittergutes fand man Scherben aus dem 12. Jahrhundert. Mit großer Sicherheit ging die Kultivierung der ehemaligen Sumpflandschaft von dem Wirtschaftshof des Saalfelder Klosters aus.
Der Ort war zum einen durch Landwirtschaft und Fischzucht geprägt. Untrennbar ist seine Geschichte allerdings mit der des Rittergutes verknüpft, dessen Besitzer stets die Geschicke des Ortes lenkten. Das Rittergut Knau, das 1602 in den Besitz des Esaias von Brandenstein kam, umfasste u.a. auch Plothen, Neudeck, Bucha, Dreba, Schöndorf und Volkmannsdorf.
Nachfolgende Besitzer des Guts waren:
Seit 1871 war das Rittergut im Besitz der Familie Schneider.
Im April 1945 führte ein Gefangenenmarsch von Zwangsarbeitern durch den Ort. Vermutlich wurden zehn Zwangsarbeiter von SS-Männern erschossen und auf dem Friedhof begraben. Ein Steinkreuz erinnert an dieses Geschehen.[2]
Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Rittergut durch die Bodenreform enteignet. 1952 wurde im Rittergut Knau eine Forschungsstelle für Tierhaltung gegründet.[3]
Bis 1991 befand sich in der Nähe von Knau (zwischen Knau und Weira) auch das zweitgrößte Schweine-Zucht und Mast-Kombinat der DDR mit 180.000 Schweinen. Durch nicht umweltgerechte Entsorgung von Fäkalien und anderen Abfallstoffen entstand eine massive Umweltschädigung mit Verpestung von Luft, Boden und Wasser. "Die Bäume waren eindeutig krank, die Luft stank nach Gülle und in den Teichen gab es keine Fische mehr" schildert Pfarrer Peter Taeger die unerträgliche Situation. Er gründete einen Umweltkreis und gab eine Zeitschrift "Leidplanke" heraus. Im Herbst 1989 veranstaltete eine Bürgerinitiative Demonstrationen mit Tausenden von Teilnehmern gegen das "SZMK". Mit dem Ende der DDR kam auch dessen Ende und damit das einer Umweltkatastrophe.[4]
1992 vernichtete ein Großbrand ein Drittel der historischen Bausubstanz des Gutes. 2003 wurde ein Bürgerbegegnungszentrum der Gemeinde in einem Nebengebäude des Rittergutes eingeweiht. Zur Zeit gibt es Bestrebungen des Förderkreises Rittergut Knau, das Gut zu retten.
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